Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

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  1. Avatar von Martin79HN
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    Standard Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Hallo Finanzfreunde,

    ich versuche mich kurz zu fassen: ;-)
    Es gibt eine 90qm Wohnung in einer Großstadt.
    Renovierungsbedarf ca. 10.000€ um die Wohnung zu vermieten. (wenn Mutter auszieht irgendwann)
    Wert der Wohnung 200.000€ (lastenfrei)
    Kaltmiete ca. 8 € qm + 50€ Stellplatz (nicht umlagefähige Kosten pro Monat ca. 75€)
    Renovierungsbedarf am Gebäude steht in nächster Zeit nichts an.

    Eigentümer der Wohnung: Vater = im Pflegeheim
    Bewohner: Mutter (Auszug wegen der Gesundheit in 1-3 Jahren ins betreute Wohnen bzw. Pflegeheim wir hoffen so spät wie möglich! Mit Haushaltshilfe und EInkaufshilfe ist es gut organisiert, geht aber nicht auf Dauer.)

    Erben der Wohnung je 50%:
    Kind 1
    Kind 2

    Absicherung der Mutter über Lebensversicherungen 40.000€ (im Todesfall vom Vater = Ehemann)

    Ziel:
    Kind 1
    Wohnung halten um auf Dauer einen Mietertrag zu haben.
    Teilzahlung in einer Summe an Eltern damit Pflegeheim, betreutes Wohnen auf Dauer bezahlt werden kann. (Teilzahlung in Höhe von 80.000-100.000€ würde 6-8 Jahre reichen)
    Ausgleichszahlung pro Monat bzw. später damit Kind 2 keinen Nachteil hat.
    Steuersatz von Kind 1 ca. 20-25%

    Teilzahlung 80.000 - 100.000 € würde Kind 1 als Darlehen mit einer Zinsbindung 10 Jahre gerne aufnehmen. (Eigenkapital = Gegenwert der Wohnung 200.000€)

    Es wird auch berücksichtigt, dass Eltern Geld ja für`s Pflegeheim ausgeben.
    Deshalb fällt später Erbteil bzw. Ausgleichszahlung entsprechend aus!
    Damit Kind 2 nicht Kind 1 sagen kann du hast Dich bereichert!

    Kind 2
    Wohnung verkaufen damit Geld Eltern bekommen und es verbrauchen können.
    Im Todesfall würde später Kind 1 & Kind 2 zu je gleichen Teilen erben. Eltern sind gegenseitig mit Lebensversicherung abgesichert.
    Steuersatz von Kind 2 bei ca. 35-40%

    Rückkaufswert Lebensversicherung nur ca. 1/3 der Einzahlungsbeträge! (keine Option diese zu kündigen)

    Wie könnte man eine faire Lösung schaffen.
    Eltern ist es nur wichtig, dass alle Kosten für die nächsten Jahre getragen werden können.
    Ist ein Mietertrag sinnvoll?
    Freue mich über eine Diskussion.
    Bin für Vorschläge offen.

  2. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Was ist deine konkrete Frage? Um was geht es?

  3. Avatar von nexttry
    nexttry ist offline

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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Zunächst einmal alles dran zu setzen die beste Lösung für eure Eltern zu finden, und nicht die eigenen Vorteile zu maximieren.

    Meine persönliche Meinung: Eure Eltern sind alt, eure Eltern brauchen eine möglichst risikofreie Anlage, um die Absicherung im Alter zu gewährleisten. Eine (einzelne) Wohnung kann dieses nicht liefern (Klumpenrisiko...). Wenn kein weiteres Vermögen vorhanden ist oder ihr (Kinder) die Wohnung nicht abkaufen könnt/wollt, verkaufen, das Geld sicher anlegen und am Ende der Lebenszeit das verteilen, was noch da ist.

    2. Alternative: Kind 1 kauft die Wohnung zu einem fairen Kurs den Eltern ab -> Eltern können das Geld sicher und sinnvoll fürs Alter anlegen, Kind 1 hat die Wohnung, am Ende erben beide die Hälfte von dem, was übrig bleibt.

  4. Avatar von Martin79HN
    Martin79HN ist offline
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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Guten Morgen nexttry,

    es ist richtig beide Eltern sind alt und brauchen eine risikofreie Anlage bzw. Kapital.
    Kapital ist nur in Form einer Wohnung und Rückkaufswert von Lebensversicherungen vorhanden. (Rückkaufswert viel zu gering deshalb keine Option)

    Der Vater kann an Kind 1 die Wohnung zu einem fairen Kurs verkaufen.
    Und Kind 1 hat dadurch einen Mietertrag und trägt das Risiko z.B. steigender Zinsen irgendwann.
    Kind 2 könnte dann aber sagen "Geld aus dem Verkauf geht ja für`s Pflegeheim drauf" dann habe ich später weniger zu erben.

    Ich (Kind 1) sehe die Wohnung als Möglichkeit einer Kapitalanlage.
    Eine faire Lösung zu finden ist nicht einfach. Wir selbst haben auch noch viele Schulden. (Zinsrisiko frühestens bzgl. Eigenheim in 15 Jahren)

    Um was geht es mir?
    Eine Übernahme der Wohnung und alle Seiten halten es für eine faire Lösung.
    Deshalb bin ich für Vorschläge bzw. verrückte Vorschläge offen.

    Vorschlag:
    Ich übernehme die Wohnung und zahle den Eltern 100.000 €. (Wert 200.000€)
    Dann wird 10 Jahre lang ein Kredit abbezahlt und Wohnung dann verkauft.
    Eine Abrechnung zwischen Verkaufserlös und Mieteinnahmen und Kaufpreis Zinsen, Steuern
    wird später durchgeführt. (Ausgleich mit Bruder Kind 2)

    Ist so etwas darstellbar?
    Mein Bruder lebt in der Schweiz und hat selbst Eigentum.

    Gruß

    Martin

  5. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Warum willst du das Pflegeheim im voraus für 6-8 Jahre bezahlen?
    Brauchen deine Eltern jetzt zusätzliches Geld (zur Rente und co.) um monatlich das Pflegeheim zu bezahlen?
    Würde deine Mutter auch schon früher in ein Pflegeheim ziehen oder nur im "worst case"?

  6. Avatar von Martin79HN
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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Hallo BenniG,

    unser Vater ist schon länger Bewohner im Pflegeheim.
    Unsere Mutter wohnt mietfrei in der Eigentumswohnung um die es geht.

    Im Augenblick sind Ausgaben ca. 200-300€ größer wie die Einnahmen.
    Wenn unsere Mutter ins Pflegeheim geht fehlen ca. 1.400 € pro Monat.

    Wegen vielen Faktoren ist es absehbar, dass Mutter auch ins Pflegeheim zieht.
    (Diesen Umzug ins Pflegeheim will Sie selbst so lange wie möglich herrauszögern)

    Finanzpuffer reicht ca. 1-2 Jahre (wenn Mutter in Eigentumswohnung wohnen bleibt)
    Deshalb ist es jetzt schon richtig sich Gedanken zu machen.

  7. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Ratschlag gesucht bzgl. einer Wohnung

    Tja, ist halt blöd, dass du noch selbst in deiner Finanzierung steckst.
    Die ewige Diskussion um das liebe Erbe...
    So wie sich das anhört, will sich dein Bruder aus der ganzen Sache fein raus halten?

    In so eine Wohnungsaufgabe steckt ja auch einiges an Arbeit - oder entsprechende Dienstleistungskosten.
    Meiner Meinung nach sollte, wenn du mehr für deine Eltern machst, ja auch mehr "hängen" bleiben.

    Vielleicht sollte deine Mutter dann, so lang sie noch kann möglichst viel regeln, dann wird dein Bruder nicht behaupten können, dass du beim Erbe zu deinen Gunsten handeln tätest.
    Am einfachsten wäre es, wenn es deine finanzielle Situation zulässt, dass du die Wohnung jetzt zu einem marktüblichen Preis kaufst. Alles andere wäre nur gefuddel.

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