Passende Altersvorsorge?

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  1. Avatar von Cleaver
    Cleaver ist offline
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    Standard Passende Altersvorsorge?

    Moin Leute,

    ich bin männlich, 35 Jahre alt. Bisher konnte ich mich noch nicht um eine passende Altersvorsorge kümmern da ich noch am Schulden bezahlen war und auch leider nicht immer so vernünftig war wie jetzt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche ich nach Abschätzung des Berufs und der Risiken nicht, nun möchte ich aber langsam anfangen mir fürs alter was zurückzulegen. Ich verdiene monatlich zwischen 1300 - 1600 € (Je nach Provision).

    Zur Auswahl habe ich folgendes :

    - Allianz Riesterrente Perspektive, der Vertrag selbst ist uralt, die Riesterrente selbst stand ja oft in der Kritik, da ich diesen Vertrag aber bereits habe (Es sind ca. 300 € drauf) und mir dieser noch einen relativ Hohen Zinssatz von über 2.5 % garantiert (War wohl bei diesen älteren Verträgen so), wurde dieser mir als Option empfohlen.

    oder

    - Allianz Privatrente Perspektive, hier würde ich monatlich zwischen 100-150 € einbezahlen, quasi eine Art Ansparrente.

    Was meint Ihr? Ist vielleicht sogar eine Kombination aus beiden sinnvoll? Mehr als monatlich maximal 150 € kann ich zur Zeit nicht investieren.

    Danke für eventuelle Antworten

  2. Avatar von Cici
    Cici ist offline

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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Da du bis zur Rente noch mindestens 30 Jahre Zeit hast, wäre auch eine risikorereichere Anlage wie Aktienfonds denkbar, zumindest zum Teil. Die 2,5% sicheren Zinsen klingen im aktuellen Niedrigzinsumfeld attraktiv, nur mag das in 10-15 Jahren wieder komplett anders aussehen. Daher empfehle ich dir, dich allgemein über die verschiedenen Anlageklassen zu informieren (Aktien, Anleihen, Edelmetalle etc.), dir über deine Risikotoleranz bewusst zu werden und dann letztlich zu schauen, inwiefern du deine Finanzplanung (oder einen Teil davon) in die eigenen Hände nehmen möchtest.

    Meine Bedenken bei solchen Angeboten von Versicherungsunternehmen oder Banken sind immer die (teils versteckten) Kosten. Hast du bspw. deine Riesterrente tatsächlich völlig durchschaut? Könntest du auf Anhieb sagen, wieviel Prozent deiner Einzahlungen am Ende definitiv beim Anbieter landen und weg sind? Oder ab welchem Renteneintrittsalter bzw. welchem Lebensalter du letztlich mehr Geld wieder herausbekommst als du eingezahlt hast? Zudem hast du, wenn du dir deine Vermögensverteilung selbst zusammenstellst, mehr Flexibilität als mit einem fertigen Bankprodukt, z.B. über die Verteilung von regelmäßigen Auszahlungen, Risikoklassen etc.

  3. Avatar von Freeliner
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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Bloß keine weitere Versicherung dbzgl. abschließen!!!!!!!
    Etwas mehr Eigenverantwortung in seine Zukunft einbringen.
    Investier dein Geld in dich und nicht in Versicherungen.

    Wenn man sich nicht sonderlich viel selbst damit beschäftigen will, dann mach dich mal etwas bzgl. ETFs schlau. (zB. im Wertpapierforum)

    Ist nicht mehr Zeit, als eine "nicht ganz so schlechte" von den ganzen schlechten Altersversorgungen der Versicherer zu finden.

    Vorallem bleibst du flexibel und selbstbestimmend in der Zukunft!!

    Nur meine persönliche Meinung

  4. Avatar von Hanomag
    Hanomag ist offline

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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Zitat Zitat von Cleaver
    Allianz Riesterrente Perspektive, der Vertrag selbst ist uralt, die Riesterrente selbst stand ja oft in der Kritik, da ich diesen Vertrag aber bereits habe (Es sind ca. 300 € drauf) und mir dieser noch einen relativ Hohen Zinssatz von über 2.5 % garantiert (War wohl bei diesen älteren Verträgen so), wurde dieser mir als Option empfohlen.
    Die Riesteranlage zählt nach meiner Meinung im derzeitigen Zinsumfeld zu den lukrativsten Altersversorgungen. Für Dich nicht unbedingt, weil Du für die künftige jährliche Zulage von 175 € möglicherweise zu viel einzahlen musst und/oder Dein Einkommen nicht hoch genung ist, um zusätzlich eine ordentliche Steuerersparnis zu bekommen. Ob das existierende Produkt gut ist, wage ich zu bezweifeln. Du solltest bei der Allianz nachhaken, wie hoch die jährlichen Kosten sind und auf welchen Betrag die 2,5 % gewährt werden.

    Um abschätzen zu können, wie hoch Deine Förderquote ist, sollte man wissen, wie hoch Dein rentenversicherungspflichtiges Jahresbruttoeinkommen ist und wenn möglich, die Höhe des zu versteuernden Einkommens aus dem letzten Steuerbescheid.

  5. Avatar von centjunkie
    centjunkie ist offline

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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Moin Cleaver,
    ich kann mich meinen Vorrednern anschließen und würde dir einen Sparplan auf einen ETF-Fonds empfehlen. Bei einem Sparplan zahlst du monatlich einen kleinen Betrag (50€, 100€ oder mehr), der in einem Aktienfonds angelegt wird. Schaue einfach mal bei den verschiedenen Direktbanken auf die Homepage. Es gibt ETF's für die unterschiedlichsten Risikoklassen und ich bin sicher, dass du einen findest, der zu dir passt. Da du bis zur Rente noch ca. 30 Jahre Zeit hast, solltest du mit einem ETF-Sparplan sehr gut fahren. Bei Interesse kannst Du dir auch mal das Buch Sparplanrezept anschauen. Mit diesem Buch bekommst du einen guten Überblick über die Möglichkeiten der Altersvorsorge. Zusätzliche Infos findest du auch auf der dazugehörigen Webseite. Ein großer Vorteil eines ETF-Fonds ist, dass du jederzeit an das Geld kommst und nicht bis zur Rente warten musst. Dies kann allerdings auch ein Nachteil sein, wenn man nicht genügend Disziplin hat und das Geld z.B. für ein Auto entnimmt. Wenn der ETF-Fonds für die Altersvorsorge gedacht ist, sollte man nur in der allergrößten Not das Geld vor der Rente entnehmen.

  6. Avatar von Tikonteroga
    Tikonteroga ist offline

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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Hallo,

    ich würde auch keine Versicherung für die Altersvorsorge abschließen. Ich würde aber auch bei so einem ETF-Sparplan nichts überstürzen.

    Falls noch nicht viel "Cash" vorhanden ist, kann es auch nicht schaden zuerst eine Cash-Reserve aufzubauen. Das Schonvermögen, dass etwa bei Hartz IV geschützt ist, beträgt 150 EUR pro Lebensjahr zzgl. 750 EUR besondere Anschaffungen.

    Wenn dann mal viel "Cash" vorhanden ist, kann man auch mal einen Teil davon in Aktien/ETF oder Rohstoffe (Gold, Silber) umschichten. Je nach dem in welchem Zyklus sich die Märkte befinden.

  7. Avatar von Studi24
    Studi24 ist offline

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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Zitat Zitat von Cleaver
    Moin Leute,

    ich bin männlich, 35 Jahre alt. Bisher konnte ich mich noch nicht um eine passende Altersvorsorge kümmern da ich noch am Schulden bezahlen war und auch leider nicht immer so vernünftig war wie jetzt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche ich nach Abschätzung des Berufs und der Risiken nicht, nun möchte ich aber langsam anfangen mir fürs alter was zurückzulegen. Ich verdiene monatlich zwischen 1300 - 1600 € (Je nach Provision).

    Zur Auswahl habe ich folgendes :

    - Allianz Riesterrente Perspektive, der Vertrag selbst ist uralt, die Riesterrente selbst stand ja oft in der Kritik, da ich diesen Vertrag aber bereits habe (Es sind ca. 300 € drauf) und mir dieser noch einen relativ Hohen Zinssatz von über 2.5 % garantiert (War wohl bei diesen älteren Verträgen so), wurde dieser mir als Option empfohlen.

    oder

    - Allianz Privatrente Perspektive, hier würde ich monatlich zwischen 100-150 € einbezahlen, quasi eine Art Ansparrente.

    Was meint Ihr? Ist vielleicht sogar eine Kombination aus beiden sinnvoll? Mehr als monatlich maximal 150 € kann ich zur Zeit nicht investieren.

    Danke für eventuelle Antworten
    Hallo Cleaver,
    bezüglich der Berufsunfähigkeitsversicherung, da führt (beim Otto Normalverbraucher) kein Weg dran vorbei, egal welchen Beruf du ausübst. Hast du dir mal die Statistiken
    der deutschen Rentenversicherung bezüglich deines Risikos zeigen lassen? Außerdem gibt es erhebliche Unterschiede in den Bedingungswerken und beim Preis-/ Leistungsverhältnis.
    Die beste Altersvorsorge bringt eben auch überhaupt nichts, sofern man sie nicht weiterhin bezahlen kann.
    Nun zu deiner eigentlichen Frage. Deinen Alternativen nach zu urteilen bist du von einem Allianz-Vertreter beraten worden, ich würde mich nach einem unabhängigen Finanz- und Versicherungsmakler (nicht DVAG, Tecis, Swiss Life Select, etc.!!!) in deiner Region umschauen und dir die Riester-Situation durchrechnen lassen (Einkommen, Förderquote, etc.).
    Dieser kann deinen alten Allianz-Vertrag normalerweise auch in seine Betreuung nehmen.
    Die Allianz Privatrente Perspektive solltest du lieber schnell zu den Akten legen, kann man vergessen. Stand 2017 muss man leider zu großen Teilen auf Garantien in der Altersvorsorge
    verzichten um noch einen vernünftigen Ertrag zu erwirtschaften und da gibt es die verschiedensten Vorsorgemodelle, aber kein geeignetes bei der Allianz.
    Pauschal einen ETF-Sparplan abzuschließen, ohne wirkliches Vorwissen, halte ich für keine gute Idee. ETFs gibt es wie Sand am Meer und ebenfalls in den verschiedensten Vorsorgemodellen integriert.
    Vom ETF-Sparplan bis zur ETF-Rentenversicherung ist alles möglich, mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.

  8. Avatar von Studi24
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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Zitat Zitat von Cici
    Da du bis zur Rente noch mindestens 30 Jahre Zeit hast, wäre auch eine risikorereichere Anlage wie Aktienfonds denkbar, zumindest zum Teil. Die 2,5% sicheren Zinsen klingen im aktuellen Niedrigzinsumfeld attraktiv, nur mag das in 10-15 Jahren wieder komplett anders aussehen. Daher empfehle ich dir, dich allgemein über die verschiedenen Anlageklassen zu informieren (Aktien, Anleihen, Edelmetalle etc.), dir über deine Risikotoleranz bewusst zu werden und dann letztlich zu schauen, inwiefern du deine Finanzplanung (oder einen Teil davon) in die eigenen Hände nehmen möchtest.

    Meine Bedenken bei solchen Angeboten von Versicherungsunternehmen oder Banken sind immer die (teils versteckten) Kosten. Hast du bspw. deine Riesterrente tatsächlich völlig durchschaut? Könntest du auf Anhieb sagen, wieviel Prozent deiner Einzahlungen am Ende definitiv beim Anbieter landen und weg sind? Oder ab welchem Renteneintrittsalter bzw. welchem Lebensalter du letztlich mehr Geld wieder herausbekommst als du eingezahlt hast? Zudem hast du, wenn du dir deine Vermögensverteilung selbst zusammenstellst, mehr Flexibilität als mit einem fertigen Bankprodukt, z.B. über die Verteilung von regelmäßigen Auszahlungen, Risikoklassen etc.
    Bezüglich der Kostensituation bedarf es eben einer vernünftigen Beratung, inklusive der richtigen Eigenverantwortung (gute Beratung funktioniert auch nur sofern der Kunde mitdenkt).
    Es ist ja nicht alles nur schwarz oder weiß. Möchte man sich nur von einem Verkäufer zuquatschen lassen, dann geht man im Idealfall zur Bank oder zur Versicherung vor Ort.

  9. Avatar von Tiltmann
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    Standard AW: Passende Altersvorsorge?

    Zitat Zitat von Tikonteroga
    Hallo,

    ich würde auch keine Versicherung für die Altersvorsorge abschließen. Ich würde aber auch bei so einem ETF-Sparplan nichts überstürzen.

    Falls noch nicht viel "Cash" vorhanden ist, kann es auch nicht schaden zuerst eine Cash-Reserve aufzubauen. Das Schonvermögen, dass etwa bei Hartz IV geschützt ist, beträgt 150 EUR pro Lebensjahr zzgl. 750 EUR besondere Anschaffungen.

    Wenn dann mal viel "Cash" vorhanden ist, kann man auch mal einen Teil davon in Aktien/ETF oder Rohstoffe (Gold, Silber) umschichten. Je nach dem in welchem Zyklus sich die Märkte befinden.
    Warum kopiert man nicht einfach das Modell der Schweizer? ich glaube die fahren mit dem "Säule 3a Plan" & der Wahl zwischen Bank und Versicherung, auf der deutlich vorteilhafteren Schiene. Oder nicht? Konnte einiges dazu finden und hab mich gefragt, weshalb das hier nicht nach dem gleichen Prinzip läuft. Mit dem Thema hab ich mich aber nur nebenher befasst.

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