Eigenkapital

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  1. Avatar von Eveen
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    Standard Eigenkapital

    Hallo zusammen,

    Wir haben folgendes Problem... Unser Vermieter hat uns heute mitgeteilt das er das Haus was wir bewohnen verkaufen möchte. Er hat uns gefragt ob wir Interesse haben.

    Ja natürlich... Der Wohnungsmarkt ist ja nicht besonders gut und für das was wir hier an Miete zahlen das kann man dann auch als Rate benutzen. Zudem sind wir mit drei Kinder und zwei Hunde da bekommt man ja meistens noch nicht mal eine Antwort auf Bewerbungen ohne das die Leute uns oder unsere finanzielle Möglichkeiten kennen.
    Ich habe heute mit unserer Hausbank gesprochen und eine Finanzierung würde erstmal nix im Wege stehen wenn wir die Kaufnebenkosten selber tragen.

    Das wären 19.600€ wir haben 13.000€ auf dem Konto uns fehlen also 6.600€ gibt es eine Möglichkeit das Geld mitzufinanzieren oder andere alternativen? Möglichkeiten wie (Familie Freunde usw. ) gibt es nicht.

    Das Problem was ich festgestellt habe ist das ich sobald ich über den Kaufpreis finanzieren will von 1,31% auf über 5% komme und die meisten Banken machen eine über Kaufpreis Finanzierung ja nicht.

    Wir haben keine bestehende Kredite oder ähnliches.

    Viele Grüße
    Eveen

  2. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Eigenkapital

    Entscheidend ist der Mischzins auf den gesamten Finanzierungsbedarf. Kosten 100.000 Euro Hypothekendarlehen 1 % und 10.000 Euro fehlendes EK 5,59 %, so liegt der Mischzins bei immer noch tollen 1,42 % !!


    Für Finanzierungen über Kaufpreis hinaus gibt es entsprechende Konzepte, die entsprechende Banken auch akzeptieren. Alles das Problem überhaupt nicht.

  3. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Eigenkapital

    Alternativ könnt ihr doch bestimmt auch mit dem Eigentümer sprechen, ob er den Verkauf noch ein paar Monate aufschieben kann. Die Zeit könntet ihr zum Sparen nutzen.

    Ist der Preis eurer Meinung nach ein fairer Preis oder weiß der Eigentümer um eure Situation und versucht das maximale aus seinem Haus rauszuholen - also unter Umständen auch mehr, als ein Dritter zahlen würde?

  4. Avatar von tneub
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    Standard AW: Eigenkapital

    Bitte beachtet, das Miete und Rate nicht direkt verglichen werden können.
    Selbst wenn man nur die Kaltmiete mit der Rate vergleicht, kommen als Eigentümer noch die nicht umlegbare Kosten und die Rücklagen für Instandhaltung hinzu.
    Wenn bisher schon nur 13T€ Rücklagen da sind und die jetzt auch noch komplett verbraten werden, heißt das dass auch für ungeplante Ausgaben (kaputte Waschmaschine, Autoreparatur, Heizungsreparatur usw.) nichts mehr zurückgelegt ist. Rechnet genau durch, ob ihr euch das leisten könnt oder ob da nicht die rosarote Brille auf der Nase sitzt.

  5. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Eigenkapital

    Vollkommen richtig, schön aber auch zu sehen, wie es Familien mit oder ggf. wegen der Eigentümersituation geschafft haben, ihre finanzielle Situation zu überdenken und neu zu strukturieren, anders gesagt ihr finanzielles Verhalten an diesem gereift ist.

    Jeder Mensch entwickelt sein Verhalten im Laufe der Jahre, verändert Prioritäten, war es vorher die Konsum-, und Lebelust, so kommt man im Laufe der Jahre zu der Erkenntnis, gemeinsam Werte zu schaffen und dafür bereit zu sein, Verzicht üben zu wollen, mindestens aber mit dem Verfügbaren gemäßigt und angepasst zu haushalten. Immobilieneigentum führt nicht per se zu finanziellen Problemen und nicht immer geht die Rechnung auf, ihr habt vorher schon kein Eigenkapital bilden können, da werdet ihr auch keine Reserven schaffen können, wenn man die Kosten für Wohnen in Miete oder Eigentum gleich setzt.

    Es bedarf auch einer guten und seriösen Finanzierungsberatung, ebenso einer durchgeplanten Haushaltsberechnung und eben dem Hinterfragen zur Bereitschaft geändertem Konsumverhaltens. Der Eigentümer weiß manchmal eher, wofür er Verzicht übt oder Verschiebungen/Veränderungen in der Ausgabensituation vornimmt, Motivationen dafür sind nicht selten schneller erkennbar und greifbar, Erwerb Immobilieneigentum kann auch Chancen bieten, insbesondere wenn man berüchtigt, das die Steigerung der Lebensqualität und des Wohnkomforts der Lohn für das Reifen des finanziellen Entwicklungsprozessen darstellen kann.

  6. Avatar von utopus
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    Standard AW: Eigenkapital

    Das stimmt allerdings - bei unserer ETW ist das Hausgeld zur Zeit 440€/Monat - davon ca. 300€ umlagefähig - als Eigentümer zahlen wir also 140€ mehr "Nebenkosten" als ein Mieter.
    Dazu kamen in den letzten 15 Jahren noch ca. 25.000€ für Fassadensanierung/neues Badezimmer/Ertüchtigung des 2. Rettungswegs/Heizungsreparatur ... mal schauen, was in den nächsten Jahren noch kommt (Flachdach/Tiefgarage/Aufzüge ...)
    Auch wenn in Zukunft der Mieter nur einen Teil der CO2-Steuer tragen muss - und der Eigentümer/Vermieter den Rest und evtl. weitere Mietendeckel beschlossen werden, muss man schauen, welche Auswirkungen das hat.
    (Allerdings ist es natürlich richtig, dass in einer Gegend mit steigenden Immobilienpreisen die Wertsteigerungen oft höher sind, als die Kreditraten ...)

  7. Avatar von Elex85
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    Standard AW: Eigenkapital

    440€ Hausgeld hört sich aber auch viel an, könnte man ja bald sagen, dass Ihr ein Haus habt.
    Wie kommt den so ein hoher Betrag zustande? Sonderumlage für die Eigentümer?

  8. Avatar von utopus
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    Standard AW: Eigenkapital

    Davon sind 150€ Heizung/Warmwasser/Wasser - 35€ Hausverwaltung - 65€ Hausmeister, 45€ Instandhaltungsrücklage, 35€ Müll, 25€ Treppenhausreinigung und noch viel (85€) Kleinkram: Gemeinstrom/Aufzug/Tiefgarage/Reparaturen/Wartung/Versicherung/Schädlingsbekämpfung/Grünanlage/Rechtskosten/uneinbringbare Forderungen etc.

    War 2005 noch 300€ - und inzwischen 440€ - zwischendurch wurde für 8/9 Jahre noch 70€ extra für die Fassadensanierung als Sonderumlage eingeführt - ist aber inzwischen abgeschlossen und war deutlich bequemer als die 10.000€ für unsere Einheit auf einen Schlag zu zahlen.

    Habe im Hochhaus gegenüber sogar schon Wohnungen mit Hausgeld von 800€ gesehen - waren wohl mal 2 Einzelwohnungen, die dann zusammengefasst wurden.
    (Ist aber noch ca. 10 Jahre älter mit höheren Heizkosten ...)

  9. Avatar von Elex85
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    Standard AW: Eigenkapital

    Das Baujahr ist 2005?
    Eine Steigerung von 50% Hausgeld in 15 Jahren. Wie groß ist denn die Bude?
    Bekomm da schon bissl Angst für nächstes Jahr, wenn wir unsere ETW beziehen und da sind 4€ pro qm angesetzt, macht also 400€ für 100qm.
    Also ich fand das irgendwie schon viel, aber auch unsere Mietwohnung zur Zeit mit KFW 55 liegt bei 2,80€ pro qm und hat auch 100qm Wohnfläche.
    Da wurde am Anfang noch laut posaunt, dass man mit 2,25€ locker hinkommt...Ergebnis 650€ Nachzahlung für das Jahr und nächstes Jahr dann vermutlich knapp 1000€.
    Sind wir schon bei 3€ pro qm.

  10. Avatar von utopus
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    Standard AW: Eigenkapital

    Ist BJ 1982 und 96m² - und wir heizen sparsam, da oben/unten rechts/links auch Wohnungen liegen - Fußbodenheizung mit Fernwärme.
    Bei neuerem BJ sollte es bzgl. der Heizung sparsamer sein.

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