Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

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  1. Avatar von Sammy
    Sammy

    Idee Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Hallo,

    ich habe eine wichtige Frage an Euch:

    seit 4 Jahren habe ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Nürnberger.
    Ich bin selbstständig, 42j, und verdiene mein Geld zuhause an diversen Webprojekten.

    Da ich regelmässige Einnahmen habe, wird im Falle einer Berufsunfähigkeit
    (hoffentlich tritt dieser Fall nie ein) meine Versicherung NICHTS bezahlen.

    Ich vermute Mal, dass ich unnötig in diese BU einzahle!!

    Für mich macht es daher mehr Sinn eine Unfallversicherung abzuschliessen?

    Wer kann mir gute Ratschläge geben?

    Vielen Dank,
    beste Grüße

    Sammy

  2. Avatar von Matthiashase
    Matthiashase ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Mit den Einnahmen hat es nichts zu tun, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt oder nicht. Das richtet sich nur danach, ob man seinen Beruf noch zu 50% ausüben kann oder nicht (bzw. irgendeine Arbeit nur zu 50% ausüben kann, je nach Bedingungen).

  3. Avatar von Sammy
    Sammy

    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Wenn ich 100% berufsunfähig bin, und weiterhin gute
    Einnahmen habe, zahlt dann trotzdem die Versicherung???
    Ganz sicher?

    Ich bin bei der Nürnberger Versicherung BUZ-versichert.

  4. Avatar von Naseweis
    Naseweis ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Zitat Zitat von Matthiashase
    Mit den Einnahmen hat es nichts zu tun, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt oder nicht. Das richtet sich nur danach, ob man seinen Beruf noch zu 50% ausüben kann oder nicht (bzw. irgendeine Arbeit nur zu 50% ausüben kann, je nach Bedingungen).
    Wie kommt man nur zu solch einer Antwort ?

    Bitte einmal in aller Ruhe nachfolgende Bedingungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung durchlesen:

    § 2 Wann liegt Berufsunfähigkeit vor?
    (1) Berufsunfähigkeit im Sinne von § 1 Absatz 1 liegt vor, wenn die versicherte
    Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfte ver fall, was ärztlich nachzuweisen
    ist, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 %
    außerstande ist, ihren vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung zuletzt
    ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
    ausgestaltet war, nachzugehen. Bei einem geringeren Grad der Berufs unfähigkeit
    besteht kein Anspruch auf diese Versicherungsleistungen.
    (2) Übt die versicherte Person jedoch eine andere, ihrer Ausbildung oder Er fahrung
    und bisherigen Lebensstellung entsprechende berufliche Tätigkeit konkret aus, liegt keine Berufsunfähig keit vor. Als entsprechend wird dabei nur
    eine solche Tätigkeit angese hen, die keine deutlich abweichenden Kenntnisse

    und Fähigkeiten er fordert und auch in ihrer Vergütung und Wertschätzung nicht
    spürbar unter das Niveau der bislang ausgeübten beruflichen Tätigkeit absinkt.
    Unzumutbar ist dabei in der Regel eine Einkommensminderung von 20 % oder
    mehr gegenüber dem jährlichen Bruttoeinkommen im zuletzt ausgeübten Beruf,
    wobei die individuellen Gegebenheiten sowie die höchstrichterliche Rechtsprechung
    zu berücksichtigen sind. Im begründeten Einzelfall kann auch eine unter
    20 % liegende Einkommensmin derung unzumutbar sein. Auf eine abstrakte Verweisung

    wird verzichtet.

    (3) Bei einer selbstständig oder freiberuflich tätigen versicherten Person setzt
    Berufsunfähigkeit zusätzlich voraus, dass sie außerstande ist, durch zumutbare
    Umorganisation ihres Arbeitsplatzes oder ihres Tä tigkeitsbereichs sowie durch
    Zuweisung betrieblich anfallender Arbeits abläufe an Mitarbeiter, sich ein Tätigkeitsfeld
    zu schaffen, das minde stens 50 %ige Berufsunfähigkeit ausschließt.
    Eine Umorganisation ist zumutbar, wenn sie wirtschaftlich zweckmäßig ist, vom
    Versicherungs nehmer oder der versicherten Person aufgrund ihres maßgeblichen
    Einflusses auf die Geschicke des Unternehmens realisiert werden kann, nicht
    zu einer auf Dauer ins Gewicht fallenden Einkommenseinbuße führt und keinen
    erheblichen Kapitalaufwand er fordert. Die Stellung als Betriebsinhaber muss erhalten

    bleiben.


    Gruß

  5. Avatar von Naseweis
    Naseweis ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Hallo Sammy,

    Ratschläge kann man aus der Ferne schlecht geben,
    wenn man keine näheren Informationen über die berufliche Tätikgeit,
    Familie, Vermögen und bestehende Altersversorgung hat.

    Evt. wäre eine Existenzschutzversicherung auch eine Möglichkeit einer Absicherung.

    siehe: Existenzschutzversicherung für Erwachsene von AXA

    Gruß

  6. Avatar von Mike Spezi
    Mike Spezi ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Zitat Zitat von Matthiashase
    Mit den Einnahmen hat es nichts zu tun, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt oder nicht. Das richtet sich nur danach, ob man seinen Beruf noch zu 50% ausüben kann oder nicht (bzw. irgendeine Arbeit nur zu 50% ausüben kann, je nach Bedingungen).

    Interessante These! Nur leider völlig falsch!

    Richtig ist, was Freund Naseweis geschrieben hat.

    Deshalb ist auch die Idee mit einer Unfallversicherung gar nicht schlecht.
    Zwar sichert diese keine Berufsunfähigkeit ab, dafür aber ist die Leistung
    bei Unfall klar definiert und unabhängig vom erzielten Einkommen.

    Ersetzen kann dies eine BU jedoch nicht.

    mfg
    mike

  7. Avatar von neutraler Tippgeber
    neutraler Tippgeber

    Cool AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Zitat Zitat von Sammy
    Hallo,

    ich habe eine wichtige Frage an Euch:

    seit 4 Jahren habe ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Nürnberger.
    Ich bin selbstständig, 42j, und verdiene mein Geld zuhause an diversen Webprojekten.

    Da ich regelmässige Einnahmen habe, wird im Falle einer Berufsunfähigkeit
    (hoffentlich tritt dieser Fall nie ein) meine Versicherung NICHTS bezahlen.

    Ich vermute Mal, dass ich unnötig in diese BU einzahle!!

    Für mich macht es daher mehr Sinn eine Unfallversicherung abzuschliessen?

    Wer kann mir gute Ratschläge geben?

    Vielen Dank,
    beste Grüße

    Sammy
    Zitat Zitat von Sammy
    Wenn ich 100% berufsunfähig bin, und weiterhin gute
    Einnahmen habe, zahlt dann trotzdem die Versicherung???
    Ganz sicher?

    Ich bin bei der Nürnberger Versicherung BUZ-versichert.
    Hallo Sammy,

    in erster Linie kommt es auf Ihren Beruf an, den Sie bei der NÜRNBERGER versichert haben. Können Sie diesen gesundheitsbedingt nicht zu mindestens 50% dauerhaft (mind. 6 Monate) ausüben, kann normalerweise eine Berufsunfähigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen vorliegen.

    Zu klären wären z.B.:

    (1) Welchen Tarif Sie bei der NÜRNBERGER versichert haben (genaue Bezeichnung).
    (2) Ob die "Abstrakte Verweisung" ausgeschlossen ist (wenn Sie Ihren Tarif nennen, ist dies leicht zu klären)
    (3) Ihre aktuelle berufliche Tätigkeit im Vergleich zum versicherten Beruf bei der NÜRNBERGER.
    (4) Ist eine Umorganisierung Ihres Betriebes finanziell sinnvoll.
    (5) Kann man Sie konkret auf Ihre Tätigkeit als "Webprojekt- ... " verweisen. Hier spielt das erzielbare Einkommen, Ihre Lebensstellung und Erfahrung eine Rolle. Einkommenseinbußen von mehr 20% sind normalerweise nicht hinnehmbar und schließen eine konkrete Verweisung aus. Wenn Sie mehr zur "Konkreten Verweisung" und "Abstrakten Verweisung" wissen wollen:

    https://www.deutsche-versicherungsboe...Verweisung_(BU)

    Sollten Sie konkret eine berufliche Tätigkeit ausüben, die das gleiche soziale Ansehen genießt, bei der Sie ca. das selbe Einkommen haben und welche auch Ihrer Erfahrung entspricht, dann kann die NÜRNBERGER Sie auf diese berufliche Tätigkeit konkret verweisen und die BU-Rentenzahlungen einstellen.

    Alternatives Versicherungskonzept für Selbständige zur Absicherung der Berufsunfähigkeit:

    Zum Beispiel eine Kombination aus:

    + Dread Disease - Eine Versicherung, die bei einer schweren Krankheit (z.B. Krebs, Herzinfakt, etc.) eine einmalige hohe Summe ausbezahlt.

    + Berufsunfähigkeitsversicherung (oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung, wegen dem Risiko der betrieblichen Umorganisierung)

    + Unfallversicherung

    Diese Kombination wäre die teuerste, aber auch die umfangreichste Absicherung für einen Selbständigen.

    Eine günstige, aber trotzdem eine gute Absicherung ist und bleibt eine Berufsunfähigkeitsversicherung, weil diese bei Krankheit und Unfall zahlt. Alternativ könnte man auch über eine günstigere Erwerbsunfähigkeitsversicherung nachdenken, jedoch wäre hier das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Umorganisierung Ihres Betriebes im Falle einer Berufsunfähigkeit zu klären. Im Zweifelsfall lieber eine BU vorziehen.

    Nur eine Unfallversicherung ist kein ausreichender Versicherungschutz, da dieser nur bei Unfall greift. 90% der Invalidität resultieren ausschließlich durch Krankheit und nur 10% durch Unfall. Eine Unfallversicherung ist somit nur eine Ausschnittsdeckung, die einen kleinen Bereich der Invalidität abdeckt.

    Grüße

  8. Avatar von Birgit K.
    Birgit K. ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Ich würde mich auf darüber informieren, ob die BU für selbstständige überhaupt wirkt. Ansonsten denke ich, dass eine Unfallversicherung einfach etwas anderes abdeckt als die BU. Ob man das so vergleichen kann weiß ich gar nicht.

  9. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    BU und Unfallversicherung kann man definitiv nicht miteinander vergleichen. Herr Irmscher hat hier das Ganze vollkommen passend beschrieben, dass die Unfallversicherung nur einen minimalen Teil einer BU abdeckt.

    Dennoch ist die Frage von Sammy mehr als berechtigt. Wenn trotz einer Berufsunfähigkeit weiterhin Einnahmen fließen, muss man sich das Ganze einmal detailliert anschauen.

    Auch hier finde ich den Lösungsweg von Herrn Irmscher nicht schlecht. Mit einem Mix aus Dread-Disease und Unfallversicherung hätte man hier bis auf das Thema Psyche die größten Wahrscheinlichkeiten, woraus auch eine Berufsunfähigkeit resultieren kann, abgedeckt.

  10. Avatar von s.marbach
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Hallo,

    ich finde auch dass Herr Irmscher dass wunderbar zusammengefasst hat. Die Dread Disease, mit der Möglichkeit einer einmaligen Kapitalauszahlung bei schwerer Erkrankung ist herrvoragend.

    Andererseits ist der Tipp von Naseweis mit der Existenzschutzversicherung auch super, die bei schwerer Krankheit eine Rente zahlt, hierbei spielt auch keine Rolle, ob Sie weiterhin Einnahmen generieren. Weil bei der Existenzschutzversicherung, dass Bereicherungsverbot nicht gilt!

    Ich stimme den anderen Forummitgliedern auch zu, dass eine Unfallversicherung allein, bei weitem nicht ausreicht!

  11. Avatar von tequila
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Weil bei der Existenzschutzversicherung, dass Bereicherungsverbot nicht gilt!
    Das heißt,ich könnte also,rein hypothetisch,wenn ich es mir leisten kann,unabhängig von einem Einkommen und ohne das die Janitos das prüft,eine Rentenhöhe von 3 Millionen € vereinbaren?

  12. Avatar von s.marbach
    s.marbach ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Stellen Sie doch keine Fragen, auf die Sie die Antwort bereits kennen.

    Natürlich ist es nicht so, die Höchstgrenze liegt hier soweit ich weiß bei 3.000€ ( bitte um Berichtigung, der Vermittler/Makler )

  13. Avatar von tequila
    tequila ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Das wäre nicht nötig gewesen,wenn man mit dem Begriff Bereicherungsverbot sauber umgeht.Dieses gilt im Zuge der VVG-Reform auch nicht mehr für die BU-Versicherung.

  14. Avatar von Frischling 62
    Frischling 62 ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Hallo Herr Irmscher,
    ich finde das Thema sehr interessant.
    Mich würde es interessieren
    wo man denn dieses alternative Versicherungskonzept für Selbstständige zur Absicherung der BU empfehlenderweise abschließen könnte oder sollte?
    Gibt es eine Altersbegrenzung?
    Ist es ein Vertrag mit den o.g. Komponenten oder sind es 3 Einzelverträge?
    Und ist die Auszahlung nicht gekoppelt an die Einkommensnachweise der letzten 3 Jahre und ist eine zeitliche oder finanzielle Begrenzung der Leistung des Versicherers in den Verträgen vorgesehen?
    Wer legt die Höhe der BU fest der behandelnde Arzt oder diverse Gutachter der Versicherung?


    MfG

  15. Avatar von tequila
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Mich würde es interessieren
    wo man denn dieses alternative Versicherungskonzept für Selbstständige zur Absicherung der BU empfehlenderweise abschließen könnte oder sollte?
    Zum Beispiel auf der Seite des Werbenden.
    Gibt es eine Altersbegrenzung?
    Ja.
    Ist es ein Vertrag mit den o.g. Komponenten oder sind es 3 Einzelverträge?
    Sinnigerweise sind es 3 Einzelverträge.
    Und ist die Auszahlung nicht gekoppelt an die Einkommensnachweise der letzten 3 Jahre und ist eine zeitliche oder finanzielle Begrenzung der Leistung des Versicherers in den Verträgen vorgesehen?
    Da Sie sowohl bei der Dread Disease als auch bei der Unfallversicherung eine einmalige Kapitalabfindung erhalten,wird das mit einer zeitlichen Begrenzung schwierig.Innerhalb der Unfallversicherung können Sie eine Rentenzahlung vereinbaren,deren Dauer auch lebenslang sein kann.
    Die finanziellen Begrenzungen regeln die jeweiligen Bedingungen.Eine BU kann unter Umständen auch lebenslang gezahlt werden,allerdings muss der Versicherungsfall bis zu einem bestimmten Alter eingetreten sein und in aller regel muss der bedingungsgemäße Zustand der Berufsunfähigkeit dauerhaft fortbestehen.
    Wer legt die Höhe der BU fest der behandelnde Arzt oder diverse Gutachter der Versicherung?
    Weder noch.Das machen Sie in Verbindung mit den Annahmerichtlinien des Versicherers und der Risikoprüfung des Hauses.
    Falls Sie den Leistungsfall meinen:Entweder sind Sie laut Bedingungen/Gutachten berufsunfähig oder nicht.Unter 50%-nada,über 50%-vereinbarte Rente ohne Abstriche.Alternativ:Staffelregelung.

  16. Avatar von Frischling 62
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    ........Wer legt die Höhe der BU fest der behandelnde Arzt oder diverse Gutachter der Versicherung? .......
    Entschuldigung,falsche Wortwahl gemeint war der Eintritt des Versicherungsfalles und die damit verbundene prozentuale Einstufung.
    Welche Anbieter/Versicherer könnte man dafür a.G. von Statistiken, Bewertungen und persönlichen Erfahrungen da empfehlen?

    Vielen Dank

  17. Avatar von fitnessfan
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Warum kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich so viel im Monat wie die private Haftplicht im ganzen Jahr?

    Ich bin ein Versicherungshasser und habe außer Kranken/Haftpflicht und Recht nichts mehr.

    Ich bin 22 Jahre alt und studiere derzeit. Aber scheinbar werde ich total in das Arbeitnehmerleben getrieben, weil ich ja sofort ganz viele Versicherungen brauche und bezahlen muss, da ich ansonsten in ein paar Jahren unter der Brücke leben werde. Im Fall der Fälle wäre ich doch von Hartz IV aufgefangen?

    Noch eine mögliche Alternative wäre das Geld einfach beiseite zu legen für den Fall der Fälle. Statistisch ist man erst ab 45 Jahre berufsunfähig und bis dahin kann ich doch ein paar Jahresgehälter ansparen, sollte ich nicht noch im Lotto gewinnen.

  18. Avatar von tequila
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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Warum kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich so viel im Monat wie die private Haftplicht im ganzen Jahr?
    Eine ganz simple Kalkulation.Die Durchschnittsschäden sind höher.
    Ich bin ein Versicherungshasser und habe außer Kranken/Haftpflicht und Recht nichts mehr.
    Aha.Und?
    Ich bin 22 Jahre alt und studiere derzeit. Aber scheinbar werde ich total in das Arbeitnehmerleben getrieben, weil ich ja sofort ganz viele Versicherungen brauche und bezahlen muss, da ich ansonsten in ein paar Jahren unter der Brücke leben werde. Im Fall der Fälle wäre ich doch von Hartz IV aufgefangen?
    Sie müssen gar nichts.Wenn die Sozialhilfe Ihr Lebensziel ist,sei Ihnen das doch gegönnt.Es soll Menschen geben,die eine andere Denkweise verfolgen und sich gegen diverse Risiken versichern möchten.
    Noch eine mögliche Alternative wäre das Geld einfach beiseite zu legen für den Fall der Fälle. Statistisch ist man erst ab 45 Jahre berufsunfähig und bis dahin kann ich doch ein paar Jahresgehälter ansparen, sollte ich nicht noch im Lotto gewinnen.
    Statistisch gesehen können Sie auch morgen arbeitslos werden.Die Jahresgehälter,die Sie dann zurücklegen können,dürften eher spärlich ausfallen.Ausserdem bekommen Sie unter Umständen ein Problem mit der Wartezeit bei Erwerbsunfähigkeit.Ist aber auch nur eine Statistik.
    Zocken Sie halt mit Ihrer Arbeitskraft.Das ist Ihre Entscheidung.

  19. Avatar von fitnessfan
    fitnessfan ist offline

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    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Zitat Zitat von tequila
    Eine ganz simple Kalkulation.Die Durchschnittsschäden sind höher.
    Schön. Ich frage mich nur, weil die Fälle aus der privaten Haftpflicht "krasser" klingen als die aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Private Haftpflicht aus ...gutguenstigversichert.de/ news/gut-guenstig-die-richtige-privathaftpfl icht.html
    Sie sind in der Stadt unterwegs, sehen einen Bekannten, rufen ihn und laufen rasch über die Straße auf ihn zu. Leider haben Sie den Heizöltransporter nicht gesehen. Durch Ihre Unachtsamkeit muss der Fahrer eine Vollbremsung einleiten, um Sie nicht zu gefährden. Der Laster gerät ins Schlingern, kippt und tausende Liter Heizöl laufen aus. Zusätzlich sind drei parkende Autos unter dem Laster begraben und eine Person wurde durch umher fliegende Teile schwer am Kopf verletzt.
    Zitat Zitat von tequila
    Aha.Und?
    Damit Sie wissen, wie ich denke.

    Zitat Zitat von tequila
    Sie müssen gar nichts.Wenn die Sozialhilfe Ihr Lebensziel ist,sei Ihnen das doch gegönnt.Es soll Menschen geben,die eine andere Denkweise verfolgen und sich gegen diverse Risiken versichern möchten.
    Ist das eine Beleidigung?

    Zitat Zitat von tequila
    Statistisch gesehen können Sie auch morgen arbeitslos werden.Die Jahresgehälter,die Sie dann zurücklegen können,dürften eher spärlich ausfallen.Ausserdem bekommen Sie unter Umständen ein Problem mit der Wartezeit bei Erwerbsunfähigkeit.Ist aber auch nur eine Statistik.
    Zocken Sie halt mit Ihrer Arbeitskraft.Das ist Ihre Entscheidung.
    Vorneweg: Ich halte nichts von gesetzlichen Leistungen und gehe davon aus, dass ich nie in Genuss einer Erwerbsunfähigkeit komme. Außerdem zocke ich nicht mit meiner Arbeitskraft. Ich habe mich dafür entschieden, dass es für mich einen anderen Weg gibt, dieses Risiko zu minimieren.

    Dann fangen wir mal mit ein bisschen Stochastik an. Ich hoffe, Risikodiagramm ist Ihnen ein Begriff.

    Ich nehme folgende Annahmen an aus unbekannter Quelle:
    Keine Deflation/Inflation => Keine Dynamik
    Eintrittsalter: 20 Jahre, Endalter: 70 Jahre (Annahme durch Gesetzesänderung)
    Monatlicher Einzahlungsbetrag: 90 EUR (Student, gutes Bedingungswerk)
    Durchschnittliche Berufsunfähigkeitszeit: 5-8 Jahre, also 6,5 Jahre
    Monatliche Berufsunfähigkeitsrente: 1500 EUR

    Eingezahlte Beiträge: 50 Jahre * 12 Monate * 90 EUR = 54.000 EUR
    Durchschnittliche Berufsunfähigkeitsrente: 6,5 Jahre * 12 Monate * 1500 EUR = 117.000 EUR

    Berufsunfähigkeitsrisiko: Man hört, jeder vierte.
    Finanzielles Risiko: 117.000 EUR * 25% = 29.250 EUR (Annahme: 1 Jahresgehalt)

    Mein Risiko für Berufsunfähigkeit beträgt ein Jahresgehalt. Eingezahlt habe ich aber etwas weniger als zwei Jahresgehälter.

    Mein Fazit: Berufsunfähigkeit ist von der Auftretenswahrscheinlichkeit möglich und der Ausmaß ist je nach Rücklagen unbedeutend bis existenzbedrohend. Es besteht somit unter Umständen Handlungsbedarf, aber das es IMMER eine Versicherung sein muss, wage ich zu bezweifeln. Besonders, wenn man kein Arbeitnehmer ist, gibt es sicher auch andere Alternativen.

    --
    Oh, ganz vergessen:
    Zitat Zitat von tequila
    Statistisch gesehen können Sie auch morgen arbeitslos werden.
    Ich werde morgen arbeitslos: 50%
    Ich werde morgen nicht arbeitslos: 50%

  20. Avatar von Sammy
    Sammy

    Standard AW: Berufsunfähigkeitsversicherung oder doch Unfallversicherung für Selbstständige?

    Vielen Dank für Eure sehr wertvollen Ratschläge!

    Eine Frage von mir ist allerdings noch nicht 100% beantwortet:

    Wenn ich berufsunfähig bin und BU-Rente erhalte; kann ich
    dann weiterhin Einnahmen (durch laufende Webprojekte) erzielen?


    Ich bin bei der Nürnberger versichert.
    Tarif N2401*M (Im Antrag steht N2201?)

    Vielen Dank,
    beste Grüße

    Sammy

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