Das Ende von den Träumen des schnellen Reichtums

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  1. Avatar von bruno68
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    Standard Das Ende von den Träumen des schnellen Reichtums

    Neuerdings gibt es schlechte Nachrichten für Anleger hier eine Nachricht, aus China.
    Lebenslange Haft für Evergrande-Gründer Von Deutsche Presse-Agentur
    Der Zusammenbruch von Evergrande wurde zum Symbol für Chinas Immobilienkrise. Nun verurteilt ein Gericht Gründer Xu Jiayin zu lebenslanger Haft. Auch sein gesamtes Vermögen wird eingezogen.
    Shenzhen - Der Gründer des zusammengebrochenen chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Mittlere Volksgericht der Stadt Shenzhen sprach Xu Jiayin, der international auch unter dem kantonesischen Namen Hui Ka Yan bekannt ist, wegen acht Wirtschaftsdelikten schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
    Dazu zählen unter anderem Betrug bei der Kapitalbeschaffung, die betrügerische Ausgabe von Wertpapieren, Veruntreuung sowie Bestechung. Das Gericht entzog Xu auf Lebenszeit die politischen Rechte und ordnete die Einziehung seines gesamten persönlichen Vermögens an. Bei seinem Prozess im April hatte sich Xu schuldig bekannt und Reue gezeigt.
    Milliardenstrafen für Evergrande-Gesellschaften
    Das Gericht verhängte zudem getrennte Geldstrafen gegen zwei Gesellschaften des Konzerns. Die Evergrande Group muss 8,82 Milliarden Yuan zahlen, umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro. Gegen die Immobiliengesellschaft Evergrande Real Estate wurde eine weitere Geldstrafe von 7 Milliarden Yuan verhängt, umgerechnet rund 900 Millionen Euro.
    Nach den Feststellungen des Gerichts fälschten Xu und die Unternehmen zwischen 2016 und 2021 fortgesetzt und in großem Umfang Finanzdaten. Sie blähten Vermögenswerte auf und verschleierten Verbindlichkeiten. Evergrande und Xu verschafften sich demnach durch Bestechung Kontrolle über Finanzinstitute und beschafften dem Konzern rechtswidrig Kredit- und Versicherungsgelder.
    In weiteren Verfahren verurteilten Gerichte in Shenzhen am selben Tag 56 Menschen aus dem Umfeld des Konzerns zu Haftstrafen von einem Jahr und zehn Monaten bis zu 18 Jahren.
    Vom Immobilienriesen zum Krisensymbol
    Evergrande war während des chinesischen Immobilienbooms mit geliehenem Geld rasant gewachsen und zeitweise einer der größten Immobilienentwickler des Landes. Als Peking im Jahr 2020 die Kreditaufnahme hoch verschuldeter Bauträger begrenzte, verschärften sich die finanziellen Probleme des Unternehmens. Ende 2021 kam Evergrande bei internationalen Anleihen in Zahlungsverzug.
    In seinem bislang letzten Halbjahresbericht wies der Konzern zum 30. Juni 2023 Verbindlichkeiten von 2,39 Billionen Yuan aus, umgerechnet rund 305 Milliarden Euro. Sein Zusammenbruch wurde zum Symbol für die bis heute andauernde Immobilienkrise in China.
    Ein Gericht in Hongkong ordnete im Januar 2024 die Abwicklung der dort börsennotierten Konzernholding an, nachdem keine tragfähige Umschuldung gelungen war. Im August 2025 wurde die Evergrande-Aktie von der Hongkonger Börse genommen.
    Nun zur Frage, wie ist der Totalverlust zustande kam,

    A) die Evergrande ist eine Holding, auf deren Namen die Schulden aufgenommen wurden, demnach sind die Schulden nur an die Holding gebunden. Trotz der Weitergabe der Gelder an die Tochterunternehmen!

    Geht die Firma in die Insolvenz, so gehen die Schulden auch in die Insolvenz und die Resteverwertung erfolgt nur auf die Holding, denn die Tochterunternehmen fungieren als rechtlich selbstständig als Ltd. weiter, der Verkauf läuft noch bevor die Insolvenz der Muttergesellschaft eintritt ab.

    B) Das Gericht beraubt das letzte Geld aus Evergrande, um vorrangig die heimischen Schulden bezahlen, was für Gläubiger letztendlich bei einer Restverwertung zu einem Totalschaden hinausläuft.
    (Aussichten für Gläubiger: Nach Einschätzung von Experten wird die Insolvenzmasse auf dem Festland nur einen Bruchteil (geschätzt unter 4 %) der offenen Forderungen ungesicherter ausländischer Gläubiger decken.)

    C) Die Schuldensumme von 305 Mrd. € zeigt bei einer Arbeitnehmeranzahl von 1.000.000 AN, die Absurdität des Verschuldungsgrades an. Jeder AN war bei Evergrande mit 305.000 € verschuldet! Und das beim EK
    Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt städtischer Arbeitnehmer in China lag zuletzt bei rund 10.343 RMB (ca. 1.438 US-Dollar). Große Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie den verschiedenen Branchen prägen den Arbeitsmarkt, wobei IT- und Finanzberufe deutlich über dem Schnitt liegen
    Ergebnis: Evergrande war schon bei einer Mrd. € Schulden pleite, denn die Zins- und Tilgungslast überstieg die Rentabilität der chinesischen AN ab dieser Höhe!

    Noch Fragen, wie gefährlich es ist in ein 3. Welt zu investieren, und zwar mit mindestens 96 % Vermögensverlust

    bruno68

  2. Avatar von tneub
    tneub ist offline

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    Standard AW: Das Ende von den Träumen des schnellen Reichtums

    Hast du für deine Aussagen auch Quellen?

    A:

    A) die Evergrande ist eine Holding, auf deren Namen die Schulden aufgenommen wurden, demnach sind die Schulden nur an die Holding gebunden. Trotz der Weitergabe der Gelder an die Tochterunternehmen!
    Ist das nicht immer in Konzernen so. Jede Konzernmutter dürfte intern als Geldgeber für die Töchter fungieren, wenn da Bedarf ist.
    In der (Einzel)Bilanz der Holding stehen dann im Gegenzug die Forderungen gegenüber den Töchtern.
    Das das bei einem Immobilienentwickler nicht ohne Darlehen bei der Holding abgehen sollte, dürfte klar sein.


    Das Problem dürfte sein, dass das Geld in (fertigen oder unfertigen) Immobilien steckt und die können nicht schnell vermarket werden..

    Meines Wissens gab es in China ein ganz anders Problem. Die Chinesen sind in die Städte gezogen. Die Immobilienpreise haben sich rasant entwickelt. Dann fingen auch Privatpersonen an, mit Immobilien zu spekulieren. Das hat den Bauboom so richtig angefacht. Wohnungen wurden gekauft und dann mit Gewinn verkauft, ohne das da jemals jemand drin wohnte. Das geht natürlich nicht endlos und kippt irgendwann, wenn der Bedarf an Wohnungen kleiner ist, als das Angebot. Dann sinken auch die Preise.
    Wenn dann Immobilienentwickler munter weiter bauen, bekommen die Ihre Immobilien dann nicht los. Es gab in den Medien Zahlen von 65 -80 Mio. leer stehende Wohnungen und Häusern in China. Die ersten Berichte von Geisterstädten habe ich von 2020 gefunden. Das hat auch die Chinesische Regierung erkannt und hat den Riegel vorgeschoben. Dabei ist Evergrande über die Klinge gesprungen.




    C:
    Hier reimst du dir wieder sinnlose Kennzahlen zusammen.

    Ich kaufe eine Gewerbeimmobilie für 1,5 Mio. Davon nehme ich 1 Mio. Darlehen auf, der Rest kommt aus EK.
    Ich vermiete die Immobile und stelle einen Hausmeister ein. Bei entsprechenden Mieten ist das Grundsolide.

    1 AN - 1 Mio Schulden. Damit ist mein AN-Schuldenverhältnis 3 mal so schlecht wie bei Evergrande und trotzdem bin ich nicht pleite.


    Im Übrigen kann ich Immobilien mit eigenem Personal oder per Fremdleistung bauen. Je mehr ich auf Subs statt setze, desto schlechter wird das Verhältnis AN- zu Schulden.



    Gerade Immobiliengesellschaften haben recht hohe Schulden. Das ist eigentlich auch kein Problem. Dagegen sollten aber entsprechende Werte stehen. Mit halb angefangenen Projekten ohne potentielle Käufer dürfte das aber der Genickbruch sein. Ganz abgesehen von den ganzen Schummeleien/Korruption durch die Gründer.

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