Thema: Empfehlung Riester-Rente

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Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. Empfehlung Riester-Rente # 1
    Franky1986
    Franky1986 ist offline

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    14.02.2020
    Hallo zusammen,

    ich würde gerne für meine Freundin (bzw. sie schließt natürlich den Vetrag ab) einen Riester-Rentenvertrag abschließen und würde gerne von euch wissen was ihr empfehlen könnt.

    Eckdaten:
    30 Jahre
    unverheiratet, keine Kinder
    Optiker-Meister
    40.000 Jahresgehalt
    bisher keine Vorsorge für die Rente

    Angedacht sind so 160 € pro Monat um den vollen Steuervorteil auszunutzen.
    Ich habe bereits ein Haus, daher sollte es nicht Richtung Wohn-Riester o. Ä. gehen.

    Welche Anbieter könnt ihr mir empfehlen?
    Macht es Sinn jetzt einen Vertrag abzuschließen oder wegen der Corona-Situation noch zu warten?

    Danke für eure Hilfe
    Franky & Jacky

  2. AW: Empfehlung Riester-Rente # 2
    utopus
    utopus ist offline

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    20.01.2018
    Ich würde mir an deiner Stelle dies mal durchlesen:
    https://www.finanztip.de/riester/riestern-mit-fonds/

    Persönlich würde ich auch Wohnriester ausschließen - auch eine reine Rentenversicherung über Riester lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

  3. AW: Empfehlung Riester-Rente # 3
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    @ Franky1986,

    so geht dies nicht!
    Angedacht sind so 160 € pro Monat um den vollen Steuervorteil auszunutzen.
    Bei 40.000 € brutto sind max. mal 4 % sind 1.600 € / 12 Monate sind 133,35 rund 135 €! Mehr macht keinen Sinn!

    Ein andere Frage wäre etl. viel wichtiger? So stellt sich die Fraqe nach den aktuellen Beruf und wieviele % davon die gesetzlich Rente erreichen! Also ob dieser Beruf bis zum Alter 67 ausführbar ist!

    Ist das Berufstypische z. B Rentenalter 63 so würde eine Resterente das Zahlungsziel bis 63 Jahren abschließen und könnte man von Jahr zu jahr entscheiden wann die RiesterRente einsetzt! Da sich am Anfang die Kosten niedriger sind und die Beiträge am Ende der Laufzeit nur geringe Verzinsungen erzielen. Könnte diese Variante wertmäßig gleich sein!

    bruno68

  4. AW: Empfehlung Riester-Rente # 4
    Marc2512
    Marc2512 ist offline

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    22.12.2019
    4% für die maximale Förderung. Max. 2100 EUR p.a. absetzbar.

    2100 -175EUR = 1925 EUR : 12 = 160,50 EUR.


    TE: Passt alles!

  5. AW: Empfehlung Riester-Rente # 5
    bruno68
    bruno68 ist offline

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    19.01.2013
    Leider nur teilweise Richtig bzw. Falsch!

    Die Zulagen geförderte Riesterente beträgt nur 4 % vom Bruttoeinkommen! 40.000 € mal 4 % sind 1.600 €, nur diese sind Zulagen fähig und insolvenzgesichert! Die max. Grenze ist nur um die Reichen nicht noch reicher werden zu lassen!

    Denn wenn man 2.100 € mit den 25 Fachen (= 4 %) berechnet kommt 52.500 €

    Einkommensteuer Grundtabelle 2020 ohne Riester

    Jahresbrutto: 52.500 Steuer: €13.130 Soli: 722,15 € Kist. 1.181,70 Gesamtsteuer 15.033,85 € 0.000 €

    Jetzt Riester 1.600 €, mit 4 % nach Einkommen

    Jahresbrutto: 50.900 Steuer: € 12.494 Soli: 687,17 € Kist. 1.124,46 Gesamtsteuer 14.305,63 € 0.728 €, davon Zulage als ledig 175 €, davon Steuer- und Zulagenanteil vom Beitrag 728 € / 1.600 € macht 45,5 %

    Jetzt nach max. Riester 2.100 €, mit Riester
    Jahresbrutto: 50.400 Steuer: 12.219 € Soli: 672,05 € Kist. 1.099,71 € Gesamtsteuer 13.990,76 € 1.043 €, davon Zulage als ledig 175 €, davon Steuer- und Zulagenanteil vom Beitrag 1.043 € / 2.100 € macht 49,67 %

    Geht man davon aus das die Riesterenten Grenze / den Einkommen des Sparers den Lebensarbeit parallel verlaufen! Ergibt es folgende Grenzen: A) Insolvenzsicherheitsgrenze 40.000 € / 52.500 € = 76,19 %

    Geht man nach den vorgegebenen Alter von Franky1986 von 30 Jahre und spart bis 65 Jahre!

    Ergibt sich aus diesen Angaben folgendes Bild: Bei max. Riester 2.100 € mal 35 Jahre = 73.500 €, davon 175 € mal 35 Jahre = 6.125 € Zulagen plus steuerlich Vorteile 30.382 € zusammen 36.507 € Zulagen

    Folgende Verteilung erfolgt für die Rentenphase die Zulage von 6.125 € Wird in den langlebigkeits Topf eingezahlt, aus diesen Topf wird die Lebenserwartung oberhalb von 85 Jahren der Riestermitglieder der Versicherung finanziert!

    Der vorhandene Kapitalstock von 73.500 € minus 6.125 € = 67.375 € diese Summe wird dann ab Renteneintritt (hier angenommen 65 J.) bis 85 Jahre verteilt, knapp 281 € monatliche Riesterente! Verstirbt der Kunde bis zum 85. Lebensjahr verfällt das restliche Guthaben in den
    langlebigkeits Topf, den sogenannten Sterblichkeitsgewinn an die Versicherungsgemeinschaft!.

    Alternativ wäre hier, die einmalige Auszahlung von 30 % zum Rentenanfang
    67.375 €, abzüglich 30 % 20.272 € Restsumme 47.103 €! Diese Summe wird dann ab Renteneintritt (hier angenommen 65 J.) bis 85 Jahre verteilt, knapp 196 € monatliche Riesterente! Verstirbt der Kunde bis zum 85. Lebensjahr verfällt das restliche Guthaben in den langlebigkeits Topf, den sogenannten Sterblichkeitsgewinn an die Versicherungsgemeinschaft!.

    Geht man von eine gesetzlichen Basisrente 40 bis 45 %, ab 2045 n. Chr. aus, was 8 bis 9 Anteil von den zwanzigtel des Berufseinkommen entspricht, wird der Kunde eine Bruttorente von 16.000 bis 18.000 € bekommen, zuzüglich 3.372 Riester p.a. brutto!

    Geht man von eine persönlichen Gesamtsteuersatz von 15 % und 60.000 € Saldo auf den Förderkonto aus sind 38 € monatlich bis 85 Jahren zu zahlen 38 € mal 240 Monate = 9.120 € Steuern! Alternativ einmalig 70 % 6.400 € Steuern!

    Nun stellt sich etliche Fragen an den Kunden!

    a) Renteneintrittsalter! Wenn aus seiner Berufsgruppe 19 von 20, nicht bis 67, 15 von 20, nicht 65 und 10 von 20, nicht bis 63 Jahren arbeiten! Bis welchen Alter soll der Kunde abschließen? 4 mal 2.100 €, 8.400 € zuviel bezahlt?
    b) Zahlungshöhe! Soll der Kunde nur die Förderfähige Beitrag einzahlen oder den Höchstbetrag? Risiko ist die Pfändungsfähigkeit des über den
    Förderfähige Beitrag hinausgehenden Teil als zulässig? 35 mal 0.500 €, 17.500 € Pfängungsrisiko?

    Zusammen geht es um die Frage von 25.900 € bei eine Totalkostensatz von 8 % von 2.072 € Kosten von möglichen 5.880 € Kosten bei Vollabschluss, bei max.! Macht 35,23 % weniger Kosten!

    A) Verteilung der Kosten auf die ersten 60 Monate, bei 2.100 € jährlich Beitrag, abzüglich Zulage 10.500 € minus 875 € Zulage = 9.625 € minus 5.880 € = 3.745 € durch 60 Monate Sparbeitrag 62,42 € von von 175 € Sparrate in % 35,67
    B) V
    erteilung der Kosten auf die ersten 60 Monate, bei 1.600 € jährlich Beitrag, abzüglich Zulage 08.000 € minus 875 € Zulage = 7.125 € minus 3.802 € = 3.323 € durch 60 Monate Sparbeitrag 55,39 € von von 133 € Sparrate in % 41,53

    Zu beachten ist das mit einen monatlichen 42 € höheren Sparbeitrag, in den ersten 60 Monaten nur 7,03 € mehr gespart wird! Man erkennt unschwer, wie wichtig die sozialen Fragen sind! Und was wird aus den 26.900 € auf den Weg dahin? Eine SBU, Unfall?

    Bruno68


  6. AW: Empfehlung Riester-Rente # 6
    Marc2512
    Marc2512 ist offline

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    22.12.2019
    Ist es falsch:

    Förderung 4% = 1600 EUR p.a.
    max. absetzbar 2100 EUR p.a.

    Ja oder Nein? Bitte einfach JA ODER NEIN. Mehr war nie gefragt...es geht nicht um Stuerbetrachtungen mit 85, Sterbetafeln, Insolvenzsicherung, Pfändungsgrenzen etc.

  7. AW: Empfehlung Riester-Rente # 7
    brainy
    brainy ist offline

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    02.07.2013
    Bei Kinderlosen ist es eigentlich immer günstiger 2.100 EUR abzgl. Zulage p.a. einzahlen, da die Steuerkomponente selbst bei 15/30 TEUR (ledig/verh.) günstiger ist.
    Wenig mag ich nicht mehr rechnen.

  8. AW: Empfehlung Riester-Rente # 8
    Franky1986
    Franky1986 ist offline

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    14.02.2020
    Vielen Dank für eure Antworten.

    Nachdem ich mir deine Empfehlung bei finanztip.de durchgelesen habe, halte ich die DWS TopRente für am sinnvollsten für uns.

    Danke auch für den Hinweis zu meinem fehler bei der Berechnung des monatlichen Beitrags. Ich werde nochmal überlegen ob wir den max. Beitrag für die Zulage oder für den max. Steuervorteil einbezahlen.

  9. AW: Empfehlung Riester-Rente # 9
    dr1
    dr1 ist offline

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    23.02.2017
    Ist deine Freundin angestellt als Optiker-Meisterin oder selbstständig? Bei Selbstständigkeit kommt Riester ohnehin nicht in Frage. Wenn ihr keine Kinder habt, lohnt sich Riester m.E. überhaupt nicht und hat mehr Nachteile, als die paar Kröten an Steuerersparnis bringen. Die jährliche Grundzulage reißt es jetzt auch nicht unbedingt raus. Bedenke mal alleine die immensen Abschlusskosten. Bei Zuteilung kannst du dir maximal 30% auszahlen lassen, um dann alleine die eingezahlten Beträge wieder rauszubekommen müsstest du schon 100 werden. Dazu gibts genügend Hochrechnungen. Wo sich Riester lohnt ist bei Frauen, die so gut wie nichts verdienen, aber viele Kinder haben. Hier kann man mit minimaler Einzahlung maximale Fördergelder abstauben (Grundzulage + Kinderzulagen). Im Idealfall zahlt man dann < 100€ pro Jahr (!) ein, kassiert dafür aber mehrere 1000 € an Zulagen. Ich habe auch sowohl Riester als auch Rürup abgeschlossen / aufgeschwatzt bekommen, würde ich beides nicht mehr machen, dann lieber frühzeitig in breit gestreute ETFs investieren. Die bringen mehr Rendite, weniger Kosten und falls ich das Geld doch mal brauche komme ich jederzeit dran.

    Schau dir zum Thema Riester auch mal das hier an:

    https://www.finanz-forum.de/threads/...l=1#post186991

    Die Links von ValValerie kann ich nachvollziehen.

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