Leben von der Abfindung

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  1. Avatar von DerFissler
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    Standard Leben von der Abfindung

    Moin,

    Ende Januar 2022 bekomme ich eine Abfindung ausgezahlt, von der ich die nächsten Jahre leben möchte und muss. Da ich mich mit "Gelddingen" bis dato eher wenig bis gar nicht beschäftigt habe, war der ursprüngliche Plan, das Geld auf ein (oder mehrere) Tagesgeldkonten zu legen und mir dann monatlich einen Betrag x als "Gehalt" auszuzahlen.

    Nicht nur aufgrund der steigenden Inflation scheint das keine gute Idee zu sein.

    Ich habe bei der Stiftung Warentest von dem sog. Pantoffel-Portfolio gelesen. Meint Ihr, dass so etwas Sinn macht oder gibt es noch weitere Alternativen, die gut sein könnten?

    Da ich von dem Geld Leben muss, ist meine Risikobereitschaft nicht besonders hoch ausgeprägt. Was würdet Ihr machen?

    Vielen lieben Dank und einen schönen 3. Advent.

  2. Avatar von utopus
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Bzgl. Abfindung kann man hier viel lesen und über einzelne Effekte informieren: https://der-privatier.com/

    Wichtig meiner Meinung nach: Ein-Fünftel-Regelung - Krankenversicherung - Arbeitslosengeld - und dem Arbeitgeber mitteilen, dass man keine Anschlussbeschäftigung hat - dann zahlt man weniger Steuern (man muss natürlich genügend Geld zurückbehalten um evtl. Steuern nachzahlen zu können.)

  3. Avatar von titan1981
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Ich würde schauen, dass du immer Geld für ein Jahr auf einem Tagesgeldkonto hast, den Rest würde ich in Festgeld anlegen. Wenn deine Abfindung länger als 10 Jahre hält könnte man auch einen Teil in einen ausschüttenden Welt ETF stecken, der dann über der Inflation bleiben könnte. Aber dazu muss man wissen wie lange das Geld reichen soll.

  4. Avatar von DerFissler
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Guten Morgen,

    danke für die Antworten.

    @titan1981: Das hört sich nach einem guten Plan an. Hieße dann, Tagesgeldkonto plus 1-5 jährige Geldanlagen? Das Geld wird ca. 7 Jahre zum Leben reichen. Würde es auch Sinn machen, einen Teil in ETFs zu investieren?

    @utopus: Danke, aber mit den steuerlichen Aspekten habe ich mich bereits sehr eingehend vor dem Ausscheiden aus dem Unternehmen beschäftigt. Mir geht es hier darum, was ich mit dem Geld jetzt konkret machen soll.

  5. Avatar von titan1981
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    7 Jahre sind etwas wenig, da kann es passieren, dass mal das Depot um -50% seht und du dann wieder die Jahressumme auszahlen musst um über die Runden zu kommen und dann reicht es am Ende nicht mehr, das die Anlagesumme zu wenig Zeit hätte um sich zu erholen. Es ist also ein Spiel mit Risiko somit laut deiner ersten Aussage nichts für dich.

    Natürlich kann man auch die letzten Jahre einmal in einen ETF stecken um mehr Rendite zu haben. Aber du möchtest ja von dem Geld Leben und hast dir ein jährliches Budget gesetzt und dann muss ja dann zur Verfügung stehen... Wenn du nicht drauf angewiesen wärst könnte man auch alles Anlegen und dann einen monatlichen Auszahlplan aus dem Depot machen. Dann wäre alles investiert und würde alles für Rendite arbeiten aber auch alles mit dem Risiko dass dir das Geld schon vorher ausgeht.

  6. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Hallo Fissler,

    Mir stellen sich bei deinem Anliegen einige Fragen:

    Wie viel Geld musst du denn zusätzlich erwirtschaften, damit dein Gelt für die angepeilten 7 Jahre reicht?
    Hast du neben der Abfindung noch weiteres Geld?
    Was ist nach den 7 Jahren - Rente? Reicht diese oder wird diese eher knapp ausfallen, sodass du dann auch noch Geld brauchst?
    Kannst oder willst du nicht mehr arbeiten? Kommt vielleicht ein Teilzeit oder Aushilfsjob in Frage oder ist dies laut Abfindungsvereinbarung untersagt?

    Viele Grüße
    BenniG

  7. Avatar von DerFissler
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    @titan1981 Du hast vollkommen recht: Ich muss davon leben, von daher kann ich es mir nicht erlauben, mit dem Geld zu spekulieren. Wo sollte man das Geld denn innerhalb der EU anlegen? Doch eigentlich nur in Ländern, die die höchstmögliche Bonität haben und dementsprechend abgesichert sind. Gibt es steuerlich innerhalb der EU etwas zu bedenken (außer der Quellensteuer natürlich)? Ich danke Dir schon mal im Voraus.

    @BenniG Nein, ich erwirtschafte in der Zeit nichts (außer Einkünfte über einen Minijob), da ich ein Studium aufgenommen habe. Der Plan ist es, nach erfolgreich abgeschlossenem Studium mich als Psychotherapeut selbstständig zu machen. Dafür rechne ich mit einem zeitlichen Aufwand von ca. 5-6 Jahren. Das siebte Jahr habe ich als Puffer gerechnet.

  8. Avatar von titan1981
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    ich würde mich nach Banken umsehen die aus Mittel-, West- und Nordeuropa ansässig sind und nie mehr als 100k€ auf eine Bank verteilen. Einfach die Bank näher betrachten welche Erfahrungen es dort gibt für deutsche Anleger. Steuerlich bist du ja laut dir informiert.

  9. Avatar von utopus
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Ich persönlich würde es so machen:

    Anlage in einen MSCI-World-ETF - da dieser in der Vergangenheit im Durchschnitt 7% Rendite erwirtschaftet hat -
    dann würde ich mir davon z.B. 4% pro Jahr auszahlen lassen - dann sollte immer noch etwas Wachstum über bleiben.
    (Solange die 4% für die Lebensführung ausreichen.)

    Bei riskoloser Anlage ist immer die Frage, was man als Risiko ansieht:
    1. €-Betrag auf dem Konto bleibt gleich - die Kaufkraft kann aber z.B. um 5% pro Jahr sinken
    2. €-Betrag auf dem Konto/Depot kann sich nach oben oder unten ändern - ist aber durch Investition in die Weltwirtschaft abgesichert - hier ist eher ein Inflationsausgleich zu erwarten.

    Wenn ich mich hier richitg erinnere, geht es beim Pantoffeldepot aber darum beide Anlagen (ETF/Tagesgeld) mit gewissen Prozentzahlen zu gewichten.

    Natürlich ist meine persönliche Meinung keine Handlungsempfehlung!

  10. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Zitat Zitat von DerFissler
    @BenniG Nein, ich erwirtschafte in der Zeit nichts (außer Einkünfte über einen Minijob), da ich ein Studium aufgenommen habe. Der Plan ist es, nach erfolgreich abgeschlossenem Studium mich als Psychotherapeut selbstständig zu machen. Dafür rechne ich mit einem zeitlichen Aufwand von ca. 5-6 Jahren. Das siebte Jahr habe ich als Puffer gerechnet.
    Und kannst du auch abschätzen, wie viel Ertrag deine Abfindung einbringen muss, damit du 7 Jahre den gewünschten Standard leben kannst?
    Nenn doch einfach mal Zahlen, was du monatlich brauchst und wie hoch die Abfindung ist.
    Wie viel Kapital brauchst du für den Start in die Selbstständigkeit, hast du das auch einkalkuliert?
    Hoffentlich bleibt dein Minijob als Sockelbetrag die komplette Zeit erhalten.

  11. Avatar von DerFissler
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    Die Abfindung beträgt 423.000 EUR brutto (bzw. 327.000 EUR netto). Davon möchte ich mir monatlich 3.300 EUR auszahlen. Plus Minijob komme ich dann auf knapp 3.750 EUR pro Monat. Inflationsbereinigt (4% p.a.) würden die 327.000 EUR dann ziemlich genau für 7 Jahre reichen.

  12. Avatar von titan1981
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    schöne Abfindung, da war der vorhergehende Job sicher lukrativ. Das ist eine Summe die viele nicht einmal für Ihre Rente zusammen sparen können.

    Wenn du deine Ausgaben in Griff hast und fest stellst, dass du weniger im Monat benötigst als berechnet wäre noch die Option, dass was zu viel im Monat war in einen ETF zu legen. Das Geld wurde ja dann nicht benötigt und hier könnte man nach dem Studium was draus machen oder man legt dies als private Altersvorsorge weg.

  13. Avatar von wegomyway
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    Standard AW: Leben von der Abfindung

    @Fissler ...
    Abfindung erhalten weil Job, der unbefristet war, aufgegeben ?
    Wenn ja, darum kümmern das der AG nen Dreizeiler gibt um die Fünftel-Versteuerung zu bekommen. Spart ordentlich Steuer bei der Summe (aus eigener praktischer Erfahrung heraus)

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