Thema: Schadensersatz für VW-Kunden

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  1. Schadensersatz für VW-Kunden # 1
    wolfgang
    wolfgang ist offline

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    04.12.2008
    Schadensersatz für VW-Kunden
    In den USA erhielt jeder VW-Kunde mit manipuliertem Diesel bis zu 10.000 Dollar Schadensersatz, konnte sogar seinen Wagen zurückgeben. Nicht so in Deutschland: 2,4 Millionen Autofahrer besitzen einen Wagen mit manipulierter Abgassteuerung von VW, Skoda, Seat oder Audi. Sie bekommen aber kein Geld, sondern nur ein Softwareupdate und eventuell ein Plastikrohr, das den Luftstrom im Motor verändert.

    Einige wenige sind den Klageweg gegangen. Viele Verbraucher sind jedoch verunsichert, die meisten warten einfach ab. Am besten wäre es, wenn der Konflikt vor den Bundesgerichtshof käme. Auf ein höchstrichterliches Urteil könnten sich nämlich alle Verbraucher berufen. Doch so ein Urteil ist noch nicht in Sicht.

    Die Zeit läuft ab
    Bislang hat VW darauf verzichtet, sich auf Verjährung zu berufen. Im Gegenteil: Der Konzern hat zugesagt, noch bis zum 31. Dezember 2017 alle Reklamationen anzunehmen. Doch was ist danach? Verbraucherschützer fordern eine Verlängerung der Frist. Doch es sieht nicht danach aus, dass es so kommt. VW setzt offenbar darauf, dass Kunden den Klageaufwand scheuen und die Frist verstreichen lassen.

    Das sollten Sie jetzt tun
    Wenn Sie als Besitzer eines manipulierten Autos jetzt klagen, haben Sie gute Chancen. Die Gerichte urteilen immer häufiger zugunsten der VW-Kunden – auch wenn bisher noch keins der Urteile rechtskräftig ist. Zudem gibt es Anbieter, die das Prozessrisiko für Sie übernehmen.

    So geht's:
    1. Mit Rechtsschutzversicherung
    Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, sollte sich einen spezialisierten Anwalt suchen. Anfangs haben sich viele Versicherer geweigert, die Kosten zu übernehmen. Mittlerweile ist aber klar, dass sie sich so leicht nicht drücken können: Einige Gerichte haben die Rechtsschutzversicherungen bereits verpflichtet, ihre Kunden zu unterstützen. Einige Versicherte holten sich die Hilfe des Ombudsmanns, der in sehr vielen Fällen Recht gab.

    Wenn Sie keine Rechtsschutzpolice besitzen, können Sie einen Rechtsdienstleister in Anspruch nehmen. Es gibt derzeit zwei Anbieter mit unterschiedlichen Strategien, die beide empfehlenswert sind:

    2. Per Sammelklage
    Der erste Rechtsdienstleister namens Myright strebt eine Art „Sammelklage“ direkt gegen den VW-Konzern an. VW soll die Fahrzeuge zurücknehmen und dafür den vollen Kaufpreis erstatten. Der Unterscheid zwischen Neupreis und Zeitwert wäre also praktisch die Entschädigung für Sie als Kläger.

    Da es in Deutschland eine Sammelklage eigentlich nicht gibt, will Myright viele gleichartige Ansprüche in einer Klage gegen den Hersteller bündeln. Das ist für Sie kostenlos. Hat die Klage Erfolg, behält der Anbieter zum Ausgleich 35 Prozent der erstrittenen Entschädigung für sich. Gerichtlich wird Myright von der Kanzlei Hausfeld vertreten. Die „Sammelklage“ soll im September 2017 starten. Achtung: Dieser Klage können Sie sich nur noch bis 30. Juni anschließen.

    3. Mit individueller Taktik
    Der Rechtsdienstleister vw-verhandlung.de ist eine Kooperation der Anwaltskanzleien Gansel sowie Baum Reiter & Collegen mit einem Prozessfinanzierer. Die Anwälte verfolgen eine andere Strategie als Myright. Sie wollen ein Klagepaket von etwa 150 Einzelklagen bei verschiedenen Gerichten einreichen und dabei verschiedene Ansprüche geltend machen: von kaufrechtlichen gegen den Händler über mögliche Widerrufe von Autokrediten bis hin zu Schadensersatzansprüchen gegen den Hersteller. Hat der Anbieter Erfolg, behält er etwas weniger als Myright, nämlich 29 Prozent der erstrittenen Summe, höchstens aber 2.900 Euro.

    Quelle: Finanztip.de (newsletter)

  2. AW: Schadensersatz für VW-Kunden # 2
    S. Schweers
    S. Schweers ist offline
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    seit
    20.10.2014
    An die Kollegen:

    Ist eigentlich ein Fall bekannt, in dem VW außergerichtlich nachgegeben hätte?

    Ich spreche von dem Hersteller und der Geltendmachung von Ansprüchen, die aus der Manipulation resultieren (Delikt).

    MfkG,

    S. Schweers / www.diesel-widerruf.de

  3. AW: Schadensersatz für VW-Kunden # 3
    S. Schweers
    S. Schweers ist offline
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    20.10.2014
    Schon seit zwei oder drei Wochen lässt sich keine Abfrage unter

    https://www.volkswagen.de/de/service...mmode=asdf1566

    mehr durchführen, ob der Wagen von Abgasmanipulationen betroffen ist oder nicht.

    Man solle es später noch einmal versuchen.

    Ist ein Ergebnis von einer Überlastung oder einer Aktualisierung?

    MfkG,

    Schweers

  4. AW: Schadensersatz für VW-Kunden # 4
    LisaFranziska
    LisaFranziska ist offline

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    20.07.2018
    Hallo,
    auch ich bin VW Käuferin und habe mich mit dem Themabefasst. Eine Klage ist leider zu unsicher, da der BHG noch nicht entschiedenhat. Schadensersatzforderungen sind nur bis zum 31.12.2018 möglich. Wenn derBHG also in 2019 entscheidet, bringt mir das nichts mehr. Deswegen werde ichjetzt einen Güteantrag einreichen, der die Verjährung hemmt und die Verjährungdann erst in 2019 stattfindet. Nach einer Entscheidung des BGH kann ich dann nochin 2019 mit VW verhandeln und habe gute Chancen! So ein Güteantrag ist kostengünstig und ihr habt nicht die Risiken einer Klage. Schaut mal bei www.franz-ritter.de vorbei. Unter Aktuelles seht ihr mehr dazu.
    LG

  5. AW: Schadensersatz für VW-Kunden # 5
    S. Schweers
    S. Schweers ist offline
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    20.10.2014
    Achten Sie aber darauf, dass der BGH recht hohe Anforderungen an einen verjährungshemmenden Güteantrag stellt.

    Verfügen Sie über eine Rechtsschutzversicherung, erübrigt sich m.E. das Güteverfahren.

  6. AW: Schadensersatz für VW-Kunden # 6
    S. Schweers
    S. Schweers ist offline
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    20.10.2014
    Neueste Masche der Rechtsschutzversicherer: Es wird keine Kostendeckung für die Klage erteilt, weil der VN sich an der kostenlosen Musterfeststellungsklage beteiligen könne...

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