Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

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  1. Avatar von sliebehentze
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    Standard Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass wir von euch Input und Ratschläge zu unserer momentanen Situation bekommen können. Die Situation von mir und meiner Frau stellt sich wie folgt dar:

    Wir wollen höchstwahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahres eine Immobilie erwerben. In 2012 haben wir bereits einen LBS-Wohnriester Vertrag (genauer gesagt zwei Verträge, einen auf meine Frau und einen auf mich) abgechlossen. Und um genau diesen geht es jetzt. Wir haben uns bereits informiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir die Finanzierung ohne diesen Wohnriester-Vertrag realisieren möchten. Der zugesichterte Kreditzins von diesem Wohnriester-Vertrag ist ohnehin lächerlich im Vergleich zu den momentan verfügbaren Kreditzinsen am Kapitalmarkt. Daher die Frage: Was ist der beste Weg hier aus diesem Vertrag zu kommen?

    Aus unserer Sicht gibt es momentan 2 Möglichkeiten (die in der näheren Auswahl sind):

    Option 1: Bei Kauf der Immobilie das zu dem Zeitpunkt angesparte Kapital entnehmen und danach den Vertrag beitragsfrei bis Ultimo laufen lassen. Dann muss im Alter natürlich der ganze Spaß versteuert werden.

    Option 2: Den Vertrag kündigen, alle Förderungen und Steuerersparnisse zurückzahlen plus (wahrscheinlich) Kündigungskosten bei der LBS.

    Wir tendieren zurzeit zu Option 2. Und zwar aus folgenden Grund: Beispielrechnung, falls wir Ende 2015 Option 1 gewählt hätten. Ende 2015 belief sich das Kapital unserer beider Verträge auf in Summe 16.781 Euro. Hierbei haben wir insgesamt Riester-Zulagen in Höhe von 2 * 4 * 154 = 1.232 Euro erhalten. Unsere Steuerersparnisse durch diesen Riestervertrag für die Jahre 2012 – 2015 beliefen sich insgesamt auf ca. 3.026 Euro. Hätten wir Ende 2015 das Geld für eine Immobilienfinanzierung genommen, dann käme das Geld virtuell auf das Wohnförderkonto und würde 35 Jahre (wir sind 32 bis zum Alter 67) mit 2% verzinst, das ergibt einen Betrag von 16.781*1,02^35 = 33.560 Euro, der ab 67 dann versteuert werden muss. Wenn wir jetzt von einem Steuersatz von 27% (könnte in unserer Lage passen) ausgehen, sind das 33.560 * 0,27 = 9.061 Euro, die wir im Rentenalter an Steuern zahlen müssen. Dh. 9.061 – (3.026 + 1.232) [Zahlung - Förderung]= 4.803 Euro müssen wir drauflegen, wenn wir den Riestervertrag nicht kündigen!?

    Daher die folgenden Fragen:
    - Stimmt die Rechnung so? Haben wir etwas vergessen?
    - Gibt es aus eurer Sicht noch andere Optionen?
    - Was würdet ihr machen?

    Es ist schwierig hier Licht hereinzubringen, spricht man mit einem LBS Berater wird das Modell schön geredet, spricht man mit anderen Finanzierern ist es umgekehrt, eine halbwegs objektive und qualifizierte Meinung zu bekommen ist sehr schwierig.

    Wir hoffen auf euch , viele Grüße,
    Eva und Sven

  2. Avatar von xlarge
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Ihr könntet bei Einsatz des Riestervertrages 3026€+1232€ als Eigenkapital einsetzen, evtl. eine besser Beleihungsquote mit niedrigen Zinsen nutzen und braucht diese weniger zu tilgen/Zinsen zahlen ... wenn wir hier auch 2% für 35 Jahre ansetzen, kommt man auf: 4258€*1,02^35=8515€ Vorteil ...

    Und ihr könnt den Riestervertrag mit Zulagen/Steuervorteil weiterlaufen lassen ohne eine Riesterversicherung abzuschließen.

  3. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo,

    vielen Dank für die Antwort und guter Punkt. Aber selbst wenn wir die Rechnung so unkommentiert übernehmen würden käme man immer noch auf 9.061 - 8.515 = 546 Euro Verlust. Ich gehe nicht davon aus, dass die 4.258 das Fähnchen am Wind darstellen werden, damit wir einen besseren Beleihungszins bekommen werden, daher lasse ich diesen Faktor mal außen vor.

    Ich möchte den Hinweis für unsere Rechnung integrieren, allerdings nicht mit dieser Rechnung. Da wir ohnehin von einer Finanzierung ausgehen, die spätestens nach 20 Jahren abgeschlossen ist, wäre der finanzielle Vorteil für uns schon eher so um die 930 Euro (mit Tilgungsrechner berechnet 2% Zinsen, 4% Tilgung so dass nach 20 Jahren alles getilgt ist), somit insgesamt immer noch ein Verlust von 4.803 - 930 = 3.873 Euro.

    Nachträgliche Ergänzung: o.a. Rechnung macht keinen Sinn, 930 Euro sind lediglich die Kreditzinskosten in 20 Jahren. Dh. bei einer 2% durchschnittlichen Verzinsung pro Jahr (optimistisch in meinen Augen) landen wir bei 27% Grenzsteuersatz bei o.a. 546 Euro Verlust. Irgendwie immer noch eine knappe Geschichte...

    Ergänzung: Und wenn wir dann den Vertrag ohne Einzahlungen weiter laufen lassen, bekommen wir auch keine Zulagen und Steuerentlastungen, oder!?

    Viele Grüße,
    Sven

  4. Avatar von Hanomag
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von sliebehentze
    Aber selbst wenn wir die Rechnung so unkommentiert übernehmen würden käme man immer noch auf 9.061 - 8.515 = 546 Euro Verlust.
    Du weißt, dass der Steuersatz von 27 % eine Unbekannte ist. Bei 25 % hättest Du bereits einen Gewinn.
    Zitat Zitat von sliebehentze
    Da wir ohnehin von einer Finanzierung ausgehen, die spätestens nach 20 Jahren abgeschlossen ist, wäre der finanzielle Vorteil für uns schon eher so um die 930 Euro (mit Tilgungsrechner berechnet 2% Zinsen, 4% Tilgung so dass nach 20 Jahren alles getilgt ist), somit insgesamt immer noch ein Verlust von 4.803 - 930 = 3.873 Euro.
    Ich habe diese Berechnung nicht nachvollzogen, aber wenn ihr die Verträge unter Ausnutzung der vollen Förderung weiter ansparen und das geförderte Kapital sukzessive zur Schuldentilgung entnehmen würdet, dann wären noch weitere Förderungen (Zulagen und Steuerersparnisse) möglich. Allerdings bliebe dennoch eine relativ lange fiktive Verzinsung des dann noch höheren Wohnförderkontostandes bis zum Rentenalter. Diese ließe sich allerdings dadurch umgehen, dass man einen Betrag in Höhe der Summe des Wohnförderkontos in einen lukrativen Riester-Vertrag z. B. Fondssparplan einzahlt und dann von der fiktiven zu einer realen Verzinsung käme.

    Bei Nutzung des Wohnriesters muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass man bis zum 85. Lebensjahr mit der Immobilie (oder Folgeobjekte) verheiratet bleibt.

  5. Avatar von Martin79HN
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo,
    es besteht auch die Option Guthaben zB in einen Riester Banksparplan zu übertragen. Und dann damit in 10 oder 15 Jahren sich zu entschulden. Vielleicht sind Darlehenszinsen dann bei 2,3,4%. Von Riester auf Fondbasis ist mir persönlich als Produkt zu teuer und zu unsicher wegen Aktienkurs. Wie hoch ist Guthabenzins im Riester Bausparvertrag. Bei 0,5% und höher liegen lassen und zur Entschuldung (Guthaben rausnehmen) in einigen Jahren einsetzen. Gruß Martin

  6. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von Hanomag
    Du weißt, dass der Steuersatz von 27 % eine Unbekannte ist. Bei 25 % hättest Du bereits einen Gewinn.
    Ja, das stimmt und bei einem höheren Steuersatz noch mehr Verlust...

    Zitat Zitat von Hanomag
    Ich habe diese Berechnung nicht nachvollzogen,
    Die Rechnung von mir machte auch so tatsächlich nicht so viel Sinn. Ich habe einzig allein die Kreditzinsbeträge für eine Tilgung in 20 Jahren berechnet. Dass man mit dem Geld (fiktiv) auch weiter arbeiten kann habe ich vergessen . Ob man hier aber auch 2% Verzinsung für die nächsten 35 Jahre realistisch unterstellen kann ist mir persönlich unklar.

    Zitat Zitat von Hanomag
    aber wenn ihr die Verträge unter Ausnutzung der vollen Förderung weiter ansparen und das geförderte Kapital sukzessive zur Schuldentilgung entnehmen würdet, dann wären noch weitere Förderungen (Zulagen und Steuerersparnisse) möglich.
    Den Vertrag weiter ansparen heißt, dass man das eingezahlte Geld nicht zu der laufenden direkten Kredittilgung benutzen kann, oder?

  7. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Danke für die Rückmeldung.

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Hallo,
    es besteht auch die Option Guthaben zB in einen Riester Banksparplan zu übertragen. Und dann damit in 10 oder 15 Jahren sich zu entschulden. Vielleicht sind Darlehenszinsen dann bei 2,3,4%.
    Wie ist das gemeint, bzw. was ist der Unterschied zu dem laufenden Wohnriestervertrag? Ist der Vorschlag jetzt Guthaben in einen Riester Banksparplan zu übertragen oder in 20 Jahren? Ich bin hier leider nicht so firm

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Von Riester auf Fondbasis ist mir persönlich als Produkt zu teuer und zu unsicher wegen Aktienkurs. Wie hoch ist Guthabenzins im Riester Bausparvertrag. Bei 0,5% und höher liegen lassen und zur Entschuldung (Guthaben rausnehmen) in einigen Jahren einsetzen.
    Fonds sind mir auch zu unsicher. Verzinsung beträgt 0,5%. Aber wenn ich das Guthaben liegen lasse, dann kann ich es ja nicht jetzt einsetzen, um direkt einen laufenden Kredit zu tilgen. Das scheint mir nicht sinnvoll, oder ist es das doch?

    Viele Grüße,
    Sven

  8. Avatar von Martin79HN
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo Sven,

    Guthaben jetzt oder später rausnehmen kommt auf die Finanzierung drauf an!

    Wenn Du eine 100% Finanzierung machst kann es sinnvoll sein bzw. zwingend
    das Guthaben rausnehmen und die die Finanzierung mit einbauen.

    Ich würde immer versuchen es für wohnwirtschaftliche Zwecke zu verwenden.
    Einen Antrag bei der ZFA (Zulagenstelle für Altersvermögen) und wenn das Ok da
    ist mit einbauen.

    Wenn Ihr allerdings 10-20-30% Eigenkapital habt würde ich mich in 10 Jahren oder 15 Jahren
    mit dem Guthaben aus Riester Banksparplan oder Guthaben Riester Bausparvertrag entschulden.
    Vielleicht ist der Zinssatz beim Riesterbausparvertrag mit 2, oder 3, in 10 oder 15 Jahren doch sinnvoll?

    Vorteil:
    Erst wenn Ihr Guthaben förderunschädlich (vorher ANtrag stellen!) entnommen hat wird es fiktiv bis zur Rente mit 2% hochgerechnet. (nachgelagerte Besteuerung)
    Um so später der Zeitpunkt um so weniger muß man im Alter versteuern. Vielleicht habt Ihr sogar vor bis in 10 - 15 Jahren die Zulagen noch
    mitzunehmen. Gut dann ist die Summe größer allerdings der Zeitraum mit 2% fiktiv Versteuerung geringer.

    So vom Gefühl her würde ich sagen liegen lassen im Bausparvertrag.
    Wie hoch ist der Darlehenszins beim Riesterbausparvertrag? Wie hoch sind die Bausparsumme?

    Lass Dich nicht von den Darlehenszinsen von 2, oder 3, täuschen.
    Ein Guthabenzins mit 0,5% ist kein schlechter Wohnriesterbausparvertrag wenn man
    Ihn in 10 oder 15 Jahren einsetzt.

    Man kann immer Guthaben förderunschädlich in ein anderes Produkt übertragen.
    Aber Riesterbanksparplan bringt im Augenblick unter 0,1% deshalb liegen lassen.

  9. Avatar von Hanomag
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von xlarge
    Ihr könntet bei Einsatz des Riestervertrages 3026€+1232€ als Eigenkapital einsetzen, evtl. eine besser Beleihungsquote mit niedrigen Zinsen nutzen und braucht diese weniger zu tilgen/Zinsen zahlen ... wenn wir hier auch 2% für 35 Jahre ansetzen, kommt man auf: 4258€*1,02^35=8515€ Vorteil ...

    Und ihr könnt den Riestervertrag mit Zulagen/Steuervorteil weiterlaufen lassen ohne eine Riesterversicherung abzuschließen.
    xlarge hat ganz gut empfohlen. Wenn ihr das Kapital für den Bau benötigt, könnt ihr es förderunschädlich entnehmen und den Vertrag gefördert weiter laufen lassen oder bei Finanzknappheit eben später weitersparen. Die Bausparbedingungen werden hoffentlich keine Sparverpflichtung vorschreiben.
    Zitat Zitat von Martin79HN
    es besteht auch die Option Guthaben zB in einen Riester Banksparplan zu übertragen. Und dann damit in 10 oder 15 Jahren sich zu entschulden.
    Warum sollte mit dem Banksparplan noch ein weiteres Riesterprodukt abgeschlossen werden? Dem Bausparvertrag kann das Kapital genauso entnommen werden, man kann immer 3.000 € entnahmen, wenn mindestens 3.000 € verbleiben.
    Zitat Zitat von Martin79HN
    Von Riester auf Fondbasis ist mir persönlich als Produkt zu teuer und zu unsicher wegen Aktienkurs.
    Das ist Geschmacksache und bei den augenblicklichen Höchstkursen auch gefährlich. Aber unsicher ist es nicht, weil die Einzahlungen und Zulagen genauso gesichert sind wie in einem Banksparplan. Und auf die Sicherung der Minimalzinsen kann man ggf. verzichten.
    Zitat Zitat von Martin79HN
    Guthaben jetzt oder später rausnehmen kommt auf die Finanzierung drauf an!

    Wenn Du eine 100% Finanzierung machst kann es sinnvoll sein bzw. zwingend
    das Guthaben rausnehmen und die die Finanzierung mit einbauen.

    Ich würde immer versuchen es für wohnwirtschaftliche Zwecke zu verwenden.
    Einen Antrag bei der ZFA (Zulagenstelle für Altersvermögen) und wenn das Ok da
    ist mit einbauen.

    Wenn Ihr allerdings 10-20-30% Eigenkapital habt würde ich mich in 10 Jahren oder 15 Jahren
    mit dem Guthaben aus Riester Banksparplan oder Guthaben Riester Bausparvertrag entschulden.
    Vielleicht ist der Zinssatz beim Riesterbausparvertrag mit 2, oder 3, in 10 oder 15 Jahren doch sinnvoll?

    Vorteil:
    Erst wenn Ihr Guthaben förderunschädlich (vorher ANtrag stellen!) entnommen hat wird es fiktiv bis zur Rente mit 2% hochgerechnet. (nachgelagerte Besteuerung)
    Um so später der Zeitpunkt um so weniger muß man im Alter versteuern. Vielleicht habt Ihr sogar vor bis in 10 - 15 Jahren die Zulagen noch
    mitzunehmen. Gut dann ist die Summe größer allerdings der Zeitraum mit 2% fiktiv Versteuerung geringer.

    So vom Gefühl her würde ich sagen liegen lassen im Bausparvertrag.
    Wie hoch ist der Darlehenszins beim Riesterbausparvertrag? Wie hoch sind die Bausparsumme?

    Lass Dich nicht von den Darlehenszinsen von 2, oder 3, täuschen.
    Ein Guthabenzins mit 0,5% ist kein schlechter Wohnriesterbausparvertrag wenn man
    Ihn in 10 oder 15 Jahren einsetzt.
    Na also, das sind doch ganz brauchbare Vorschläge.
    Zitat Zitat von Martin79HN
    Man kann immer Guthaben förderunschädlich in ein anderes Produkt übertragen.
    Immer macht keinen Sinn und es muss dann schon ein Riesterprodukt sein.
    Zitat Zitat von Martin79HN
    Aber Riesterbanksparplan bringt im Augenblick unter 0,1% deshalb liegen lassen.
    Vor dem Abschluss eines renditeschwachen Banksparplans würde ich mich doch lieber für einen Riestersparfonds entscheiden. Noch besser scheint mir allerdings die weitere Nutzung des Bausparvertrages.

  10. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo Martin,

    erstmal lieben Dank für deine Hilfe.


    Zitat Zitat von Martin79HN
    Guthaben jetzt oder später rausnehmen kommt auf die Finanzierung drauf an!

    Wenn Du eine 100% Finanzierung machst kann es sinnvoll sein bzw. zwingend
    das Guthaben rausnehmen und die die Finanzierung mit einbauen.
    Inklusive des Kapitals aus den Riesterverträgen kämen wir auf eine ca. 90% Finanzierung, wir benötigen also eigentlich dieses Kapital, um einen guten Kredit zu bekommen.

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Ich würde immer versuchen es für wohnwirtschaftliche Zwecke zu verwenden.
    Einen Antrag bei der ZFA (Zulagenstelle für Altersvermögen) und wenn das Ok da
    ist mit einbauen.
    Was spricht gegen eine Kündigung, bzw. eine förderschädliche Entnahme?

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Wenn Ihr allerdings 10-20-30% Eigenkapital habt würde ich mich in 10 Jahren oder 15 Jahren
    mit dem Guthaben aus Riester Banksparplan oder Guthaben Riester Bausparvertrag entschulden.
    Vielleicht ist der Zinssatz beim Riesterbausparvertrag mit 2, oder 3, in 10 oder 15 Jahren doch sinnvoll?
    EK ohne Riesterkapital ist bei weniger als 10%. Bei einem Kredit würden wir ohnehin eine Zinsbindung von 20 Jahren haben wollen, dieser Zins ist jetzt schon besser als der versprochene im Riestervertrag (Sollzins 2,65 %) und dann kommen auch noch die Spielereien mit Agio zum Tragen oder?


    Zitat Zitat von Martin79HN
    Vorteil:
    Erst wenn Ihr Guthaben förderunschädlich (vorher ANtrag stellen!) entnommen hat wird es fiktiv bis zur Rente mit 2% hochgerechnet. (nachgelagerte Besteuerung)
    Um so später der Zeitpunkt um so weniger muß man im Alter versteuern. Vielleicht habt Ihr sogar vor bis in 10 - 15 Jahren die Zulagen noch
    mitzunehmen. Gut dann ist die Summe größer allerdings der Zeitraum mit 2% fiktiv Versteuerung geringer.
    Können wir denn Geld entnehmen ohne dass das fiktive Wohnförderkonto sofort "erstellt" und mit 2% verzinst wird? Für die Zulagen müssen wir aber dann Geld einzahlen was wir eigentlich für die Tilgung nehmen könnten oder?


    Zitat Zitat von Martin79HN
    So vom Gefühl her würde ich sagen liegen lassen im Bausparvertrag.
    Wie hoch ist der Darlehenszins beim Riesterbausparvertrag? Wie hoch sind die Bausparsumme?

    Lass Dich nicht von den Darlehenszinsen von 2, oder 3, täuschen.
    Ein Guthabenzins mit 0,5% ist kein schlechter Wohnriesterbausparvertrag wenn man
    Ihn in 10 oder 15 Jahren einsetzt.
    Hmm, wie gesagt eigentlich brauchen wir das Geld, um es als EK einzubringen. Darlehenssollzins waren 2,65%, Bausparsumme ist einer bei 50.000 und einer bei 30.000.

  11. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo Hanomag,

    danke für deinen Beitrag.

    Zitat Zitat von Hanomag
    Noch besser scheint mir allerdings die weitere Nutzung des Bausparvertrages.
    Wieso glaubst du, dass die weitere Nutzung des Vertrags Sinn macht. Nach meiner obigen Rechnung machen wir am Ende ein Minusgeschäft. Ist der Steuersatz geringer wird es ein Plusgeschäft, ist er noch höher wird es ein noch höheres Minusgeschäft. Für mich schaut es aus wie Gambling. Was spricht gegen eine Kündigung?

    Freue mich über eine Rückmeldung

  12. Avatar von Hanomag
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von sliebehentze
    Wieso glaubst du, dass die weitere Nutzung des Vertrags Sinn macht. Nach meiner obigen Rechnung machen wir am Ende ein Minusgeschäft. Ist der Steuersatz geringer wird es ein Plusgeschäft, ist er noch höher wird es ein noch höheres Minusgeschäft. Für mich schaut es aus wie Gambling. Was spricht gegen eine Kündigung?
    Wenn Du für Deine Finanzierung Kapital benötigst, dann wäre eine förderunschädliche Entnahme sinnvoll. Du müsstest weder Zulagen noch Steuerersparnisse zurückzahlen.

    Wenn dann das Geld entnommen ist, kann man den Vertrag fortführen. Entweder entnimmt man später zur Schuldentilgung weiteres Kapital unter Inkaufnahme des steuerpflichtigen Wohnförderkontos oder man läßt das Kapital zum Rentenbeginn verrenten und umgeht damit das Wohnförderkonto. Vor dem Abschluß eines neuen (Riester-) Vertrages behält man lieber den bestehenden und holt sich dort - sofern man sich die Sparraten leisten kann - weiterhin staatliche Förderung.

    Gegen die Kündigung spricht, dass Du jetzt - wo Du das Geld benötigst - die staatliche Förderung zur Finanzierung einsetzen kannst.

  13. Avatar von Martin79HN
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo Sven,

    ich würde mir mal eine Zinsbindung von 15 Jahren anbieten lassen.
    Und nach 15 Jahren ist Bausparvertrag beide Riester voll und in der Zuteilung.

    Und die Gesamtkosten dann gegenüberstellen.
    Bis in 15 Jahren immer schön Riesterzulage mitnehmen und Mindestbesparung um Zulage zu bekommen.

    Dann habt Ihr glaube ich keine schlechte Finanzierung aufgestellt.

    Ansonsten Guthaben rausnehmen förderunschädlich!

    Zinsunterschied zwischen 15 Jahren und 20 Jahren Sollzinsbindung ist entscheidend.
    Und haben auch viele gesagt warum habt Ihr nur eine Zinsbindung von 10 Jahren und Teil 15 Jahren.
    Dafür zahlen wir aber viel viel weniger Zinsen und können in Bausparvertrage (ohne Riester bei uns) in 10 Jahren und 15 Jahren umschulden.

  14. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von Hanomag
    Wenn dann das Geld entnommen ist, kann man den Vertrag fortführen. Entweder entnimmt man später zur Schuldentilgung weiteres Kapital unter Inkaufnahme des steuerpflichtigen Wohnförderkontos oder man läßt das Kapital zum Rentenbeginn verrenten und umgeht damit das Wohnförderkonto. Vor dem Abschluß eines neuen (Riester-) Vertrages behält man lieber den bestehenden und holt sich dort - sofern man sich die Sparraten leisten kann - weiterhin staatliche Förderung.
    Stimmt, ich werde dazu auch nochmal eine Rechnung anfertigen...

    Zitat Zitat von Hanomag
    Gegen die Kündigung spricht, dass Du jetzt - wo Du das Geld benötigst - die staatliche Förderung zur Finanzierung einsetzen kannst.
    Und wenn ich das Geld (gut 4.000 Förderungen) nicht unbedingt für meine Finanzierung benötige, dh. wenn es keinen Unterschied bei der Höhe des Kreditizins machen würde, was spricht dann dagegen diese Summe durch den Kredit aufzunehmen und den Riestervertrag vorher zu kündigen?

  15. Avatar von sliebehentze
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Hallo Sven,

    ich würde mir mal eine Zinsbindung von 15 Jahren anbieten lassen.
    Und nach 15 Jahren ist Bausparvertrag beide Riester voll und in der Zuteilung.

    Und die Gesamtkosten dann gegenüberstellen.
    Bis in 15 Jahren immer schön Riesterzulage mitnehmen und Mindestbesparung um Zulage zu bekommen.

    Dann habt Ihr glaube ich keine schlechte Finanzierung aufgestellt.
    Danke, ich rechne das noch einmal durch.

    Zitat Zitat von Martin79HN
    Zinsunterschied zwischen 15 Jahren und 20 Jahren Sollzinsbindung ist entscheidend.
    Verstehe worauf du hinaus willst.

  16. Avatar von Hanomag
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von sliebehentze
    Und wenn ich das Geld (gut 4.000 Förderungen) nicht unbedingt für meine Finanzierung benötige, dh. wenn es keinen Unterschied bei der Höhe des Kreditizins machen würde,
    Das ist nur der augenblicklichen Niedrigzinsphase zu verdanken. Bei höheren Zinsen würde sich diese Frage nicht stellen.
    Zitat Zitat von sliebehentze
    was spricht dann dagegen diese Summe durch den Kredit aufzunehmen und den Riestervertrag vorher zu kündigen?
    Da man jetzt nicht sicher sagen kann, ob es ein Gewinn- oder Verlustgeschäft werden wird, spricht genauso viel dafür wie dagegen.

    Dagegen spricht, dass
    - die dann zurückzuzahlende Förderung eben schon ein hübschen Sümmchen ist,
    - man mit dem Vertrag zukünftig (ggf. auch ohne Wohnförderkonto) weiterhin Förderung beanspruchen kann,
    - der Gesetzgeber die Wohnförderkontomisere nachbessern könnte und
    - die Versteuerung im Alter aufgrund des geringeren Einkommens und bestimmter Freibeträge in der Regel geringer ist.

    Dafür spricht,
    - die günstige Finanzierungsmöglichkeit der dann fehlenden Mittel,
    - die Vermeidung des Wohnförderkonto-Monsters und
    - andere rentablere Altersvorsorgeprodukte für Anlagespezialisten

  17. Avatar von sliebehentze
    sliebehentze ist offline
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Zitat Zitat von Hanomag
    Da man jetzt nicht sicher sagen kann, ob es ein Gewinn- oder Verlustgeschäft werden wird, spricht genauso viel dafür wie dagegen.
    Für eine reine Sicht aus der Finanzierung heraus es dieser Fakt aus meinem persönlichen Empfinden ein klares Contra, da nicht (ausreichend) kalkulierbar.

    Zitat Zitat von Hanomag
    Dagegen spricht, dass
    - die dann zurückzuzahlende Förderung eben schon ein hübschen Sümmchen ist,
    - man mit dem Vertrag zukünftig (ggf. auch ohne Wohnförderkonto) weiterhin Förderung beanspruchen kann,
    - der Gesetzgeber die Wohnförderkontomisere nachbessern könnte und
    - die Versteuerung im Alter aufgrund des geringeren Einkommens und bestimmter Freibeträge in der Regel geringer ist.

    Dafür spricht,
    - die günstige Finanzierungsmöglichkeit der dann fehlenden Mittel,
    - die Vermeidung des Wohnförderkonto-Monsters und
    - andere rentablere Altersvorsorgeprodukte für Anlagespezialisten
    Danke, dass du die Dinge noch einmal so klar gelistet hast. Ich werde noch einmal ein paar ausführlichere Berechnungen durchführen. Wenn ich soweit bin würde ich die Ergebnisse hier noch einmal zur Diskussion stellen :-)

  18. Avatar von sliebehentze
    sliebehentze ist offline
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    Danke
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    Standard AW: Finanzierung ohne bestehenden Wohnriester, Ausstiegsoptionen?

    Hallo zusammen,

    ich habe noch ein neues Thema (Vergleichsrechnung Finanzierung (inklusive Wohnriester, KfW, Sondertilgung)):
    https://www.finanz-forum.de/threads/1...-sondertilgung
    erstellt. Hier habe ich versucht die Rechnungen zu dem Thema noch ein wenig auszuführen. Würde mich freuen, wenn ihr mal einen Blick herein werft.

    Danke und viele Grüße,
    Sven

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