Fragen zur Zuteilungsreife und zur Option eines Annuitätendarlehens
Hallo zusammen,
ich bin absoluter Laie im Bereich Immobilienfinanzierung und habe bisher noch nie eine Wohnung gekauft. Deshalb bin ich in meiner aktuellen Situation sehr verunsichert und hoffe auf etwas Klarheit.
Mein Bankberater hat meine Einnahmen und Ausgaben geprüft und mir daraufhin eine Finanzierung empfohlen. Vorgeschlagen wurde ein endfälliges Immobiliardarlehen mit grundpfandrechtlicher Besicherung und Tilgungsaussetzung, das über die Abtretung der Ansprüche aus einem oder mehreren Bausparverträgen abgesichert werden soll.
Die Darlehenssumme beträgt 170.000 € bei einem Zinssatz von 4,5 %. Das wären 580 € nur reine Zinsen monatlich. Zusätzlich soll ich einen separaten Bausparvertrag bei der BHW abschließen, den ich mit 350 € monatlich besparen müsste. Nach 10 Jahren würde ich dann einen Sollzins von 2,3 % erhalten. Die Wohnung ist für mich alleine das heißt ich finanziere auch alleine.
Nach meinen eigenen Berechnungen und dem, was ich online recherchiert habe, komme ich jedoch nicht einmal annähernd auf die erforderlichen 40–50 % der Bausparsumme, die notwendig wären, um nach 10 Jahren überhaupt zuteilungsreif zu sein – es sei denn, ich würde jedes Jahr sondertilgen oder eine größere Summe auf einmal einzahlen. Genau das verunsichert mich: Was passiert, wenn der Bausparvertrag nach 10 Jahren nicht zuteilungsreif ist und ich nicht genügend Rücklagen habe?
In diesem Zusammenhang frage ich mich auch, ob für meine Situation nicht ein klassisches Annuitätendarlehen die bessere Wahl wäre. Mein Bankberater argumentiert zwar, dass die Zinsen in 10 Jahren höher sein könnten und ich mit dem Bausparmodell mehr Sicherheit hätte. Ich bin mir aber unsicher, ob dieses Modell für mich wirklich sinnvoll ist.
Außerdem würde mich interessieren, ob es überhaupt möglich ist, den aktuell vorliegenden (noch nicht unterschriebenen) Vertrag auf ein Annuitätendarlehen umstellen zu lassen – oder ob dafür der komplette Kreditantrag neu gestellt werden müsste.