Thema: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben

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Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 1
    JackyBlume
    JackyBlume ist offline

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    22.10.2020
    Hallo liebe Forums-Mitglieder,

    ich habe heute über meinen Arbeitgeber das Angebot zur betrieblichen Altersvorsorge bekommen.
    Es geht um den Aktivplan Klassik Direkt (NARKL20) der neue Leben Versicherungen.

    Folgende Rechnugen wurden mir Angeboten:

    1. ohne eigene Zuzahlung
    Es werden monatlich 46€ von meinem AG investiert, von mir 0€
    Gesamte Beitragssumme 19.872
    Mindestkapital 19.872
    Gesamtkapital 30.000
    Mindestrente 56€
    Gesamtrente 87€
    Rendite 2,26%

    2. mit eigener Zuzahlung
    Es werden monatlich 46€ von meinem AG investiert, von mir 54€ (netto 30€)
    Gesamte Beitragssumme 43.200
    Mindestkapital 43.200
    Gesamtkapital 68.000
    Mindestrente 123€
    Gesamtrente 194€
    Rendite 2,39%

    Ich habe leider nicht so viel Ahnung von betrieblichen Altervorsorgen, um einzuschätzen ob das ein gutes Angebot ist.
    Immerhin hat man damit wohl kein Risiko und über 2% Zinsen.

    Könnt ihr mir dazu vielleicht ein paar Tipps geben ob ich das machen soll?
    Der Vertreter von der Sparkasse war mir nicht so sympathisch und konnte es mir nicht so gut erklären. Ich vermute er macht das noch nicht so lange und hat auch nicht so viel Ahnung.

    Auf der Homepage der neue Leben hab ich noch das ALternativangebot PlanX Direkt gesehen, was wohl mit Aktien ist. Leider habe ich keinen Vergleich der beiden Verträge gefunden.

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!!!

    Achso, ich bin 31, ledig, keine Kinder, es wurde mit Rentenalter 67 gerechnet und ich verdiene 3000€/Monat.

    LG
    Jacky

  2. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 2
    utopus
    utopus ist offline

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    20.01.2018
    Mindestrente /-kapital ist die Garantierente/ -summe?
    Die Rendite ist nicht garantiert?
    Die Gesamtrente /-Kapital ist also nicht zu 100% garantiert.
    Im Fall1 zahlt nur der AG 46€x12x36 Jahre = 19872€ ein - und du bekommst garantiert 56€ (bei 2% Inflation entspricht das ca. 27€ Kaufkraft) die du dann noch versteuern musst.
    -> Nettes Zubrot, wenn man selber nichts dazu zahlt - warum nicht?

    Fall2: hier sinkt dein Bruttoeinkommen - also im Fall der Fälle gibt es weniger Krankengeld/ALG1/Rente/Elterngeld ... ist natürlich nicht die Welt - sollte man aber entsprechend gegenrechnen.
    (Und nicht nur die 24€ Steuersparen/Sozialabgabensparen sehen) - und auch hier muss später die entsprechende Rente später versteuert werden - wie hier die Gesetzgebeung in 36 Jahren aussieht weiß keiner..

  3. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 3
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    @JackyBlume,
    mal ehrlich was wollen sie mit einer Bruttorente von 56 € (?). Gut der AG zahlt ihnen die 20.000 als Geschenk!

    Nur ernsthaft wollen sie die nächsten 36 Jahre da verbleiben?
    Wer steht auf den Vertrag mit den Namen? Sie oder ihr AG?

    Frage ist:"wäre eine VBL als Fondsgebunde Versicherung, nicht vorteilhafter? Beleihungsfähig, Eigentum, erhebliche bessere Ablaufleistungen? AG Konkurssicher? Höhere Krankengeld/ALG1/Rente/Elterngeld, vererbbar, Zulagefähig?"

    Wäre Für sie nicht eher ein SBU nicht wichtiger? Sie arbeiten 36 Jahre noch die Lebenserwartung nach 67 liegt bei nur 18 Jahre! Warum sichern sie nicht vorher ab? Denn auf den Weg zur Rente könnte mindestens Doppelt so viel passieren, als in der Rentenzeit!

    bruno68

  4. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 4
    JackyBlume
    JackyBlume ist offline

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    22.10.2020
    @utopus
    Zur gesamtrente steht der Hinweis
    Die vorliegenden Berechnungen beruhen auf den aktuell gültigen Überschusssätzen und den aktuellen Rentenfaktoren und können
    daher für die Zukunft nicht garantiert werden.
    Ich verstehe es so, dass die dann nicht garantiert sind.

    Danke für den Hinweis mit dem Bruttoeinkommen, wenn ich dann nur das rausbekomme was ich selbst reinstecke macht es wohl nicht viel Sinn.

    @bruno68
    Im Vertrag steht mein Name.
    Wenn ich nicht mehr da arbeite kann der Vertrag doch trotzdem weiterlaufen, auch wenn nichts mehr eingezahlt wird, oder?

    Was ist denn eine VBL? Evtl. wäre mein Chef auch für eine fondgebundene betr. AV offen. Ist das sowas?

    Eine BU ist für mich wegen Vorerkrankungen (z. B. Asthma) schwierig.

  5. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 5
    utopus
    utopus ist offline

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    20.01.2018
    Und bitte nachschauen, ob es eine Mindestvertragslaufzeit gibt - oft sind das 5 Jahre - bei einer reinen AG-Finanzierten Versicherung kann es also sein, dass man garnichts von der Versicherung hat, wenn man weniger als 5 Jahre einzahlen läßt - außer man führt es später selber privat weiter.
    (Sollte kein Grund sein die Versicherung abzulehnen - solange man selber nichts einzahlen muss.)
    Wenn man ca. 20t€ einzahlt wird das für die Rente Pi*Daumen auf die 36 Jahre insgesamt ca. 1/2 Rentenpunkt sein - also erhält man ca. 17€ weniger Rente (alles heutige Werte) - und wie gesagt, weiß heute keiner, wie die Steuersituation in 36 Jahren für Rentner aussieht.
    Ist halt eine Rechnung mit vielen Unbekannten, wenn man hier selber in eine BAV einzahlt - man spart heute Steuern/Sozialabgaben (auch der AG) - hat vermutlich eine relativ hohe Inflation (durch die lange Zeitspanne) und muss im Rentenalter vermutlich auch Steuern/Sozialabgaben zahlen - und in der Zwischenzeit kommt man nicht an das Geld heran (kann Vorteil und Nachteil sein) - auch ob wir in 36 Jahren noch mit Euro zahlen, kann keiner mit Sicherheit sagen.

  6. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 6
    JackyBlume
    JackyBlume ist offline

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    22.10.2020
    Vielen Dank für deine Hinweise, die sind sehr hilfreich für mich.

    Zitat Zitat von utopus
    Und bitte nachschauen, ob es eine Mindestvertragslaufzeit gibt - oft sind das 5 Jahre - bei einer reinen AG-Finanzierten Versicherung kann es also sein, dass man garnichts von der Versicherung hat, wenn man weniger als 5 Jahre einzahlen läßt - außer man führt es später selber privat weiter.
    (Sollte kein Grund sein die Versicherung abzulehnen - solange man selber nichts einzahlen muss.)
    Wenn man ca. 20t€ einzahlt wird das für die Rente Pi*Daumen auf die 36 Jahre insgesamt ca. 1/2 Rentenpunkt sein - also erhält man ca. 17€ weniger Rente (alles heutige Werte) - und wie gesagt, weiß heute keiner, wie die Steuersituation in 36 Jahren für Rentner aussieht.
    Ist halt eine Rechnung mit vielen Unbekannten, wenn man hier selber in eine BAV einzahlt - man spart heute Steuern/Sozialabgaben (auch der AG) - hat vermutlich eine relativ hohe Inflation (durch die lange Zeitspanne) und muss im Rentenalter vermutlich auch Steuern/Sozialabgaben zahlen - und in der Zwischenzeit kommt man nicht an das Geld heran (kann Vorteil und Nachteil sein) - auch ob wir in 36 Jahren noch mit Euro zahlen, kann keiner mit Sicherheit sagen.
    Damit ist aber nur gemeint, wenn ich die 20t€ selbst noch zusätzlich einzahle, oder?


    Hättest du vielleicht einen guten Anbieter für eine alternative BAV statt der neue Leben? Die könnte ich meinem Chef dann mal vorschlagen. Hilft ja auch meinen Kollegen wenn sie bessere Möglichkeiten haben.

  7. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 7
    utopus
    utopus ist offline

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    20.01.2018
    Ja - die Sache mit dem 1/2 Rentenpunkt gilt, wenn man selber einzahlt.

    Es gibt ja für die BAV verschiedene Möglichkeiten - Direktversicherung/Pensionskasse und noch min. 2 weitere.

    Auch muss der AG hier zum Teil für die Pensionen, die zugesagt sind, haften - beim demographischen Wandel und niedrigen Zinsen u.U. ein Risiko.

    Bei meinem AG zahlt der AN z.B. bis zu 0,5% vom brutto in eine Pensionskasse und der AG legt das Doppelte oben drauf.
    Diese werden dann nach dem Alter und Risikobereitschaft des AN prozentual in einen Aktienfond/Rentenfond angelegt.
    (Man kann auch mehr dazuzahlen - z.B. Arbeitnehmersparzulage/VermögenswirksameLeistungen - bekommt dann aber keinen weiteren Bonus mehr vom AG.)

    Bei einer klassischen Rentenversicherung/Lebensversicherung ist wegen der geringen Zinsen vermutlich kein Kaufkrafterhalt zu erwarten.

  8. AW: Betriebliche Altervorsorge - neue Leben # 8
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    @JackyBlume,

    ich wollte schon in der letzten Woche die Fragen beantworten!
    @bruno68
    1) Im Vertrag steht mein Name.
    2) Wenn ich nicht mehr da arbeite kann der Vertrag doch trotzdem weiterlaufen, auch wenn nichts mehr eingezahlt wird, oder?
    3) Was ist denn eine VBL? Evtl. wäre mein Chef auch für eine fondsgebundene betr. AV offen. Ist das sowas?
    4) Eine BU ist für mich wegen Vorerkrankungen (z. B. Asthma) schwierig.
    So einfach ist dies nicht!
    zu 1) Denn es gibt den Inhaber, den Zahler und den Begünstigen, nur wenn sie als Inhaber und Begünstigter sind bleibt das Vermögen im Fall der Insolvenz des AG erhalten! Alles andere vom Vermögen "verschwindet" in der Abwicklung des AG!
    zu 2) Ja es gibt die Möglichkeit eine bAV in eine Art Private Rentenversicherung zu wandeln! Mit entsprechenden Umrechnungen, gibt sogar Bundes Urteil dazu.
    zu 3) Sende ich dir eine VBL per PN über das Wochenende zu.
    3) Evtl. wäre mein Chef auch für eine fondsgebundene betr. AV offen. Ist das so was?
    Nicht unbedingt, wäre aber für beide Seiten eine haftungstechnische bessere Teillösung!
    zu 4) Warum? Wenn es schon Jahre her ist, könnte dies schon nicht mehr relevant sein!

    bruno68

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