Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

12Antworten
  1. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Hallo liebe Foristen,

    ich habe mich heute neu angemeldet in der Hoffnung, hier ein paar Ratschläge zu bekommen.

    Die Situation ist folgende: Ich bin Single, kinderlos, Mitte 30. Ich habe studiert, sitze nun schon seit einigen Jahren an meiner Doktorarbeit und arbeite "nebenher", einmal ca. 40% im Angestelltenverhältnis mit 1600 Euro brutto und dann noch als Freelancer.
    Seit einigen Jahren habe ich eine medizinische Diagnose, die das Potential hat, meine Erwerbsfähigkeit einzuschränken bzw. evtl. auf lange Sicht auch komplett zu negieren. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung über die aktuelle Höhe meines Einkommens ist vorhanden, eine Rechtsschutzversicherung auch.

    Da mir meine Situation seit geraumer Zeit große Sorgen bereitet, würde ich mir gerne eine Immobilie kaufen. Meine Eltern unterstützen mich bisher finanziell, je nach dem, wie es gesundheitlich weitergeht, werde ich wohl aber meine Doktorarbeit verwerfen müssen und mehr arbeiten - entweder im Angestelltenverhältnis oder die Selbstständigentätigkeit ausbauen.

    Fakt ist: Es ist kein Eigenkapital da von meiner Seite aus, da ich natürlich während meines Studiums nichts angespart habe. Von seitens meiner Eltern ist kein riesiges angespartes Eigenkapital vorhanden, Kredite bekommen sie aufgrund ihres Alters (70-80) auch nicht mehr wirklich. Dafür haben sie aber zwei abbezahlte Häuser - das Elternhaus, in dem sie wohnen, sowie eine vermietete Wohnung. Diese sind, sehr vorsichtig gerechnet, Minimum 300.000 Euro und 100.000 Euro wert, geht eher Richtung 400.000 Euro und 150.000 Euro.

    Mir erscheint es in meinem Fall sinnvoller, eine weitere Immobilie zu erwerben zu meiner Sicherheit - ich kann momentan noch arbeiten, wahrscheinlich wird es auch in den nächsten Jahren nicht anders sein. Trotzdem möchte ich mich für den "worst case" vorbereiten und eine eigene Immobilie würde mir Sicherheit geben.

    Meine Eltern (Rentner) wären bereit, ihre Wohnung zu verkaufen, damit ich mir etwas kaufen kann (ein Umzug in diese Wohnung kommt für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage). Das halte ich - ohne mich auszukennen - für nicht unbedingt sinnvoll. Beide sind alt, die Wohnung ist somit auch eine Art Altersvorsorge (Pflegefall etc.). Nur falls es relevant ist: Ich bin Einzelkind und irgendwann mal Erbe.

    Die Frage ist nun: Wie ist eine Finanzierung machbar? Ich habe schon mit meiner Hausbank telefoniert (IngDiba), die möchte mir aufgrund des momentan geringen Einkommens keinen Kredit geben. Die ganzen Sachen drumherum interessieren natürlich nicht wirklich (und von meiner Krankheit mag ich nicht erzählen, klar): Dass meine Eltern die Raten vorerst tragen werden, ich gerade weniger als Teilzeit arbeite, mich in absehbarer Zeit nach einem Job mit mehr Stunden umschauen werde - je nach dem, ob ich meine Doktorarbeit nun noch fertig bekomme oder eben zum dem Entschluss komme, dass ich es nicht mehr schaffe gesundheitlich. Ich möchte aber nicht mehr länger warten mit dem Immobilienkauf, weil für mich Mietwohnen in meiner Situation verschenkte Zeit und verschenktes Geld ist.

    Die Summe, die ich finanzieren möchte, beläuft sich auf allerhöchstens 100.000 Euro, ich peile aber um die 60.000 Euro an, vielleicht 80.000 Euro.

    Wie man sieht - ich habe keine Ahnung von Finanzdingen/Immobilienkauf, aber ich muss mich einfach absichern, da mich der Gedanke fertigmacht, dass ich vielleicht in mittelfristiger Zukunft nicht mehr arbeiten kann. Auf den Staat kann ich zwecks Berufsunfähigkeit/Erwerbsminderung nicht bauen, da ich nicht lange und nicht viel genug einbezahlt habe zwecks Studium etc. und die Berufsunfähigkeitsversicherung im Fall der Fälle sicherlich auch nicht anstandslos bezahlt. Ich hätte dann gerne wenigstens ein Dach über dem Kopf.

    Sorry, vielleicht ist es alles etwas wirr und unausgegoren, ich hoffe, es kann und mag trotzdem wer etwas helfen.

    Viele herzliche Grüße,

    Lina

  2. Avatar von Herrmueller
    Herrmueller ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    15.04.2013
    Beiträge
    1.842
    Danke
    192

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Hallo,

    meiner Meinung nach wäre die Wohnung verkaufen und mit dem Geld Deine Immobilie bezahlen der einfachste Weg.
    Gefahr dabei natürlich, bei Pflegebedürftigkeit der Eltern kann es gut sein, dass der Staat dieses Geld zurück haben möchte. Wenn das dann der Fall wäre, könnte man immer noch überlegen, ob man nicht auf die Immobilie einen Kreidt aufnimmt.

    Wenn die Eltern "normal" versterben (sorry, klingt jetzt blöd...) wäre das Ganze je kein Thema. Eine Immobilienfinanzierung wird wohl aufgrund des Einkommens nicht klappen... (oder wie sind die Einnahmen aus der Tätigkeit als Freelancer ??)

  3. Avatar von gardenha
    gardenha ist offline

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    22.09.2016
    Ort
    Regensburg
    Beiträge
    24
    Danke
    2

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Hallo Lina,

    meine ganz persönliche Meinung wäre, dass du dir eine bessere Anstellung suchst. Zwar bin ich in der Regel ein großer Freund der Selbstständigkeit, aber in deinem speziellen Fall plädiere ich für ein Angestelltenverhältnis.
    Dort bist duch gesetzlich krankenversichert und bekommst auch bei einem nur zeitweiligen Ausfall deiner Arbeitskraft weiterhin Geld und bist abgesichert. In der Selbstständigkeit führt jeder Arbeitsausfall auch zu monetären Einbußen und du rutschst sehr schnell in die Mittellosigkeit ab.

  4. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Zitat Zitat von Herrmueller
    Hallo,

    meiner Meinung nach wäre die Wohnung verkaufen und mit dem Geld Deine Immobilie bezahlen der einfachste Weg.
    Gefahr dabei natürlich, bei Pflegebedürftigkeit der Eltern kann es gut sein, dass der Staat dieses Geld zurück haben möchte. Wenn das dann der Fall wäre, könnte man immer noch überlegen, ob man nicht auf die Immobilie einen Kreidt aufnimmt.

    Wenn die Eltern "normal" versterben (sorry, klingt jetzt blöd...) wäre das Ganze je kein Thema. Eine Immobilienfinanzierung wird wohl aufgrund des Einkommens nicht klappen... (oder wie sind die Einnahmen aus der Tätigkeit als Freelancer ??)
    Tja, die Einnahmesituation: Ich verdiene momentan ganz ok, der Job stammt aber noch aus Studentenzeiten, insofern habe ich da nie eine großartige Anpassung bekommen. Ich würde zwar mein Studium für diese Art Tätigkeit nicht wirklich brauchen, aber ... es gibt in dem Bereich, in dem ich arbeite, nicht so viele Leute, die das können, was ich kann. Zudem habe ich mir mittlerweile auch einen guten Namen gemacht - so flattern eben immer wieder Freelanceraufträge ins Haus, mit denen ich die letzten beiden Jahre, ich würde sagen zwischen 10.000 und 20.000 Euro extra verdient habe. Ich habe mich nie aktiv darum bemüht, weil ich bestrebt war, meine Doktorarbeit zu beenden. Nichtsdestoweniger habe ich viele angenommen, alleine schon wegen des Lebenslaufs. Dann kam irgendwann die Diagnose, die auch meine vorher bereits vorhandenen Probleme erklärt hat ...

    [EDIT: Für das nächste Jahr habe ich schon einige Aufträge in Aussicht, die mir sicher zugesagt wurden - es sind aber eben immer Projekte, die nie länger als zwei Wochen gehen, was aber typisch ist für mein Feld.]

    Eigentlich lebe ich so nicht schlecht, da meine Eltern momentan die Miete bezahlen (ich wohne in einer relativ teuren deutschen Großstadt und könnte mir die Miete alleine mit meinem Job so nicht leisten, wenn ich noch essen will etc.). Wie schon erwähnt - meine Eltern sind bereit, das weiterhin zu tun, bis ich "mehr" arbeite. Ich bin zur Zeit nicht dazu in der Lage, "voll" zu arbeiten, was sich gegebenenfalls mit einer anderen medizinischen Behandlung vermutlich beheben lässt (fragt sich eben nur - wie lange ... können Monate sein, Jahre, weiß keiner, da ich eine sogenannte Orphan Disease habe --> keine Referenzwerte, Forschungssituation sehr schlecht, Krankheitsverlauf individuell sehr unterschiedlich). Darüber hinaus wollte ich eigentlich noch meine Doktorarbeit vollenden - das war anfangs der Deal hinsichtlich der elterlichen Unterstützung. Es war und ist mein Traum, allerdings muss ich mich so langsam an den Gedanken gewöhnen, dass ich diesen beerdigen kann, genauso wie manch anderes.

    Im Prinzip bräuchte ich nur eine Bank, die es weniger interessiert, wieviel ich aktuell verdiene, sondern die darauf schaut, was an Eigentum da ist, sprich: Grundschuld. Ich weiß allerdings nicht, ob es das (noch ) gibt, wer das machen könnte/würde.

    Ich meine, die Spanne an Möglichkeiten ist eben groß: Im Idealfall werden meine Eltern, die hoffentlich noch lange leben, keine Pflegefälle und ich erbe alles, kann darüber hinaus bis zur Rente normal arbeiten. "Worst Case" wäre, meine Eltern werden beide Pflegefälle und rutschen eben einen Großteil des Immobilienvermögens durch, ich werde darüber hinaus in einigen Jahren erwerbsunfähig. Dann bin ich eh bedient - und zwar unabhängig davon, ob ich jetzt wie auch immer einen Immobilienkredit aufnehme oder nicht.

  5. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Zitat Zitat von gardenha
    Hallo Lina,

    meine ganz persönliche Meinung wäre, dass du dir eine bessere Anstellung suchst. Zwar bin ich in der Regel ein großer Freund der Selbstständigkeit, aber in deinem speziellen Fall plädiere ich für ein Angestelltenverhältnis.
    Dort bist duch gesetzlich krankenversichert und bekommst auch bei einem nur zeitweiligen Ausfall deiner Arbeitskraft weiterhin Geld und bist abgesichert. In der Selbstständigkeit führt jeder Arbeitsausfall auch zu monetären Einbußen und du rutschst sehr schnell in die Mittellosigkeit ab.
    Der Gedanke ist vollkommen richtig - und ich habe auch nicht vor, mich komplett selbstständig zu machen, eigentlich. Und zwar aus genau diesem Grund. ABER: Ich werde im Angestelltenverhältnis in dem Bereich, in dem ich arbeite, nie so viel verdienen wie als Freelancer. Mit ein Grund, weshalb ich die freie Tätigkeit beibehalten möchte.

    Darüber hinaus: Es weiß keiner, dass ich krank bin. Mir steht mit dieser Diagnose bereits ohne weitere Überprüfung eine Schwerbehinderung von 50% zu. Ich bekomme bis zu 90% im momentanen Stadium - WENN ich es beantrage und eine Einzelfallprüfung "verlange", die aber schwierig ist, weil es eine Orphan Disease ist. UND: Ich möchte keinen Behindertenstatus haben, weil ich diesen auf Nachfrage mitteilen müsste bei einem Arbeitgeber. Des Weiteren habe ich verständlicherweise überhaupt kein Interesse, dass irgendwer in meinem beruflichen Umfeld von meiner Krankheit mitbekommt - die Branche ist gut vernetzt, es würde sofort die Runde machen und ich befürchte, dass es sich negativ auswirken würde.

    Ein wichtiger Aspekt ist: Ich arbeite jetzt schon von zH aus und muss das so weiter praktizieren. Ich kann aufgrund von meiner Krankheit keine normalen Arbeitszeiten erfüllen. ZH kann ich es mir einteilen, wie und wann ich arbeite, kann Pausen einlegen, nachts arbeiten usw.. Anders wäre es gar nicht möglich.

  6. Avatar von Bankkaufmann
    Bankkaufmann ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    20.05.2013
    Ort
    71229 Leonberg-Höfingen, Hinter der Kelter 3
    Beiträge
    6.445
    Danke
    503

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Es gibt vielleicht doch noch eine Überlegung wenn Ihre Eltern die neue Immobilienfinanzierung übernehmen. Das Alter spielt keine Rolle wenn auf der anderen Seite abbezahlte Immobilien und somit keine Ausgaben für Hypotheken/Kredite gegenüberstehen.
    Müsste man im Detail prüfen.

  7. Avatar von Herrmueller
    Herrmueller ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    15.04.2013
    Beiträge
    1.842
    Danke
    192

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Zwecks Einnahmensituation meinte ich, ob die letzten Jahre per Steuerbescheid ein entsprechend höheres Einkommen nachgewiesen werden kann.

  8. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    07.03.2010
    Ort
    Braunschweig
    Beiträge
    12.187
    Danke
    957

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Wie Herrmueller schon schreibt, gibt es - ich bezweifle nein - Einnahmen/Überschussrechnungen bzw. Gewinnermittlung der letzten 3 Jahre? Wie hoch ist das Nettoeinkommen aus der Tätigkeit? Ich sehe bei 1.300 netto bei einer Darlehenssumme von max. 100.000 Euro und entsprechenden Immobiliensicherhieten der Eltern überhaupt keine Probleme in der Darstellbarkeit solch einer Finanzierungssumme.

  9. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Ja, über den Steuerbescheid sind Mehreinkünfte aus freier Tätigkeit nachweisbar für die letzten zwei Jahre - jeweils zwischen, ich müsste nachschauen, 12 und 20.000 Euro. Nettoeinkommen aus der momentanen Anstellung sind 1150 Euro.
    Die Wohnung der Eltern, heute nachgeschaut, ist doch mehr wert - BJ Ende 90er, kein Renovierungsstau sondern permanent in Schuss gehalten, Kaufpreis reine Wohnung über 300.000 DM, darüber hinaus Garage etc.. In einer Gegend, in der die letzten Jahre die Preise wie verrückt angezogen haben. Elternhaus ist eine Doppelhaushälfte aus den 70ern, in der Gegend sind kaum Häuser verfügbar, wenn ich über Immoscout24 schaue, geht Vergleichbares für Minimum 300.000 Euro weg, eher noch deutlich mehr.

  10. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Herzlichen Dank für die bisherigen Antworten.
    Ich habe nun einige Vermittler und Banken angefragt, mich aber noch nicht entschieden, da zum Teil widersprüchliche Antworten gegeben wurden.
    Geld ist in jedem Falle kein Problem - die Modelle differieren nur sehr.

    Zur Auswahl steht:
    - Immobilienkredit über Bank - entweder nur auf mich festgeschrieben oder auf drei Darlehensnehmer (Familie als Ganzes), beides unter Einbindung der bereits abbezahlten Wohnung, deren Wert auf Minimum 200.000 Euro angesetzt ist.
    - Immobilienkredit über Bank unter Einbeziehung von KfW-Maßnahmen
    - "simple" Kapitalbeschaffung
    Diverse Möglichkeiten liegen auf dem Tisch hinsichtlich des Kredites (Sollzinsbindung zwischen 15 und 20 Jahren, bei Einbindung der KfW eine Laufzeit von 10 Jahren bezüglich deren Produkte), zwei Mal kam der Vorschlag, direkt mit einem Anschlussbausparvertrag die Restsumme abzusichern (die sich pi mal Daumen auf ca. 50.000 Euro beläuft, aber nur, wenn keine Sondertilgungen geleistet werden, wovon ich jetzt mal nicht ausgehe).

    Die Finanzierung wurde am Beispiel eines konkreten Objekts vorgenommen, dass ich mir am Di noch mit der Maklerin ansehen werde, kenne es aber schon von außen und habe vor, es zuzusagen, sollten sich alle vorherigen Eindrücke bestätigen.
    Das Objekt liegt inklusive Makler, Grunderwerbssteuer und Notar bei 75.000 Euro, es kommen weitere 65.000 Euro zur Renovierung drauf.
    Es handelt sich um ein Fachwerkhaus im (sehr) erweiterten Einzugsgebiet von Stuttgart - kein Denkmalschutz, schon komplett entkernt, Leitungen und Anschlüsse alle neu. In den Räumen müssen Renovierungsarbeiten gemacht werden (Parkett einlassen, Balken imprägnieren, Decke verputzen, Elektrik innerhalb verlegen zwecks Steckdosen und Leitungen), darüber hinaus muss eine Heizung eingebaut werden sowie Bad und WC, die Küche und das Dach soll ausgebaut werden, wobei das evtl. auch verschoben werden könnte.
    Gutachter wird noch kommen, klar, auch hinsichtlich der Energetik. Architekten und Handwerker habe ich an der Hand.

    Mir persönlich sonderbar aufgestoßen sind die unterschiedlichen Aussagen der Banken und Kreditvermittler: Es kam unter anderem die Aussage, dass ein Darlehen nur an maximal zwei Leute vergeben werden kann - das trifft so definitiv nicht auf jede Bank zu, mir liegen Angebote vor von Banken, die uns als Familie ohne Probleme akzeptieren. KfW ist auch undurchsichtig: Ein Vermittler hat komplett abgeraten, da es auf der Hand liegt, dass ich das Haus nicht auf eine Neubauenergieeffizienz trimmen kann. Der nächste Vermittler meinte, das sein kein Problem, da auch einzelne energetische Maßnahmen wie ein Dachausbau mit Dämmung ohne Einbeziehung der kompletten Energieeffizienz von der KfW unterstützt werden. Der nächste Berater meinte, dass man eben zumindest die Eigenheimförderung der KfW "abgreifen" könnte. Was hier sinnvoll ist und was nicht erschließt sich mir noch überhaupt gar nicht. Ganz abgesehen davon, dass einige Berater meinten, die Kiste sei nur unter Einbindung meiner Eltern als Darlehensnehmer zu stemmen - mir liegen aber auch Angebote vor, bei denen wie oben erwähnt nur ich Darlehensnehmer bin und eben die Wohnung meiner Eltern komplett mit eingebunden wird mittels einer Grundschuld.

    Letztendlich ist das der Stand, den ich einfach mal mitteilen wollte

    Mich stört es ein wenig, dass ich keinen Kreditvermittler für seinen Aufwand bezahlen kann. Ich hätte gerne das für mich/uns passende Angebot und eben nicht das, was dem Kreditvermittler die beste Provision bringt. Dafür würde ich lieber aus eigener Tasche für diese Dienstleistung draufzahlen. Das scheint aber wohl so nicht machbar zu sein, keine Ahnung.

  11. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    07.03.2010
    Ort
    Braunschweig
    Beiträge
    12.187
    Danke
    957

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    LinaLustig,

    von wem wollen sie denn jetzt Unterstützung hier bekommen? Oder geht es ihnen nur um Meinungen und Anregungen?

    Wonach sind denn die Vermittler ausgewählt worden? Warum kontaktieren sie keinen Experten aus diesem Forum, wenn ihnen da nur Kuddelmuddel angeboten wird und scheinbar niemand auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingeht, bzw. sie sich schlecht beraten fühlen?? Für mich ist das völlig normal, dass wenn sie 3 Vermittler fragen 5 verschiedene Konzepte und Antworten bekommen. Die Frage Bausparen ja oder nein, KfW ja oder nein, 10/15 oder 20 Jahre Zinsfestschreibungszeit stellen sich doch immer, aber es gibt doch individuell auf ihre Ausgangslage und ihren Bedürfnissen und Vorstellungen nur ein Konzept? Warum bietet ihnen das keiner an, vielmehr, warum ist von denen keiner in der Lage dieses mit ihnen individuell zu erarbeiten? Wollten sie einen Zins und dann das Konzept oder erst das Konzept und dann den Zins? Was haben sie wo und wie angefragt? Wie hat man sie beraten, telefonisch, persönlich oder nur per Mail?

    Wenn sie zu diesem Forum Vertrauen haben und die Kompetenz und Möglichkeiten erlesen können, dann liegt es aus meiner Sicht nahe einen Berater aus dem Forum persönlich anzuschreiben und sich nach deren Meinung, Arbeitsweisen und Konzepten zu erkundigen.

  12. Avatar von LinaLustig
    LinaLustig ist offline
    Themen Starter

    Title
    Neuer Benutzer
    seit
    27.12.2016
    Beiträge
    6
    Danke
    0

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Mit meinem letzten Posting ging es mir darum, einfach eine Rückmeldung auf den Fortgang zu geben - so kenne ich das aus Foren und finde es nur legitim, wenn man dort nachhakt bzw. fragt.

    Ich fühle mich nicht schlecht beraten im eigentlichen Sinne. Ich kann es nur absolut nicht beurteilen, ob ich gut beraten wurde oder nicht.
    Ich kann nur mit dem Finger auf einige Dinge zeigen, die mir aufgefallen sind - ich bin in der Lage, logisch zu denken, nur habe ich nachvollziehbarerweise von diesem Bereich überhaupt gar keine Ahnung. Und bei meinen Eltern ist es einfach zu lange her und es hat sich zuviel geändert seitdem.

    Ich habe bereits vorhin auf eine PN hier geantwortet und ich würde auch gerne auf Ihre Dienste zurückgreifen bzw. Sie zwecks eines Angebots anfragen.
    Lediglich habe ich jetzt bereits ein schlechtes Gewissen, dass ich verschiedene Makler kontaktiert habe (sowohl per Mail und telefonisch als auch bisher zwei persönliche Gespräche) und mich natürlich schlussendlich nur für einen entscheide, sprich: Menschen für mich umsonst gearbeitet haben.
    Das liest sich naiv - und ich weiß ja selbst aus dem Bereich, in dem ich arbeite, dass es usus ist, dass man oftmals Zeit etc. in Angebote investiert - und eben kein Abschluss zustande kommt. Darüber hinaus ist es ja scheinbar auch die Regel, was Immobilienfinanzierungen angeht.
    Insofern muss ich diese Scheu vermutlich ablegen, zumal ich ja an dem für mich besten Angebot interessiert bin.

  13. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

    Title
    Erfahrener Benutzer
    seit
    07.03.2010
    Ort
    Braunschweig
    Beiträge
    12.187
    Danke
    957

    Standard AW: Hauskauf - schwierige Grundvoraussetzungen ... Bitte um Hilfe :)

    Grundsätzlich kann ich das alles verstehen und mir geht es da wenn ich ein Auto kaufen will überhaupt nicht anders. Letzenendes aber ist es legitim wenn sie den Markt sondieren und selektieren. Ich persönlich merke dann ganz schnell wer sein Fach versteht, es gut mit mir und meinem Ansinnen meint und mit mir auf einer Bewusstseinsebene steht.

    Sie sollen sich dann ja - soweit können sie jetzt noch gar nicht sein - natürlich auch nur für einen entscheiden, aber darum geht es doch jetzt noch überhaupt nicht!

    Sie können mir gerne eine E-Mail senden, dann helfe ich ihnen mal individueller und ganzheitlicher als es hier im Thread möglich ist

Ähnliche Themen

  1. Bitte um objektive Einschätzung zum Hauskauf

    Von TomBrady im Forum Baufinanzierung
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 22.04.2020, 15:36
  2. Hilfe! Schwierige Situation!

    Von Peto im Forum Allgemeine Kredite
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 31.03.2018, 21:19
  3. Hauskauf, bitte Kommentar zur Finanzierung

    Von tolfedine im Forum Baufinanzierung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 14.11.2015, 20:45
  4. Bitte um Hilfe.

    Von minky82 im Forum Baufinanzierung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 26.09.2012, 12:16
  5. Bitte um Hilfe

    Von dr-gonzo im Forum Allgemeine Kredite
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.09.2009, 15:28
Diese Seite benutzt Cookies Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Infos zum Datenschutz