Private Altersvorsorge

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  1. Avatar von tomy778
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    Standard Private Altersvorsorge

    Hallo zusammen,

    ich würde gerne für meine Altersvorsorge einen weiteren Baustein aufbauen.

    Kurz zu mir:

    34J unverheiratet und keine Kinder
    Brutto 100k, Lohnsteuerklasse 1

    Zur Zeit habe ich nur 3 Wohnungen, welche sich selbst tragen und ca. 2.700€ Kaltmiete bringen. Wert ca. 750-800k.
    Sie sollen mir später ein passives Einkommen bringen, damit ich Mitte 50 auf Teilzeit (ca. 70%) runtergehe...Bis dahin wird mein Einkommen auch so bleiben, da jährliche Gehaltsteigerung von 3-4%...

    Ich würde gerne noch eine private Rente abschließen, wo ich monatlich 250€ einzahlen kann...

    Wichtig wäre mir eine Mischung aus einem sicherern Baustein und einem mit mehr Risiko. Zusätzlich sollte man auch die Splittung wechseln können (bei einem Börsen Crash) z.B.... Dazu sollten die Kosten nicht allzu hoch sein, damit die Rendite noch vorhanden ist.

    Gibt es hier Empfehlungen in welche Richtung es gehen könnte? Bin auf dem Gebiet noch absoluter Neuling.

  2. Avatar von Studi24
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Hallo tomy778,

    ich würde gerne für meine Altersvorsorge einen weiteren Baustein aufbauen.
    Halte ich für eine gute Idee, da dein bisheriges Portfolio ein nicht unerhebliches Klumpenrisiko darstellt.

    wo ich monatlich 250€ einzahlen kann
    250 € sind bei deinem Einkommen (Glückwunsch dazu) eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Gibt es hier Empfehlungen in welche Richtung es gehen könnte? Bin auf dem Gebiet noch absoluter Neuling.
    Vorab: Besteht eine vernünftige Risikoabsicherung?
    Suche dir für die Beratung un den Abschluss einen Versicherungsmakler, der als dein Treuhänder agieren muss und in deinem Interesse berät.
    Zweite Empfehlung: Riester könnte aktuell für dich eine gute Wahl sein als Grundbaustein, da deine Voraussetzungen nahe am absoluten Optimum sind (ledig und hohes Einkommen,
    Förderquote nahe 50,00 %), aber Achtung bei der Auswahl des richtigen Tarifs, da gibt es einige Dinge zu beachten. Außerdem wäre Riester mit 160,42 € mon. bereits ausgeschöpft.
    Dritte Empfehlung: Für darüber hinausgehende Investments würde ich definitiv auf eine Garantie verzichten.

    Gruß
    Studi24

  3. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Hallo studi24,

    danke für deine Antwort.

    Als Klumpenrisiko sehe ich es weniger. Sondern in Richtung wenig Kapital eingesetzt, dadurch viel passives Einkommen plus Immobilienwert.

    Derzeit würde ich ungern mehr als 250€ einsetzten, hintergrund ist die Immobilie zur Selbstnutzung die erstmal getilgt werden soll. Die Einzahlung würde ich nach und nach erhöhen Richtung 500€ und mehr je nach Monat...

    Es besteht eine ganz normale BU, Haftpflicht und Risiko LV....

    Empfehlung eins bin ich absolut bei dir, daher auch hier die Anfrage
    Bei Riester Blick ich ehrlich gesagt 0 durch...

    Deine Empfehlung wäre ein Riester Vertrag plus ein Investment ohne Garantien sprich mehr Risiko?

  4. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Aus meiner Sicht gilt es hier zunächst die genaue Zielsetzung von ihnen zu klären, tomy. Punkte wie z.B.:
    - Ist ihnen die Absicherung des Langlebigkeitrisikos wichtig?
    - Zu welchem Zeitpunkt muss wie viel Geld zur Verfügung stehen in heutiger Kaufkraft?
    - Wie sieht ihre Risikoneigung konkret aus?
    - Muss das Kapital ständig verfügbar sein?
    - Planen sie in Deutschland bzw. der EU zu bleiben?
    - etc.

    Das sind alles Punkte, bei denen es aus meiner Sicht Sinn macht, diese in einem ausführlichen persönlichen Gespräch zu besprechen. Beispielsweise bei einem Makler. Ansonsten teile ich die Meinung vom Studi nicht. Auch die “Strukturvertriebe“ haben zumeist sehr gute Werkzeuge, um bedarfsgerecht und professionell zu beraten. Sehr gute, aber auch sehr schlechte Berater finden sie nach meiner Erfahrung in allen Bereichen. Egal, ob es nun die Makler, Honorarberater oder gebundene Vertreter sind.

  5. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Danke für die Antworten...

    Was meinen Sie mit Langlebigkeitsrisiko?

    -Also, mein Ziel ist es Mitte 55 in Teilzeit zu gehen mit 100k Brutto weiterhin was sehr realistisch ist
    -Die Rente würde ich gerne mit 63 Jahren antretten. Meine Immobilien sind bis dahin abbezahlt sowie meine eigene... Kaufkraft bzw zur Verfügung hätte ich gerne ca. 3500€ netto gern, ist quasi was ich heute nach Abzug meiner Kosten habe
    - Risikoneigung ist vorhanden und auch stärker bei mir von Natur aus
    -Es muss nicht ständig verfügbar sein wäre aber nice to have im Notfall
    - Planung sieht zumindest EU (Südeuropa) vor mit Reisen außerhalb der EU

  6. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Zitat Zitat von tomy778
    Was meinen Sie mit Langlebigkeitsrisiko?
    Es gibt ja zwei Möglichkeiten. Die eine ist es, dass man sich das Kapital aus einem Sparvertrag zu Zeitpunkt X an einem Stück auszahlen lässt. Vorteile sind, dass man dann auf einen Schlag viel Geld erhält, was sich für geplante Projekte nutzen lässt oder auch zur cleveren Wiederanlage.

    Die andere Variante - und nur dann macht normalerweise eine private Rentenversicherung Sinn - ist zu Zeitpunkt X die Auszahlung einer lebenslangen Altersrente. Im Vergleich zur ersten Möglichkeit ist dieses in der Regel ein schlechtes Geschäft wenn man vergleichsweise früh verstirbt. Auf der anderen Seite bietet es die Sicherheit, dass das Kapital nicht aufgebraucht werden kann und sich stets mit der Rente kalkulieren lässt.

    Beides hat seine Vor- und Nachteile, bei der es festzustellen gilt, welches für einen selbst Priorität hat.

  7. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Meine prio wäre Variante 1 und es sich dann nach seinen Bedürfnissen selbst einteilen...

  8. Avatar von OneOfMany
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Zitat Zitat von tomy778
    Hallo zusammen,

    ich würde gerne für meine Altersvorsorge einen weiteren Baustein aufbauen.

    Kurz zu mir:

    34J unverheiratet und keine Kinder
    Brutto 100k, Lohnsteuerklasse 1

    Zur Zeit habe ich nur 3 Wohnungen, welche sich selbst tragen und ca. 2.700€ Kaltmiete bringen. Wert ca. 750-800k.
    Sie sollen mir später ein passives Einkommen bringen, damit ich Mitte 50 auf Teilzeit (ca. 70%) runtergehe...Bis dahin wird mein Einkommen auch so bleiben, da jährliche Gehaltsteigerung von 3-4%...

    Ich würde gerne noch eine private Rente abschließen, wo ich monatlich 250€ einzahlen kann...

    Wichtig wäre mir eine Mischung aus einem sicherern Baustein und einem mit mehr Risiko. Zusätzlich sollte man auch die Splittung wechseln können (bei einem Börsen Crash) z.B.... Dazu sollten die Kosten nicht allzu hoch sein, damit die Rendite noch vorhanden ist.

    Gibt es hier Empfehlungen in welche Richtung es gehen könnte? Bin auf dem Gebiet noch absoluter Neuling.
    Hi,

    darf ich dich fragen, wie hoch du mit deinen Immobilien insgesamt verschuldet bist?

    MfG

  9. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Die Schulden liegen bei knapp über 500k zur Zeit, der wert übersteigt jedoch und die Immobilien sind komplett vermietet...

  10. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Einfach mal ein paar weitere Gedanken hierzu…

    Das oben angesprochene Riester ist sicherlich aufgrund der Steuervorteile speziell für sie, tomy, eine sehr interessante Anlageform. Allein mit diesen würden sie Summen kreieren, die sich sonst bei jeder anderen Anlage an Rendite eher nicht generieren lassen. Aber: Zu den bis hier hin genannten Zielen passt Riester bei ihnen nicht!

    Wichtig ist auch das, was OneOfMany andeutet. Eine langfristige Geldanlage macht nur Sinn, wenn auch erkenntlich ist, dass die Rendite höher sein wird, als wie der Zins, den sie bei den Krediten zahlen. Ansonsten wäre eher die Überlegung dieses für die Tilgung, evtl. auch mögliche Sondertilgungen einzusetzen. Dazu müsste man die Verträge im Detail kennen.

    Ebenso wichtig halte ich eine entsprechende Liquiditätsvorsorge. Sprich, dass immer genug Kapital für Notfälle parat ist.

    Darüber hinaus lässt sich über einen (ETF-)Fondssparplan nachdenken, der aber bei ihnen entsprechend dem Risikoprofil ausbalanciert sein sollte.

    Aber all das möchte ich nur als Impulse für sie weitergeben. Eine Beratung mit konkreten Empfehlungen kann und will ich hier nicht liefern, da mir zu viele Infos, auch das Gefühl ihrer Person ggü., einfach fehlen.

  11. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Hallo easyD,

    danke für deine Anregungen...
    Ich muss definitiv was machen, da meine ente Stand heute um die 2700€ Brutto liegen wird um den Dreh...

    Cash ist immer da, da ich gern immer was in der Hinterhand habe...

    Sondertilgungen kommen nicht in Frage, da die Zinsen gut sind deutlich unter 2% und ich mir durch die Versteuerung der Mieteinnahmen ins eigene Bein schießen würde...Rendite sehe ich bei Immobilien nur, wenn diese aus EK gezahlt werden... Mir ist wichtig, dass diese sic selbst tragen können und in maximal 30Jahren abbezahlt sind. Das ist aber ein anderes Thema..

    Ich könnte mir auch eine Mischung aus riester vorstellen als auch einem ETF Sparplan.
    Gerne würde ich auch Ihre Beratung in Anspruch nehmen, natürlich nicht kostenlos .

  12. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Wenn sie mit mir zusammenarbeiten möchten sind mir vor allem zwei Dinge wichtig: Zeit und Offenheit.

    Sprich, dass wir uns persönlich in aller Ruhe zusammensetzen, damit ich nicht nur die Ist-Situation kenne, sondern auch konkret weiß wo ihre Prioritäten, ihre Ziele sind und natürlich ich auch ein Gefühl für ihre Person bekomme. Offenheit im Sinne einer ganzheitlichen Beratung. Damit meine ich nicht nur bspw. die Verträge ihrer Finanzierung zu kennen, obwohl sie gar nicht primär Bestandteil ihres Anliegens sind, sondern z.B. auch ihr Gedankengut über ihre Partnerin. Jeder für sich selbst oder ist ihnen - weitblickend gedacht - auch eine entsprechende Hinterbliebenenversorgung wichtig? Aus meiner Sicht auch eine ganz wichtige Frage, da - so großartig ich selbst die Anlage in Immobilien finde - diese ein absoluter Killer für spätere mögliche gesetzliche Witwenrenten sind.

    Wenn das für sie akzeptable Parameter sind, dann reise ich auch motiviert gerne zu ihnen nach Köln. Aber schlussendlich ist das, egal mit wem sie zusammenarbeiten, meine Empfehlung an sie: Ein Berater kann nur ein wirklich bedarfsgerechtes Konzept erarbeiten, wenn sie dazu bereit sind sich auch komplett "nackt" zu machen.

  13. Avatar von OneOfMany
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Zitat Zitat von tomy778
    Hallo easyD,

    danke für deine Anregungen...
    Ich muss definitiv was machen, da meine ente Stand heute um die 2700€ Brutto liegen wird um den Dreh...

    Cash ist immer da, da ich gern immer was in der Hinterhand habe...

    Sondertilgungen kommen nicht in Frage, da die Zinsen gut sind deutlich unter 2% und ich mir durch die Versteuerung der Mieteinnahmen ins eigene Bein schießen würde...Rendite sehe ich bei Immobilien nur, wenn diese aus EK gezahlt werden... Mir ist wichtig, dass diese sic selbst tragen können und in maximal 30Jahren abbezahlt sind. Das ist aber ein anderes Thema..

    Ich könnte mir auch eine Mischung aus riester vorstellen als auch einem ETF Sparplan.
    Gerne würde ich auch Ihre Beratung in Anspruch nehmen, natürlich nicht kostenlos .
    Hi,

    also ich habe mich vor wenigen Wochen auch mit dem Thema "Riester" geschäftigt und mir Muster-Produktinformationsblätter von einem Versicherer angesehen, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte.

    Ich war über die Kostenstruktur dieser Verträge sehr erschrocken.

    Bei einem der Verträge war die Kostenstruktur in etwa wie folgt:

    Als Abschluss- und Vertriebskosten wurden 2,5 % der Summe aller monatlichen Beiträge über die gesamte Sparphase über die ersten 60 Monate mit den eingezahlten Beiträgen berechnet.

    Als Verwaltungskosten wurden dann nochmal 4 % von jedem monatlichen Beitrag berechnet sowie jährlich ein zusätzlicher prozentualer Wert des aufgebauten Vermögens.

    Ich habe mich dann vorerst dagegen entschieden. Es gibt ja bei Riester noch die steuerliche Absetzbarkeit in der Sparphase, aber dafür muss man dann in der Rentenphase von der kleinen zusätzlichen inflationensbereinigten Rente dann auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.

    Du kannst da ja mal drauf achten, wenn du dir Angebote einholst.

    Darf ich dich Fragen wie du zu den drei Wohnungen gekommen bist und warum du dein Finanzierungskonzept so gewählt hast?

  14. Avatar von domrepp
    domrepp ist offline

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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Zitat Zitat von EasyD
    persönlichen Gespräch zu besprechen. Beispielsweise bei einem Makler. Ansonsten teile ich die Meinung vom Studi nicht. Auch die “Strukturvertriebe“ haben zumeist sehr gute Werkzeuge, um bedarfsgerecht und professionell zu beraten.
    ...genau, und um möglichst viel Provision abzugreifen! Ich lache mich schlapp...
    Ich teile die Meinung von Studi wiederum voll!

    Ohne auf konkrete Produkte einzugehen, tomy778, ein Tipp von mir:
    Egal von wem du dich beraten lässt, darauf läuft es ja anscheinend hinaus, nimm nichts ungeprüft einfach als selbstlosen und netten Rat hin. Mach dich selbst über die Produkte schlau und definitiv über die Art und Weise, wie derjenige, der dich gerade berät sein Geld verdient. Das öffnet hin und wieder sehr die Augen...

    Ansonsten halt ich noch den Hinweis von OneOfMany zuvor für sehr bedenkenswert!

    Soweit mein kleiner Einwurf...

  15. Avatar von Studi24
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    also ich habe mich vor wenigen Wochen auch mit dem Thema "Riester" geschäftigt und mir Muster-Produktinformationsblätter von einem Versicherer angesehen, dessen Namen ich hier nicht nennen möchte.
    Muster-Produktinformationsblätter dienen ausschließlich dazu, vereinfacht gesagt, ein Worst-Case-Szenario abbilden zu müssen. Es müssen immer die teuersten
    Fonds (die der Versicherer zur Auswahl hat) etc. hinterlegt sein. Nur mit Produktinformationsblättern aus konkreten Angeboten lassen sich einigermaßen tragfähige
    Rückschlüsse ableiten, sofern man die CRK-Klasse in die Betrachtung mit einbezieht.

    Als Abschluss- und Vertriebskosten wurden 2,5 % der Summe aller monatlichen Beiträge über die gesamte Sparphase über die ersten 60 Monate mit den eingezahlten Beiträgen berechnet.

    Als Verwaltungskosten wurden dann nochmal 4 % von jedem monatlichen Beitrag berechnet sowie jährlich ein zusätzlicher prozentualer Wert des aufgebauten Vermögens.

    Ich habe mich dann vorerst dagegen entschieden. Es gibt ja bei Riester noch die steuerliche Absetzbarkeit in der Sparphase, aber dafür muss man dann in der Rentenphase von der kleinen zusätzlichen inflationensbereinigten Rente dann auch noch Steuern und Krankenversicherungsbeiträge bezahlen.
    Fondsgebundene Riester-Verträge (fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen und Riester-Fondssparpläne) gibt es im Effektivkostenbereich von ca. 0,7 % - + 3 %,
    also eine riesige Kostenspanne am Markt. Hinzu kommen noch sehr unterschiedliche Rechnungsgrundlagen und Anlagekonzepte. Riester basiert vor allem auf der nachgelagerten
    Besteuerung und die ist es auch, die dem TO einen sehr großen Mehrwert (in seiner aktuellen Fördersituation) bieten kann. Dieses Geld kann er wiederum anlegen und für sich
    arbeiten lassen.

  16. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Hallo zusammen,

    kurz auf die Fragen eingehen:

    @easyD ganz nackt machen im Sinne von den Immobilien werde ich nicht, da die Verträge gut sind, die beiden großen laufen deutlich unter 2% und die kleine für 100k ist in 2022 fertig. Zusätzlich wird noch dieses Jahr eine Wohnung zur Selbstnutzung gekauft für ca. 400-450k. Sondertilgungen würde ich für die Kapitalanlagen nicht machen, da der Tilgungssatz schon hoch ist und es sich trägt und ich irgendwann mit meinem Steuerberater überlegen muss hinsichtlich der Einnahmen....Derzeit bekomm ich was wieder in einigen Jahren wird das nicht mehr so aussehen.

    @oneofmany verstehe deine Frage nicht? Einfach nach und nach die Wohnungen mit der Zeit gekauft. Dafür muss bzw. sollte man zumindest das Geld für Nebenkosten haben

    @Riestervertrag wäre eine Alternative, jedoch habe ich hier Sorge vor versteckten Kosten, es ist eine Wette auf langes Leben und der Staat kann ja hier immer sich noch was ausdenken. Auf der anderen Seite sind die Förderungen und Steuerlichen Vorteile nicht schlecht...


    Ich könnte mir Vorstellen einen Rieservertrag mit der maximal Grenze von 160,XX € im Monat und noch zusätzlich bei flatex ein Depot aufmachen, wo ich 3 Sparpläne a 100€ bespare. Und hier eine Mischung aus was sicherem, was Riskanterem und was Richtung Zukunftstechnologien mache....

    Da die Immobilien alle mit spätestens 55 Jahren auch ab bezahlt sind werde ich mir dann Gedanken machen, ob ich das passive Einkommen weiter genieße oder aber ein Teil sogar Verkaufe und mit dem Geld dann arbeite?! Wird sich dann aber erst in 15-20 Jahren zeigen...

  17. Avatar von Studi24
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Es besteht eine ganz normale BU, Haftpflicht und Risiko LV....
    Das klingt doch schon mal vernünftig, sofern gute Tarife ausgewählt wurden und das Ganze nicht zu klein dimensioniert ist (BU, ich hoffe eine SBU und Risiko-LV).
    Nicht am falschen Ende sparen sollte da die Devise sein, schließlich möchtest du deinen erarbeiteten Status auch nicht so schnell verlieren, davon gehe ich zumindest
    mal aus.

    Bei Riester Blick ich ehrlich gesagt 0 durch...

    Deine Empfehlung wäre ein Riester Vertrag plus ein Investment ohne Garantien sprich mehr Risiko?
    Umso gefährlicher...Jeder fähige Versicherungsmakler freut sich über einen mündigen Kunden, der selbst mitdenkt und verstehen möchte, was er abschließt.
    Da schaden Informationen vorab definitiv nicht! Nur ein Kunde der den Abschluss und die Funktionsweise des Vertrags verstanden hat, ist auch ein zuverlässiger
    und langfristiger Kunde. Egal ob Courtage oder Honorar.
    Riester kann eine Option für dich sein, die Fördersituation spricht auf jeden Fall pro Riester. Dafür müssen aber weitere Dinge abgeklopft werden, was ein Forum
    nicht leisten kann. Darüber hinaus würde ich auf Garantieverträge verzichten, da eine Garantie dir langfristig (bis zu deinem geplanten Rentenbeginn, im aktuellen
    Zinsumfeld) nur Rendite kostet. Außerdem würde ich die Finger von aktiven Fonds lassen (egal ob im Rahmen einer Versicherung oder eines Depots), da die Gebühren
    schlichtweg zu hoch sind. Mit ETFs (egal ob im Rahmen einer Versicherung oder eines Depots) fährst du da langfristig sehr wahrscheinlich besser, sofern du dir der
    Kursrisiken bewusst bist und Kursschwankungen aussitzen kannst.

  18. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Eine BU liegt vor ohne Zusatzkopplungen. MAn will ja schließlich nicht den Status bzw. die Lebensqualität die man sich erarbeitet hat verlieren...

    Bezüglich Sparplan würde ich ETFs nehmen, welche Indexe nachbilden, jedoch physisch, wo auch am Ende Aktien usw. dahinter stehen. Währungs und Kursrisiken sind mir bewusst. Jedoch gleicht sich dies aus bei einer Anlage von 25-30 Jahren.

    Riester würde ich dazu nehmen um die Förderungen und Steuervorteile zu haben. Hier wäre wirklich die Frage, was ist derzeit der beste Tarif am Markt für jemanden der nicht so Risikoscheu ist.

    Danach denk ich habe ich meine Bausteine zusammen:

    Gesetzliche Rente
    eigene Immobilie
    Passives Einkommen durch Immobilien
    ETF Sparplan
    Riester


    Damit sollte ich ohne Probleme mein heutigen Lebensstandart halten können und mir auch hier und da einiges, wie auch heute, gönnen können.

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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Riester würde ich dazu nehmen um die Förderungen und Steuervorteile zu haben. Hier wäre wirklich die Frage, was ist derzeit der beste Tarif am Markt für jemanden der nicht so Risikoscheu ist.
    Ich würde mir folgende Anbieter genauer anschauen:
    Condor und Alte Leipziger
    Beide bieten Tarife mit guten Rechnungsgrundlagen (Condor ist da sogar noch deutlich im Vorteil) und die Tarife gibt es mit verschiedenen Vergütungsmodellen.

    wo ich 3 Sparpläne a 100€ bespare
    Bei 300,00 € würde ich persönlich zwischen ETF-Sparplan und ETF-Police splitten.

  20. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Altersvorsorge

    Zitat Zitat von tomy778
    @easyD ganz nackt machen im Sinne von den Immobilien werde ich nicht, da die Verträge gut sind, die beiden großen laufen deutlich unter 2% und die kleine für 100k ist in 2022 fertig. Zusätzlich wird noch dieses Jahr eine Wohnung zur Selbstnutzung gekauft für ca. 400-450k. Sondertilgungen würde ich für die Kapitalanlagen nicht machen, da der Tilgungssatz schon hoch ist und es sich trägt und ich irgendwann mit meinem Steuerberater überlegen muss hinsichtlich der Einnahmen....Derzeit bekomm ich was wieder in einigen Jahren wird das nicht mehr so aussehen.
    Es geht nicht darum Verträge zu ändern. Wenn sie schreiben, dass die Immobilien bis 55 abbezahlt sind und sogar ihre Lebensplanung bzgl. "Altersteilzeit" darauf aufbauen, ist es der Job eines Beraters, dieses nicht einfach als gegeben anzusehen, sondern zu überprüfen.

    Mein Erfahrungswert aus der Praxis zeigt, dass in den meisten Fällen, was der zu Beratende behauptet zu haben, nicht mit der Realität übereinstimmt. Deshalb bin ich hier im Forum häufig schon irritiert, wie schnell konkrete Empfehlungen zu Produkten ausgesprochen werden.

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