Bausparkasse drängt zur Vertragsauflösung - was tun?

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  1. Avatar von margrue
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    Standard Bausparkasse drängt zur Vertragsauflösung - was tun?

    Hallo,

    ich habe 2006 einen Bausparvertrag bei der HUK Bausparkasse (jetzt übernommen durch die Aachener Bausparkasse AG) mit einer Bausparsumme von 14.000 Euro abgeschlossen. Zwischenzeitlich wurde der Vertrag aufgrund einer Splittung geteilt, sodass nun aktuell ein Bausparguthaben von 4.523,78 Euro auf dem Bausparvertragskonto vorhanden ist.

    Wie wir ja alle wissen, versuchen die Bausparkassen aufgrund der Niedrigzinsphase dem Kunden schnellstmöglich den Bausparbetrag vorzeitig zuzuteilen bzw. zur Auszahlung zu bewegen. Dies tat auch meine Bausparkasse in dem man mir mitteilte, dass "...Die gesetzliche Bindungsfrist für den Bausparvertrag abgelaufen ist ..." und ich den Antrag zur Auszahlung ausfüllen sollte. Nachdem ich nicht regiert habe, versucht man nun mit einem weiteren Schreiben mich von der Auszahlung zu überzeugen. Hierin wird mitgeteilt, dass "... Der Anspruch auf Bonus (Sonderzins) gemäß den zugrunde liegenden allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) auf 10 Jahre seit Vertragsbeginn befristet ist und die Rendite nun den Höhepunkt überschritten hätte und somit nunmehr kontinuierlich fällt...". Ich solle nun das angesparte Bausparguthaben zuzüglich der erwirtschafteten Zinsen und des Sonderzinses mit der zustehenden Wohnungsbauprämie abrufen.

    Hier stell ich mir die Frage, wie ich nun reagieren soll, zumal ich durch den Satz, dass "... die Rendite des Bausparvertrages nach Überschreitung des Höhepunktes nunmehr kontinuierlich fällt ..." doch sehr verunsichert. Wie ist das zu verstehen bzw. wie gestaltet sich der kontinuierliche Fall der Rendite, sofern ich einer Auszahlung nicht zustimme? Ist das Angstmacherei damit ich den Vertrag kündige und kann ich das ignorieren oder sollte ich doch besser einer Auszahlung zustimmen? Welche Nachteile hätte der o. g. Sachverhalt für mich?

    Im Moment benötige ich das Bausparguthaben nicht und würde gerne (sofern ich damit keinen Verlust mache) meinen Bausparvertrag weiter beibehalten. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Was sollte ich hinsichtlich meiner monatlichen Einzahlungen ggf. beachten damit das keine Nachteile für mich bedeutet (ich zahle monatlich lediglich 13,00 Euro rein). Was soll ich machen, wenn die Bausparkasse den Vertrag kündigt? Für Tipps zur weiteren Vorgehensweise wäre ich dankbar.

  2. Avatar von NoPlan
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    Standard AW: Bausparkasse drängt zur Vertragsauflösung - was tun?

    Also ich würde erstmal überprüfen, ob dieser 10-Jahre-Passus auch tatsächlich in den für dich gültigen ABB vorhanden ist. Wichtig: Die für dich gültigen ABB und nicht die aktuellen von 2016. Oder hast du das schon überprüft?

  3. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Bausparkasse drängt zur Vertragsauflösung - was tun?

    Wie hoch ist denn die Bausparsumme des Teils, auf dem die 4.523 € liegen?

    Ein Beispiel zu der fallenden Rendite.
    Also wenn dein Basiszins 2% ist und den Bonuszins ebefalls 2 %, dann ist die Gesamtrendite in den ersten 10 Jahren 4 % pro Jahr.
    Wenn du nun im 11. Jahr nur noch 2 % bekommst, fällt die durchschnittliche Rendite natürlich unter 4 %.
    Wenn dein Guthaben von Anfang bis jetzt gleich geblieben wäre, könntest du einfach
    10 Jahre x 4 % + 1 Jahr x 2 %=42 % Jahre
    42 % Jahre : 11 Jahre = 3,818 %
    Da dein Guthaben aber kontinuierlich ansteigt, muss das 11. Jahr stärker gewichtet werden, sodass du noch unter 3,818% landest.
    Mit dem 12. Jahr fällt die Rendite unter 3,666 % usw. usf.

    Also so lang du nicht über die Bausparsumme bist und du am Markt keine höheren Zinsen als den Basiszins deinen Bausparvertrages zu ähnlichen Randbedingungen bekommst, ist deine Rendite im Bausparvertrag höher.

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