Währungsunion EU wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

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  1. Avatar von Aristokratotele
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    Standard Währungsunion EU wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

    Hallo,

    es wird ja in letzter Zeit viel in Europa diskutiert. Gerade auch zur Wahl, selten sind die Argumente jedoch wirtschaftlich ausgerichtet, was man ja eigentlich erwarten würde. Nun meine Frage: Ist die Währungsunion wirtschaftlich sinnvoll oder nicht? Was meint ihr und warum?

    Viele Grüße
    Aristokratotele

  2. Avatar von florianmeier
    florianmeier ist offline

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    Standard AW: Währungsunion EU wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

    Natürlicht ist der EURO sinnvoll, es wird nur falsch damit umgegangen.

    Leider sind Transferzahlungen (z.B. Griechenland) notwendig, genauso wie Bremen in Deutschland unterstützt wird.

    Sobald alles Öl in EURO gehandelt wird, ist der Dollar keine Weltwährung mehr.

    Das sollte das Ziel sein.

  3. Avatar von NinjaGree
    NinjaGree ist offline

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    Standard AW: Währungsunion EU wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

    Der Euro ist sinnvoll, wenn sich alle Teilnehmer an die Spielregeln halten würden.

    Innerhalb der USA ist das wirtschafliche Gefälle ebenfalls gewaltig. Jeder Bundesstaat weiss dort jedoch, was passiert wenn nicht richtig gewirtschaftet wird: Man ist einfach Pleite, helfen tut niemand. Z.B Kalifornien ist schon mehrfach Pleite gegangen.

    Unterschiede lassen sich durch unterschiedliche Preisniveaus ausgleichen. Das funktioniert(e) z.B. innerhalb der BRD ebenfalls prima: Man vergleiche Preise in München (hoch) mit Preisen z.B. in Jena (niedrig).

    In Griechenland sind die Preise nach der Euro-Einführung einfach weitergestiegen, wie schon unter der Drachme. Ganz so als hätte niemand die €-Einführung mitbekommen. Ich nenne das "Gewohnheitsinflation": Die Marktteilnehmer waren es einfach gewohnt ihre Preise alle 2 Monate zu erhöhen. Ohne Euro wurde das durch einen permanent fallenden Wechselkurs ausgeglichen.

    Es kam der Euro, die Preissteigerungen gingen ohne Produktivitätszuwachs einfach weiter, das Ergebnis: völlige Konkurrenzunfähigkeit (mangels Ausgleich durch Wechselkursänderungen).

    Idealerweise müsste Griechenland alle Preise, Löhne und Guthaben um einen bestimmten %Satz reduzieren, und anschliessend nur im Rahmen der Produktivitätssteigerung wieder erhöhen. (In der Praxis natürlich so unmöglich).

    Griechenland ist nur Beispielhaft genannt - das Prinzip gilt natürlich für alle offiziellen €-Teilnehmer...

    Gegenbeispiel Montenegro: Die haben den Euro einseitig und inoffiziell eingeführt. Entsprechend wirtschaftet man dort seriös, weil im Pleitefall niemand helfen würde.

    Ähnliches gilt abgeschwächt für Bulgarien, Kosovo oder Bosnien-Herzegowina: Deren Währungen sind an den € gekoppelt. Exsessive Mißwirtschaft würde hier jeweils die Kopplung sprengen.

  4. Avatar von christin07
    christin07 ist offline

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    Standard AW: Währungsunion EU wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

    Danke für die super Erklärung mit den vielen anschaulichen Beispielen Ninja

    Als Neuling in Sachen Wirtschaftsfragen lerne ich in diesem Forum immer wieder was neues und in Griechenland habe ich die Inflation selbst mitbekommen. Mein Freund und ich haben das Land kurz vor Ausbruch der Krise für 3 Wochen bereist und haben nicht schlecht gestaunt, wegen der exorbitanten Preise dort. Für einen Kaffee hat man schon mal 4-5€ bezahlt und wenn wir zu zweit essen gegangen sind waren wir schnell mal 40-50€ los.

    Kann mich damals noch gut erinnern, wie wir immer wieder gesagt haben: "Es ging den Griechen wohl noch nie so gut". Tja, so schnell kann sich das Blatt wenden.

    Zu Jena: Hier liegst du mit deinem Beispiel nicht ganz richtig (diese kleine Korrektur sei erlaubt). Jena ist eine der wenigen ostdeutschen Boom-Städte und besonders was Mieten angeht ziemlich teuer.

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