Thema: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren

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  1. Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 1
    unbekannter
    unbekannter ist offline

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    28.01.2020
    Hallo,

    ich befinde mich in der komfortablen Situation dass ich eine bereits abbezahlte Wohnung mit meiner Partnerin besitze, erst 30 Jahre alt bin und dennoch ca 90000€ auf dem Konto habe. Aktuell haben wir die Überlegung in 5 bis 10 Jahren eine andere Wohnung oder ein Haus zu kaufen. Die aktuelle Wohnung würden wir vermieten wollen. Für das benötigte Restkapital würden wir einen Kredit aufnehmen.

    In den letzten Tagen habe ich mich ausführlich mit ETFs auseinander gesetzt. Bin jedoch nicht unbedingt zu dem Schluss gekommen dass dies die ideale Anlage ist, da man hier von einer langfristigen Anlage spricht und dies einem Wohnungskauf im Wege stehen würde. Aktien sind mir zu riskant und ich bin kein Zocker. Festgeld für 1 Jahr gibt es im Ausland für ca 1,1% aber das würde Nichtmals die Inflation decken. Immobilien Investment habe ich mir nur mal grob angeschaut, bin mir aber noch nicht sicher was ich davon halten soll. Aktuell liegt das Geld quasi auf dem Tagesgeldkonto.

    Hat jemand Ideen wie man das Geld im Hinblick auf meine Situation sinnvoll anlegen kann?

  2. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 2
    titan1981
    titan1981 ist offline

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    seit
    03.07.2013
    Du hast schon richtig erfasst, dass der Anlagehorizont etwas kurz ist. Es kann funktionieren, dass du in der kurzen Zeit die Inflation schlägst mit ETF muss aber nicht. Da sich die Weltwirtschaft zur Zeit eintrübt. Könnte es sein, dass du in 5- 10 Jahren gerade noch nicht im plus bist.

    Ich würde also das lieber lassen, oder nur einen kleineren Teil einsetzen dass du mit dem Anteil den Inflationsausgleich für die ganze Summe schaffst. Würde also nicht alles in ETF anlegen, sondern streuen (Festgeld(-leiter), Crowdinvest, Immobilien, Rohstoffe etc.) Je nachdem wie viel Risiko dir lieb ist oder auch nicht. Wobei das dann eher was ist für Leute die du wohl als Zocker beschreibst. Auch abhängig wie hoch euer Kredit für das Haus sein wird und wie viel Puffer ihr aus dem Einkommen dann habt um die mögliche Mehrbelastung durch die vielleicht fehlende Rendite durch die Anlage in ETF etc. sollte es in der Zeit zu Einbrüchen der Kurse kommen, die dann bis zur Finanzierung nicht ausgeglichen sind.

    Bleibt also wohl eher nur ein gutes Tagesgeld ~0,35% Zins und ein gutes Festgeld ~0,9% und hoffen dass es eher in 5 Jahren als in 10 ein neues Haus geben wird.

  3. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 3
    Cici
    Cici ist offline

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    seit
    01.11.2013
    Zitat Zitat von unbekannter
    Festgeld für 1 Jahr gibt es im Ausland für ca 1,1% aber das würde Nichtmals die Inflation decken.
    Warum spielt die Inflation in diesem Fall überhaupt eine Rolle? Für eine allgemeine Vermögensanlage wäre das verständlich, aber ihr wollt das Geld ja konkret für den Kauf einer Immobilie verwenden. Da verleitet dieses Kleben an "ich will mindestens die Inflationsrate einholen" nur zu falschen Entscheidungen. Wesentlich wichtiger wäre, wie sich die Immobilienpreise in dieser Zeit entwickeln. Die sind aber auf längere Sicht nicht wirklich zu prognostizieren. Die Frage sollte daher sein: Will ich das Kapital erhalten (aktuell nicht ohne nennenswerte Rendite möglich) oder will ich ins Risiko gehen, mit der Chance das Geld zu vermehren? Letzteres kann eben auch schiefgehen.

    Was vielleicht eine Option wäre: Das bereits vorhandene Geld wird risikolos auf dem Tagesgeldkonto belassen, zusätzliche Einnahmen fließen aber in eine risikoreichere Anlage wie bspw. einen Aktien-ETF.

  4. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 4
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    seit
    19.01.2013
    @ unbekannter,

    erst Glückwunsch zum erfolgreichen Vermögen! Und zum Gedanken zum Kauf einer Immobilie!
    Nur ihren Wunsch warum 5 bis 10 Jahren noch warten? Mit 90.000 über ein BSV mit 40 % und 100.000 Guthaben, lassen sich mit runde 250.000 € Wartezeit 3 Jahre, eff. für 18 Jahre 1,99 % finanzieren. Insbesondere wenn dies Darlehn im Nachrang, ab 60 % des Beleihungswertes eingesetzt werden kann!
    Mit eine BSV mit 30 % und 100.000 € Guthaben, runde 330.000 €, Wartezeit mindestens 1 Jahr mit einen Bausparvertrag finanzieren!

    Warum die unbenannte Bedingungen sich der Zukunft aussetzen? Denn wer kennt die Bedingungen der Zukunft, die Zinssätze, Beleihungsausläufe und oder Rahmenbedingungen zur Erlangungen eines Darlehns verändern kann!
    Denn nur Geld, Sparbücher, Bausparverträgen werden mit ihr Guthaben zu 100 % als Eigenkapital angerechnet
    Schon bei LV egal welcher Spielart, ob Fondsgebunde oder Kapital LV, werden schon heute mit Abschlag von 30 bis 40 % nur noch angerechnet!
    ETF's oder Aktien werden nur mit 50 % vom Wert angerechnet!
    Bei einer Finanzierung, von 330.000 des reinen Hauswertes, können sie das Haus zu 100 % beleihen! Was den Zins auf ca. 2 % p.a anhebt!
    Bei einer 60 % Beleihung was 188.000 € bedeutet, da sind auf einmal Zinsen für 0,8 % möglich, die restlichen 142.000 mit den Bausparvertrag von 330.000 € Wert gedeckt. Da sind auf einmal die Nebenkosten und die Modernisierung noch mit drinnen.
    Der normale Darlehnsnehmer endet mit 100 % Beleihung, der Rest ist sein Problem! Wie die Nebenkosten und Modernisierung!

    Bei einen der einen zuteilungsreifen BSV mit 330.000 €, nimmt mit ein Darlehn von 100.000 € zu 0,8 % auf lässt sich gleichzeitig den BSV zuteilen. Bezahlt die 330.000 € durch das Darlehn und die restliche Summe aus den Bausparvertrag, die restlichen 100.000 damit zahlt er, wenn kein Bargeld auf sein Privatkonto vorhanden ist, die Nebenkosten!
    Damit lassen sich schon mal 12.000 € Zinsen über 10 Jahre, die Laufzeit des Darlehn sparen!

    Sollte man die 100.000 € oder Teile davon nicht benötigen, können diese Summen ohne eine Vorfälligkeit sofort im den zugeteilten Bausparvertrag verbleiben was wiederum weitere Zinsen diesmal zu 1,99 % jährlich erspart, bei 50.000 € weniger Bedarf jährlich knappe 1.000 € bei 18 Jahren! weitere 12.000 €. Der Spareffekt fällt weniger aus, da durch die monatliche Tilgung verringert sich auch die monatliche Zinsschuld!

    Es gibt viele Wege die Belastung eines Hauskauf zu mindern nur eine umfassende Beratung wird benötigt!

    bruno68

  5. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 5
    unbekannter
    unbekannter ist offline

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    seit
    28.01.2020
    Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

    Aktuell klingt es tatsächlich so, dass Festgeld noch die beste Option ist (Ist Klarna hier wirklich aktuell die beste Option?). Auch die Idee etwas zu streuen und z. B. 5000 bis 10000 in ETFs zu setzen erscheint mir keine schlechte Idee. Crowedfunding habe ich mir auch mal angeschaut. Das könnte ich ja auch mal mit einer kleinen Summe testen.

    Es kam mir auch die Idee bereits jetzt eine weitere günstige Immobilie zum Vermieten in einer Gegend zu kaufen in der ich eine Wertsteigerung über die nächsten Jahre erwarte. Mit den Mieteinnahmen könnte man später dann die Rückzahlungsrate erhöhen, hätte jedoch weniger Eigenkapital. Von dieser Idee bin ich jedoch selber noch nicht so ganz überzeugt.

    Da wir weder genau wissen wann wir uns vergrößern möchte noch wo wir hinziehen wollen möchte ich aktuell nicht alles komplett zielgerichtet auf einen Immobilienkauf richten. Hier würde ich das Risiko später mit mehr Zinsen zahlen zu müssen lieber leben.

  6. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 6
    StGe1973
    StGe1973 ist offline

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    28.05.2016
    Das Problem wurde ja schon geschildert, 100 % sicher bedeutet Rendite unter der Inflationsrate. Dein Problem ist folgendes (aber das trifft momentan alle Sparer):

    Wenn man davon ausgeht, dass sich die Preise von Immobilien identisch zur Inflationsrate entwickeln (aktuell je nach Lage tendenziell überproportional), dann wird die Immobilie Jahr für Jahr im Verhältnis zu deinem Kapital teurer. Also heute bekommst du für 90.000 Euro z.B. 1/4 der Immobilie und in 10 Jahren für 90.000 + Zins (bei Beträgen über dem Freibetrag ./. Katipalertragssteuer) nur noch z.B. 1/5.

    Letztlich gibt es 3 Alternativen:

    1. Mehr Risiko in der Kapitalanlage = höhere Renditechance, aber eben auch Risiko von Verlusten
    2. Jetzt sofort kaufen
    3. Sicher anlegen und hoffen, dass irgendwann in den 10 Jahren der Immobilienmarkt mal Richtung "Crash" geht bzw. Preise stark sinken und deshalb dein Kapital im Verhältnis zur Immobilie mehr wert wird.

    Zumindest solange sich das aktuelle Zinsniveau nicht nachhaltig ändert, ist Alternative 3 mM eher unwahrscheinlich... möglich wäre es entweder durch stark steigende Zinsen (signifikante Anzahl an Immobilienbesitzer können sich Anschlussfinanzierungen nicht mehr "leisten" und müssen verkaufen) oder durch eine allgemeine andauernde Rezession in der Wirtschaft (Arbeitsplatzverluste, sinkende Nettolöhne usw. und dass deshalb eine signifikante Anzahl ihre Immobilie verkaufen müssen).

  7. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 7
    florianmeier
    florianmeier ist offline

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    05.01.2014
    Der Immobilienmarkt wird nicht crashen, solange die Nachfrage hoch bleibt. Der Abschiebestop nach Syrien wurden auf den 30.06.2020 verlängert. Mal sehen, was danach passiert. Immerhin belegen die H4 Syrer -als stärkste Gruppe- ca. 300.000 Wohnungen.

    https://www.nds-fluerat.org/41193/ak...n-verlaengert/

    Gemessen an den Baukosten sind Mietrenditen viel zu niedrig.

    Ich sehe auch keinen Grund, warum die Baukosten sinken sollten. Mindestlöhne und Oligopole bei den Baustoffherstellern bewirken das Gegenteil.

    In den Universitätsstädten steigen die Preise, weil immer mehr Schüler Abitur machen und studieren wollen/müssen/können.

    Wenn nicht in der Pampa, würde ich sagen, fallende Immobilienpreise wird es nicht mehr geben.

  8. AW: Geldanlage im Hinblick auf Wohnungs/Hauskauf in 5 bis 10 Jahren # 8
    brainy
    brainy ist offline

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    02.07.2013
    300.000 Wohnungen sind etwas mehr als als 0,7% des Wohnungsbestandes. Nicht ganz unerheblich, gerade wenn man bedenkt, daß die Wohnungen nicht gleichmäßig verteilt sind.

    Leg doch das Geld in Immobilien(aktien) an, dann geht es rauf und runter, wie bei einer erworbenen Immobilie.

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