Thema: MIG-Fond verkaufen - wie geht das

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  1. MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 1
    Monzafahrer
    Monzafahrer ist offline

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    seit
    09.03.2020
    Hallo zusammen,

    habe mich eben registriert und freue mich auf regen Austausch.
    Ich habe einen MIG-Fonds 12 mit monatlicher Sparrate. Momentan etwas mehr als 50 % voll. Bisher ganz gute Ausschüttungsrate.
    Nun möchte ich ihn trotzdem verkaufen, da in absehbarer Zeit ein Immobilienkauf ansteht.

    Meine Frage: Wie und wo kann man so einen Fond verkaufen? Wie läuft ein Verkauf ab? Habe gesehen, dass hier im Forum MIG-Fonds angeboten werden, aber wie sieht es mit der Sicherheit aus?
    Was ist von Fond-Marktplätzen im Internet zu halten?

    Vielen Dank!
    Grüße
    Monzafahrer

  2. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 2
    brainy
    brainy ist offline

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    02.07.2013
    Kenne für diese grauen Kapitalanlagen nur zweitmarkt.de als Plattform.

  3. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 3
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    seit
    19.01.2013
    Hallo Monzafahrer,

    da haben Sie sich aber einen Brocken eingefangen! So glauben sie das sie eine Sparplan haben, aber mitnichten ist dies ein Sparplan, sondern ein Kreditvertrag deren Zahlung bis zu 100 % erfolgen muss!

    Damit sie es richtig verstehen, dass Finanzierungsobjekt ist mit den "Schließen" des Fonds aus der Zeichnungssumme
    finanziert wurden!

    Da Sie nicht direkt voll einzahlen konnten, wurde auf ihre Zeichungssumme in voller Höhe ein Darlehn aufgenommen! Dennen sie jetzt nachsparen müssen!

    Venture Capital Investition bedeutet Wer
    Der Begriff des Venture Capital bedeutet wörtlich ins Deutsche übersetzt Wagniskapital oder Risikokapital. Als Venture-Capital-Finanzierung oder Venture-Capital-Investition wird die Bereitstellung von Eigenkapital durch einen Investor an Unternehmen, meist während oder kurz nach dessen Gründungsphase, bezeichnet. Der Kapitalgeber stellt dem Beteiligungsunternehmen langfristig (regelmäßig ca. drei bis acht Jahre) Eigenkapital abschließend zur Verfügung und erhält im Gegenzug einen Unternehmensanteil. Die Rendite der Kapitaleinlage hängt ausschließlich vom unternehmerischen Erfolg des Beteiligungsunternehmens ab.
    Eine solche Form der Unternehmensfinanzierung wird auch als Private-Equity-Finanzierung bezeichnet. Die Begriffe stehen – wörtlich aus dem Englischen übersetzt – für Eigenkapital (Equity) und privaten (Private), also vor- oder außerbörslichen Kapitaleinsatz. Private Equity steht somit begrifflich ebenfalls für eine Beteiligung an Unternehmen durch die Bereitstellung von Eigenkapital.Der Begriff des Venture Capital bedeutet wörtlich ins Deutsche übersetzt Wagniskapital oder Risikokapital. Als Venture-Capital-Finanzierung oder Venture-Capital-Investition wird die Bereitstellung von Eigenkapital durch einen Investor an Unternehmen, meist während oder kurz nach dessen Gründungsphase, bezeichnet. Der Kapitalgeber stellt dem Beteiligungsunternehmen langfristig (regelmäßig ca. drei bis acht Jahre) Eigenkapital abschließend zur Verfügung und erhält im Gegenzug einen Unternehmensanteil. Die Rendite der Kapitaleinlage hängt ausschließlich vom unternehmerischen Erfolg des Beteilungsunternehmens ab.
    Desweiteren heißt es weiter:
    Anlegerinformation Stand 02.2020 Beteiligung an der Temedica GmbH

    Die MIG Verwaltungs AG gibt in

    Ihrer Funktion als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) der MIG GmbH & Co. Fonds 2 KG (MIG Fonds 2), der MIG GmbH & Co. Fonds 8 KG (MIG Fonds 8), der MIG GmbH & Co. Fonds 10 KG (MIG Fonds 10) und der MIG GmbH & Co. Fonds 12 geschlossene Investment-KG (MIG Fonds 12) bekannt, dass am 10.01.2020 eine Beteiligung an der Temedica GmbH mit Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 227049 (diese fortan auch: "Gesellschaft"), vereinbart wurde.
    Satzungsmäßiger Unternehmensgegenstand des Beteiligungsunternehmens ist Entwicklung, Betrieb und Vertrieb von Online-Plattformen, Webportalen und Apps für die Bereiche Gesundheitsversorgung und ‑förderung sowie dazugehörige Angebote von Datenverarbeitungsdienstleistungen.

    MIG Fonds 2, MIG Fonds 8, MIG Fonds 10 und MIG Fonds 12 haben sich jeweils aufgrund der Beteiligungs- und Gesellschaftervereinbarung vom 10.01.2020 verpflichtet, im Rahmen einer Barkapitalerhöhung neu geschaffene Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils € 1,00 an der Temedica GmbH wie folgt zu übernehmen:

    MIG Fonds 2 insgesamt 576 neue Geschäftsanteile,
    MIG Fonds 8 insgesamt 2.306 neue Geschäftsanteile,
    MIG Fonds 10 insgesamt 5.762 neue Geschäftsanteile und
    MIG Fonds 12 insgesamt 2.881 neue Geschäftsanteile.
    Der Erwerbspreis für die im Zuge der Barkapitalerhöhung neu geschaffenen Geschäftsanteile an der Gesellschaft beträgt € 347,09 je Geschäftsanteil. Hiervon entfällt ein Betrag von € 1,00 je Geschäftsanteil auf den Nennwert der erworbenen, neu geschaffenen Geschäftsanteile. Der restliche Erwerbspreis in Höhe von € 346,09 je Geschäftsanteil ist der Gesellschaft in drei Tranchen im Zeitraum bis 31.10.2021 in Abhängigkeit vom Erreichen vereinbarter Meilensteine im Wege einer Zuzahlung in die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zur Verfügung zu stellen.

    Nach der Kapitalerhöhung wird das Stammkapital der Gesellschaft € 88.265,00 betragen. Die vorgenannten Fondsgesellschaften werden somit nach Vollzug der Transaktionen an dem erhöhten Stammkapital mit folgender Beteiligung am dann erhöhten Stammkapital der Gesellschaft beteiligt sein:
    MIG Fonds 2 mit einem Anteil von rund 0,65 %,
    MIG Fonds 8 mit einem Anteil von rund 2,61 %,
    MIG Fonds 10 mit einem Anteil von rund 6,53 % und
    MIG Fonds 12 mit einem Anteil von rund 3,26 %.

    An der Finanzierungsrunde nehmen neben bereits beteiligten Investoren auch die MIG GmbH & Co. Fonds 16 geschlossene Investment-KG, Pullach i. Isartal, bei der die MIG Verwaltungs AG ebenfalls als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) fungiert, sowie die Santo Venture Capital GmbH, Holzkirchen und die Salvia GmbH, Holzkirchen teil. MIG Verwaltungs AG Vorstand
    Unter der ersten Antwort von Brainy würde ich mal vermuten, das weder Sie noch Brainy nicht richtig informiert sein. Es gibt sehr wohl einen Zweitmarkt, nur dies könnte ausscheiden, da die Verbindlichkeit (Zeichnungssumme) noch nicht erbracht wurde!
    Sie befinden sich auf den absoluten illiquiden vinkulierten geschlossenen grauen Marktsektor!
    Aus zukünftigen Bonitätsgründen sollten sie diese Forderung schnellstmöglich bezahlen, da sie bei einen Darlehnsantrag (wegen der vereinbarten Erfüllnungspflicht) diese angeblich Guthaben, eher in den Kreditbereich zugezählt wird!
    Denken sie daran:"Das Sie der Forderungsschuldner sind und bis zur Erfüllung bleiben werden, selbst wenn Sie dies jetzt verkaufen können!

    Gerichtlich werden sie keine Chance besitzen sich aus den Vertrag heraus zukommen, da Sie dieses Produkt vor der Einführung der Zulassung des §34 f Abs. 3 GewO unterzeichnet haben! Und bisher kein Totalverlust vorliegt!

    Merke: Durch Beitritt entsteht die Pflicht zur Vertragstreue, a) Volle Einzahlung der Zeichnungssumme und b) Einhaltung der vereinbarten vollen Laufzeit!

    Machen sie sich nichts selber vor, da raus kommen, jetzt? Nur wohl gegenwärtig unter schweren Verlusten bis zum Totalverlust!

    bruno68


  4. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 4
    Marc2512
    Marc2512 ist offline

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    seit
    22.12.2019
    Zitat Zitat von Monzafahrer
    Hallo zusammen,

    habe mich eben registriert und freue mich auf regen Austausch.
    Ich habe einen MIG-Fonds 12 mit monatlicher Sparrate. Momentan etwas mehr als 50 % voll. Bisher ganz gute Ausschüttungsrate.
    Nun möchte ich ihn trotzdem verkaufen, da in absehbarer Zeit ein Immobilienkauf ansteht.

    Meine Frage: Wie und wo kann man so einen Fond verkaufen? Wie läuft ein Verkauf ab? Habe gesehen, dass hier im Forum MIG-Fonds angeboten werden, aber wie sieht es mit der Sicherheit aus?
    Was ist von Fond-Marktplätzen im Internet zu halten?

    Vielen Dank!
    Grüße
    Monzafahrer
    Blöde Frage, wie bist du an dieses Produkt gekommen? Wer hat das vermittelt / empfohlen?

  5. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 5
    Monzafahrer
    Monzafahrer ist offline

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    09.03.2020
    Den Fond hat mir damals der Anlageberater meines damaligen Chefs verkauft.
    Heute weiß ich, dass ich einen großen Fehler gemacht habe, denn er hat mir auch eine Infinus-Orderschuldverschreibung verkauft, und die ist bekanntermaßen schon futsch.

    bruno68 - dass es sich um den grauen Kapitalmarkt handelt, ist mir klar. Ich will auch nicht gerichtlich da raus, sehe ich keinen Anlass dazu. Ich habe nur nach Recherche festgestellt, dass derlei Fonds immer wieder auch vorab verkauft werden, und für den Hauskauf könnten wir das Geld gebrauchen. Sonst würde ich den vollmachen.
    Woher Sie die Informationen zur Temedica-Beteiligung nehmen, weiß ich nicht, ich habe derlei Information nicht erhalten. Der Fond ist an mehreren Unternehmen in dieser Art beteiligt

    Momentan sieht es so aus:

    Wenn es nicht anders geht, würde ich den Fond auch vollzahlen und dann verkaufen...
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  6. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 6
    Monzafahrer
    Monzafahrer ist offline

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    09.03.2020
    Habe mich grade auf Zweitmarkt etwas umgesehen, und dort wird auch der MIG-Fonds 12 gelistet. Wofür stehen die Prozentangaben bei den Angeboten? Sind das quasi die Verkaufsquoten? Also 70 % der Zeichnungssumme?
    Leider habe ich keine Infos gefunden, wie es mit noch nicht voll eingezahlten Fonds aussieht.

  7. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 7
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    Hallo Monzafahrer,

    machen sie sich nichts vor! Scheinbar haben sie nicht das Heft gelesen! Ich füge es hier mal bei!
    2.3.3. Risiken einer Rückabwicklung der Vermögensanlage
    Die Rückabwicklung der Vermögensanlage während der Laufzeit der Fondsgesellschaft ist im Gesellschaftsvertrag bei ordnungsgemäßer Durchführung der Beteiligung nicht vorgesehen.
    Eine Rückabwicklung der Vermögensanlage ist indessen denkbar, wenn ein Anleger seiner Einlageverpflichtung nebst Agio gegenüber der Gesellschaft ganz oder teilweise nicht oder nur verspätet nachkommt. Die Vermögensanlage kann in diesem Fall nach Mahnung und Nachfristsetzung rückabgewickelt werden.
    Der betroffene Anleger schuldet der Gesellschaft nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags Schadensersatz wegen Nichterfüllung. Die Schadensersatzforderungen der Gesellschaft können im Ergebnis dazu führen, dass der Anleger keine Rückzahlung des eingezahlten Betrags mehr erhält. Der Anleger trägt bei einer Rückabwicklung der Vermögensanlage wegen Nichterfüllung seiner Einlageverpflichtung daher das Risiko, dass die bereits bezahlte Einlage nebst Agio ganz oder teilweise verloren ist.
    2.3.4. Maximalrisiko
    Jeder Anleger läuft im Falle einer Beteiligung an der Fondsgesellschaft Gefahr, dass er das gesamte, für die Vermögensanlage eingesetzte Kapital (Einlage auf den Kapitalanteil nebst Agio) und darüber hinaus sämtliche weiteren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vermögensanlage, wie etwa Notar- und Registerkosten oder Zinsaufwand im Falle einer Fremdfinanzierung der Vermögensanlage, verliert.

    Es besteht also für jeden Anleger das Totalverlustrisiko hinsichtlich des gesamten, in die Vermögensanlage nebst Nebenkosten investierten Kapitals.

    In Sonderfällen kann es zur Rückzahlungsverpflichtung gegenüber der Fondsgesellschaft für bereits erhaltene Ausschüttungen oder gar zu einer persönlichen Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten infolge einer Einlagenrückgewähr oder Gewinnentnahmen kommen.

    Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals, zusätzliche, ursprünglich nicht einkalkulierte Zahlungsverbindlichkeiten für Nebenkosten, Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber der Fondsgesellschaft, Haftung für Gesellschaftsschulden oder vorfällige Einlageverpflichtungen bei Insolvenz der Fondsgesellschaft können als maximales Risiko zur Privatinsolvenz jedes Anlegers führen.

    Nach Kenntnis der Anbieterin und Prospektverantwortlichen sind alle wesentlichen Risiken aufgeführt.
    Demnach läuft ihr Vertrag bis 31.12.2035! Mit den Risiko Totalverlust des Gesamtvermögens! Das Heft ist zu als pdf Datei zu groß!

    Folgerichtig passt ihr Wunsch nach Haus und Vermögensanlage nicht zusammen!

    bruno68
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  8. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 8
    brainy
    brainy ist offline

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    02.07.2013
    70% bedeutet, von eingezahlten 100 EUR bekommt man beim Verkauf 70 EUR.

  9. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 9
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    Ja brainy,

    aber würde ein Verkauf der Anteile auch das Risiko der Privatinsolvenz jedes Anlegers auch mit verkauft werden?

    Wenn nicht, dann sollte man etl. vom Haus bau-, kauf Abstand nehmen? Sonst rammt man alles in das Risiko seiner Vermögensanlage des Fonds, bis 31.12.2035 hinein!

    bruno68

  10. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 10
    Monzafahrer
    Monzafahrer ist offline

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    09.03.2020
    bruno68 - Sind Sie selbst ein gebranntes Kind, oder wie soll ich mir die Aufgeregtheit erklären? Ein paar weniger Ausrufezeichen würden es auch tun

    Ich habe auch den Prospekt, und sogar der Finanzberater hat mich damals über die Risiken informiert. Er hat allerdings nicht darüber gesprochen, dass ein Verkauf während der Laufzeit schwer ist, und ob der Fond auf eine andere Person übertragen werden kann. Auch die recht hohen Nebenkosten wurden nicht genau ausgeführt.

    Nochmal, ich finde die Idee der MIG-Fonds nicht schlecht, und bin bisher auch ganz zufrieden. Jedoch ist so eine langfristige Beteiligung sicher besser für einen liquideren Finanzprofi, als für mich als Familienvater, dessen Zukunftspläne sich seit der Zeichnung des Fonds verändert haben. Daher der Versuch des Verkaufs.


    Zitat Zitat von bruno68
    Ja brainy,

    aber würde ein Verkauf der Anteile auch das Risiko der Privatinsolvenz jedes Anlegers auch mit verkauft werden?

    Wenn nicht, dann sollte man etl. vom Haus bau-, kauf Abstand nehmen? Sonst rammt man alles in das Risiko seiner Vermögensanlage des Fonds, bis 31.12.2035 hinein!

    bruno68
    Hier kann ich Ihnen nicht ganz folgen. Wer den Vertrag übernimmt, übernimmt auch dessen Risiko, oder liege ich da falsch?
    Was hat ein Hauskauf damit zu tun? Und warum sollte ich gleich privatinsolvent werden? Es sind in meinem Fall noch ca. 10.000 Euro zu erbringen, um den Vertrag zu erfüllen. Wenn alle Stricke reißen, könnte ich zur Not noch private Gegenstände verkaufen etc. Verstehe den Satz nicht ganz.

  11. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 11
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    seit
    19.01.2013
    An Monzafahrer,

    Ich bin kein gebranntes Kind davon, aber ich habe bewust auf diese Zulassung verzichtet! Die § 34 f Abs. 3 GewO ist zu teuer, zu verlogen und zu 98 % aller Kunden ungeeignet!
    Und Sie gehören eben nicht zu den 2 % der Zeichner für diese das Wagnis entsprechend sehr lukrativ ist!
    Scheinbar haben sie die Unterlagen nicht richtig durchgelesen oder auch nicht richtig verstanden! Zu Verständnis sollten Sie hier das mal durchlesen!

    Risiko – das sollten Investoren wissen
    In der Finanzwelt bedeutet «Risiko» etwas anderes als in der Umgangssprache. Damit haben manche Anleger Mühe, aber auch einige Grossbanken.

    Die US-Bank Goldman Sachs hielt sich während der Finanzkrise an ihre Modelle und beharrte darauf, dass erlittene Verluste «fundamental nicht gerechtfertigt seien».
    Am Anfang der globalen Finanzkrise machte der damalige Finanzchef von Goldman Sachs, David Viniar, mit einer Bemerkung auf sich aufmerksam, die an Absurdität kaum zu überbieten war. Er behauptete, die Finanzwelt habe Kursbewegungen beobachtet, welche einer Standardabweichung 25 entsprachen, und das an mehreren Tagen hintereinander. Um einschätzen zu können, wie realitätsfern diese Bemerkung war, hilft die folgende Tatsache: Wer 14 Mrd. Jahre wartet, also so lange, wie unser Universum existiert, sieht normalerweise nicht einmal ein Ereignis von 9 Standardabweichungen.
    Aber Viniar glaubte offenbar lieber daran, dass die Finanzwelt gerade Zeuge der außergewöhnlichsten Periode seit dem Urknall geworden war, als seine Risikomodelle infrage zu stellen.
    Dabei hatten viele Banken einen peinlichen Anfängerfehler gemacht: Sie hatten Risiko und Unsicherheit verwechselt.
    Der Unterschied zwischen Risiko und Unsicherheit
    Der Begriff «Risiko» gilt für Situationen, in denen die Verteilung vergangener Ereignisse ein zuverlässiger Hinweis auf die zukünftigen Ereignisse ist. Diese Situationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich mit Wahrscheinlichkeiten beschreiben lassen, wobei die Eintrittswahrscheinlichkeit einzelner Ereignisse mit statistischen Verfahren zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn beispielsweise bei einem viele Male wiederholten Münzwurf in ungefähr der Hälfte der Fälle die Zahl-Seite zu sehen ist, kann man davon ausgehen, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird. Würde jemand eine Wette darauf anbieten, dass in Zukunft nur in 40% der Fälle die Zahl oben zu liegen kommt, sollte man die Wette annehmen. Denn die Münze wird natürlich weiterhin in 50% der Fälle Kopf und in 50% der Fall Zahl anzeigen.
    Der Begriff «Unsicherheit» dagegen gilt für Situationen, in denen die Vergangenheit keinen verlässlichen Hinweis auf zukünftige Ereignisse liefert. Hier ist es nicht möglich, aus vergangenen Ereignissen die Eintrittswahrscheinlichkeiten zu berechnen. So ist Roger Federer seit 1999 jedes Jahr in Wimbledon angetreten und hat das Tennisturnier acht Mal gewonnen, eine Erfolgsquote von 38%. Aber es wäre nicht klug, daraus zu schliessen, dass er im Jahr 2020 eine Chance von 38% hat, dieses Turnier erneut zu gewinnen.
    Anleger haben es vor allem mit Unsicherheit zu tun
    Es stellt sich natürlich die Frage, welche Situationen unseres Alltags durch Risiko gekennzeichnet sind und welche durch Unsicherheit. Vor allem, wenn es um die Aktionen (und Interaktionen) von Menschen geht, herrscht Unsicherheit. Auch Märkte und Finanzprodukte zeichnen sich durch Unsicherheit aus und nicht durch Risiko. Deswegen schreiben die Anbieter von Finanzprodukten den folgenden, wohlbekannten Satz in die Prospekte: Die vergangene Performance ist kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.
    Mit Risiko lassen sich dagegen vor allem Situationen beschreiben, die künstlich mit dem Ziel konstruiert wurden, ihnen berechenbare Wahrscheinlichkeiten zugrunde zu legen, beispielsweise Glücksspiele. Eine zweite Gruppe bilden zudem manche Versicherungen (wobei allerdings den Versicherungen für Finanzprodukte normalerweise Unsicherheit zugrunde liegt).
    Der Umstand, dass sich Investitionen und Märkte nicht gut mit aus der Vergangenheit abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten beschreiben lassen, ist für professionelle Anleger ein großes Problem. Was also ist die Lösung? Die Finanzakteure tun einfach so, als ließen sich soziale Phänomene wie Märkte mit Wahrscheinlichkeiten quantifizieren. Mit anderen Worten: Sie behandeln Finanzanlagen und Märkte als Risiken, obwohl sie in Tat und Wahrheit der nichtquantifizierbaren Unsicherheit unterliegen.
    Viele Risikoberechnungen sind falsch und trotzdem nützlich
    Das ist nicht so unvernünftig, wie es den Anschein macht. Denn in ruhigen Zeiten, also die meiste Zeit über, liefern auf Risiken basierende Modelle brauchbare Resultate. Zudem sind Menschen nicht gut darin, vollkommen rational und vorurteilsfrei zu urteilen. Quantifizierungen und Berechnungen können dabei helfen, menschliche Schwächen bei der Urteilsfindung zu minimieren, auch wenn sie nicht die Realität abbilden.
    Das gilt insbesondere für Entscheidungen im Finanzbereich. Denn dort ist die Gefahr besonders groß, aufgrund eines Gefühls wie Angst, Gier oder Hoffnung falsche Entscheidungen zu treffen. Risikoberechnungen können also der Objektivierung von Entscheidungen dienen, und sie können Rationalitätsbeschränkungen im Zaum halten. Der Preis dafür: Es ist leicht, die Präzision der Zahlen mit einer präzisen Abbildung der Wirklichkeit zu verwechseln.
    Genau das ist aber vielen Banken passiert. In den Monaten und Jahren vor der Finanzkrise haben sie schlicht vergessen, dass der Realität der Märkte Unsicherheit zugrunde liegt und nicht Risiko. Die Banken hatten begonnen, ihre Modelle für die Realität zu halten. Das führte schließlich zu massiven Verlusten und zeugt nicht gerade von überragender Kompetenz.
    Anleger sollten aus der Inkompetenz der Banken jedoch nicht schließen, dass Risikokennzahlen nutzlos sind. Im Gegenteil: Für viele Anlageentscheide von Privatinvestoren können sie entscheidende Informationen liefern. Insbesondere lassen sich anhand von Risikokennzahlen leicht unterschiedliche Fonds und ETF miteinander vergleichen. Deswegen ist es lohnend, sich über die wichtigsten Risikokennzahlen zu informieren und sie auch für Investmententscheide heranzuziehen. Privatanleger sollten sich einfach bewusst sein, dass sie eine Heuristik nutzen, keine Zauberformel. Dann allerdings haben sie manchen Banken bereits einiges an Kompetenz voraus.
    Ich sage ihnen nochmal, sie haften eben nicht nur für Zeichnungssumme, sondern für sämtliche Schulden bis zum ordnungsgemäßen Abwicklung des Fonds am 31.12.2035!

    Damit es begreiflich wird:"Der Fond umfasst 120 Mio € Kapital! Wie ist die Gestaltung? Umfasst dieser Betrag auch Kredite? Oder wird das EK gehebelt? mit Faktor 2 bis 6? Also mit 120 Mio bis 500 Mio € Kredit?

    Tatsache ist aber unausweichlich, das ihre Zeichensumme nicht vollbezahlt ist! Damit stellt sich die Frage wie die Differenz finanziert ist! Oder wird je nach Eingang der Beiträge investiert? Ich glaube kaum, das dies keine normale Anlageform ist!
    Ich vermute eher das mit den Zeichnungsschluss des Fonds, neben den Guthaben, die Differenz bis zum Fondsvermögenlimit mit rollierenden kurzfristigen Kredite aufgefüllt wird!

    Aus ihren Prospekt entnahm ich die wirtschaftlichen Folgen, einer Insolvenz des Fonds! Und deren Verbindlichkeit bezieht sich nicht nur auf die voll eingezahlte Anlagesumme, Aigo, Rückzahlung aller Zins und Dividenenzahlungen!

    Nein, sondern die innere Haftung untereinander zwischen allen anderen Anlegern!

    Beispielsweise: Geht der Fonds unter

    mit 150 Mio € so sich zuerst die Frage sowie sind durch die Guthaben gedeckt! Wäre der Fond mit der Zeichnungssumme voll bezahlt so wäre dieses Geld unwiederbringlich verloren!
    Die Restschuld von 30 Mio. €, würde der Insolvenzverwalter quoteln und durch Rückforderung aller der gezahlten Zins und Dividenenzahlungen verlangen! Natürlich würde das Finanzamt, wegen verdacht auf Schneeballsystem sämtliche steuerlichen Absetzbarkeit aussetzen und die gezahlten Steuern einbehalten! Demnach würden schon 7,5 Mio € weniger zurückfließen.
    Der nicht gedeckte Restbetrag, der ja mindestens in Höhe der pauschalen Zinsabschlagssteuer beträgt, wird wieder gequotelt und als Nachschusspflicht, notfalls per Urteil mit Mahnbescheid und Gerichtsvollzieher beigetrieben! Und das bis 30 Jahre nach den Untergang des Fonds! Also bis Ende 2064, Mitte 2065 n. Chr.!

    Noch Fragen, warum diese Anlageform für 98 % aller Sparer ungeeignet ist!

    bruno68

  12. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 12
    brainy
    brainy ist offline

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    915
    seit
    02.07.2013
    Ohne den ganzen Krempel gelesen zu haben, dürfte bei einer mittelbaren Kommanditeinlage, die Haftung auf diese begrenzt sein.

    Dividenden und Zinsabschlagsteuern gibt es bei KGs nicht.

    Die sogenannten Ausschüttungen können Kapitalrückzahlungen sein, die wieder zurückgefordert werden können. Wäre nicht das erste Mal, daß aus der Substanz eine Ausschüttung vorgetäuscht wird.

  13. AW: MIG-Fond verkaufen - wie geht das # 13
    Monzafahrer
    Monzafahrer ist offline

    Beiträge
    5
    seit
    09.03.2020
    Danke erstmal für eure informativen Antworten!

    Es ist schon richtig, eine risikoreiche Anlage mit langer Bindung. Heute würde ich es garantiert nicht mehr abschließen. Wenn man in der komfortablen Lage ist, dass 20.000 Euro nicht wehtun, kann man meinetwegen sowas als Spielgeld einsetzen, für den Kleinanleger ist es in der Tat nicht geeignet.

    Wenn ich mir die Antworten so durchlese, sehe ich mindestens drei wichtige Punkte, die mir beim Verkauf damals so nicht gesagt wurden:

    - Verkauf erst möglich, wenn der Fonds vollgezahlt ist, und dann auch nur mit Abschlag, wenn überhaupt
    - Anteil der Nebenkosten höher als erwähnt (erwähnt wurde nur das Agio)
    - Es wurde gesagt, dass es die bessere Alternative zum Bausparvertrag sei. Das Gegenteil ist der Fall

    Nun frage ich mich, ob es sich lohnen könnte, einen Anwalt zu nehmen, um aus der Sache einigermaßen rauszukommen. Problem: Die Firma, die es mir damals vermittelt hat, ist insolvent und abgewickelt. Das habe ich durch Internetrecherche rausgefunden. Benachrichtigt hat mich dbzgl. niemand. Der entsprechende Berater von damals ist dadurch nicht mehr aufzufinden. Da stehen die Chancen vermutlich schlecht, irgendwas zu erreichen.

    Wie ist die Erfahrung mit dem Verkauf, wenn man ihn sehr günstig, also mit hohem Abschlag anbieten würde? Gibt es da überhaupt Interessenten?

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