Haushaltsbudget/Bankrate ermitteln

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  1. Avatar von Simoniritz
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    Standard Haushaltsbudget/Bankrate ermitteln

    Liebe Community,

    ich stehe kurz davor, das größte Darlehen meines Lebens aufzunehmen. Wir möchten im ländlichen Niedersachsen ein Haus für unsere Familie bauen. Um einschätzen zu können, welche monatliche Kreditrate wir uns dauerhaft leisten können, ist eine realistische Planung unserer Haushaltsausgaben natürlich besonders wichtig.

    Deshalb möchte ich euch gerne unsere Kalkulation vorstellen: Haltet ihr die angesetzten Beträge für realistisch? Haben wir wichtige Ausgaben vergessen oder einzelne Positionen zu knapp kalkuliert?

    Wir planen mit zwei Kindern und einem sehr energieeffizienten Haus mit 140 m² Wohnfläche auf einem 560 m² großen Grundstück mit Garten.

    Alle folgenden Beträge sind monatliche Beträge. Die Kreditrate kommt zusätzlich hinzu. Ausgaben für Urlaub, Anschaffungen usw. sind auf den Monat umgerechnet.

    Lebensmittel & Drogerie

    780 € – Lebensmittel für die wöchentlichen Einkäufe

    120 € – Drogerie & Hygiene

    100 € – Schulverpflegung / Kantine

    Summe: 1.000 €

    Freizeit, Kultur & Gastronomie

    300 € – Brasilienreise

    200 € – Gastronomie & Kultur

    180 € – Ostseeurlaub

    120 € – Freizeit & Ausflüge

    100 € – Tennis für die Erwachsenen

    70 € – Sport für das erste Kind

    70 € – Sport für das zweite Kind

    Summe: 1.040 €

    Mobilität & Auto

    230 € – Kraftstoff für den Erstwagen (80 km Pendelstrecke)

    150 € – Fixkosten Erstwagen, z. B. Versicherung und TÜV

    170 € – Rücklage für Wertverlust und Verschleiß des Erstwagens

    250 € – Geplanter Zweitwagen: Fixkosten & Kraftstoff

    Summe: 800 €

    Hausnebenkosten & Energie

    110 € – Haushaltsstrom

    110 € – Müll, Grundsteuer & Abwasser

    70 € – Heizung & Warmwasser über eine Wärmepumpe

    60 € – Gebäude- & Hausratversicherung

    50 € – Puffer für Gebührenerhöhungen

    Summe: 400 €

    Bekleidung & Schuhe

    130 € – Kinder

    120 € – Erwachsene

    Summe: 250 €

    Einrichtung & Haushalt

    120 € – Möbel & Deko für Haus und Garten

    88 € – Ersatz für Haushaltsgeräte & Werkzeug

    Summe: 208 €

    Kinder & Bildung

    50 € – Schulmaterial & Bücher

    40 € – Schulausflüge & Wandertage

    30 € – Taschengeld für die Kinder

    Summe: 120 €

    Gesundheit

    62 € – Zahnreinigung, Brillen & Zuzahlungen

    40 € – Apotheke

    Summe: 102 €

    Telekommunikation & Post


    20 € – Festnetz & Internet

    30 € – Mobilfunkverträge der Eltern

    10 € – Streamingdienste & Porto

    Summe: 60 €

    Rücklagen & Puffer

    250 € – Sonstiges & unvorhergesehene Ausgaben

    200 € – Reparaturrücklagen für Haus & Garten

    Summe: 450 €

    Monatlicher Gesamtbedarf ohne Kreditrate:
    4.430 €




    Einsparmöglichkeiten im Notfall

    Falls es finanziell enger werden sollte, sehen wir bei folgenden Positionen Einsparpotenzial:

    300 € – Brasilienreise streichen

    180 € – Ostseeurlaub streichen

    100 € – Sportangebote der Kinder reduzieren

    300 € – Auf ein Auto verzichten und die Autokosten reduzieren

    100 € – Lebensmittelbudget reduzieren

    50 € – Bekleidungsbudget reduzieren

    400 € – Puffer und Rücklagen vorübergehend reduzieren

    Mögliche Einsparungen insgesamt: 1.430 € monatlich



    Damit würden unsere Ausgaben im Notfall auf 3.000 € monatlich zuzüglich Kreditrate sinken. Dass insbesondere die Kürzung der Rücklagen keine dauerhafte Lösung ist, ist uns bewusst.

    Wie schätzt ihr die Kalkulation ein – sowohl für den normalen Alltag als auch für den Notfall? Über eure Erfahrungen, gerade als Familie mit zwei Kindern und eigenem Haus, würde ich mich freuen.

    Vielen Dank schon einmal im Voraus!

    LG
    Simon

  2. Avatar von tneub
    tneub ist offline

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    Standard AW: Haushaltsbudget/Bankrate ermitteln

    Frage vorweg: Führst du Haushaltsbuch?

    Falls ja, wirst du deine Kosten besser im Überblick haben als andere.
    Falls nein, dann Respekt, denn ich finde deine Aufstellung gar nicht mal so unrealistisch.
    Ich führe seit gut 15 Jahren eine monatliche Excel-Planung, welche mit den Ist-Zahlen vervollständigt wird, allerdings nicht so detailliert, wie bei dir.

    An 3 Stellen glaube ich nicht, dass ihr hinkommt, einige kann man schwer einschätzen.

    1.Lebensmittel & Drogerie
    Bei Schulverpflegung braucht den Betrag von 100€ allein mein Kind bei ca. 5€ pro Tag und 20 Schultagen.
    1000€ für Lebensmittel und Drogerie kommen wir zu 3. gut hin. (meist haben wir zwischen 900 und 950€ im Durchschnitt)
    Wären wir 4 Personen oder würden wir in die Kantine gehen/regelmäßig Lieferservice nutzen würde es nicht reichen.
    Das ist aber sehr individuell. Wer z.B. nur Leitungswasser trinkt, ist z.B. deutlich günstiger dabei.

    2. Freizeit, Kultur & Gastronomie
    Das ist sehr individuell, da kann ich nichts sagen.

    3. Mobilität & Auto

    170 € – Rücklage für Wertverlust und Verschleiß des Erstwagens wird meiner Meinung nach definitiv nicht reichen.
    Man muss sich nur mal die aktuellen Autopreise anschauen. Da ist man mittlerweile schnell bei 40-50T€. Nimmt man mal 40T€ und 10 Jahre Nutzungsdauer an, sind das 333€. Bei 15 Jahren sind das 222€. Neben der Ersatzbeschaffung scheinen bei dir die Reparaturkosten drin zu sein. 170€x 12 Monate= 2040€ können auch schnell mal eine Reparatur sein oder paar neue Räder. Da bleibt nix für den Ausgleich des Wertverlust für die Ersatzbeschaffung übrig.

    Beim Zweitwagen unterschlägst du die Kosten komplett und nimmst nur Fixkosten und Benzin.

    4. Hausnebenkosten & Energie
    Alles nicht unrealistisch geplant. Könnte passen.
    Wenn es ein sehr Energieeffizientes Haus ist, sollte da eher Potenzial nach unten sein.

    5. Telekommunikation & Post
    Festnetz und Internet für 20€ hätte ich auch gern. Wir zahlen einen 10er mehr. Sollten wir irgendwann mal Glasfaser bekommen (sollte schon vor 3 Jahren installiert werden) wäre der Preis noch höher.

    Der Rest ist wieder sehr individuell, das hab ich bei mir auch nicht einzeln aufgedröselt um da Vergleiche anstellen zu können.
    Plane fürs Erstjahr im Haus nochmal deutlich höhere Kosten für Gartengeräte/Pflanzen/Werkzeug etc. ein. Ich war wöchentlich im Baumarkt und hätte eigentlich schon per Handschlag begrüßt werden müssen.


    Ein Funfact ist mir aufgefallen:
    Ihr macht eine Haushaltsplanung für die nächsten Jahre, da muss natürlich auch ein Budget für Urlaub rein.
    Das aber aufs konkrete Urlaubsziel zu benennen fand ich lustig.
    Ich weiß nicht wie alt die Kinder sind. Mit Kleinkindern außerhalb der Ferien kann man sehr günstig Urlaub machen. Ist man auf die Ferien angewiesen, wird es deutlich teurer.

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