Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

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  1. Avatar von Slicer
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    Standard Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo zusammen,

    ich bin schon eine Weile auf der Suche nach einer schönen Mietwohnung in einer kleinen Stadt (~65k Einwohner) in Ba-Wü. Jedoch gibt es aktuell keine Wohnung die meinen Vorstellungen entsprechen würde.
    In dieser Stadt sind viele neue Bauprojekte am Laufen, deren Lage meiner Meinung nach sehr gut sind. Deshalb kam es mir in den Sinn vielleicht eine Eigentumswohnung von einem Neubau-Projekt anzueignen.

    Bei diesen Bauprojekten handelt es sich um Wohnungen von 3750€ m² bis 4300€m². Bei einer 3 Zimmer Wohnung mit 80m² wären das gemittelt ca. 322k €

    Ein paar Eckdaten zu mir:



    • Ich bin 28 Jahre alt Single
    • Arbeite seit ca. 1 1/2 Jahre in der Softwareentwicklung (unbefristet).
    • Nettoeinkommen von aktuell 3000€ (steigt kontinuierlich bis meine Entgeltgruppe erreicht wurde) ohne Weihnachtsgeld/Urlaubsgeld und Gewinnbeteiligung
    • Keine Schulden
    • 35k € Eigenkapital
    • Habe kein Auto (fahre auch ungern ein Auto... diese Kosten würde ich mir sparen allerdings auch noch offenhalten wollen, falls ich doch eines zulegen müsste.)


    Bauprojekt kann Ende 2019/Anfang 2020 wohl bezogen werden. Bis dahin könnte ich mit Sicherheit 15k€ Eigenkapital ansparen.

    Ich lebe im Prinzip sehr sparsam und habe immer gerne einen großen Puffer den ich in den nächsten Monat mitnehmen wollen würde (Gründe liegen an der Vergangenheit von meinen Eltern die bei einem Hauskauf wohl falsch beraten worden sind.)

    Manchmal habe ich das Gefühl dass ich den Bezug zur Realität verloren habe und zu vorsichtig mit meinem Geld umgehe und sehr viel bunkere (was auch nicht gut ist, da es nur auf einem Tagesgeldkonto liegt, wenn man aber die Aktienmärkte im vergangenen Jahr betrachtet, vielleicht doch die bessere Entscheidung).

    Die Frage die sich mir stellt ist, wie viel Finanzierung ich mir reell leisten könnte? Die Wohnung sollte schon min. KFW 55 Bau sein (könnte da evtl. noch 5k € zusätzlich sparen). Wie viel von meinem Einkommen könnte ich für die Wohnung abdrücken ohne große Sorgen haben zu müssen?

    Viele Grüße...

  2. Avatar von Hilfe
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    es wäre dann 322k vollfinanzierung da ja noch küche, Nebenkosten und evtl neue Möbel anzuschaffen sind.

    Sollte mit deinem Einkommen darstellbar sein. Reicht dir den 80 qmtr wenn mal Family da ist ?

  3. Avatar von Herrmueller
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo,

    wenn Du 322.000 EUR finanzieren musst (ist da noch ein Makler im Spiel ?) dann hättest Du bei 2% Zinsen + 3% Tilgung nach 10 Jahren eine Restschuld von 215.000 EUR (Rate 1.341 EUR). Wenn dann aufgrund Familie eine Vergrößerung nötig würde, kann man sicherlich die Wohnung verkaufen und bekommt noch was raus abzüglich des Restkreditbetrages.

  4. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hermueller, in dieser Konstellation bzw. bei dieser Ausgangslage würde ich die Kombination 10 fest bei 3 % Tilgung nicht wählen.

    Empfehlen würde ich mind. 20 Jahre bei einer dann geringeren Anfangstilgung.

    Die Tilgung kann ich im. Laufe der Jahre beeinflussen, das Zinsniveau nicht, entsprechend würde ich mir immer zu allererst das niedrige Zinsniveau langfristig sichern.

  5. Avatar von Herrmueller
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Zitat Zitat von noelmaxim
    Hermueller, in dieser Konstellation bzw. bei dieser Ausgangslage würde ich die Kombination 10 fest bei 3 % Tilgung nicht wählen.
    Ich habe hier absichtlich nicht 10 Jahre Zinsbindung geschrieben, sondern lediglich den Zeitraum 10 Jahre gewählt als Anhaltspunkt, weil bis dahin kann man auch mit Frau und 1, teils auch mit 2 Kindern in 80qm gut wohnen.

  6. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Meine Sicht auf deine Situation ist, dass dies ein sehr teures Hobby ist. Wenn du dir jetzt eine Wohnung für 1/3-Millionen anlachst, wird es sehr schwer für dich werden in Zukunft eine weitere Immobilie zu erwerben. Aber vielleicht ist das ja auch nicht geplant.

    Ich habe mir mit 30 eine günstige Wohnung (mit Renovierung 77.000 €) gekauft. Dieser Betrag ist überschaubar und die Grundschuld kann ich für den Kauf eines möglichen Familienwohnsitzes wunderbar verwenden. Klar, werde ich durch die Vermietung dann nicht reich, aber für's Auto reicht es schon.

  7. Avatar von Slicer
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo zusammen,

    zunächst Vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Reicht dir den 80 qmtr wenn mal Family da ist ?
    Ich denke wenn es soweit kommen sollte, wäre ein Verkauf durchaus denkbar oder dieses Objekt wird vermietet. Bis es soweit ist könnte man sicher zu dritt darin leben.

    wenn Du 322.000 EUR finanzieren musst (ist da noch ein Makler im Spiel ?)
    Laut Exposé provisionsfrei (Verkauf durch Bauträger).

    es wäre dann 322k vollfinanzierung da ja noch küche, Nebenkosten und evtl neue Möbel anzuschaffen sind.
    Ich denke mal die Kosten für Küche und Möbel(Einrichtung) würden sich bei mir auf 15k € maximal beschränken. Kaufnebenkosten wären um die 7%.

    dann hättest Du bei 2% Zinsen + 3% Tilgung nach 10 Jahren eine Restschuld von 215.000 EUR (Rate 1.341 EUR).
    Das klingt für mich nach einer sehr hohen Belastung im Monat. Wenn zusätzlich noch Nebenkosten(Also 200€ Strom/Heizung + Wohngeld von evtl 250€) drauf kommen, dann kann ich mir schon vorstellen, dass es ziemlich knapp wird. Vor allem wenn unvorhergesehenes auftreten sollte(was eigentlich durch Rücklagen abgedeckt sein sollte).

    Auf den ersten Blick scheint es ein noch nicht machbares vorhaben zu sein, da ich immer Angst haben würde nicht über die Runden kommen zu können.

    Viele Grüße...

  8. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Zitat Zitat von Slicer
    Ich denke wenn es soweit kommen sollte, wäre ein Verkauf durchaus denkbar oder dieses Objekt wird vermietet. Bis es soweit ist könnte man sicher zu dritt darin leben.
    Verkaufst du erst und bleibst bis du das Haus hast in der Wohnung leben?
    Oder kaufst du erst, machst eine Zwischenfinanzierung und verkaufst dann?

    Klar, alles ist machbar, aber mit 28 Jahren 80m² für 107 Nettogehälter zu kaufen, kann die Zukunftsplanung auch mal schnell verbauen.
    Du musst irgendwo leben, aber jetzt für 3 Jahre eine Wohnung kaufen ist eben nicht sonderlich günstig.

  9. Avatar von matti85
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Wie schaut es mit der Option auf 60qm und 2,5 Zimmer zu gehen?
    Vorteil ist leichter Vermietbar, kaufpreis geringer und man kann am Anfang auch zu zweit wohnen und dann weiter plannen. Auch wenn der Platz gut ist, jedoch nutzt man als Single ihn am Ende ggf. nicht. Jetzt was zu kaufen für einen möglichen Fall (Frau kannst du nächsten Monat kennenlernen die richtige oder in 5 Jahren) in der Zukunft würde ich aus heutiger Sicht nicht mehr.

    @BenniG oder sich die Zukunft aufbaue ich habe 2015 einen Neubau für 240k gekauft und 2017 Berufsbedingt (Angebot in großer Stadt) verkauft mit einem 6 steilligen Gewinn, was mir anch vorne viele Türen eröffnet hat. Deswegen sage ich immer bitte beide Seiten der Medallie betrachten.

  10. Avatar von Goldmark
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Meine ganz persönliche Meinung: Keine 10% EK finde ich für einen Selbstnutzer ziemlich heftig (auch wenn man in dem Alter - wenn alles hinhaut - von einem steigenden Einkommen ausgehen kann; parallel wird auf längere Sicht zumindest das Darlehen -neben der Tilgung - auch von der Inflation angeknabbert). Nichtsdestotrotz würde ich das, wenn überhaupt, nur mit einer langen Zinsfestschreibung und einer Vereinbarung zu vorfälligkeitsfreien Sondertilgungen in Betracht ziehen. Die ein oder andere Sondertilgung sollte man dann auch von Beginn an diszipliniert durchführen und z. B. auch Gehaltssteigerungen, Sonderzahlungen etc. einfließen lassen.

    Apropos "provisionsfrei": Der Vertrieb einer solchen Wohnung (Bauschild, Anzeigen, Expose, Telefonate, Besichtigungstermine usw.) kostet fast immer Geld. Deshalb kann man auch selbst bei einem Neubau vom Bauträger davon ausgehen, daß diese Kosten vorab in den Verkauspreis einkalkuliert, also draufgeschlagen wurden. Hat der Bauträger (weil er sehr groß ist) dafür eigene Leute, müssen diese auch bezahlt werden (mit Gehalt und/oder Provisionen). Den Vertrieb beim Neubau gibt es für den Käufer nicht umsonst.

    Generell: Der Fall steht für mich ein bißchen exemplarisch für das Dilemma vieler jüngerer Menschen hier vor Ort (Ballungsgebiet), zumindest für die an Wohneigentum interessierten. Zum einen ist das Ansparen von EK in einer Nullzinswelt ohne Zins-Zinseszins-Effekt eine mühsame Sache. Zumindest, wenn man auf sichere Anlagen setzt - das muß man aber; Aktien z. B. verbieten sich, wenn man auf das Kapital schon in einigen Jahren wieder zugreifen will/muß, eben wegen dem Immobilienkauf. Zum anderen ist auch das Hinterhersparen ziemlich problematisch. Hier vor Ort sind eher deutlich höhere qm-Preise die Regel. Steigen dann die Preise nur um 5-6% per annum (in den letzten Jahren waren die Preissteigerungen deutlich höher), dann wird eine normale 3- oder 4-ZKBB locker um 50. 000 Euro oder mehr jedes Jahr teurer. Schwierig da hinterher zu sparen, jedenfalls für die meisten.

    Schwierige Entscheidung. Wenn ich nochmal so jung wäre, würde ich es wohl von meinen familiären Background abhängig machen (könnte mir im Notfall jemand aus der Familie helfen), von meinen Karriereaussichten (Gehaltsentwicklung), meiner Familienplanung (eher Singe oder doch Familie), dem Standort (werde die Preise eher stabil bleiben oder steigen - oder fallen, wie in manchen Gegenden) sowie - last but not least - von meiner Lebensart (eher sparsam oder eher großzügig).

    Wobei: Wer mit 28 Jahren keine Schulden und schon etwas angespart hat (35 tsd.), der hat zumindest den Beweis geliefert, daß er über Geld nachdenkt und auch entsprechend danach handelt. In dem Alter können sich die Rahmenbedingungen aber schnell ändern - z. B. durch ein nettes Girl (eventuell auch mit Kinderwunsch) und/oder einen Jobwechsel, bei dem ein Auto unverzichtbar ist. Um nur zwei Beispiele zu nennen. Das sollte man zumindest auf dem Schirm haben.

    Gute Entscheidungen wünsche ich !

  11. Avatar von Slicer
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Wie schaut es mit der Option auf 60qm und 2,5 Zimmer zu gehen?
    Generell bin ich davon nicht abgeneigt, jedoch müsste der Schnitt der Wohnung entsprechend passen. Mein Schreibtisch mit PC und zwei Monitoren möchte ich ungern in mein Schlafzimmer stellen. Dafür wäre ein kleines Bürozimmer von Vorteil :-).

    Generell: Der Fall steht für mich ein bißchen exemplarisch für das Dilemma vieler jüngerer Menschen hier vor Ort (Ballungsgebiet), zumindest für die an Wohneigentum interessierten. Zum einen ist das Ansparen von EK in einer Nullzinswelt ohne Zins-Zinseszins-Effekt eine mühsame Sache. Zumindest, wenn man auf sichere Anlagen setzt - das muß man aber; Aktien z. B. verbieten sich, wenn man auf das Kapital schon in einigen Jahren wieder zugreifen will/muß, eben wegen dem Immobilienkauf. Zum anderen ist auch das Hinterhersparen ziemlich problematisch. Hier vor Ort sind eher deutlich höhere qm-Preise die Regel. Steigen dann die Preise nur um 5-6% per annum (in den letzten Jahren waren die Preissteigerungen deutlich höher), dann wird eine normale 3- oder 4-ZKBB locker um 50. 000 Euro oder mehr jedes Jahr teurer. Schwierig da hinterher zu sparen, jedenfalls für die meisten.
    Sehe ich auch so :-/.

    Schwierige Entscheidung.
    Kann ich nur zustimmen.

    Gute Entscheidungen wünsche ich !
    Vielen Dank... Egal was ich mache, ich werde immer Risiken eingehen. Kaufe ich nicht, können die Preise der Immobilien immer weiter steigen!
    Kaufe ich, besteht die Chance mit den Raten nicht klar zu kommen und in den Finanziellen Ruin zu rauschen.

    Vielen Dank nochmals für die Rückmeldungen :-)

    Viele Grüße...

  12. Avatar von Martin79HN
    Martin79HN ist offline

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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo Silcer,

    ich bin Besitzer einer Wohnung in Heilbronn mit 2 Zimmern 60 qm gut geschnitten, gute Lage, Stellplatz, Tiefgarage, Keller, Fahrradabstellraum.
    Auf dem Wohnugnsmarkt bekommt man auf so eine Wohnung 300 Email`s und über 2000 Aufrufe innerhalb 3-4 Tagen!

    Ich habe Dez. 2018 neu vermietet!
    550 € kalt, 50 € Stellplatz, NK 110 € (kommt man auch mit hin!)
    Gesamt: 710 €

    Hausgeld sind 160 € abzgl. 110 € umlagefähig = 50 € nicht umlagefähig (inkl. Rücklagen)

    Grundsteuer lege ich auf Mieter um.

    Kaufpreis 2002 waren 150.000 € inkl. Nebenkosten (davon ca. 5000 - 10.000 € Extrawünsche)

    Ich könnte jetzt die Wohnung für über 200.000 € verkaufen mache ich aber nicht!
    Grund ich sehe es als Altersvorsorge und Einkommen um aktuell uns mit Hausfinanzierung
    nach 15-20 Jahren schneller zu entschulden.

    Die Preise sind meiner Einschätzung nach überteuert und wenn die Autoindustrie
    Stellen abbaut gehen meiner Einschätzung nach die Preise nicht weiter nach oben.

    Durch eine Erbauseindersetzung bin ich 2011 & 2014 zu der oben genannten
    Wohnung gekommen. Ein Verkauf (steuerfrei) kommt deshalb frühestes 2024/2025 in betracht.

    Stand jetzt möchte ich bis in die Rente an der Wohnung festhalten. (bis zur Rente 27/28 Jahre)

    Meine Meinung:
    Lieber 50/100 € mehr zahlen für eine gute 60/70 qm Mietwohnung.
    Und Geld sparen und sich dadurch die Zinsen sichern. (Bausparvertrag kann da z.B. helfen!)

    Ansonsten Tagesgeld & Festgeld und Bausparverträge.

    So würde ich das Thema Eigentumswohnung um 5 Jahre verschieben.
    Ich bin Hauseigentümer mit 37 geworden.

    Grund: Ich halte die Preise aktuell vom Bauträge alle für überteuert! Es ist sowieso nicht alles enthalten. Und du kannst locker mit Extrakosten in Höhe von 10.000 - 20.000 € rechnen.

    Wenig Eigenkapital (nur für Nebenkosten) bedeutet höheren Zins!
    Sprich eine Finanzierung auf 15 - 20 Jahre mit 1, halte ich schon für schwierig.

    Wenn du 2 % Zinsen zahlst kommen auch einen Menge an Zinsen zusammen!

    Gruß

    Martin

  13. Avatar von Slicer
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Ich habe bevor ich diesen Thread erstellt habe ein Expose von einem Bauträger angefordert, weil bei den ausgeschriebenen Objekten auf immobilienscout24 keine Grundrisse zu sehen waren.

    Es gibt 2,5 Zimmer Wohnungen die meiner Meinung nach sehr gut Geschnitten sind. Tiefgaragenstellplatz würden zzgl. 19.800€ kosten.

    Preislich verlaufen die wie folgt:

    • EG Wohnungen ~3.625 €/m² --> von 62,5 m² bis 72,5 m² Also 225.000 bis 263.000€
    • 1 OG ~3.731€/m² --> 71 m² --> 265.500 €
    • 2.OG ~3.900€/m² --> 61,1 m² und 71,2m² --> 239.000 und 279.000€


    Ich denke das wären doch Wohnungen die in einer Preisspanne sind, die ich mir evtl. leisten könnte.
    Sicherheitshalber würde ich einen Tiefgaragenstellplatz noch hinzunehmen und weiter vermieten, bis ich vielleicht ein eigenes Auto besitze.

    Schade finde ich, dass es bei den Wohnungen wohl keinen Anschluss für Waschmaschinen gibt sondern einen Waschkeller.
    Zudem müsste ich noch abklären ob es sich um ein KFW55-Effizienzhaus handelt. Es wird zwar von Energieeffizente Wohnungen geworben, aber nicht wie hoch die Effizienz sein wird

    Wäre es möglich mein Eigenkapital noch zu pushen indem ich sage, dass die letzten Raten die an den Bauträger fließen würden, mit meinem Eigenkapital bezahlt werden.
    Weil bis es zu diesem Zeitpunkt kommt, dauert es vermutlich noch eine Weile.

    Viele Grüße...

  14. Avatar von watchmen
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo,

    die Frage wird oftmals automatisiert über Vermittlungsportale abgefragt und beantwortet. In der Regel kann man anschließend einen unverbindlichen Finanzierungsplan ausdrucken. Ich fand dies sehr hilfreich. Sie bieten einen guten Überblick, und vor allem Zeitgewinn. Daher sind diese Portale für mich mittlerweile die erste Anlaufstation. Zu meiner Hausbank gehe ich schon lange nicht mehr. Mehr als 1,1% (10 Jahres fest, 100% Auszahlung) würde ich nicht akzeptieren.

  15. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Eigenkapital was bei Beantragung nicht nachgewiesen wird, wird in der Regel auch nicht anerkannt, es sei denn es wird plausibilisiert.

    Weiteres anzusparendes EK zählt nicht zu einem plausiblen Nachweis, dass es dann auch verfügbar ist. Schließt sich die Finanzierungslücke nicht, muss man sehen ob man das anders darstellen, bzw. diese plausibilisieren kann.

    Im Grunde sollten sie jetzt sparen, was das Zeug hält und mit eben diesem Kapital in die Finanzierung gehen.

    Denke aber, so sie sich mit einer kleineren Wohnung arrangieren können, dass die Werte soweit jetzt aber auch passen, was ich im Übrigen auch bei der größeren Wohnung schon so gesehen habe. 2 % Zinsen bei einer guten Zinsfestschreibungszeit und 2% Tilgung lassen dann auch die anfängliche (und ausreichende) Zins-, und Tilgungsleistung erzielen.

  16. Avatar von Martin79HN
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Hallo Noelmaxim,

    ist es nicht sinnvoll vielleicht noch 5 Jahre mit dem Gedanken Eigentum zu warten?
    Single: 28
    Einkommen: gut - sehr gut

    Grund für`s warten: Platzbedarf?
    Wenn die Wohnung unter 10 Jahre nicht selber genutzt wird hat sich das ganze nicht gelohnt!

    Frage:
    270.000 € Darlehen bei 15 Jahren Sollzinsbindung und 3% Tilgung
    kosten wieviel? (Eigenkapital 30.000 €)

    Kautpreis 285.000 € Nebenkosten 15.000 €
    Wird doch mit Sicherheit ein Zinssatz von ca. 2,0% rauskommen.

    Ich persönlich würde noch mind. 5 Jahre warten und bis dahin
    einen Bausparvertrag in Höhe von 100.000 € ansparen.

    Im übrigen genau so haben meine Frau und ich damals entschieden.
    Wegen anderer Umstände ist der Bausparvertrag noch nicht genutzt
    allerdings als Sicherheit hat uns der trotzdem was gebracht. Und in 8 Jahren
    entschulden wir uns dadurch. Wir wollten allerdings schon immer ein Haus und keine Wohnung.

    Man denkt mit Kindern anders!
    Dann hat ein Haus seine Vorteile wenn man es sich leisten kann.

    Und in 5 Jahren wird es meiner Meinung nach auch nicht teurer als jetzt!
    Der Sollzins wird steigen allerdings auch Eigenkapital und dadurch wird es kaum teurer.

    In 5 Jahren kannst du locker 50.000 € sparen!

  17. Avatar von Ex-Studentin
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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Ich finde das Thema Wohnungskauf als junger Single schwierig. Bis Fertigstellung der Neubauwohnung vergeht noch viel Zeit. Gibt genug Leute, die innerhalb 1 Jahr einen Partner finden & zusammen ziehen wollen. Oft aber in irgendeinen Kompromiss-Ort, der zwischen beiden liegt. Immobilien machen immobil.

    Wenn man nicht gerade ein Schnäppchen durch Familie/Bekannte macht, bin ich ein Fan von Mieten & sparen. Das Geld fehlt sonst beim gemeinsamen Nestbau.
    Ich habe mir vor ein paar Jahren gezielt Wohnungen angeschaut (als es noch bezahlbar war) und keine war so toll, wie unsere jetzige Mietwohnung in zentraler Lage. Sofern wir günstig zur Miete wohnen können (630€ kalt für 2,5 Zimmer), brauchen wir kein Eigentum.

    Mein Freund und ich sind beide "Geldbunkerer" wie du. Ist ganz angenehm, wenn man keine finanziellen Verpflichtungen & sehr viel Erspartes hat.

    Von einen Bausparer rate ich ab. So kannst du das Eigenkapital jederzeit sofort nutzen, wenn euch was Passendes über den Weg läuft, sparst dir Gebühren & ihr müsst euch keine Gedanken über die Zuteilung machen.

  18. Avatar von Batman_BU
    Batman_BU ist offline

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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    Zitat Zitat von Ex-Studentin
    I
    Ich habe mir vor ein paar Jahren gezielt Wohnungen angeschaut (als es noch bezahlbar war) und keine war so toll, wie unsere jetzige Mietwohnung in zentraler Lage. Sofern wir günstig zur Miete wohnen können (630€ kalt für 2,5 Zimmer), brauchen wir kein Eigentum.
    Also ich habe das 2006/2007/2008 als Single ähnlich gemacht und 4 kleine Wohnungen in einer Unistadt gekauft. Das waren einfache 2,5 Zimmerwohnungen, die von Studenten bewohnt werden. Mein Nettoeinkommen war damals ähnlich hoch wie beim TE, EK hatte ich nur für die Nebenkosten investiert. Und damit bisher eine verdammt gute Investition getätigt. Als Student wäre ich da selbst eingezogen, heute würde ich das nicht mehr machen.
    2010 habe ich dann eine selbst bewohnte Eigentumswohnung mit knapp 20% EK gekauft, war kein Problem. Ich habe damals überlegt, 2 Mietshäuser zu kaufen, mich dann aber dagegen entschieden. Aus heutiger Sicht ein katastrophaler Fehler, weil da die Wertsteigerung noch wesentlich höher gewesen ist als bei meiner ETW. Und weil ich meine ETW niemals verkaufen würde...also totes Kapital ;-)

    Aktuell überlege ich, (die) Wohnungen zu verkaufen, ggf. wenn die Zinsbindungen ab 2021 auslaufen. Aus irgendeinem Grund sind Menschen bereit, mehr als 100% Aufschlag auf meinen damaligen Kaufpreis zu zahlen und die Wohnungen sind bereits zu knapp 50% entschuldet, ohne das ich da aus meinem normalen Einkommen Geld nach Steuern reingebuttert habe. Da ist natürlich ne ganze Menge Glück dabei, Mietsteigerungen sind hier schon enorm gewesen, dazu haben sich die Zinskosten mehr als gedrittelt.
    Witzigerweise wäre eine Investition in den MSCI World (mit den 4 Kaufterminen) bezogen auf den Kaufpreis ähnlich erfolgreich gewesen, wie ich gerade nachgerechnet habe. Aber da wäre ich niemals mit so einem Hebel reingegangen. Und wie das da mit Steuern ist weiß ich auch gerade nicht.

    Einen Teil der Mieteinnahmen investiere ich übrigens in Bausparer. Ist für mich ne Absicherung, schmälert allerdings die Rendite recht ordentlich.

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    Standard AW: Wie hoch darf eine Finanzierung ausfallen?

    @Batman_BU
    Glück umd Timing gehören dazu.. BSV kann sinnvoll sein, wenn man z.B. Renovierungen / Erneuerungen damit finanzieren will.

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