Thema: Abfindung - wie viel bleibt mir?

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  1. Abfindung - wie viel bleibt mir? # 1
    ElephantMan
    ElephantMan ist offline

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    21.06.2018
    Mein aktueller Arbeitgeber hat mir eine Abfindung angeboten. Hier gehen ja wie beim normalen Gehalt auch dann Abzüge runter. Meine Frage: Sind diese genauso wie beim Gehalt oder wird anders versteuert/abgegeben?
    In meinem Fall geht es um ein Angebot von 5.000 Euro - ich bin Steuerklasse 1 und nicht in der Kirche.

    Weiß das wer, was bleibt oder ob es da einen Rechner gibt?

  2. AW: Abfindung - wie viel bleibt mir? # 2
    titan1981
    titan1981 ist offline

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    Das kommt daruf an wieviel du normal verdienst in welchem Bereich du dich in der Steuertabelle befindest. Rechne es doch mal mit einem Brutto-/Nettorechner durch wieviel du Steuern zahlen musst. Aber Tendenziell wirst du prozentual mehr Steuern bezahlen müssen, es sei denn dein Einkommen liegt über

  3. AW: Abfindung - wie viel bleibt mir? # 3
    utopus
    utopus ist offline

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    Auf Abfindungen zahlt man in der Regel keine Sozialversicherung - allerdings sollte man bedenken, dass man beim Arbeitslosengeld eine Sperre bekommen kann, wenn man "freiwillig" einen Aufhebungsvertrag unterschreibt - wenn man hier z.B. 3 Monate kein ALG1 bekommt und 2 Monate evtl. den Höchstsatz (Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil) der Krankenkasse zahlen muss, kann ein Großteil schon aufgebraucht sein.

    Ich würde mir darüber nur Gedanken machen, wenn es mir in der alten Firma nicht mehr gefällt oder hier keine Zukunft zu sehen ist und ich einen Anschlußjob relativ sicher hätte.

  4. AW: Abfindung - wie viel bleibt mir? # 4
    ElephantMan
    ElephantMan ist offline

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    Ja, das mit dem ALG ist natürlich so eine Sache. Aber vor der Abfindung stünden auch erst einmal zwei Monate Freistellung bei vollem Gehalt. Viel Zeit, um etwas Neues zu finden. Mach ich mir insgesamt wenig Sorgen drum, aber ein Risiko bleibt natürlich.
    Und ja, weder gefällt es mir noch sehe ich eine große Zukunft in dem Unternehmen.

  5. AW: Abfindung - wie viel bleibt mir? # 5
    tneub
    tneub ist offline

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    05.08.2016
    Das letzte Mal als ich das Thema zur Bearbeitung auf dem Tisch hatte, war vor gut 15-20 Jahren.
    Damals hat man eine Vergleichsrechnung zwischen der Fünftelregelung und einer weiteren Alternative durchgeführt. Ich glaube damals gabs einen Teil noch anteilig steuerfrei.

    Meines Wissens gibt es die Fünftelregelung immer noch. Ob es immer noch ein Wahlrecht ist und man eine vergleichsrechnung macht, kann ich nicht sagen.

    Wenn ich mich recht erinnere, wird bei der Fünftelregelung so getan, als wäre die Abfindung für 5 Jahre gezahlt.
    Angenommen du hast in dem Jahr ein Einkommen von 50T€, und eine Abfindung von 20T€ dann werden in dem Jahr nicht 70T€ versteuert, sondern es wird die Abfindung gefünftelt und die Mehrsteuer von den 50T€ bis zur 54T€ ermittelt und mit 5 Multipliziert.
    Da der Grenzsteuersatz bei 70T€ weitaus höher ist, als bei 54T€ ergibt sich somit eine Steuerersparnis. Du versteuerst somit immer noch die volle Abfindung, aber mit einem geringeren Steuersatz.


    Und die abschließende Anmerkung: Das stellt keine Rechtsberatung, sondern nur Laienwissen dar.

  6. AW: Abfindung - wie viel bleibt mir? # 6
    utopus
    utopus ist offline

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    20.01.2018
    Für die Fünftelregelung muss aber meines Wissens nach das (Jahres-)Einkommen durch die Abfindung deutlich höher sein als ohne ... ob das mit 5000€ der Fall ist, hängt natürlich vom Einzelfall ab.

    Wird denn bei dem Angebot das normale Volumen von 1/2 Monatsbrutto pro Jahr Betriebszugehörigkeit erreicht?
    (Beispiel: 4000€ brutto und 5 Jahre Betriebszugehörigkeit: 2000€*5=10000€.)
    Es kann sich übrigens lohnen, wenn man sich die Kündigungsfrist abkaufen läßt - wenn man 2 Monate Kündigungsfrist hat, ist es finanziell für die Firma egal, ob sie einen 2 Monate normal weiter bezahlt - oder dem Kündigungswilligen die 2 Monate + 20% Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung oben auf die Abfindung drauflegt - bei den theoretischen 4000€ und 2 Monaten wären das 4000€ *2,4=9600€ - der Arbeitnehmer muss dann die 40% Sozialabgaben darauf nicht zahlen - fast 4000€ netto mehr - natürlich dann auch weniger für die Rentenkasse/ALG/Krankenkasse ... ist natürlich keine Beratung, sondern spiegelt nur meine persönliche Meinung/Erfahrung wider.

    Zum Einlesen gibt es hier einige Infos: https://abfindunginfo.blogspot.com/




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