Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

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  1. Avatar von SirTiger
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    Standard Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo,

    kurz zu den Eckdaten - 32 Jahre, ledig, kinderlos, angestellt, möchte den maximal steuerlich absetzbaren Betrag pro Jahr verriestern (2100€ wenn ich richtig informiert bin?), kein Immobilienerwerb vorgesehen.

    Nun zu meinen Fragen:
    a) Welche Riester-Kategorie passt hier am besten? Banksparplan? Fondssparplan? Oder doch eine Versicherung?

    b) Wie finde ich das beste Produkt? Gibt es irgendwo sog. Nettopolicen ohne Provisionsgebühr?

    Ich habe mal das Finanztest-Heft aus 11/2010 gelesen, bin aber in der Entscheidungsfindung leider keinen Schritt weitergekommen... :-(

    Wäre für hilfreiche und konkrete Ratschläge sehr dankbar!

    CIAO
    SirTiger

  2. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Schlußendlich kommt es hier auf ihre Risikoneigung drauf an.

    Ohne Provisionen ist ein Banksparplan. Der bringt jedoch dafür kaum Rendite. Auch wenn es ein ziemlich abgedroschener Spruch ist, aber was nichts kostet, taugt auch nichts meiner Meinung nach.

    Ich persönlich halte hier am sinnvollsten einen Investment-Sparplan. So kann man die Kosten im Versicherungsmantel umgehen. Zweite Wahl meiner Philosophie nach wäre dann die Versicherung selbst. Begründung liegt jeweils in der Rendite-Erwartung.

    2.100 € jährlich ist übrigens korrekt, wobei sie hier noch die 154 € Zulage runter rechnen können, um den Eigenbeitrag zu ermitteln.

  3. Avatar von SirTiger
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von EasyD
    Schlußendlich kommt es hier auf ihre Risikoneigung drauf an.

    Ohne Provisionen ist ein Banksparplan. Der bringt jedoch dafür kaum Rendite. Auch wenn es ein ziemlich abgedroschener Spruch ist, aber was nichts kostet, taugt auch nichts meiner Meinung nach.

    Ich persönlich halte hier am sinnvollsten einen Investment-Sparplan. So kann man die Kosten im Versicherungsmantel umgehen. Zweite Wahl meiner Philosophie nach wäre dann die Versicherung selbst. Begründung liegt jeweils in der Rendite-Erwartung.

    2.100 € jährlich ist übrigens korrekt, wobei sie hier noch die 154 € Zulage runter rechnen können, um den Eigenbeitrag zu ermitteln.
    Wie hoch sind denn ungefähr die Zinsen eines Banksparplans verglichen mit einem Investment-Sparplans? Und wie funktioniert ein solcher? Wird der am Ende als Rente ausgezahlt oder kann man auch die Summe komplett auszahlen lassen?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!

  4. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Grundsätzlich gilt bei allen Riester-Produkten das maximal 30% des Kapitals entnommen werden dürfen. Der Rest muss verrentet werden.

    Die Zinsen sind bei einem Banksparplan variabel. Hatte hier in der letzten Woche einen Vertrag in der Hand, bei dem es aktuell 1,5% gibt. Wenn man hier die derzeitige Inflation gegenstellt macht man Verlust.

    Das man bei einer Laufzeit von über 30 Jahren bei einem Investment eine höhere Rendite hat, als wie bei einem Banksparplan, stellt meine persönliche Überzeugung dar.

  5. Avatar von SirTiger
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von EasyD
    Grundsätzlich gilt bei allen Riester-Produkten das maximal 30% des Kapitals entnommen werden dürfen. Der Rest muss verrentet werden.

    Die Zinsen sind bei einem Banksparplan variabel. Hatte hier in der letzten Woche einen Vertrag in der Hand, bei dem es aktuell 1,5% gibt. Wenn man hier die derzeitige Inflation gegenstellt macht man Verlust.

    Das man bei einer Laufzeit von über 30 Jahren bei einem Investment eine höhere Rendite hat, als wie bei einem Banksparplan, stellt meine persönliche Überzeugung dar.
    Ja zu dieser Überzeugung bin ich zwischenzeitlich auch gelangt. Also ein Fondssparplan. Davon gibt es ja garnicht so besonders viele anscheinend. Ich hab mal den DWS Top-Rente ins Auge gefasst, allerdings ohne mich besonders gut auszukennen... Gibts da noch was besseres? Spricht etwas dagegen, das ganze über AVL abzuschließen? Irgendwo stand, dass man so irgendwelche Gebühren sparen kann.

    Wo kann man sich denn in Bezug auf Fondssparpläne mal einigermaßen neutral beraten lassen?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!

  6. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    In sofern sie AVWL abrufen können, würde sich das auf jeden Fall anbieten.

    Ich persönlich sehe DWS hier auch als einen hervorragenden Anbieter, den man mit gutem Bauchgefühl wählen kann. Da ich gerade selbst nicht mehr so viel tippen mag, habe ich ihnen mal einen Link rausgesucht, der das Produkt gut erklärt: DWS Riester Rente Premium

    Einen Tipp für eine Institution, bei der ausschließlich gute und neutrale Berater rumlaufen kann ich ihnen jedoch nicht geben.

  7. Avatar von SirTiger
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von EasyD
    In sofern sie AVWL abrufen können, würde sich das auf jeden Fall anbieten.

    Ich persönlich sehe DWS hier auch als einen hervorragenden Anbieter, den man mit gutem Bauchgefühl wählen kann. Da ich gerade selbst nicht mehr so viel tippen mag, habe ich ihnen mal einen Link rausgesucht, der das Produkt gut erklärt: DWS Riester Rente Premium

    Einen Tipp für eine Institution, bei der ausschließlich gute und neutrale Berater rumlaufen kann ich ihnen jedoch nicht geben.
    Vielen Dank für die Einschätzung und den Link. Ich meinte allerdings nicht AVWL, sondern AVL (Einen Discount Fonds Verwalter, über den man den DWS rabattiert beziehen kann, was auch immer das genau bedeutet)...

    Bringt das was?

    Vielen Dank und freundliche Grüße!

  8. Avatar von EuroPaule
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo,

    ich bin wirklich ein großer Freund der Fondsidee und vom Fondssparen (wenn man es richtig macht).

    Beim Thema "Riester und Fonds" habe ich aber immer das gleiche Gefühl wie in dem Moment, in dem der Zahnarzt die Drehzahl der Turbine, welche den Bohrer in meinem Mund antreibt, erhöht um sich gleich am meinen Nerv ranzutasten..... .

    Das hat etwas damit zu tun, dass im "Riesterrahmen" Leistungen aus dem Fondssparplan garantiert werden müssen. Und die Begriffe "Fonds" und "Garantie" passen einfach nicht zusammen.
    Warum das so ist, wird in diesem Blogbeitrag ganz nachvollziehbar erklärt.

    Fachlich tiefer in das Thema Riester geht dieser Artikel.

    Auch wenn mir dabei das Herz blutet:
    Ich würde Riester eher über etwas "konservatives" machen und das Fondssparen separat betreiben. Dafür kann man dann sehr gut einen Fondsdiscounter wie unten genannt nutzen.

    Zitat Zitat von SirTiger
    Ich meinte allerdings nicht AVWL, sondern AVL (Einen Discount Fonds Verwalter, über den man den DWS rabattiert beziehen kann, was auch immer das genau bedeutet)...
    Das bedeutet, dass man dort für die Fonds keinen Ausgabeaufschlag zahlt. Man spart also bei Aktienfonds beim Kauf jedesmal rund 5%. Dafür erhält man aber keinerlei Beratung und muss seine Fonds allein aussuchen. Das Depot wird bei einer speziellen Fondsbank eröffnet und kostet rund 40,- € im Jahr, dafür fallen bei Tausch usw. keine weiteren Kosten an. Ist also recht günstig.

    Gruß Paule

  9. Avatar von SirTiger
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von EuroPaule
    Hallo,

    ich bin wirklich ein großer Freund der Fondsidee und vom Fondssparen (wenn man es richtig macht).

    Beim Thema "Riester und Fonds" habe ich aber immer das gleiche Gefühl wie in dem Moment, in dem der Zahnarzt die Drehzahl der Turbine, welche den Bohrer in meinem Mund antreibt, erhöht um sich gleich am meinen Nerv ranzutasten..... .

    Das hat etwas damit zu tun, dass im "Riesterrahmen" Leistungen aus dem Fondssparplan garantiert werden müssen. Und die Begriffe "Fonds" und "Garantie" passen einfach nicht zusammen.
    Warum das so ist, wird in diesem Blogbeitrag ganz nachvollziehbar erklärt.

    Fachlich tiefer in das Thema Riester geht dieser Artikel.

    Auch wenn mir dabei das Herz blutet:
    Ich würde Riester eher über etwas "konservatives" machen und das Fondssparen separat betreiben. Dafür kann man dann sehr gut einen Fondsdiscounter wie unten genannt nutzen.


    Das bedeutet, dass man dort für die Fonds keinen Ausgabeaufschlag zahlt. Man spart also bei Aktienfonds beim Kauf jedesmal rund 5%. Dafür erhält man aber keinerlei Beratung und muss seine Fonds allein aussuchen. Das Depot wird bei einer speziellen Fondsbank eröffnet und kostet rund 40,- € im Jahr, dafür fallen bei Tausch usw. keine weiteren Kosten an. Ist also recht günstig.

    Gruß Paule
    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe mir die Links sorgfältig durchgelesen und sogar das ein oder andere verstanden ;-)

    Nagut dann also kein Fonds in Verbindung mit Riester. Was aber dann?

    Gibt es denn eine Riesterform, bei der die *HÖHE* der Rente von vorneherein festgelegt ist und nicht von der ungewissen durchschnittlichen Lebenserwartung in 35 Jahren abhängt?

    Danke & Ciao!

  10. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Sie sind aber sehr schnell zu drehen, SirTiger...

    Wenn sie nach etwas fragwürdigen bei den ganzen Finanz-Produkten auf dem Markt suchen, werden sie in jedem etwas finden.

  11. Avatar von SirTiger
    SirTiger ist offline
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von EasyD
    Sie sind aber sehr schnell zu drehen, SirTiger...

    Wenn sie nach etwas fragwürdigen bei den ganzen Finanz-Produkten auf dem Markt suchen, werden sie in jedem etwas finden.
    Sorry ich kenn mich halt noch nicht wirklich aus...
    Zu meiner vorigen Frage, gibt es irgendein Riester-Produkt, bei dem die Höhe der zu erwartenden Rente festgelegt ist und nicht von den Lebenserwartungstabellen in 35 Jahren abhängt?

    Vielen Dank,
    SirTiger

  12. Avatar von hannah52
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Ich persönlich beschäftige mich auch grad mit dem Thema Riester. Man wird ja überschüttet mit Anbietern, die alle versprechen der beste zu sein. Für mich ist schon wichtig den optimalesten Tarif zu finden. Die wichtigsten Punkte zum "Riestern" hab ich hier gefunden. Die haben da auch so einen Vergleich. Vielleicht bringt der ja was. Ich werds mal ausprobieren.

    Ansonsten gabs hier noch paar interssante Sachen. Vielleicht helfen dir ja noch ein paar Hintergrundinfos bei der Entscheidungsfindung.

  13. Avatar von C. Andreas
    C. Andreas ist offline

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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zitat Zitat von hannah52
    Ich persönlich beschäftige mich auch grad mit dem Thema Riester. Man wird ja überschüttet mit Anbietern, die alle versprechen der beste zu sein. Für mich ist schon wichtig den optimalesten Tarif zu finden. Die wichtigsten Punkte zum "Riestern" hab ich hier gefunden. Die haben da auch so einen Vergleich. Vielleicht bringt der ja was. Ich werds mal ausprobieren.

    Ansonsten gabs hier noch paar interssante Sachen. Vielleicht helfen dir ja noch ein paar Hintergrundinfos bei der Entscheidungsfindung.

    Hallo,

    wenn ich diese "Seiten" schon sehe, die nur ein Ziel haben, die Adresse des Kunden abzufischen und diese dann zu verkaufen, dann.........

    Möchte trotzdem noch auf einen Online Riester-Vergleichsrechner hinweisen
    Dipl.-Betriebswirt (FH) Christian Andreas Online Versicherungsmakler 07222/5962116 - Riester Rente

    Dieser Vergleich kann man zwar online abschließen, er ist aber in erster Linie sehr sinnvoll um ein Gefühl für Ablaufleistungen/Angebote zu erhalten.

  14. Avatar von Conveca
    Conveca

    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Zwar etwas später, aber dennoch etwas "Senf" von mir. Gleich vorab eine Entschuldigung für evtl. Rechtschreibfehler. Ich bin der Deutschen Sprache durchaus mächtig, aber ich vertipp mich gerne mal .

    Da Sie 32 Jahre jung sind würde ich Fonds klassischen Varianten immer vorziehen. Nicht nur wegen der Rendite, sondern auch, weil Sie hier zumindest einen Teil Ihres Geldes in Sachwerte investieren können (warum nur einen Teil, darauf komme ich gleich). Damit haben Sie einen deutlichen Vorteil bei den Gefahren Preisinflation oder Staatsbankrott.
    Warum ist das wichtig? Beispiel: Eine Versicherung legt ca. 90 % ihrer Anlagegelder festverzinslich an. Davon im Schnitt wiederum ein Drittel in Staatsanleihen. Bei der Allianz z.B. beträgt der Anteil der deutschen Staatsanleihen derzeit 31,6 % und macht damit den größten Posten aus. Gleich auf Platz zwei folgen allerdings schon italienische Staatsanleihen mit 28,2 %. D.h., ca. 8,5 % der Gesamtanlage finden dort statt. Auch Griechenland, Portugal, Irland (zahlt mehr Zinsen, als es BIP erwirtschaftet), etc. finden wir dort. Und bei anderen Versicherern schaut es auch nicht besser aus. Wollen Sie Ihre Altersversorgung darauf aufbauen? Wer in den letzten Tagen mal Nachrichten geschaut hat, dem konnte schon mal übel werden. Die Schuldenkrise greift rasend schnell um sich und auch wegen Italien gibt es nun schon Krisentreffen auf EU-Ebene.
    Anleihen sind nur Zahlungsversprechen. Sie geben einem Land, Bundesland, Unternehmen, etc. Geld und erhalten als Gegenleistung die Zusage, dass Sie Ihr Geld zu einem bestimmten Stichtag wiederbekommen und während der Laufzeit einen Zins. Sie bauen damit Ihre Altersversorgung auf den Schulden anderer Leute auf. Ob das derzeit so eine qualitativ hochwertige Anlage ist bezweifle ich persönlich.
    Banksparpläne funktionieren zwar etwas anders, aber das Prinzp ist ähnlich. Nur ein Versprechen.
    Der zweite wichtige Punkt ist der Inflationsschutz. Spare ich mit einem Zins unter Infaltionsniveau, spare ich mich arm. Bei allen Riestervarianten sind zwar die eingezahlten Beiträge und die Zulagen garantiert, nicht jedoch ein Kaufkrafterhalt. Sachwerte hingegen bieten eine wesentliche bessere Aussicht bei hohen Infaltionsraten ebenfalls im Wert zu steigen.
    Warum kann ein Fondssparplan nicht komplett in z.B. Aktienfonds investieren, sondern muss immer auch einen Teil in festverzinsliche Papiere stecken? Eben wegen der Garantie des eingezahlten Kapitals zum Ablauf. Darum kommt man nicht rum, sollte aber m.M. nach diese Kosten möglichst gering halten.
    Außerdem haben Sie danach gefragt, wie man heute schon seine Rente möglichst genau planen kann ohne von der künftigen Entwicklung der Sterblichkeit abhängig zu sein. Das geht nur zum Teil. Die Entwicklung der Fondsanteile kann man nicht sicher vorhersagen, nur prognostizieren. Was aber geht, und darauf sollten Sie unbedingt achten, ist einen sog. RENTENFAKTOR festzulegen. Dabei handelt es sich um eine Umrechnungszahl, die den Gegenwert ihrer Fondsanteile in eine Rente umrechnet. WICHTIG: Fast alle Gesellschaften garantieren diesen Rentenfaktor, viele lassen sich über eine sog. "Treuhänderklausel" allerdings ein Hintertürchen offen, diesen dann doch zu ändern. Auch beliebt sind die Änderungsgründe "Unterbrechung der Beitragszahlung" oder ein früherer oder späterer Rentenbeginn, Nachbsicherung, etc. (Bekommen Sie also nie Kinder, werden Sie nie arbeitslos und lassen Sie sich die Riesterrente nur exakt zum im Vertrag angegebenen Zeitpunkt auszahlen ). Meistens werden dann die dann gültigen Sterbetafeln zugrunde gelegt. Ihre Garantie ist damit nicht viel wert. Umgehen können Sie das nur, wenn Sie einen Anbieter wählen, der Ihnen bereits bei Vertragsabschluss eine wasserdichte Garantie gibt. Leider, Sie ahnen es, sind das nicht mal eine Handvoll. Der Fondssparplan der DWS gehört leider nicht dazu, denn dort wird das Fondsvermögen zu Rentenbeginn als Einmalbeitrag in eine Rentenversicherung der Zürich Deutscher Herold Lebensversicherung eingezahlt. Mit den dann gültigen Sterbetafeln. Sie kaufen also die Katze im Sack.
    Persönlich bin ich der Meinung, dass die Kosten zwar wichtig sind, aber nicht das entscheidende Kriterium sein sollten. Man kann viel versprechen und mit viel werben, wenn man es später nicht einhalten muss.

  15. Avatar von fvf-makler
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo Sir Tiger,

    was mein Vorredner hier abgelassen hat, ist wie bei einigen Beiträgen in diesem Forum nur Selbstdarstellung und Verbreitung von Halbwahrheiten.

    Warum:

    Ich gehe davon aus, dass sie aufgrund ihrer steuerlichen Situation Riester abschliessen und das sie dies in einem vernünftigen Rahmen mit Ihrere Altersversorgung verbinden wollen. Was auch absolut berechtigt und logisch ist.
    Warum kann ein Fondssparplan nicht komplett in z.B. Aktienfonds investieren, sondern muss immer auch einen Teil in festverzinsliche Papiere stecken? Eben wegen der Garantie des eingezahlten Kapitals zum Ablauf. Darum kommt man nicht rum, sollte aber m.M. nach diese Kosten möglichst gering halten.
    Wie jeder qualifizierte Berater weiss, ist gerade die Dws Riester Rente Premium dafür bekannt, 100% des Kapitals in Aktien halten zu können, was auch aufgrund der Depotaufstellung vieler Kunden bewiesen werden kann.
    Meistens werden dann die dann gültigen Sterbetafeln zugrunde gelegt. Ihre Garantie ist damit nicht viel wert. Umgehen können Sie das nur, wenn Sie einen Anbieter wählen, der Ihnen bereits bei Vertragsabschluss eine wasserdichte Garantie gibt. Leider, Sie ahnen es, sind das nicht mal eine Handvoll. Der Fondssparplan der DWS gehört leider nicht dazu, denn dort wird das Fondsvermögen zu Rentenbeginn als Einmalbeitrag in eine Rentenversicherung der Zürich Deutscher Herold Lebensversicherung eingezahlt. Mit den dann gültigen Sterbetafeln. Sie kaufen also die Katze im Sack.
    Bei Riester ist es zwingend vorgeschrieben, dass mindestens die eingezahleten Beiträge incl. Zulagen garantiert sind. Einige Gesellschaften geben zusätzlich noch Garantien, wie z.B. Lebensversicherer.
    In der jüngsten Ausgabe von Ökotest wurden diese Verträge zu recht kritisiert und als intransparent und ungeeignet dargestellt (bin kein Freund von Finanztest, Ökotest und Co, doch hier haben sie recht), dass dieses vernichtende Urteil jeder beherzigen sollte.
    Und wer dennnoch einen sollchen Vertrag abschliesst, darf sich später nicht wundern.
    Jeder Riester-Durchführungsweg endet früher oder später in einer Rentenversicherung (es muss eine lebenslange Rente garantiert werden). Bei der DWS kann ich mir zumindest in der Ansparphase die Kosten einer RV sparen (bzw. bis zum 84. Lj.) und habe in der Rentenphase wesentliche Vorteile bzgl. Vererbung. Und ob die Rentenversicherung (ab 85. Lebensjahr) bei Zurich laufen wird , habe ich bis jetzt nirgendwo gelesen.
    Sehr geehrter Conveca, m.E. gehört es dazu, neben Kritik auch konkrete Alternativen/Fakten zu benennen. dem sind sie bis jetzt schuldig geblieben.
    Evtl. teilen sie uns ihr Wissen mit. Über konstruktive Vorschläge sind wir alle dankbar.

    fvf-makler

  16. Avatar von SirTiger
    SirTiger ist offline
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Vielen Dank an meine beiden Vorredner für die interessanten Beiträge. Vielleicht setzt sich die Diskussion noch ein wenig fort, ich finde es sehr interessant!

  17. Avatar von Conveca
    Conveca

    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Sehr geehrter fvf-makler,

    bin ich Ihnen auf den Schlips getreten? Hat es einen anderen Grund, dass Sie persönlich werden? Ich kann keine Stelle in meinem Beitrag finden, die mit Selbstdarstellung zu tun hat. Ich "lasse" auch nichts "ab", sondern sage meine Meinung auf eine Frage. Und wer andere der Verbreitung von Halbwahrheiten bezichtigt sollte genau wissen was er da sagt, sonst kann der Schuss schnell nach hinten losgehen. Vielleicht sind es ja eher Sie, der einen Hang zur Selbstdarstellung hat? Schließlich habe ja nicht ich Sie persönlich angegangen, sondern Sie mich. Dass man nicht immer einer Meinung ist, ist denke ich normal. Sie werden aber festgestellt haben, dass ich nicht die Kommentare von Kollegen zerflückt und besserwisserisch kommentiert habe. Generell sollte man sich immer höflich und respektvoll begegnen, vielleicht hat der andere ja zufällig auch mal recht.

    Ihre letzte Frage beantworte ich zuerst. Ich gebe in Foren generell keine konkreten Produktempfehlungen, denn ich bin es gewohnt, dass man dort keine Werbung für bestimmte Produktanbieter macht. Sonst verkommen Foren ganz schnell zu reinen Werbeplattformen. So etwas werden Sie auch auf meiner Website, Facebookprofil, etc nicht finden. Daher habe ich ganz konkrete Punkte genannt, auf die man achten sollte, wenn man "riestern" möchte und auf die man einen Berater/Makler/Agenten ansprechen und die dieser hoffentlich auch beantworten kann.
    Auf z.B. den Rentenfaktor gehen Sie gar nicht ein, sondern bezichtigen mich der verbreitung von Halbwahrheiten. SirTiger hat aber sehr konkret danach gefragt, wie man seine Rente möglichst sicher planen kann ("Zu meiner vorigen Frage, gibt es irgendein Riester-Produkt, bei dem die Höhe der zu erwartenden Rente festgelegt ist und nicht von den Lebenserwartungstabellen in 35 Jahren abhängt?"). Verlasse ich mich nur auf das eingezahlte Kapital als einzige Garantie, so ist das m.M. nach eine ziemlich schwammige Planungsgrundlage. Auf die weiteren Änderungsmöglichkeiten des Rentefaktors gehen Sie gar nicht ein. Warum? Es war doch explizit nach Planbarkeit gefragt.
    Sie sind offensichtlich ein Verfechter des DWS Premium Modells und wissen Sie was? Ich finde es gar nicht schlecht, im Gegenteil. Aber wenn wir uns über eine Kombination aus Planbarkeit UND Investment (möglichst hoher Sachwertanteil) unterhalten, sind wir hier verkehrt. Wenn ich nicht weiß, wie die Entwicklung der Sterblichkeit in Zukunft sein wird, ich aber weiß, dass wir immer mehr alte Menschen haben werden die immer länger leben, dann stellt sich schon die Frage, ob die Renten in Zukunft höher oder niedriger ausfallen werden. Wenn man eine möglichst sichere Planungsgrundlage haben möchte wäre mir das zu wenig. Die Zürich ist aber in diesem Fall auch keine Alternative, denn der Rentefaktor ist zwar garantiert, aber eben nur zu 50 % (50 % DAV 2004 R, wer es ganz genau wissen will). Außerdem gibt es im Bedingungswerk keinerlei Angabe über die Rechnungsgrundlagen bei vorgezogenem Rentenbeginn, das Hinausschieben wird gleich gar nicht genannt.
    Was die Kapitalanlage anbelangt gehört das Premium-Modell definitiv in die Spitzengruppe. Allerdings ist es sehr, ich sage mal DWS-lastig (woher das wohl kommt). Es gibt aber auch sehr gute andere Kapitalanlagegesellschaften. Mehr Auswahl ist immer gut, denke ich. Wobei wir uns wahrscheinlich einig sind, dass zumindest die Garantie sehr häufig von der DWS kommt. Die haben hier schlicht einen Erfahrungsvorsprung.
    Die Aktienquoten können 100 % betragen, das ist richtig. Ich habe auch nie behauptet, dass das anders wäre. Ich habe lediglich gesagt, dass jedes Produkt, welches eine Garantie beinhaltet, diese über festverzinsliche Wertpapiere darstellt. Und das ist früher oder später bei jedem Garantiemodell der Fall! DWS Premium gehört hier, wie bereits gesagt, in die Spitzgruppe, will ich gar nicht bestreiten.
    Zu guter letzt noch mal zu ihrer letzten Frage. "Wie jeder qualifizierte Berater weiß" gibt es auch Versicherungs-Anbieter, welche über sog. Drei-Topf-Hybride in den Anfangsjahren ebenfalls 100 % Fondsquoten erreichen, ohne einen Kunden mit dem klassischen Deckungsstock oder übermäßig viel Kapital im Garantiefonds zu belästigen. Und die außerdem den Rentefaktor unter allen Umständen garantieren. Da ich mir grundsätzlich die "Aufgabenstellung" des Kunden anschaue und diese lautete "Investment gerne, aber bitte möglichst sichere Planungsgrundlage" bin ich der Meinung, dass solche Anbieter hier besser geeignet wären und DWS Premuim, egal ob direkt oder über die Zürich, hier am Kundenwunsch vorbei geht, denn beim reinen Fondparplan hängt die Garantie eben ganz genau von den Sterbtafeln in 35 Jahren ab (Sie werden sich erinnern, das möchte SirTiger nicht). Und den Rentefaktor der Zürich habe ich denke ich zu Genüge erläutert. Wir sind Makler, da gehört es zu unseren Aufgaben genau zu zuhören und die Kundenwünsche möglichst genau zu erfüllen, nicht bereits vorher bei Jedem der durch die Tür kommt wissen, welches Produkt das beste ist. Und genau so gebe ich hier Kommentare zu Fragen ab. Sie dürfen das gerne anders sehen.

  18. Avatar von Gerd
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo Conveca
    Ihre Ausführungen sind sehr fundiert. Ich sehe das Problem aber an einer anderen Stelle. Die Menschen wollen Geld für die Rente zurücklegen und erwarten eine Antwort auf das we und nicht auf das wie nicht. Mit Ihren Erläuterungen verunsichern sie aber, obwohl sie das Gegenteil erreichen möchten. Wenn ich einen Fernseher kaufe, erwarte ich von dem Verkäufer doch auch nicht, das er mir erklärt wie der Fernseher funktioniert. Wahrscheinlich würde ich nach dem Fachvortrag keinen kaufen. Weniger ist manchmal mehr.

  19. Avatar von Daira
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo lieber SirTiger,

    Was Riester betrifft können Sie von mir nur eine einzige Antwort erwarten. Sicherlich werden mich die "Kollegen" darauf hier wie üblich in der Luft zerreissen, aber ich stehe zu meiner Meinung. (schliesslich hafte ich ja eh für meine Meinung).
    Wer riestert sollte dies in einer Fondsgebundenen Versicherung tun. Kein Banksparplan, kein Bausparplan, kein Fondsparplan. Klar der Vertrag ist mit Kosten belegt. Aber auch Bank, Fonds, und Bauspar-Riesterverträge haben Kosten. Nämlich mit 75 wenn jeder Riestersparplan die Rente über eine Rentenversicherung auszahlen muss. Das ist eine Vorgabe vom Gesetzgeber. Und nun liebe Kollegen rechnet mal eine Sofortrente mit 75 Jahren aus. Oder eine Fondsgebunde Rente mit Beginnalter 32. Egal welcher Anbieter, wo kommt mehr raus? RICHTIG bei der fondsgebundenen Rente.

    Also SirTiger, lassen Sie sich kein X für ein U vormachen. Renten ohne die sog. Sterbetafeln werden sie nirgendswo bekommen. Sorgen Sie lieber richtig vor und erkennen die Wahrheit.

    Liebe Grüsse

    Daira

  20. Avatar von SirTiger
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    Standard AW: Möchte gerne Riestern - aber welches Produkt?

    Hallo Daira,

    Wer riestert sollte dies in einer Fondsgebundenen Versicherung tun. Kein Banksparplan, kein Bausparplan, kein Fondsparplan. Klar der Vertrag ist mit Kosten belegt. Aber auch Bank, Fonds, und Bauspar-Riesterverträge haben Kosten. Nämlich mit 75...
    Wieso 75? Ich dachte 67? Oder sollte das jetzt eine zynische Anspielung auf mögliche weitere Anhebungen des Rentenalters in Zukunft sein?

    ... wenn jeder Riestersparplan die Rente über eine Rentenversicherung auszahlen muss. Das ist eine Vorgabe vom Gesetzgeber. Und nun liebe Kollegen rechnet mal eine Sofortrente mit 75 Jahren aus. Oder eine Fondsgebunde Rente mit Beginnalter 32. Egal welcher Anbieter, wo kommt mehr raus? RICHTIG bei der fondsgebundenen Rente.
    Ist das so? Ist mir nicht klar. Haben Sie eine Beispielrechnung für mich? Ich kann das momentan leider nicht ersehen... Ich wäre Ihnen für ein paar Beispielzahlen sehr dankbar!

    Schöne Grüße,
    SirTiger

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