Thema: Währung - Referenzwährung; Bedeutung?

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  1. Währung - Referenzwährung; Bedeutung? # 1
    Karat
    Karat ist offline

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    Bei Zertifikaten ist mir aufgefallen, dass es oft folgende Angaben hat:

    Währung des Zertifikates = EURO
    Referenzwährung des Zertifikates = USD

    Bedeutet das, dass das Zertifikat nicht nur dem Kursrisiko des dem
    Zertifikat unterliegenden Titels, Indexes, Metalles, etc. unterliegt, sondern auch noch dem Dollarrisiko? Dann könnten sie ja das Zertifikat gleich auch Dollar machen. Oder wie ist das zu vertehen. Wo liegen die Risiken
    bei diesen Angaben.

    Karat

  2. Re: Währung - Referenzwährung; Bedeutung? # 2
    beta
    beta ist offline

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    22.02.2005
    Dann könnten sie ja das Zertifikat gleich auch Dollar machen. Oder wie ist das zu vertehen. Wo liegen die Risiken
    bei diesen Angaben.

    Ist das nicht für jene gedacht, welche schlicht kein Dollar-Konto betreiben ?
    Dafür fallen dann entsprechende Gebühren in Heimatwährung an, oder ?


    http://www.abnamromarkets.ch/showpage.asp?N=0&Ne=20340000+20300000+20310000&pag eid=98&locale=CHP&ptypeid=3

    http://www.zertifikate.bgb.de/Lexikon/Gruppe_PR/Quanto_Zertifikat.html


    Nun, ich kenne mich eigentlich überhaupt nicht aus, möchte mich aber etwas mehr in diese Materie vertiefen....
    (dein kürzlich genanntes Südafrika Open End Zertifikat hab ich mir mal aufgeschrieben)
    :lol:

    Hier ist (wenn du sie noch nicht kennen solltest) auch eine hilfreiche Site:
    http://www.zertifikate-test.de/

    Gruss

  3. Quanto-Zertifikate ist nicht ........................... # 3
    Karat
    Karat ist offline

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    Denke nicht, dass die Quanto-Zertifikate das gleiche sind. Bei den Quanto-Zertifikaten ist 1 Doller = 1 Euro. Für diese Absicherung muss der Zertifikantkäufer auch etwas bezahlen. Habe gesehen dass diese Währungsabsicherung ca. 5 % kostet bei den ABN-Zertifikaten. Dass ist ein minus Punkt bei den Quanto-Zertifikaten. Allerdings hat man dann auch kein Währungsrisiko. Beim Dollar kann das ja sehr viel wert sei!

    Karat

  4. # 4
    technischer
    Hallo
    So wie ich das im Kopf habe, hat die unterschiedliche Währung und Referenzwährung schon damit zu tun das man zusätzlich noch das Währungsrisiko trägt.
    Das Zertifikat wird z.B. in EUR geführt. Wenn bei Verfall ein bestimmter Kurs der Referenzwährung erreicht ist wird der Kurs in dieser Währung zurückbezahlt. Falls der Wechselkurs nicht respektive über oder unter dem bestimmten Kurs liegt, wird der Betrag zum fixierten Kurs umgerechnet und in der anderen Währung ausbezahlt.
    Das habe ich grad so spontan im Kopf, aber will mich absolut nicht darauf behaften.

    Gruss
    Technischer

  5. # 5
    Simona
    Simona ist offline

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    Aus der F&W:

    Erscheinungsdatum: 07.06.2006
    Ausgabe: 44
    Seite: 6
    Rubrik: OBLIGATIONEN/DE



    Devisen: Einseitiges Dollarbild Euroland wird sich nicht abkoppeln können
    Euro erreicht neues Jahreshöchst



    Der Euro hat Anfang Woche ein neues Jahreshöchst erreicht. Gegenüber dem Dollar notierte er auf 1,2982 $/ Euro, und gegenüber dem Yen befand er sich nahe des Höchstwerts von über 145 Yen/ Euro. Für die Einheitswährung könnte es kaum besser laufen: Die vorlaufenden Indikatoren aus Euroland befinden sich im Aufwind. Der deutsche IfO-Geschäftsklimaindex hangelt sich seit Jahresanfang von einem Fünfzehnjahreshoch zum nächsten. Der Auftragseingang in der Eurolandindustrie zeugt von einem Exportboom. Auch die heimische Nachfrage scheint nach Jahren der Stagnation im Aufwind zu sein.
    Das Verbrauchervertrauen zeigt europaweit eine deutliche Stimmungsverbesserung. Am Donnerstag trifft sich der Zentralbankrat der Europäischen Zentralbank (EZB), um über einen weiteren Zinsschritt zu entscheiden. Viele spekulieren, die EZB müsse die Zügel kräftiger als bisher erwartet anziehen das hat den Euro beflügelt.

    Der Anstieg des Euros dürfte bald beendet sein. Die Stimmung baut darauf, dass sich Europa von der US-Konjunkturlokomotive abkoppeln kann. Die Erwartung, dass sich die Zinsdifferenz zwischen den USA und Euroland verengt, kann nur gestützt werden, wenn Europa autonom wachsen kann und nicht auf die USA angewiesen ist. Die sich in den USA abzeichnende Wachstumsverlangsamung dürfte jedoch nicht spurlos am Euroland vorbeigehen. Wenn der amerikanische Immobilienmarkt schwächelt und die US-Haushalte vermehrt sparen, wird ein Teil der weltweiten Nachfrage wegbrechen. Weitere EZB-Zinsschritte, die der Markt momentan vorwegnimmt, sind daher nicht ausgemacht.

    Der Anstieg des Euros hat die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Exportindustrie strapaziert. Als der Euro Anfang 2004 erstmals in den Bereich von 1.30 $/ Euro avancierte, gab die EZB deutliche Warnsignale von sich. Die damalige Aussage Trichets, Volatilität in den Devisenmärkten sei schädlich und müsse beobachtet werden, weckte Ängste vor Devisenmarktinterventionen. Heute notiert der Euro auch gegenüber dem Yen 10% höher. Die EZB dürfte nicht intervenieren, aber sie wird den höheren Aussenwert berücksichtigen, bevor sie weiter an der Zinsschraube dreht.

    Der andere Grund, warum kurzfristige Skepsis gegenüber einer weiteren Dollarabwertung angebracht ist, betrifft die einseitige Wahrnehmung der Marktteilnehmer: Auf extremen Pessimismus folgt häufig eine Gegenreaktion. Festmachen lässt sich die einseitige Wahrnehmung anhand der mangelnden Marktreaktion auf Nachrichten, die den Dollar stützen: Am Montag ging die von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke gehaltene Rede spurlos an den Devisenmärkten vorüber. Bernanke hatte angedeutet, das Fed werde einer beschleunigten Inflation entschieden entgegentreten. Diese Bemerkung wurde als Zeichen für die notwendige weitere Zinsanhebung gedeutet: Sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte kamen in heftige Turbulenzen. Obwohl die Nachricht eine Ausweitung der Zinsdifferenz zu Gunsten des Dollars implizierte, verharrte er auf niedrigstem Niveau.

    Noch krasser fällt die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit in Bezug auf den Wechsel im US-Finanzministerium aus. Die Ablösung von John Snow wurde vielfach als überraschender und abschliessender Coup gegen die von den USA propagierte «Politik des starken Dollars» gewertet. Mit der Ernennung von Henry Paulson würde George W. Bush seinem Ziel, einer Schwächung des Dollars, näher kommen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Paulson ist kein Industrielobbyist, sondern ein Vertreter der Hochfinanz.

    Er kennt daher die Vorteile genau, die eine starke Reservewährung den USA auf dem Kapitalmarkt verschafft. In einem Interview, das Paulson noch als Chef von Goldman Sachs dem Magazin «Der Spiegel» Ende 2005 gab, ist er optimistisch, dass es keine Flucht aus dem Dollar geben und sich das Ungleichgewicht selbst bereinigen werde. Der langjährige Chinakenner verweist darauf, dass es im Interesse der Chinesen und der Amerikaner liegt, dass China in US-Wertpapiere investiert. Kein Wunder, dass der Präsident der US-Handelskammer, Kevin Kearns, gegen die Ernennung protestierte: Die Nähe Paulsons zu China sei zu gross. Der Druck der USA auf eine flexiblere chinesische Währung dürfte zwar nicht abnehmen, doch mit Paulson hat die «Politik des starken Dollars» Auftrieb erhalten. Auf einen schwachen Dollar zu setzen, wäre fehl am Platz.Bank Sarasin, Jan Amrit Poser

    ************************************************** **********

    Gruss,
    Simona

  6. # 6
    Simona
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    Erscheinungsdatum: 07.06.2006
    Ausgabe: 44
    Seite: 11
    Rubrik: DERIVATE/ROHSTO



    Börsenderivate: Terminmärkte erzielen Rekorde SWX erleichtert Zulassung
    Inflationsgefahr belastet Futures




    US-Notenbankchef Ben Bernanke hat am Montag gewarnt, die jüngsten Anzeichen zunehmender Inflation seien «unliebsame Entwicklungen». Seine bisher deutlichsten Äusserungen zum Teuerungsrisiko lassen vermuten, dass weitere Leitzinserhöhungen anstehen könnten (vgl. Seite 6). Der Gefahr einer langsameren Konjunktur misst er dagegen weniger Gewicht bei. Daten zum Arbeitsmarkt waren vergangene Woche deutlich schlechter als erwartet ausgefallen, und die ISM-Konjunkturumfrage für Mai sah weniger gut aus als im April, wie sich am Montag zeigte.
    Die Rendite zehnjähriger Treasury notes stieg von 4,99 am Freitag auf 5,02% am Dienstag. Der Kurs des Treasury-note-Futures verlor im gleichen Zeitraum 28 Basispunkte (100 Bp = 1 Prozentpunkt) und handelte am Dienstag auf 105,56%.

    Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht den Leitsatz am Donnerstag von 2,5 auf 2,75%, damit rechnen zumindest die Marktteilnehmer. Die Inflationsrate liegt über den von der EZB angepeilten 2%, und die Konjunktur ist robust. Sowohl das Bruttoinlandprodukt des ersten Quartals als auch die Umfragen unter europäischen Einkaufsmanagern fielen erfreulich aus. Der Bund-Futures verlor seit Freitag 64 Bp und notierte am Dienstag 115,67%.

    Der Schweizer Wirtschaft geht es ausgezeichnet, sie wuchs im ersten Quartal 3,5% (vgl. letzte Ausgabe). Der Conf-Futures auf Anleihen der Eidgenossenschaft sank seit Freitag 30 Bp auf 128,11%.

    Die Terminbörse Eurex dort werden u.a. Bund- und Conf-Futures gehandelt und Liffe werden nicht enger zusammenarbeiten, weil ihre Mütter nicht fusionieren. Euronext will sich mit der New York Stock Exchange zusammenschliessen und Liffe in eine Derivatplattform einbringen.

    Eurex handelte im Mai 80% mehr Kontrakte als ein Jahr zuvor und erreichte einen Rekord. Das Gleiche gilt für die Konkurrentinnen Chicago Mercantile Exchange (CME), die das Volumen 34% steigerte, und das Chicago Board of Trade (CBOT), das 18% mehr Derivate handelte.

    Terminbörsen sind im Handel mit Futures und standardisierten Optionen Gegenpartei für Anleger. Verbriefte Derivate werden dagegen von Banken emittiert. Ausgabe und Kotierung werden von der SWX Swiss Exchange erleichtert, sie setzt den Mindestbetrag (Kapitalisierung) der Emission von 6 auf 1 Mio. Fr. herab. Das senkt die Kosten und erleichtert die Kotierung von Derivaten auf Unternehmen mit tiefer Marktkapitalisierung. Zudem wird die Ausgabe mehrerer kleinerer Serien auf einen Basiswert weniger behindert. Beg

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    Gruss,
    Simona

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