Private Rentenversicherung

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  1. Avatar von winserl
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    Standard Private Rentenversicherung

    Guten Tag,

    ich bin zur Zeit ziemlich am grübeln mit meiner privaten Rentenversicherung und hoffe ihr könnt mir Ratschläge geben.

    Kurz zu meiner Person:
    Alter: 19 Jahre
    Beruf: Informatiker (seit August 2016 ausgelernt und festangestellt)
    Jahrebrutto: 33000 €
    Versicherungsgesellschaft: Debeka


    Alle Versicherungen hat mein Vater für mich abgeschlossen und wurden nun auf mich übertragen.

    Versicherungen:
    - Kapitalbildende Lebensversicherung:
    Wurde 2004 von meinem Vater abgeschlossen und hat derzeit einen Beitrag von 44 € mtl.
    Laufzeit bis 2062.
    Garantiezins: 2,75 %
    Auszahlbetrag mindestens: 50000 €
    Nach überschüssen aus dem Jahr 2015: 143000€

    - Private Rentenversicherung inkl. Berufsunfähigkeitsversicherung:
    Wurde 2008 von meinem Vater abgeschlossen und hat derzeit einen Beitrag von 88 € mtl.
    Jedoch steigt der Beitrag 2019 auf 140 € und hat eine dynamik von 10 % alle 2 Jahre.

    Garantiezins: 2,75 %
    Kapitalbetrag der am Renteneintrittsalter mindestens gezahlt wird: 77000 €
    Mindestrente: 250 €
    Laufzeit bis Renteneintrittsalter (67 Jahre).

    Je nach Überschüssen wird man daran beteiligt. Nach einer hochrechnung aus dem Jahr 2015 wäre eine Auszahlung von 167000 € möglich.

    - Haftpflichtversicherung
    Beitrag: 9 € mtl.

    - KFZ-Versicherung
    Beitrag: 100 € mtl (Jap, ich konnte keine Prozente von Verwandten übernehmen... )

    - Zahnzusatzversicherung
    Beitrag: 2 € mtl.

    Beiträge mtl gesamt: 199 €, ab 2019 ca. 270 €

    Der Vorteil an der Rentenversicherung ist, dass die Police noch zu denen gehört die steuerliche Vorteile besitzen.
    Ich finde es jedoch einen wahnsinns Beitrag den ich hier zu zahlen habe, wenn man vorallem die dynamik betrachtet.

    Findet ihr den Beitrag zu hoch angesetzt oder ist dies für mein Einkommen ein normaler Beitrag den andere hier auch zahlen?

    Viele Grüße
    Michael

  2. Avatar von titan1981
    titan1981 ist offline

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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    du meinst deine BU Absicherung? Die ist mit 250€ BU-Rente bei deinem Einkommen zu niedrig oder soll das die Rente aus der Privaten Rentenversicherung sein?


    ich würde jede Versicherung mal prüfen ob eine jährliche Zahlung nicht günstiger ist....
    Wichtig in deiner Situation ist ausreichend Reserven zu haben sprich:

    1. 3-6 Nettogehälter auf dem Tagesgeld
    2. Ausschöpfung deines Freibetrages (801€ Singel) und das jedes Jahr.

    Dann würde ich mir zusätzlich die BU anschauen/ anschauen lassen ob es nicht etwas besseres gibt mit 19 und noch ohne Vorerkrankungen wäre eine gute BU bis 67 sicher Gold Wert. Dazu braucht man aber einen Makler der das gegen ein Honorar macht also der Zeitaufwand den er mit dir verbringt bezahlt wird. Dann kann man immernoch sagen die Alte Bu lässt man ohne Dynamik weiter laufen oder nimmt die Dynamik an. je nachdem was aus der Anlalyse der BU raus kommt.

  3. Avatar von winserl
    winserl ist offline
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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Erst mal vielen Dank für deinen Beitrag.
    Die BU-Absicherung beträgt 750 € mtl. Das habe ich leider vergessen hinzuschreiben. Die 250 € werden ab dem Renteneintrittsalter ausgezahlt, bei einer Rentengarantiezeit von 15 Jahren.
    Diese Versicherung ist eine kombinierte aus Renten und BU-Versicherung.

    Wegen der jährlichen Zahlung der Versicherung wollte ich schon bei der Versicherung nachfragen, da ich das bei meiner KFZ-Versicherung schon so mache und das ca. 150-200 € jährlich ausmacht.

    Die Absicherung von 3-4 Nettogehältern habe ich bereits "vorrätig".

    Wie "schöpfe" ich denn den Freibetrag von 801 € aus? Indem ich eine Steuererklärung abgebe oder bezieht sich der auf Gewinne die ich durch die Geldanlagen erhalte? In der Thematik bin ich leider nicht recht stark drin.

    Das mit der BU (Makler) ist ein guter Tipp und das werde ich mal ins Auge fassen.

    Was mir persönlich in meiner Situation noch fehlt, ist eine Geldanlage auf die ich schnellen Zugriff besitze.
    Denn meine aktuellen Versicherungen sind reine Altersvorsorgen. Jedoch würde ich gerne Geld sparen, auf welches ich Zugriff mit z.B. 30 oder 40 Jahren habe.
    Welche Geldanlagen sind für solche Fälle geeigenet?

    Vielen Dank im Voraus.
    Michael

  4. Avatar von katalog49
    katalog49 ist offline

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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Zitat Zitat von winserl
    Erst mal vielen Dank für deinen Beitrag.
    Die BU-Absicherung beträgt 750 € mtl. Das habe ich leider vergessen hinzuschreiben. Die 250 € werden ab dem Renteneintrittsalter ausgezahlt, bei einer Rentengarantiezeit von 15 Jahren.
    Diese Versicherung ist eine kombinierte aus Renten und BU-Versicherung.

    Wegen der jährlichen Zahlung der Versicherung wollte ich schon bei der Versicherung nachfragen, da ich das bei meiner KFZ-Versicherung schon so mache und das ca. 150-200 € jährlich ausmacht.

    Die Absicherung von 3-4 Nettogehältern habe ich bereits "vorrätig".

    Wie "schöpfe" ich denn den Freibetrag von 801 € aus? Indem ich eine Steuererklärung abgebe oder bezieht sich der auf Gewinne die ich durch die Geldanlagen erhalte? In der Thematik bin ich leider nicht recht stark drin.

    Das mit der BU (Makler) ist ein guter Tipp und das werde ich mal ins Auge fassen.

    Was mir persönlich in meiner Situation noch fehlt, ist eine Geldanlage auf die ich schnellen Zugriff besitze.
    Denn meine aktuellen Versicherungen sind reine Altersvorsorgen. Jedoch würde ich gerne Geld sparen, auf welches ich Zugriff mit z.B. 30 oder 40 Jahren habe.
    Welche Geldanlagen sind für solche Fälle geeigenet?

    Vielen Dank im Voraus.
    Michael
    Bei einem maximal vorhandenem Ratenzahlungszuschlag von 5%, zahlst Du ja schon einen sehr ordentlichen Beitrag von 3.000.- bis 4.000.- Euro p.a.

  5. Avatar von Hanomag
    Hanomag ist offline

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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Zitat Zitat von winserl
    - Private Rentenversicherung inkl. Berufsunfähigkeitsversicherung:
    Wurde 2008 von meinem Vater abgeschlossen und hat derzeit einen Beitrag von 88 € mtl.
    Jedoch steigt der Beitrag 2019 auf 140 € und hat eine dynamik von 10 % alle 2 Jahre.
    Die Dynamik kann man zwischendrin mal aussetzen.

    Zitat Zitat von winserl
    Haftpflichtversicherung Beitrag: 9 € mtl.
    Günstiger wäre die WGV, dort zahlt ein Single pro Jahr im Optimal-Tarif 63,40 € p. a.

    Zitat Zitat von winserl
    KFZ-Versicherung Beitrag: 100 € mtl (Jap, ich konnte keine Prozente von Verwandten übernehmen... )
    Zumindest hättest Du die ersten Jahre vom Zweitwagenbonus Deiner Eltern oder eines Verwandten profitieren können. Unabhängig davon glaube ich, dass auch hier die WGV wesentlich günstiger anbieten kann.

  6. Avatar von titan1981
    titan1981 ist offline

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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Zitat Zitat von winserl
    Erst mal vielen Dank für deinen Beitrag.
    Die BU-Absicherung beträgt 750 € mtl. Das habe ich leider vergessen hinzuschreiben. Die 250 € werden ab dem Renteneintrittsalter ausgezahlt, bei einer Rentengarantiezeit von 15 Jahren.
    Diese Versicherung ist eine kombinierte aus Renten und BU-Versicherung.
    Deine BU-Höhe von 750€ ist bei 2750€ Brutto meines Erachtens deutlich zu niedrig. Du musst im Falle einer BU deinen Lebensunterhalt bezahlen und auch deine AV mit weiter betreiben, da dann von der gesetzlichen Rente du nichts/fast nichts bekommst und du sicher weder im Berufslebensalter noch im Rentenalter aufgrund einer BU Hartz 4 beantragen willst. Denn dann brauchst du eigentlich keine BU wenn du nicht deutlich über dem Hartz4 Niveau mit der BU liegst

    Zitat Zitat von winserl
    Wegen der jährlichen Zahlung der Versicherung wollte ich schon bei der Versicherung nachfragen, da ich das bei meiner KFZ-Versicherung schon so mache und das ca. 150-200 € jährlich ausmacht.

    Die Absicherung von 3-4 Nettogehältern habe ich bereits "vorrätig".

    Wie "schöpfe" ich denn den Freibetrag von 801 € aus? Indem ich eine Steuererklärung abgebe oder bezieht sich der auf Gewinne die ich durch die Geldanlagen erhalte? In der Thematik bin ich leider nicht recht stark drin..
    Indem du Zinsen/Ausschüttungen aus Geldanlagen bekommst. Tagesgeld, Festgeld, Fonds etc.

    Zitat Zitat von winserl
    Das mit der BU (Makler) ist ein guter Tipp und das werde ich mal ins Auge fassen.

    Was mir persönlich in meiner Situation noch fehlt, ist eine Geldanlage auf die ich schnellen Zugriff besitze.
    Denn meine aktuellen Versicherungen sind reine Altersvorsorgen. Jedoch würde ich gerne Geld sparen, auf welches ich Zugriff mit z.B. 30 oder 40 Jahren habe.
    Welche Geldanlagen sind für solche Fälle geeignet?
    .
    Schneller Zugriff --> Tagesgeld.
    mittlerer Zugriff 5-10 Jahre --> Festgeld, Sparbriefe, Bausparer wenn die Zinsen passen als Geldanlage, vielleicht auch Geldmarktfonds
    später Zugriff >10 Jahre Anlagedauer --->Fonds

  7. Avatar von BenniG
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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Zitat Zitat von Hanomag
    Die Dynamik kann man zwischendrin mal aussetzen.
    Hm, ob das wirklich ein kann oder ein muss sein wird ist hier die Frage.
    Wenn man die 140 € mit der Dynamik bis zum Renteneintritt hochrechnet, kommt er auf einen monatlichen Beitrag von über 900 €.
    Wenn winserl sich das leisten kann, dann kann er sich wirklich auf die Rente freuen ;-)

  8. Avatar von winserl
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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Vielen Dank für die vielen Antworten.

    Ich bin ja eher der Meinung das ich diese private Rentenversicherung (mit BU) kündigen werde.
    Ein Arbeitskollege hat mir eine Direktversicherung (als Altersvorsorge) empfohlen. Wie sind die Meinung von euch zu solch einer Versicherung?

    Ich bin ehrlich gesagt auch am grübeln ob ich überhaupt eine BU brauche. Ich bin Informatiker und ich kann wenn ich blind bin noch arbeiten (ganz blöd gesagt).
    Das sagten auch viele Kollegen auf der Arbeit, da hat fast keiner eine BU. Man muss denke ich mal in solch einem Fall das Risiko bewerten... Würde ich eine Handwerkliche Arbeit haben, würde dies anders aussehen.

    Wie sind eure Meinungen dazu?

    VG
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  9. Avatar von EasyD
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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Genau wie die bestehende Versicherung für die Altersvorsorge hat auch die Direktversicherung Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite können sie heute Steuern und Sozialversicherungsabgaben sparen, dafür müssen sie bei Auszahlung aber auch Steuern und Krankenkassenbeiträge abziehen. Zur gewünschten Flexibilität, dass sie auch ans Geld mit 30 oder 40 Jahren kommen wollen, passt sie nicht.

    Beim Thema Berufsunfähigkeitsversicherung halte ich es immer für wichtig zu betonen, dass die wenigsten aufgrund des Berufs berufsunfähig werden. Ich habe ihnen mal eine Statistik ausgewertet, die von der Continentalen stammt, bei der ihr persönliches Risiko als 19-jähriger Informatiker dargestellt ist bis zum 67.Lebensjahr aus dem Arbeitsleben auszuscheiden. Ich denke, dass das am aussagekräftigsten ist.

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  10. Avatar von Tikonteroga
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    Standard AW: Private Rentenversicherung

    Zitat Zitat von winserl
    Ich bin ja eher der Meinung das ich diese private Rentenversicherung (mit BU) kündigen werde.
    Zitat Zitat von winserl
    Ein Arbeitskollege hat mir eine Direktversicherung (als Altersvorsorge) empfohlen. Wie sind die Meinung von euch zu solch einer Versicherung?
    Ich habe auch vor einigen Jahren eine Direktversicherung über meinen Arbeitgeber zur Altersvorsorge abgeschlossen. Dabei hat der Arbeitgeber die eine Hälfte bezahlt und ich die andere Hälfte über Entgeltumwandlung. Der garantierte Zins betrug 1,75 %. Ich fand das zu Beginn sehr gut, da der Arbeitgeber die Hälfte bezahlt hat und ich meinen Anteil vom Bruttogehalt und nicht vom Nettogehalt zahlen musste. Ich hab die Abzüge dann am Nettogehalt nicht so stark gemerkt. In den ersten Jahren wurde auch immer eine Überschussbeteiligung beim Jahresabschluss ausgewiesen. Durch die aktuelle Niedrigzinsphase ist die Überschussbeteiligung seit 1-2 Jahren bei 0 EURO. In neuen Verträgen, müsste der garantierte Zins bei höchstens 1,25 % liegen.

    Jetzt hat mein Arbeitgeber Insolvenz angemeldet und da die Versicherung noch keine 5 Jahre besteht, prüft der Insolvenzverwalter, ob er sich den Anteil, den der Arbeitgeber einbezahlt hat, in die Insolvenzmasse zurückholen kann... Mein neuer Arbeitgeber würde den Vertrag zwar fortführen, würde aber nur einen kleineren Teil bezuschussen.

    Inzwischen finde ich es auch eher schlecht, da ich durch die Entgeltumwandlung weniger Beiträge in die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung eingezahlt habe. Meine Altersrente und wohl auch meine Erwerbsunfähigkeitsrente ist deshalb geringfügig niedriger, weil ich durch die Entgeltumwandlung weniger Entgeltpunkte bei der gesetzlichen Rentenversicherung gesammelt habe.

    Dieses Produkt der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung wird einem zwar als etwas sehr tolles verkauft. Ich glaube aber, dass hier die Vorteile eher bei 1) der Versicherung und 2) beim Arbeitgeber liegen. Die Versicherung kann ein Produkt verkaufen, dass für die Versicherung wirtschaftlich sein sollte, da die Versicherung nach eigener Kalkulation den Vertrag nach ihren Regeln aufsetzen kann. Der Arbeitgeber hat den Vorteil, dass er seinen Arbeitgeberanteil für die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung (7,3 % + 1,175 % + 1,5 % + 9,35) für den Betrag, der durch Entgeltumwandlung eingezahlt wird, einsparen kann.

    Wenn man sich den Vertrag genauer anschaut. Sieht man auch, dass in den ersten 5 Jahren gar nicht die vollen monatlichen Beiträge verzinst werden, weil diese mit der Abschlussgebühr verrechnet werden...

    Ich würde das mit der Entgeltumwandlung vielleicht dann machen, wenn das Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung liegt. Einen Teil des Teils vom Einkommen, der über dieser Beitragsbemessungsgrenze liegt, könnte man durch Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung einzahlen. Die Vorteile sind dann, dass man die höchstmöglichen Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung sammeln kann, die höhe von Arbeitslosengeld 1 und gesetzlichem Krankengeld (niedrigere Beitragsbemessungsgrenze) wird auch nicht beeinflusst wird und man kann auch sehr viele Steuern einsparen, da dieser Teil des Gehalts aufgrund des sehr hohen Gehalts vermutlich mit 42 % Lohnsteuer und 5,5 % Soli besteuert werden. Es sei denn man hat viele Freibeträge, weil man z. B. in der Steuerklasse 3 ist und Kinderfreibeträge statt Kindergeld nutzt.

    Ich versuche es auch immer so zu betrachten, dass wenn da im Vertrag steht, dass ich in 35 Jahren monatlich 350 EURO bekomme, dann muss man da ja in meinem Fall die Steuern abziehen und den vollen Beitrag auf die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (14,6 % + 1,1+ % + 2,35 + ggf. 0,25 %). Dann muss man auch beachten, dass 350 EUR heute eine andere Kaufkraft haben als in 35 Jahren ...

    Zitat Zitat von winserl
    Ich bin ehrlich gesagt auch am grübeln ob ich überhaupt eine BU brauche. Ich bin Informatiker und ich kann wenn ich blind bin noch arbeiten (ganz blöd gesagt).
    Das sagten auch viele Kollegen auf der Arbeit, da hat fast keiner eine BU. Man muss denke ich mal in solch einem Fall das Risiko bewerten... Würde ich eine Handwerkliche Arbeit haben, würde dies anders aussehen.
    Ich habe einen ähnlichen Beruf wie du und habe aktuell auch keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Ich bin aber sehr jung, habe keine gesundheitlichen Beschwerden und habe in 2-3 Jahren eine abbezahlte ETW. Ich bin hier das Risiko bewusst eingegangen, weil ich die ETW durch Sondertilgungen sehr schnell abbezahlen wollte und die Laufzeit des Volltilgerdarlehens schon allein durch die monatliche Rate relativ niedrig war.

    Ich würde aber in jedem Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsminderungsversicherung abschließen, wenn:

    1) ich ein Immobiliendarlehen über einen längeren Zeitraum abbezahlen müsste. Üblich sind hier ja 15-30 Jahre. Ich würde dann mind. die Zeit absichern, in der ich das Darlehen zurückbezahlen muss. Die Höhe der Rente muss dann auch mind. für den Regelbedarf (siehe Hartz IV), die Nebenkosten, die Darlehensrate bzw. Kaltmiete, evtl. PKV, andere Versicherungen, Instandhaltung der Immobilie, ... ausreichen.
    2) ich Verheiratet wäre und meine Frau nicht Arbeitet oder nur geringfügig arbeitet und ich in der Lohnsteuerklasse 3 eingestuft wäre. In so einem Fall müsste man dann auch den Vorteil haben, dass man die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung als sonstige Vorsorgeaufwendungen von der Steuer absetzen könnte.
    3) Kombination aus 1) und 2) !!!

    Die Absicherung durch alle möglichen Versicherungen will auch gut durchgeplant und durchgerechnet werden. Einfach pauschal 70 oder 80 % vom Netto mit der BU abzusichern halte ich irgendwie für willkürlich. Denn man sollte die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung auch bezahlen können, wenn man Arbeitslosengeld 1 oder Krankengeld erhält. Die Direktversicherung sollte man dann wiederum mit der Beurfsunfähgigkeitsrente bezahlen können. Die Beiträge für eine Altersvorsorge werden glaube ich von der Agentur für Arbeit übernommen, wenn man ALG 1 oder ALG 2 erhält, die Beiträge für die BU aber glaube ich nicht...

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