Forward/Anschlussdarlehen - Fragen bei komplexer Baufinanzierung

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  1. Avatar von Tobi6806
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    Standard Forward/Anschlussdarlehen - Fragen bei komplexer Baufinanzierung

    Guten Morgen!

    Vor über 8 Jahren hatten wir ein Einfamilienhaus gebaut und dazu eine recht komplexe Finanzierung in Anspruch genommen.
    Wir waren damals noch nicht verheiratet, deshalb ist das Darlehen aufgesplittet worden, ich hatte zudem schon einen Bausparvertrag angespart und auch sonst einiges an Eigenkapital mit eingebracht.
    Deshalb läuft auf mich ein 100.000,- Bausparvertrag, der mittlerweile bereits zuteilungsreif ist (Zinssatz 2,95%) , dann auf mich ein weiteres 95.000,- Darlehen (2,6% Zinssatz), auf meine Frau ein 75.000,- Darlehen (2,7% Zinssatz) und ein 50.000,- KFW-Darlehen (1,5% Zinssatz).
    Davon sind jetzt übrig insgesamt ca. 235000,- zusammen, 137000,- auf mich 98000,- auf meine Frau.

    Das Haus ist zu 4/5 auf mich und zu 1/5 auf meine Frau eingetragen, es besteht ein Ehevertrag (auch wegen anderen Immobilien)

    Alle Verträge können ca. Anfang nächsten Jahres gekündigt werden, da diese dann seit 10 Jahren laufen.


    Jetzt die Fragen:

    1. Lohnt sich jetzt schon ein Forward Darlehen abzuschließen?

    2. Sollten wir uns einmal trennen, könnte ich dann einfach ihr Darlehen übernehmen, oder muss hier die Bank zustimmen?

    3. Wenn das Haus doch einmal verkauft wird und man der Bank eine adäquate Ersatzsicherheit anbietet, kann sie dann trotzdem das Darlehen kündigen?

    4. Werden bei einer erneuten Aufsplittung der Darlehen zwischen meiner Frau und mir dies 1. und 2.-rangig als Grundschuld eingetragen?


    Ich frage nur, weil im persönlichen Umfeld schon viel passiert ist und ich mich hier absichern möchte.
    Gerade Vorfälligkeitsentschädigungen der Bank können heftig ausfallen und sind verlorenes Geld.


    Vielen Dank!

  2. Avatar von StGe1973
    StGe1973 ist offline

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    Standard AW: Forward/Anschlussdarlehen - Fragen bei komplexer Baufinanzierung

    1. Das wird dir niemand sagen können, weil die Zinsentwicklung niemand kennt. Tendenziell werden die Zinsen etwas ansteigen wegen der Inflation. Wenn lange und wie hoch die Inflation bleiben wird, das weiß eben niemand. Daraus wird sich auch der Druck auf die EZB ableiten, möglicherweise sehr viel schneller zu reagieren, wie es Stand heute geplant ist. Insofern kann eine gute Entscheidung sein heute ein Forward abzuschließen oder auch nicht.

    Tendenz würde ich wahrscheinlich nicht tun. Die EZB ist extrem auf ihrem "Trip" und hat das eine Anleihekaufprogramm nur beendet, weil das andere entsprechend aufgestockt wurde. Stand heute wird die EZB bei ihrer Linie bleiben. Wie hoch der Druck auf die EZB wegen Inflation wird, das weiß halt niemand.

    2. Bank müsste zustimmen. Grundsätzlich hat deine Frau den Vertrag unterschrieben und die Bank kann verlangen, dass deine Frau ihn einhält. Alles andere ist freiwilliges Entgegenkommen der Bank.

    3. Auch Ersatzsicherheit muss Bank zustimmen. Eine deiner Meinung nach adäquate Ersatzsicherheit, kann die Bank als nicht adäquat einstufen.

    4. Weiß ich nicht, hatten wir noch nicht.

  3. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist gerade online

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    Standard AW: Forward/Anschlussdarlehen - Fragen bei komplexer Baufinanzierung

    Zitat Zitat von Tobi6806
    Guten Morgen!

    Vor über 8 Jahren hatten wir ein Einfamilienhaus gebaut und dazu eine recht komplexe Finanzierung in Anspruch genommen.
    Wir waren damals noch nicht verheiratet, deshalb ist das Darlehen aufgesplittet worden, ich hatte zudem schon einen Bausparvertrag angespart und auch sonst einiges an Eigenkapital mit eingebracht.
    Deshalb läuft auf mich ein 100.000,- Bausparvertrag, der mittlerweile bereits zuteilungsreif ist (Zinssatz 2,95%) , dann auf mich ein weiteres 95.000,- Darlehen (2,6% Zinssatz), auf meine Frau ein 75.000,- Darlehen (2,7% Zinssatz) und ein 50.000,- KFW-Darlehen (1,5% Zinssatz).
    Davon sind jetzt übrig insgesamt ca. 235000,- zusammen, 137000,- auf mich 98000,- auf meine Frau.

    Das Haus ist zu 4/5 auf mich und zu 1/5 auf meine Frau eingetragen, es besteht ein Ehevertrag (auch wegen anderen Immobilien)

    Alle Verträge können ca. Anfang nächsten Jahres gekündigt werden, da diese dann seit 10 Jahren laufen.


    Jetzt die Fragen:

    1. Lohnt sich jetzt schon ein Forward Darlehen abzuschließen?

    2. Sollten wir uns einmal trennen, könnte ich dann einfach ihr Darlehen übernehmen, oder muss hier die Bank zustimmen?

    3. Wenn das Haus doch einmal verkauft wird und man der Bank eine adäquate Ersatzsicherheit anbietet, kann sie dann trotzdem das Darlehen kündigen?

    4. Werden bei einer erneuten Aufsplittung der Darlehen zwischen meiner Frau und mir dies 1. und 2.-rangig als Grundschuld eingetragen?


    Ich frage nur, weil im persönlichen Umfeld schon viel passiert ist und ich mich hier absichern möchte.
    Gerade Vorfälligkeitsentschädigungen der Bank können heftig ausfallen und sind verlorenes Geld.


    Vielen Dank!
    Wenn das Darlehen in einem Jahr abzulösen ist, bedarf es nicht eines Forwarddarlehens, das regelt sich über die Bereitstellungsfreie Zeit.

    2 Darlehen, 2 eigenständige Schuldner bei einem Objekt, da bedarf es immer der Rangklärung. Bleiben beide Darlehen bei einer Bank und bleibt der letzte Euro unter 60 % kein Problem, dann nimmt der einen den ersten Rang und der andere den 2. und keines der beiden Darlehen bekommt einen Aufschlag wegen dem höheren Beleihungsauslaufs. Gehen das Darlehen im 2. Rang über die 60 %, wird dieses Darlehen mit einem Aufschlag versehen. Bank A und Bank B wird noch komplizierter, da Bank B dann Bank A den Vorrang einräumen muss und diesen in der Regel mit dem Eineinhalbfachen kpitalisiert, wo dann Darlehen B schneller über die 60 % rutschen kann.

    Bei Verkauf sind Darlehen nach BGB§490 immer ablösbar.

    Die Bank muss der Schuldübernahme zustimmen, was sie tun wird, wenn die Bonität passt, zumal sie dann ja auch den 1/5 Anteil am Haus bekommen und somit dann 100 % besitzen.

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