Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

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  1. Avatar von BauenMS
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    Frage Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Hallo,

    in Münster sind wie vielerorts die Hauspreise relativ hoch und vor allem stetig steigend. Meine Frau und ich (2 Kinder) stehen jetzt vor der Frage: Entweder ein Eigenheim kaufen, welches wir sicher bis zur Rente abbezahlen oder eines, welches unseren Wünschen entspricht aber nicht mit heutiger Ratenplanung bis zur Rente abbezahlbar ist. Ich finde Zweiteres eigentlich durchaus sinnvoll, aus folgenden Gründen:

    1. Die Preissituation in Münster ist mindestens stabil, wenn nicht sogar stabil steigend. Das heißt, ein Verkauf des Hauses ist ziemlich sicher zu guten Konditionen möglich. Verloren wären dann nur die Zinsen, aber ggf. gäbe es einen Zugewinn durch Wertsteigerung
    2. Das Grundstück hätte sogar Potential zukünftig bei Geldknappheit einen Teil zu verkaufen oder selber ein weiteres Haus drauf zubauen und zu vermieten oder zu verkaufen
    3. Unsere Eltern haben Häuser, die auch weitestgehend abbezahlt sind; wir werden also eventuell irgendwann erben, um die offene Restschuld abzubezahlen. Andersherum: Würde man ohne Restschuld planen und das Erbe käme tatsächlich, hätte man einen Haufen Geld, aber nicht das Haus, was immer haben wollte.
    4. Bringt man in die Restschuldkalkulation ein, dass wir die Rate zukünftig durch Gehaltssteigerung und Mehrarbeit (die Rate ist für die jetzige Elternzeit knapp passend bemessen, bei der folgenden 150% Arbeit von uns beiden wäre die schon einfach stemmbar, sollten wir beide irgendwann wieder zu 100% arbeiten, könnten wir eine deutlich höhere Rate zahlen bzw sondertilgen
    5. Im Alter könnte man auch einen Teil des Hauses vermieten und damit weiterhin die Rate bedienen.
    6. Letztlich war es für uns immer Teil des Planspiels, ein Haus ggf. zu verkaufen, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind - das wäre dann sowieso vor der Rente und dann sowieso mit einer Restschuld

    Ich hätte halt Sorge, dass man sich irgendwan ärgert, wenn man mit 60 ein Haus abbezahlt hat und plötzlich Geld über hat und dann auch noch erbt, dass man nicht in einem größeren Haus bzw vor allem mit einem größeren Garten sein Leben gelebt hat.


    Dumm/naiv, nachvollziehbar? Denklücken? Freue mich auf Rückmeldungen :-)

  2. Avatar von Smirnoff1983
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Ich sehe es so:

    1. Häuser sind immer von den Preisen gestiegen. Klar gab es immer mal wieder "kleine Wellen" wo einige sich nicht mehr die Raten nicht mehr leisten konnten, aber die Familien wo ich es mitbekommen habe, hatten immer eine 1% Tilgung.
    Wenn ihr euch mindestens 2-3% Tilgung leisten könnt, ist man doch zu 99% auf einer recht sicheren Seite, wenn man aktuell die Zinsen auf 15 Jahre festschreibt.
    2. Wenn das Grundstück groß ist, würde ich es immer als Wertanlage behalten, bis die Kinder bauen wollen oder man später mal alles verkaufen will (Baugrundstück + Gebäude getrennt).
    3. Ein Haus zu erben ist eh immer soooo eine Sache. Ich möchte kein Haus aus den 70/80er. Vielleicht bin ich auch zu verwöhnt bei dem Luxus der neueren Häuser, aber wer z.B. einmal eine Fußbodenheizung hatte, will darauf nicht mehr verzichten.
    4. Du musst immer bedenken, das du in 15+ Jahren nicht mehr das Gehalt von heute hast. Wenn du mal 15 Jahre zurück rechnest, hattest du nicht das Gehalt von heute. ABER die Schulden vom Haus steigen ja nicht mit den Jahren, sondern werden durchs Tilgen weniger
    5. Bei uns in der Ecke (Nord NRW) fangen die Familien langsam ihre EFH aus den 90er zu verkaufen und bauen sich aktuell Bungalows (Altersgerecht & kleiner). Dadurch kommen die meisten +- auf NULL raus. Aber besser als Mietfrei zu leben, geht es nicht. Wie sich unsere Rente in 30 Jahren verhält, weiß niemand. ABER Mietfrei zu leben ist schon sehr viel wert. Vor allem wenn man sich aktuell die Mieten anguckt.
    6. Es kommt immer drauf an, wann man in Rente geht, dann kann die Restschuld minimal sein. VIele haben früher mit 1% finanziert und sind trotzdem nach 30 Jahren Schuldenfrei geworden (ist bei mir in der Verwandschaft öfter). DIe ersten Jahre waren sie froh, das mehr Geld zur Verfügung stand, um den Garten etc fertig zu machen und als die meisten Arbeiten am Haus erledigt waren, haben sie auf dem Sparbuch gespart und nach 10 Jahren extra getilgt und darauf einen recht hohe Tilgung (3%+) genommen.

    Wenn du Erbst, ist es ja was sehr schönes, aber was machst du, wenn ein Elternteil ins Altenheim kommt, dann kann das Erbe EXTREM schnell abschmelzen. Dazu weiß niemand, wann du erben wirst?!?! Was machst du, wenn deine Eltern 100 werden!?! Willst du dann bis dahin auf das Erbe warten???
    Meine Mutter hat mir immer beigebracht "wenn du etwas erbst ist es schön, aber erst geh einmal davon aus, das du es selbst erreichen musst!".



    ich hoffe, das ich mit meinen Aussagen, dir nicht auf den Schlips getreten bin!?!

  3. Avatar von utopus
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es mir sehr gut überlegen, ob ich mir ein Haus ans Bein binden würde.
    Was macht ihr, wenn die Wirtschaftskrise länger dauert und immer mehr Jobs verloren gehen - evtl. geht es eurer Bank auch nicht mehr so gut -
    bei 2 Mio. Pleiten in Deutschland werden auch einige davon ihr Haus verkaufen wollen/müssen -> Preise sinken.

    Was passiert bei einer hohen Inflation und dann einem Währungswechsel?
    (Einkommen werden u.U. anders umgerechnet als Schulden und man kann diese dann evtl. nicht mehr bedienen.)

    Berufsunfähigkeit/Krankheit/Arbeitslosigkeit entsprechend berücksichtigt?

    Meine persönliche Meinung: min. 6-12 Monate warten und schauen, wie es sich entwickelt.

    Habe selber 2005 eine ETW gekauft und habe 2013 meinen Job verloren - durch eine niedrige Rate war das kein Problem und 2016 konnte dann die Anschlussfinanzierung gut abgeschlossen werden.
    Tilgung am Anfang 4% - durch dann günstigere Zinsen und gleichbleibende Rate dann bei 8% - nächstes Jahr dann entweder Abschlussrate oder noch 2-3 Jahre bis zum Ende weiterlaufen lassen.
    Dafür haben wir auf einen Garten und ein großes Haus verzichtet ... ob das besser gewesen wäre, weiß ich nicht.

  4. Avatar von BauenMS
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    2. Wenn das Grundstück groß ist, würde ich es immer als Wertanlage behalten, bis die Kinder bauen wollen oder man später mal alles verkaufen will (Baugrundstück + Gebäude getrennt).
    Wenn das sinnvoll geht, immer - müsste man dann in 30 Jahren gucken, wenn bei uns die Rente kommt, wie die Kinder drauf sind. Vielleicht haben die gar kein Interesse an Münster und das Beste für alle ist ein Gesamtverkauf. Aber ja, derzeit sehe ich einen Kauf sowieso als beste Wertanlage - scheint mir sicherer als das allermeiste andere, wo man sein Geld reinstecken kann; zumindest wenn man das Haus selbst nutzt.

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    3. Ein Haus zu erben ist eh immer soooo eine Sache. Ich möchte kein Haus aus den 70/80er. Vielleicht bin ich auch zu verwöhnt bei dem Luxus der neueren Häuser, aber wer z.B. einmal eine Fußbodenheizung hatte, will darauf nicht mehr verzichten.
    Ja, dürfen die Kinder dan entscheiden, wenn meine Frau und ich nicht mehr sind. Vielleicht nehmen sie auch nen Kredit auf und machen eine Kernsanierung :-) Die Häuser unserer Eltern würden wir jedenfalls recht sicher verkaufen, zumal unsere Geschwister dort wohl auch eher nicht einziehen würden (wegen der Lage in Deutschland).

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    4. Du musst immer bedenken, das du in 15+ Jahren nicht mehr das Gehalt von heute hast. Wenn du mal 15 Jahre zurück rechnest, hattest du nicht das Gehalt von heute. ABER die Schulden vom Haus steigen ja nicht mit den Jahren, sondern werden durchs Tilgen weniger
    Wenn ich 15 Jahre zurück gehe, hatte ich gar kein Gehalt :-D
    Aber meinst du, dass man weniger hat wegen a) Rente oder b) Krankheit oder dass man mehr hat wegen Lohnsteigerungen? Ich würde für die nächsten 15-20 Jahre zumindest mal von Letzterem ausgehen, ohne das jetzt aktiv in die Kalkulation einfließen zu lassen. Lohnsteigerungen, Mehrarbeit kommen genauso wie Erbe im positiven Fall on-top und sorgen für eine geringere Restschuld.

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    5. Bei uns in der Ecke (Nord NRW) fangen die Familien langsam ihre EFH aus den 90er zu verkaufen und bauen sich aktuell Bungalows (Altersgerecht & kleiner). Dadurch kommen die meisten +- auf NULL raus. Aber besser als Mietfrei zu leben, geht es nicht. Wie sich unsere Rente in 30 Jahren verhält, weiß niemand. ABER Mietfrei zu leben ist schon sehr viel wert. Vor allem wenn man sich aktuell die Mieten anguckt.
    Interessante Variante - wäre mE ja auch kein Problem, wenn das Haus noch belastet ist. Ob ich ein 400.000€ Haus fertig abbezahlt verkaufe oder ein 600.000€ mit einer 200.000€ Restschuld ist ja weitestgehend egal.

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    6. Es kommt immer drauf an, wann man in Rente geht, dann kann die Restschuld minimal sein. Viele haben früher mit 1% finanziert und sind trotzdem nach 30 Jahren Schuldenfrei geworden (ist bei mir in der Verwandschaft öfter). Die ersten Jahre waren sie froh, das mehr Geld zur Verfügung stand, um den Garten etc fertig zu machen und als die meisten Arbeiten am Haus erledigt waren, haben sie auf dem Sparbuch gespart und nach 10 Jahren extra getilgt und darauf einen recht hohe Tilgung (3%+) genommen.

    Wenn du Erbst, ist es ja was sehr schönes, aber was machst du, wenn ein Elternteil ins Altenheim kommt, dann kann das Erbe EXTREM schnell abschmelzen. Dazu weiß niemand, wann du erben wirst?!?! Was machst du, wenn deine Eltern 100 werden!?! Willst du dann bis dahin auf das Erbe warten???
    Meine Mutter hat mir immer beigebracht "wenn du etwas erbst ist es schön, aber erst geh einmal davon aus, das du es selbst erreichen musst!".
    So stellen wir uns das auch vor, also erstmal mit einer niedrigen Rate reingehen und wenn etwas übrig bleibt, sondertilgen. Nach einigen Jahren dan mal gucken, ob es Sinn macht, die Rate anzupassen, spätestens bei der Anschlussfinanzierung nach 10~15 Jahren.
    Das Erbe ist aus den genannten Unwegbarkeiten auch nicht Teil des Finanzierungsplans, sondern wäre ein (aus finanzieller Sicht) positiver Fall. Zunächst einmal gehe ich von der Restschuld aus, die man dan halt entweder tilgungsfrei weiterfinanziert, durch Verkauf ablöst oder durch Vermietung weiter finanzieren kan.

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    ich hoffe, das ich mit meinen Aussagen, dir nicht auf den Schlips getreten bin!?!
    Ich habe nach Meinungen gefragt, daher bin ich sehr dankbar für Rückmeldungen - gerade auch für solche detaillierten wie die von euch!


    Zitat Zitat von utopus
    Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es mir sehr gut überlegen, ob ich mir ein Haus ans Bein binden würde.
    Was macht ihr, wenn die Wirtschaftskrise länger dauert und immer mehr Jobs verloren gehen - evtl. geht es eurer Bank auch nicht mehr so gut -
    bei 2 Mio. Pleiten in Deutschland werden auch einige davon ihr Haus verkaufen wollen/müssen -> Preise sinken.

    Was passiert bei einer hohen Inflation und dann einem Währungswechsel?
    (Einkommen werden u.U. anders umgerechnet als Schulden und man kann diese dann evtl. nicht mehr bedienen.)

    Berufsunfähigkeit/Krankheit/Arbeitslosigkeit entsprechend berücksichtigt?

    Meine persönliche Meinung: min. 6-12 Monate warten und schauen, wie es sich entwickelt.

    Habe selber 2005 eine ETW gekauft und habe 2013 meinen Job verloren - durch eine niedrige Rate war das kein Problem und 2016 konnte dann die Anschlussfinanzierung gut abgeschlossen werden.
    Tilgung am Anfang 4% - durch dann günstigere Zinsen und gleichbleibende Rate dann bei 8% - nächstes Jahr dann entweder Abschlussrate oder noch 2-3 Jahre bis zum Ende weiterlaufen lassen.
    Dafür haben wir auf einen Garten und ein großes Haus verzichtet ... ob das besser gewesen wäre, weiß ich nicht.
    Sehr interessanter Fall, danke dass auch mal aufzuwerfen! Ich finde es in der Tat relativ schwierig abzuwägen, bin aber nicht bereit, für eine 100%ige Sicherheit auf meine Träume zu verzichten. Im Fall von größeren oder kleineren Schicksalsschlägen müssten wir dann auch gucken, ob man das Objekt zumindest halten kann (0% oder 1% Tilgung) oder ob man verkaufen muss. Aufgrund des letzteren Falls ist es mir eigentlich das allerwichtigste, das Haus in einem liquiden Markt in der Stadt zu wissen, wo man nicht das Risiko läuft, im Fall eines Notverkaufs große Einbußen hinzunehmen und im schlimmsten Fall nicht mal die Restschuld decken zu können.

  5. Avatar von brainy
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Man erkennt das Ende eines Immobilien-Zyklus daran, dass mit einem besonders hohem Fremdfinanzierungsanteil erworben wird. Die Letzten, also die, die eigentlich niemals kaufen würden, wollen jetzt auch noch unbedingt dabei sein.

    Corona erledigt dann den Rest.

  6. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Solch eine Frage kann nur jeder für sich persönlich beantworten und ohne den Menschen hinter der Frage zu kennen, würde ich auch keine Empfehlung aussprechen, vielmehr wenn überhaupt nur kundtun, wie ich es persönlich für mich handhabe.

    Ich musste zuallererst schauen, was will und kann ich mir mit meiner individuellen Risikomentalität und meinem Lebensstandard (ggf. den für das Eigentum etwas einzuschränken - keine 4 mal im Jahr in den Urlaub, nicht 5 mal die Woche essen gehen, keine teuren Autos und nicht nur die teuersten Klamotten am Leibe) für Wohnen ausgeben, anschließend, wie will ich wohnen.

    Insbesondere weil der Wohnraum - so die Kinder dann groß und außer Haus sind - eh zu groß wird, bin ich immer davon ausgegangen, mich im Alter eher verändern (verkleinern) zu wollen, Fakt war aber auch, meine Kinder sollten auf eigenem Grundstück mit viel Garten aufwachsen. So hatte ich seinerzeit auf den Keller verzichtet und das größere Grundstück gekauft.

    Es ging mir weniger darum, rechnerisch bei Rentenbeginn die Immobilie bezahlt zu haben, als ein praktisches, nützliches und weniger kostenintensives Haus zu haben. Eben deshalb wurde es ein Neubau, wo die Kosten in Bezug auf Modernisierungen, Renovierungen aber auch laufende Reparaturen in den ersten 20 Jahren (was rechnerisch ausreichte, dass anzunehmen war, dass die Kinder außer Haus sind) eher gering sind, um dieses Haus dann zu verkaufen oder einem der beiden Jungs zu überlassen. Der Tilgungsverlauf und die zu erwartenden Wertsteigerungen (aus der Vergangenheit abgeleitet, die deutlich höhere Entwicklung als give away) in den ca. 20 Jahren ließen erahnen, dass Kapital durch einen Verkauf übrig bleibt, um etwas Kleineres, angemesseneres zu kaufen.

    Ich habe den Kosten für das Wohnen (inkl. Reparaturen), aber auch dem Risiko immer den Komfort, die Freiheit für die beiden Jungs und das tolle Umfeld entgegengerechnet, entgegengestellt, ebenso das Vertrauen zu Lösungen gehabt, sollten die finanziell notwendig werden. Auch war ich mir immer sicher, dass wenn es nicht gut ausgeht, dass ich immer irgendwo wohnen werde/würde und es nie bereuen würde, wenn es schiefgeht, zumal es bei den wenigsten in meinem Umfeld schiefging, es viel mehr bereuen würde im Alter/älter werden, es nicht gewagt zu haben und es generell nie als Fehler angesehen hätte.

    Zudem sei auch gesagt, zu der Zeit des Baus war ich noch in einer Bank tätig, dass ich so immer wusste, wofür ich maloche, wenn ich in das Baugebiet hinein gefahren bin und die Kinder habe spielen und den Nachbarn mit nem kühlen Getränk mich winkend erwartend gesehen habe.

    Es gäbe dazu sogar noch viel mehr zu schreiben, denn sehr wohl habe ich schlechte Zeiten aufgrund eines Fehlers gemeistert und nie bereut gebaut zu haben, vor allem den Kindern ermöglicht zu haben, so aufzuwachsen, wie sie aufgewachsen sind.

    Dass ich mit den beiden Jungs heute in einer Art WG immer noch zusammen wohne und lebe, der große bei mir in der Firma seinen Weg geht und der Kleine gerade dabei ist, nachzuziehen sei mal geschenkt, aber auch hier, etwas Besseres kann einem gar nicht passieren, ebenso aber auch hier, da wird jeder seine individuelle Einstellung zu haben und das soll auch gut so sein!

  7. Avatar von Smirnoff1983
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von BauenMS
    Wenn ich 15 Jahre zurück gehe, hatte ich gar kein Gehalt :-D
    Aber meinst du, dass man weniger hat wegen a) Rente oder b) Krankheit oder dass man mehr hat wegen Lohnsteigerungen? Ich würde für die nächsten 15-20 Jahre zumindest mal von Letzterem ausgehen, ohne das jetzt aktiv in die Kalkulation einfließen zu lassen. Lohnsteigerungen, Mehrarbeit kommen genauso wie Erbe im positiven Fall on-top und sorgen für eine geringere Restschuld.
    jaaa okay , vor 15 Jahren bin ich gerade mal aus der Ausbildung gekommen.

    Aber worauf ich hinauswill, ist das du vor 15 Jahren um einiges weniger verdient hättest. Selbst wenn du von einer Lohnsteigerung von 2% ausgehst, dann rechne dir aus, was du nach 15 Jahren mehr zu Verfügung hast.
    Klar zahlst du Zinsen + Tilgung, aber wie haben sich die Mieten entwickelt!?! Ich sehe es bei meiner Nichte, was heute eine 3Zimmer Wohnung kostet :-( Es wird für alles extra abkassiert und man ist froh, das man überhaupt eine Wohnung gefunden hat und sobald der Vermieter etwas Renoviert, wird die Miete wieder steigen.

    Das Risiko Arbeitsunfähig etc zu werden, wird immer bestehen, aber wenn man alles sehr negative sieht, dann sollte man am besten nichts kaufen. Dann ist jeder Kredit gefährlich, selbst der Neuwagen.
    Ich habe aber die Einstellung, erst einmal positiv ins Leben zu gehen und nicht davon auszugehen, das ich innerhalb der ersten 15 Jahre das Haus verkaufen müsste. Wenn genug Jahre vergangen sind, ist ja das Risiko doch eher gering, das man mit einem Minus aus dem Haus geht ;-) und vor allem wird in Deutschland niemand durch unser Sozialsystem fallen gelassen.

    Auch das Risiko einer Bankenpleite sehe ich eher gelassen. Wir haben unsere Wohnung damals mit der SEB finanziert und der Kredit wurde später einfach automatisch auf die Santander übertragen (gleiche Konditionen). Irgendjemand wird immer ein Unternehmen aufkaufen, wenn ein anderes Pleite geht. Und wenn Deutschland pleite geht, haben wir andere Probleme, als ein Immo-Kredit :-D

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von brainy
    Man erkennt das Ende eines Immobilien-Zyklus daran, dass mit einem besonders hohem Fremdfinanzierungsanteil erworben wird. Die Letzten, also die, die eigentlich niemals kaufen würden, wollen jetzt auch noch unbedingt dabei sein.

    Corona erledigt dann den Rest.
    Meinst du ernsthaft, das würde dann einzig an Corona liegen? Meinst du ernsthaft, nicht auch das wird bewältigt, zumal, wo lebt es sich denn derzeit besser, in einer Wohnung zu Miete oder im Eigentum mit Garten?

    Meine Erfahrung ist, noch geht daran keiner finanziell zugrunde, Veränderungen werden angenommen, man reift mit der Situation und nicht wenige Familien kompensieren ein geringeres Einkommen mit geringeren Ausgaben.

    Gibt natürlich auch hier kein Patentrezept, da hat jeder seine eigene Meinung und Sichtweise zu, aus meiner Sicht aber hängt vieles von der inneren Einstellung und dem Mut zu Veränderungen ab, ebenso von dem Glauben, dass - so man das will - eh immer alles gut wird und es immer Lösungen geben wird, denn nichts ist beständiger als der Wandel und wenn es nicht Corona geworden wäre, wäre es was anderes gewesen. Sich dem zu stellen und in Abhängigkeit der Möglichkeiten und Vorgaben für sich die individuellen richtigen Entscheidungen zu treffen, darum wird eh niemand vorbeikommen, so er freiheitlich und selbstbestimmt leben will!

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von Smirnoff1983
    jaaa okay , vor 15 Jahren bin ich gerade mal aus der Ausbildung gekommen.

    Aber worauf ich hinauswill, ist das du vor 15 Jahren um einiges weniger verdient hättest. Selbst wenn du von einer Lohnsteigerung von 2% ausgehst, dann rechne dir aus, was du nach 15 Jahren mehr zu Verfügung hast.
    Klar zahlst du Zinsen + Tilgung, aber wie haben sich die Mieten entwickelt!?! Ich sehe es bei meiner Nichte, was heute eine 3Zimmer Wohnung kostet :-( Es wird für alles extra abkassiert und man ist froh, das man überhaupt eine Wohnung gefunden hat und sobald der Vermieter etwas Renoviert, wird die Miete wieder steigen.

    Das Risiko Arbeitsunfähig etc zu werden, wird immer bestehen, aber wenn man alles sehr negative sieht, dann sollte man am besten nichts kaufen. Dann ist jeder Kredit gefährlich, selbst der Neuwagen.
    Ich habe aber die Einstellung, erst einmal positiv ins Leben zu gehen und nicht davon auszugehen, das ich innerhalb der ersten 15 Jahre das Haus verkaufen müsste. Wenn genug Jahre vergangen sind, ist ja das Risiko doch eher gering, das man mit einem Minus aus dem Haus geht ;-) und vor allem wird in Deutschland niemand durch unser Sozialsystem fallen gelassen.

    Auch das Risiko einer Bankenpleite sehe ich eher gelassen. Wir haben unsere Wohnung damals mit der SEB finanziert und der Kredit wurde später einfach automatisch auf die Santander übertragen (gleiche Konditionen). Irgendjemand wird immer ein Unternehmen aufkaufen, wenn ein anderes Pleite geht. Und wenn Deutschland pleite geht, haben wir andere Probleme, als ein Immo-Kredit :-D
    Klasse, kommt meiner Einstellung sehr nah!

  10. Avatar von bruno68
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Hallo MS,

    sie wollen von uns wissen, wobei allerdings alles von ihnen abhängt! Was soll dies?

    A) Das Eigenheim/EFW was sie wollen kann nur durch ihnen, als Familie entschieden werden, denn es betrifft alle in der Familie!

    Denn jeder muss Einschränkungen hinnehmen, sonst geht das Geld für Konsum darauf und das Geld fehlt dann an Ende dauerhaft! Wie war das noch Anfang 2020, bei den Amis? Jeder 7. konnte sich nicht leisten eine Rechnung von 400 $ sofort zu bezahlen! Weil Sie sämtlichen Konsum über Geldkarten bezahlt haben!
    Heute wird das wohl eher jeder 2. sein! Und sieht man die Autoschlangen bei der Lebensmittelverteilung wie fatal die wirtschaftliche Lage wirklich ist!
    Nebenkosten, wie Versicherungen, Zinsen auf den Kredit, Grundstücksabgaben
    glauben sie nicht, das es bei uns anders ist. Nur bei uns ist es besser verdeckt, so hat Lufthansa ins Auge gefasst mal schnell eine Insolvenz in Eigenregie durchzuführen! Was dies für Nebenfolgen gehabt hätte?

    Nun die bAV komplett Ersatzlos, von heute auf Morgen gestrichen, Zahlungsausfall 100 % der bAV für alle Rentner und Arbeitnehmer von Heute! Warum geben alternativ die Piloten 20 % von Bruttolohn ab! Damit sie die Insolvenz vermeiden könnten und ihre Altersvorsorge nicht platzt!

    Nun zurück, sie müssen sich klare Ziele setzten:"Was kann ich mir leisten und wie ich es leisten kann!" Daraus ergibt sich schon ein Maximum, an Kosten für den Erwerb, einschließlich der Nebenkosten!

    Wenn sie entscheiden in 20 bis 25 Jahren:"Gehe ich Rente!"; so muss auch dann die Tilgung fertig sein! Da sie sich auf die Zusatzrente, nicht mehr verlassen können! Da fehlen dann auf einmal, die 400 bis 600 € aus der bAV.
    Ergibt die heutige Planung, eine Leistungsfähigkeit von 1.000 bis 1.200 € monatlich ergibt und das trotz Miete, dann könnte man ein Finanzierung aufstellen!
    Daraus ergibt sich schon ein Maximum, an Kosten für den Erwerb, einschließlich der Nebenkosten!
    Bei 20 Jahren von 240.000 € bis 288.000 €,
    Bei 25 Jahren von 300.000 € bis 360.000 €,

    Was nicht vergessen werden darf sind die Nebenkosten, wie Versicherungen, Zinsen auf den Kredit, Grundstücksabgaben und Bildung einer Rücklage für Schäden aller Art, Auto, Waschmaschine, Heizung...

    Ich halte die Planung für ein Kauf oder Bau, die über das Knie schön gerechnet wird, für den ersten Schritt zum vorzeitigen Auszug! Weil Familie daran zerbrechen könnte!

    Wie schon utopus schrieb lassen Sie sich die Zeit:
    Meine persönliche Meinung: min. 6-12 Monate warten und schauen, wie es sich entwickelt.
    In diesen Zeitraum können sie schon mal versuchen, die Zahlraten des Darlehns zu sparen! Denn die Kosten werden sich beim Bau so entwickeln, auf der einen Seite die Miete und auf der anderen Seite Zinsen, die durch das abrufen von Teildarlehn, anfallenden Zinsen werden schon während der Zeit fällig! auch die anderen Nebenkosten, wie Versicherungen, Zinsen auf den Kredit, Grundstücksabgaben fallen auch schon während der Übergangsphase an!

    Führen Sie für den Zeitraum ein Kassenbuch, mit monatlichen Einnahmen und Ausgaben! Die Sonderkosten, die einmalig nicht planbare Kosten tragen sie auch ein. Und die Konsumverbindlichkeiten, Handys,... deren vertragliche Forderungen durch Klagen, Mahnbescheide einforderbar sind! Schreiben sie auch auf als Gesamtsumme, die durch die monatliche Begleichung zwar sinkt aber in der Schufa mit voller Kreditsumme drinnen steht!

    Erkennen Sie an den Kassenbuch, auch ihre latente dauerhafte Verschuldung, außerhalb der tägliche, monatliche Lebensführung, erkennen Sie das Verbindlichkeiten verschiedene Formen annehmen können, wie bei Handykauf mit Vertragsbindung, sie als Garant eine dauerhafte Geldwerte Zahlungspflicht zur Tilgung, die länger als 12 Monate läuft eingehen!

    Auch sollten sie mal die Schufa anfordern, um zu wissen wie die denn ihren Konsumverhalten familiär einordnen!

    bruno68

  11. Avatar von BauenMS
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Hi,

    wir favorisieren den Kauf einer Bestandsimmobilie mit anschließender Renovierung. Das Haushaltsbuch wird in digitaler Form seit 18 Monaten geführt und auf dieser Basis ist unsere Budgetkalkulation entstanden. Der Schufa-Score ist > 96

    Und klar, die Entscheidung müssen wir hier treffen - daher geht es mir um Gedanken von anderen Menschen, um diese dann auf unsere ganz persönliche Sicht einordnen zu können und ggf. unsere Sicht an der einen oder anderen Stelle nochmal nachschärfen zu können.
    bei einer solch großen Entscheidung kommt man irgendwann nicht mehr weiter, wenn man im eigenen Saft brät - daher dieser Weg hier im Forum :-)

    Und daher auch dir besten Dan für die Rückmeldung!

    P.S.: Gerade wegen der ganzen Unsicherheiten der Rente möchte ich eigentlich lieber gestern als heute eine monatlichen Zahlungen in Vorsorgeprodukte in eine nutzbare Immobilie stecken!

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Es muss nicht zwingend der Neubau sein, für mich waren hier - da mir beide Möglichkeiten zur Verfügung standen - die möglichen Umstände in Bezug auf schnell eintretende Reparaturen, Modernisierungen und Renovieren zu nervig, zu dem konnte ich mir mein Haus so bauen (insbesondere bezüglich der Aufteilung der Räume), wie ich es wollte.

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von noelmaxim
    Es muss nicht zwingend der Neubau sein, für mich waren hier - da mir beide Möglichkeiten zur Verfügung standen - die möglichen Umstände in Bezug auf schnell eintretende Reparaturen, Modernisierungen und Renovieren zu nervig, zu dem konnte ich mir mein Haus so bauen (insbesondere bezüglich der Aufteilung der Räume), wie ich es wollte.

    ich sehe eher die Vorteile eines Neubaus:

    - Bei einer älteren Bestandimmobilie sollte man handwerklich begabt sein, sonst kann soetwas mit Handwerkern sehr schnell, sehr teuer werden. Handwerklich begabt ist für mich nicht ein IKEA Schrank zusammen zu bauen
    - die niedrigern Heizkosten eines Neubaus
    - was muss in den nächsten Jahren saniert werden? (Dachstuhl, Strom, Keller neu abdichten, Heizung etc)
    - man baut das Haus nach seinen Wünschen (Fassade, Raumaufteilung, usw). Bei einer Bestandsimmobilie muss man zu 99% immer Abstriche machen
    - man hat einen ganz anderen Luxus (Bodenheizung, 1m Türen, usw)
    - oft haben ältere Häuser noch "Holzböden" und das mit spielenden Kindern kombiniert ist nicht gerade angenehm ;-)

  14. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Deshalb habe ich ja neu gebaut, das ist ja aber nicht immer allen gegeben, so es z.B. kein Bebauungsgebiet bzw. Bauplätze gibt.

  15. Avatar von Herrmueller
    Herrmueller ist offline

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von noelmaxim
    Meine Erfahrung ist, noch geht daran keiner finanziell zugrunde, Veränderungen werden angenommen, man reift mit der Situation und nicht wenige Familien kompensieren ein geringeres Einkommen mit geringeren Ausgaben.
    Nur mal so am Rande und OT:
    wollte die DSL Bank anrufen, damit die mit die Restschuld eines Darlehens schicken um es abzulösen. Gelandet bin ich in der Zentrale der Postbank, da die DSL-Bank die Telefone abgeschaltet hat und nur noch per Email erreichbar ist.

    Grund:
    Massenweise Anfragen nach Ratenstundungen wegen der Corona-Krise...… Mit telefonischer Erreichbarkeit würden die komplett untergehen....

  16. Avatar von brainy
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von noelmaxim
    Meinst du ernsthaft, das würde dann einzig an Corona liegen?
    Einzig: nein.

    Ich bewerte die aktuelle Situation schon so, dass inzwischen der letzte hinter dem Ofen hervor gekommen ist, "plötzlich feststellt", dass es keine Zinsen mehr gibt oder dass Baufinanzierungen gar nicht so teuer sind. Alte Bewertungen sind nicht im Kopf, da man sich eigentlich nie dafür interessiert hat oder vergesslich ist. Folglich wird noch mal teuer eine Immobilie eingekauft.

    Ich denke, dass die Maßnahmen, die regierungsseitig durch Corona veranlasst wurden, volkswirtschaftlich große Auswirkungen haben werden, die schwer der Bevölkerung verschwiegen werden können.

    Aber trotzdem bleibt die Kanzlerin die beliebteste Politikerin mit 4.0 von allen und 4.5 von den CDU/CSU Anhängern. Gähn.

    Warte schon auf die nächste Bertelsmann Studie. (Die letzte "Die Anstalt" sei mal empfohlen; doch leicht kritisch)

  17. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Hermueller, es wird den ein oder anderen geben, ganz sicher, zum einen aber gibt es hier Mitnahmeeffekte, zum anderen wollen sich viele auch erst mal erkundigen (auch aufgrund der unsicheren Situation, wie lange das alles noch geht), zu dem zeigt die Tatsache doch, daß Banken die Zeit für die Verbraucher mit überbrücken, dass es immer Lösungen gibt.

    Zu dem, geht das Ding so weiter, sollte man sich noch um ganz andere Dinge Gedanken machen!!

    Auch sei erwähnt, dann muss man die Immobilie halt leider verkaufen, was ja an der Tatsache nichts ändert, diese genutzt zu haben, im Übrigen, zu Höchstpreisen und ich bringe vorsichtshalber schon mal an, da da gleich was kommen wird: Keine Bank und schon gar nicht in diesen Zeiten und aus diesen Gründen, ist an einer Zwangsversteigerungswelle interessiert! Es wird Lösungen geben, für Härtefälle ohnehin, die gehen so weit, dass sich die Bank damit bereit erklären wird, dass die Valuta zurückzuzahlen ist, ohne Vorfälligkeitsentschädigung und auch hier noch mal nachgelegt, kommen diese Auswirkungen (sie kommen nicht!), muss man sich um noch ganz andere Dinge Gedanken machen.

    Sich hier da dann den Vorwurf zu machen oder dies gar grundsätzlich als Kriterium gegen den Erwerb von Immobilieneigentum anzuführen halte ich für unsinnig und einfach der Sache nicht dienlich, wobei auch hier die individuelle Sichtweise angebracht ist und ich davon überzeugt bin, dass ein Großteil der Eigentumsinteressenten sich darüber detailliert Gedabken machen!!

  18. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Zitat Zitat von brainy
    Einzig: nein.

    Ich bewerte die aktuelle Situation schon so, dass inzwischen der letzte hinter dem Ofen hervor gekommen ist, "plötzlich feststellt", dass es keine Zinsen mehr gibt oder dass Baufinanzierungen gar nicht so teuer sind. Alte Bewertungen sind nicht im Kopf, da man sich eigentlich nie dafür interessiert hat oder vergesslich ist. Folglich wird noch mal teuer eine Immobilie eingekauft.

    Ich denke, dass die Maßnahmen, die regierungsseitig durch Corona veranlasst wurden, volkswirtschaftlich große Auswirkungen haben werden, die schwer der Bevölkerung verschwiegen werden können.

    Aber trotzdem bleibt die Kanzlerin die beliebteste Politikerin mit 4.0 von allen und 4.5 von den CDU/CSU Anhängern. Gähn.

    Warte schon auf die nächste Bertelsmann Studie. (Die letzte "Die Anstalt" sei mal empfohlen; doch leicht kritisch)

    Ganz sicher sind wir uns hier im Kernproblem (in der Grundeinstellung) einig, müßig sich hier darüber auszulassen. Wundern tue ich mich über diese Gefolgschaft - insbesondere wenn ich manch so eine Einstellung (nehme das mal als ein Gradmesser von vielen) hier lese - überhaupt nicht

    Ich weiß aber auch, dass ich für mich immer eine Lösung finden werde, bin da völlig entspannt und verharre der Dinge

  19. Avatar von bruno68
    bruno68 ist offline

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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    @ Smirnoff1983,
    ich sehe eher die Vorteile eines Neubaus:
    nun gut Sie sehen es als Vorteil, aber was ist mit den Nachteilen bis zu Einzug in ein Neubau?

    Ich bekomme mit das beim Neubau so einiges Schief laufen kann!

    U. a.
    ich sehe eher die Vorteile eines Neubaus:
    - das Darlehn reicht nicht aus,
    - Die Handwerker bleiben weg!
    - Baupfusch ist nicht aus zuschließen!

    - Aufmassarbeit schlagen kräftig zu Buche! Das Bad wird statt zu Hälfte gefliest, doch noch voll verfliest!
    ....

    Neubauen haben Vorteile, aber auch nicht einschätzbare Nachteile!

    Das "für und wider" muss dauerhaft bis kurz vor der Entscheidung beachtet werden!

    Das die Vorkalkulation erheblich von der Abschlussrechnung abweichen darf dürfte vielen bekannt sein, Sie darf ja gesetzlich, bis zu 15 % nach oben abweichen! Was bei 300.000 € Baukosten, eine Nachfinanzierung von 45.000 € verlangt! Und diese muss noch in der 1.Finanzierung rein passen

    bruno68

  20. Avatar von BauenMS
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    Standard AW: Haus nicht abbezahlen - dumm oder sinnvoll?

    Hinsichtlich Neubau vs Bestand mögen wir beim Bestand, dass man ihn besichtigen kann und nicht nur im Computer sieht und vor allem das gewachsene Wohnviertel mit altem Baumbestand/Gärten. Diese modernen Neubauviertel mit den ganzen Würfelbauten und identischen Gärten mit rechteckigem Rasen mit Hecke drumherum ist nicht unser ideal.

    Aber letztlich nehmen wir, was am Ende die wenigsten Kompromisse für uns bietet. Lage und Preis zählen da natürlich auch mit zu.

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