Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

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  1. Avatar von Sarah-dulm
    Sarah-dulm ist offline
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    Frage Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

    Liebe Mitglieder, Hallo ,

    erstmal freue ich mich auf den zukünftig regen Austausch in diesem spannenden Forum. Ich konnte mich hier bereits etwas einlesen und möchte jetzt meinen ersten eigenen Beitrag posten und gerne ein paar Meinungen von euch einholen ... Aktuell beschäftigen mich 2 Fragen:

    Frage 1) Wie Verhält es sich mit der Sicherheit bei der Geldanlage über eine Vermögensverwaltung einer Bank? Soweit ich bisher lesen konnte gilt das investierte Geld ja im Normalfall als Sondervermögen und ist damit immer ausgeschlossen von der Insolvenzmasse im Falle einer Insolvenz, ist das richtig?

    Ein konkretes Beispiel: Ich lege 500.000 Euro über eine (Privat-)Bank oder eine unabhängige Vermögensverwaltung diversifiziert (Aktien, Fonds, ETF, Immo,...) an. Diese Bank arbeitet bei Ihren Depots z.B. mit DEKA oder UnionInvest zusammen. 1 Jahr später geht genau diese Bank, der Depotanbieter z.B. UnionInvest oder der Finanzdienstleister des ETF's wie z.B. Vanguard pleite. Wie verhält es sich dann mit dem von mir angelegten Geld?

    Unabhängig von den Gebühren stellt sich für mich hier nämlich zunächst erst einmal die Frage über welche Bank ich das ganze machen möchte, neben der Sparkasse die für mich sicher erscheint zumindest was das Insolvenzrisiko angeht gibt es ja noch weitere wie die Hypo, Commerzbank, IngDiba oder die Deutsche Bank oder auch Privatbanken wie die Sutor Bank oder UBS.

    Welche Situationen könnten eintreten, dass das von mir angelegte Geld im Rahmen der Vermögensverwaltung "futsch" ist? Natürlich spreche ich hier nur von der Vermögensverwaltung bzw. den Finanzdienstleistern, das die Unternehmen in welche ich letztendlich z.B. über einen ETF reininvestiere pleite gehen können ist mir selbstverständlich bewusst.


    Frage 2) Habt Ihr Bankempfehlungen für Vermögensverwaltungen ab einer Investitionssummer von ca. 1Mio €? Selber möchte ich aktuell die Verwaltung der Anlagen nicht übernehmen, dafür ist mir die Summe zu hoch und mein Wissen viel zu gering.
    Wichtig sind mir hierbei natürlich eine gewisse Sicherheit, Renditechancen und die Höhe der Gebühren - in einem gesunden Verhältnis. Die kürzlich erschienene Studie des "Focus Money - Der große Vermögensverwaltungs-Test" ist zwar ganz nett aber berücksichtigt eigentlich nur die Qualität der Beratung bis zum Abschluss und nicht die wirkliche Qualität der Anlagen nach der Unterschrift. Vielleicht habt Ihr ja noch Quellen in die ich mich einlesen kann...


    Ich freue mich auf eure Kommentare,
    viele Grüße,
    Sarah xD

  2. Avatar von Cici
    Cici ist offline

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    Standard AW: Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

    Zitat Zitat von Sarah-dulm
    Frage 1) Wie Verhält es sich mit der Sicherheit bei der Geldanlage über eine Vermögensverwaltung einer Bank?
    Man muss hier die Anlage auf verschiedenen Ebenen unterscheiden.

    Auf Bankebene gilt Dein Vermögen als Sondervermögen, die Bank verwahrt die Wertpapiere für Dich nur. Das heißt, sollte Deine Bank pleite gehen, sind Deine Wertpapiere im Depot von der Insolvenzmasse ausgenommen. Existiert die depotführende Bank nicht mehr, sollten die Papiere theoretisch auf eine andere Bank übertragen werden können. Ich weiß leider nicht genau, wie das in der Praxis abläuft.

    Auf Emittentenebene kommt es auf die Art der Anlage an. Bei ETF/Anlagefonds gilt ebenfalls das Sondervermögenprinzip. Geht der ETF-Emittent pleite, bekommst Du den Restwert der enthaltenen Wertpapiere nach einer gewissen Frist ausgezahlt. Die meisten in der EU gehandelten ETFs sind regulatorisch so konstruiert, dass maximal etwa 10-15% des Wertes innerhalb des Fonds ausfallen kann, praktisch vermutlich eher weniger.
    Dies gilt aber bspw. nicht bei Anlagezertifikaten, die den Schuldverschreibungen zugeordnet werden. Geht der Emittent dort pleite, ist das Geld je nach verbleibender Insolvenzmasse im Zweifelsfall komplett weg.

    Auf Ebene der Unternehmen hast Du ja schon selbst geschrieben, dass dort das größte Ausfallrisiko liegt.

    Zu Frage 2 kann ich leider nichts beitragen.

  3. Avatar von StGe1973
    StGe1973 ist offline

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    Standard AW: Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

    Punkt 1:

    Wenn Festgelder in der Anlagestruktur vorhanden sind. Diese sind nur bis 100.000 Euro absolut sicher z.B. das Angebot der Hypo aktuell 4% Zoins auf Festgeld, wenn gleiche Summe in Wertpapiere angelegt wird.

    Punkt 2:
    Hat eigentlich jede größere Bank, da diese immer auch aktiv Kundengelder anlegt. Wenn du auf einem Konto mal eine größere Summe hat, dann bekommst du ein Schreiben mit "Hallo, willst du nicht mal zu einem Anlagegespräch kommen". Das führt dann ein Mitarbeiter der Anlageabteilung und stellt dir eben bestimmte Anlageformen vor...

    Das mit Focus Money ist auch normal, weil du ja letztlich über die Anlageform entscheidest. Der Berater stellt dir eben alles vor (hoffentlich) mit allen Chancen und Risiken. Aber letztlich entscheiden musst du selbst... Der Berater wird dir nie eine feste Vorgabe machen, sondern dir nur Möglichkeiten vorstellen. Deine Entscheidung ist dann letztlich für Gebühren und Rendite verantwortlich...

    Deshalb auch wenn du dazu keine Lust hast, selbst informieren ist immer der beste Weg. Niemals Geld in etwas anlegen, das du nicht vollkommen verstehst und absolut genau so willst. Wenn irgendetwas für dich unklar ist, dann Finger weg...

  4. Avatar von bruno68
    bruno68 ist offline

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    Standard AW: Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

    Erstaunliche Frage: "Wohin dem nicht gebrauchten Geld?"

    Man erkennt tatsächlich an ihrer Frage, wie schwierig es ist, Geld anzulegen!

    Die Unterscheidung ist eher anders zu unterscheiden!

    Nämlich in einen weißen, grauen oder schwarzen Kapitalmarkt:

    Der weiße Markt sichert das begrenzte angelegte Kapital, sprich durch die Einlagensicherung bis zu 100.000 € ab. Hier sind aber die Zinsgutschriften, unter den Abzug der Quellensteuer evtl. unter der Inflation!

    Aber auch
    Tausende Euro weg – Der Preis der PKV-Beitrags-Entlastungs-Police 20.02.2024
    Im Finanzvertrieb ist Marketingkreativität gefragt, um Kunden zum Abschluss zu bewegen. Die Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns bleiben dabei manchmal auf der Strecke. So geschehen beim Verkauf von Rürup-Verträgen als PKV-Beitrags-Entlastungs-Police. Über die Analyse einer Honorarberaterin, die die Nachteile eines solchen Verkaufsverhaltens für den Kunden aufzeigt.
    Prof. Dr. Hartmut Walz ist ein kritischer Beobachter der Finanzdienstleistungsbranche, insbesondere von Finanzprodukten mit hohen Nebenkosten und geringer Rendite. Auf seinem Finanzblog schildert eine Honorar-Finanzanlagenberaterin einen Fall, der kein gutes Licht auf den Provisionsvertrieb wirft.
    In dem Fall hatte eine Kundin einen Vertrag abgeschlossen, um den steigenden Beiträgen ihrer privaten Krankenversicherung entgegenzuwirken. Der als Schutz vor Beitragserhöhungen verkaufte Vertrag entpuppte sich als gewöhnlicher Rürup-Vertrag. Über einen Zeitraum von 13 Jahren zahlte die Kundin seit 2010 mehr als 56.000 Euro ein, die in einen Mischfonds investiert wurden. Dieser erzielte eine durchschnittliche jährliche Rendite von nur 0,99 Prozent.
    Die Beraterin stellte fest, dass die Fondsauswahl und die damit erzielte Rendite hinter den Möglichkeiten des Marktes zurückblieben. Zum Vergleich wurde ein passiver Aktienfonds herangezogen, der eine deutlich höhere durchschnittliche Rendite von 10 % p.a. erzielte. Dieser Fonds hätte im gleichen Zeitraum einen Wert von über 100.000 Euro erzielt, was einer Mehrrendite von fast 50.000 Euro entspricht. Tatsächlich erzielte die Kundin mit ihrem Mischfonds nur 3.500 Euro, also nicht einmal einen Inflationsausgleich ihrer Einzahlungen.
    Neben der schlechten Performance bestand eine Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Wert der Fondsanteile. Verglichen mit der Renditeberechnung ergab sich in der Standmitteilung des Versicherers ein Minus von fast 15.000 EUR. Diese Differenz wurde auf die hohen Vertragskosten und Vermittlerprovisionen zurückgeführt, die zu einem erheblichen Verlust für die Kundin führten.
    Die Vermarktung von Rürup-Verträgen als PKV-Beitragsentlastungspolicen bringt Provisionen, geht aber an den Bedürfnissen der Kunden vorbei. Die hohen Kosten und die geringe Rendite solcher Produkte benachteiligen die Kunden erheblich. Fatal ist, dass diese Anlage dazu dienen soll, die steigenden PKV-Beiträge im Alter aufzufangen.
    oder Nachzulesen https://www.kanzlei-kapitalanlagerec...talanlagerecht

    Die beiden anderen Kapitalformen, ob je der Anleger erkennt, inwieweit bei diesen Vermögensformen eine Erfüllungspflicht oder gar ein vollständiger und mehrfacher Nachschusspflicht besteht, darf bei Eigenabschluss eher unerkannt bleiben!

    Wenn, nur eine GmbH& Co. KG. als firmiert agiert, so ist nur hier eher der Totalverlust der Einlage zu erwarten! Aber wenn eine Firma nur als eine GbR firmiert, dann haftet der Gesellschafter (Sie durch den Kauf der Firmenanteile) bis zur Eigeninsolvenz und Haftstrafe.

    Sowie ob Eigenverwaltung oder Fremdverwaltung! Könnte bei einem Schadenersatzprozess negativ ausgehen, denn wenn der Voll-, Teil-Vermögensverlust wegen Eigenverwaltung, trotz Beratung eingetreten ist.
    Und bei Fremdverwaltung? Nun, wenn der Verwalter mit dem eingesammelten Geld lieber außerhalb von Deutschland sorgenfrei leben möchte? Ist ihr Geld auch weg, weil dieser nur nach dem KWG gearbeitet hat!

    Nein, ihr Problem ist, dass Sie selbst nicht wissen, was Sie wollen! Denn der Fehler liegt auf der Hand: Sie glauben, dass die Million noch zukünftig so wertvoll wie heute bleibt (1. Irrtum) und dass diese Million noch bis zur Rente vorhanden ist! (2. Irrtum)

    Aber gegen diese beiden Irrtümer gibt es keine Sicherheit oder Garantie.

    bruno68

  5. Avatar von ZehWeh
    ZehWeh ist gerade online

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    Standard AW: Empfehlung Bank/Vermögensverwaltung ab 1 Mio € Kapital - Sicherheit der Anlage?

    Mal wieder völlig am Thema vorbei Bruno. Der TE hat nirgends geschrieben, das er glaubt das sein Geld in X Jahren noch einen bestimmten Wert hat oder vorhanden ist. Wie kann man in einen relativ knappen Beitrag derart viel Müll hineininterpretieren....

    @Sarah-Dulm : Bruno am besten ignorieren.

    Wie andere bereits erwähnten kommst du nicht drum herum dich etwas in die Materie einzulesen, ansonsten wird sich die Bank, egal welche, dankend die Hände reiben und kann dir dann im Prinzip aufschwatzen was sie möchte. Ein entscheidender Punkt werden die Kosten sein. Du solltest dir zuerst überlegen wie hoch die Anteile risikoreich und risikoarm aussehen sollen. Soll der risikoarme Anteil größer als 100.000€ sein wird es nötig in risikoarme Fonds zu investieren, damit dies auch zum Sondervermögen zählt. Die einzigen Risiken, die dort drohen wären dann Staatspleite (z.b. bei einem Anleihen ETF auf deutsche Staatsanleihen) oder Eurocrash, beides sehr unwahrscheinlich.
    Pauschal sagt man, je älter man ist, desto höher der risikoarme Anteil aber wichtig ist, das du damit ein gutes Gefühl hast und nicht jeden Tag Sorgen um dein Geld hast.

    Eine Bank wird dir dann vermutlich ein Depot mit mindestens 8-10 Positionen vorschlagen. Da den Überblick zu behalten ist schon nicht ganz einfach und gehört dann wohl auch zur Taktik der Bank, denn das ganze dann auseinander zu dröseln um einen Überblick darüber zu erhalten wie viel von deinem Geld dann jedes Jahr an die Bank an Gebühren fließt kostet vor allem Zeit, die viele nicht aufbringen möchten. Die Ernüchterung kommt dann meistens erst Jahre später.

    Daher : Lies dich in die Materie ein und lass dir mehrere Angebote verschiedener Banken erstellen.

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