Wird man als Gutverdiener durch die Gesundheitsreform in die PKV gedrängt?

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  1. Avatar von BenniG
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    Standard Wird man als Gutverdiener durch die Gesundheitsreform in die PKV gedrängt?

    Vor knapp einem Jahr habe ich ja schonmal einen Thread eröffnet, im dem ich mich über die Beitragserhöhung meiner Krankenversicherung beschwert habe. Während ich und mein Arbeitgeber im Oktober 2024 als Arbeitnehmer über der Beitragsbemessungsgrenze noch 812 € zahlen mussten, sind es inzwischen fast 1.000 € monatlich.

    Insbesondere 3 Punkte stören mich an der Gesundheitsreform und werden dafür sorgen, dass mein Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung in den nächsten Jahren noch deutlich stärker steigen dürften.
    1.Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 €
    2.Reduktion des Bundeszuschusses
    3.Bürgergeldempfängerleistungen nicht gegenfinanziert

    Generell hätten schon seit Jahren tiefgreifende Sozialversicherungsreformen stattfinden müssen – auch mit einschnitten für die aktuellen Empfänger und/oder eben deutliche Einsparungen bei anderen Ausgaben (rot-grün-woker-Sozialstaat).

    Folglich besitze ich aktuell einen so hohen Impuls in die private Krankenversicherung zu wechseln, wie noch nie.

    Ich bin 39 Jahre und müsste unsere beiden Kinder (2 und 6 Jahre) mitversichern. In diesem Jahrzehnt habe ich aber nur Hausarzt (Krankschreibungen), Hautarzt (Hautkrebsscreening) und Zahnarzt (Vorsorge und Zahnreinigung) besucht. Ich bin Nichtraucher, Brillenträger und das einzige mal, dass bei mir im Mund gebohrt werden musste, war zur Entfernung der Weisheitszähne. Meine Zähne konnte man mit einer lockeren Spange richten.

    Folglich würde ich nach bisherigen Erkenntnissen einen Tarif mit hoher Beitragsrückerstattung wählen.

    Für unser jüngstes Kind haben wir eine private Zusatzversicherung, weil unser Wunschkinderarzt (im Nachbarort) nur neue Patienten von außerorts im privaten Teil seiner Praxis aufnimmt.

    Gibt es hier Leute, die ähnliche Tendenzen haben oder gar in den letzten Jahren in die PKV gewechselt sind?
    Falls ja, wie geht man am besten vor?

    Finanztip schlägt ja zum Beispiel Versicherungsmakler vor. Der eine (Hoesch mit 25 Maklern) hat eine seiner zwei Standorte an meinem Arbeitsort (Frankfurt), ein anderer (Dieter Homburg mit 6 Maklern) macht online und als gefragter Experte und Autor auf sich aufmerksam.
    Auf der anderen Seite gibt es bei uns im Wohnort eine Versicherungsagentur (LVM mit einer Google-Bewertung von 4,9)), die im Bereich der privaten Krankenversicherung einen guten Ruf hat. Ist es sinnvoll dort ohne Umwege abzuschließen, um gleich einen Stein im Brett zu haben?

    Insbesondere @Bruno: Neben meinem Gehalt habe ich noch Miet- und Kapitalerträge und gehe fest davon aus, dass unsere Kinder mit Renteneintritt von unserer Payroll verschwunden sind, sodass mögliche Beitragserhöhungen nicht gleich die Insolvenz bedeuten.

    Ich bin nicht generell gegen die Solidarität, aber irgendwann läuft auch für mich das Fass über.

  2. Avatar von bruno68
    bruno68 ist offline

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    Standard AW: Wird man als Gutverdiener durch die Gesundheitsreform in die PKV gedrängt?

    @BenniG,

    nun ist es so weit! Die Wahrheit kommt ans Licht, die GKV ist pleite!

    Benni G, beschreibt seine Situation genauso wie Sie ist, nämlich nebulös! Man ersteht nicht das hier ein Problem entsteht, denn ist man GKV versichert! Und hat man Einnahmen aus Vermietung, Verpachtungen oder Zinsen und Dividenden.

    So wird aus der Pflicht der GKV eine freiwillige Versicherung, lustig wird es wenn Familienversichert ist! Übersteigen die Einahmen, die Pflichtgrenze hat man eine Versicherung, die bis zum Auszug der Kinder billig war, aber danach wird es gefährlich und teuer.

    So kenne ich aus meiner Betreuung einer Beamtin, die seit 1969 bei Farmer erst Pflichtversichert war und später in eine freiwillige Versicherung wandelte. Heute mit 82 Jahren muss diese jährlich ihre Steuererklärung einreichen, nur um den tatsächlichen jährlichen zu entrichten Beitrag, knapp 730 € monatlich und das seit dem 01.03.2026 nur bei einer 30 %-ig Kostenübernahme!

    Die GKV sagt, dass der Dienstherr die restlichen 70 % übernehmen würde! Mal sehen, was das BSG in Kassel dazu sagt! Dank der Sprungrevision, denn der Klägerin bleiben wohl keine 10 weitere Lebensjahre mehr!

    Ist logisch, dass Menschen jetzt wechseln wollen, insbesondere deren Studi-zeit eher dem linken Lager gerechnet wurde! Ja, ja wenns an den Geldbeutel geht, ist die Sozialität vorbei.

    Auch eine solche Aussage zeigt die wirkliche fachliche Fähigkeiten an: "Finanztip schlägt ja zum Beispiel Versicherungsmakler vor!" ; mal ernsthaft was sollen diese denn anderes Vorschlagen? Ein Versicherungsberater etwa?

    Mein Rat wäre hier sich mal mit Herrn Schramm für eine PKV in Verbindung zusetzen!
    Diplom-Mathematiker Peter A. Schramm

    Aktuar DAV Sachverständiger für Versicherungsmathematik in der privaten Krankenversicherung

    Öffentlich bestellt und vereidigt von der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main

    Telefon: 0 67 72 - 96 25 68
    Fax: 0 67 72 - 96 25 69
    Mobil: 0 170 - 96 20 60 8
    E-Mail: info@pkv-gutachter.de

    Postanschrift:Aktuariat Schramm Am Rauschenberg 7 56355 Diethardt Sachverständigenbüro: 61476 Kronberg im Taunus (Termine nur nach Vereinbarung)
    Ab oder er noch inwieweit er noch Privatkunden berät, entzieht sich leider meiner Kenntnis!

    Aber der Witz von Finanztip sich eine Versicherungsmakler zu suchen, zeigt das diese selber nichts mehr machen, genauso wie die Stiftungen endlich die Fresse zuhalten lernen!
    Stiftung Warentest haftet für Folgen eines fehlerhaften Tests
    Ein negatives Testurteil der Stiftung Warentest brachte einen Hersteller in wirtschaftliche Not. Nun urteilte ein Gericht.
    Die Stiftung Warentest muss für die wirtschaftlichen Folgen eines von ihr beauftragten Tests haften.
    Das OLG Frankfurt sprach dem Rauchmelder-Hersteller Pyrexx einen Schadenersatz zu. Die genaue Höhe muss das LG als Vorinstanz festlegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
    Selbst wenn die Bundesregierung Verbraucherverbände von der Haftung freistellen wollen, so unterliegen diese bei einer Verklagung immer den juristisch bei Land-, Oberlandesgerichten oder Bundesgerichten.
    Denn das EU-Recht kennt keine Ausnahme bei einer Falschberatung! Insbesondere, wenn diese schriftlich Veröffentlicht wird.
    Private Unfallversicherung – überflüssig oder sinnvoll?
    Wer dies als Fachmann durchliest, kann nur noch kotzen, warum ein 225 % Progression nehmen wenn man für 5 € monatlich mehr eine 500 % bekommt? Ein Gliedertaxe zum Weinen die dort angeboten wird.
    So für ein Bein bis zur Mitte des Oberschenkels: 60 Prozent, da kann man gleich zum Sozialamt gehen

    Um gegenzurechnen bei einer Gliedertaxe von 110.000 € bei 60 % ergibt sagenhafte 66.000 € Grundsumme und dann mit 225 % multipliziert bekommt man 148.500 € Geldleistung. Einfach lächerlich, diese Summe!
    Gute Unfaller bieten, für ein Bein unterhalb des Knies bei 110.000 € mit der Gliedertaxe 80 %, 88.000 € Grundsumme und dann mit 500 % Progression ganze 440.000 € Geldleistung, fast 300.000 € Mehrleistung!

    Gerade, bei Motorradfahrer ein Türöffner, wenn das Bein an der Leitplankenträger abgerissen wird.

    Analog gilt dies auch für PKV, um ihnen den Zahn zuziehen, schauen sie mal die Autos der Makler an! Alles, was über A4 ist, geht, kostet ihnen extra.

    Das war mir mal bei der Hanse Mars aufgefallen, in deren Programm gab es zwei Tarife einmal für Makler und für eine Struktur, alles gleich außer der Betrag, der war + 20 € pro Monat für die Struktur.

    Allerdings es gibt nicht den Tarif für alle, aber es gibt Möglichkeiten diese guten Tarif für Sie zu finden:
    So besitzt die "Inter-Versicherung" extreme gute Tarife für Ärzte! Die Hanse Merkur preisgünstige mit SB, für fast alle Personen! Oder die DKV für "Todkranke"!

    Allerdings habe ich mich aus diesem Bereich zurückgezogen, Altersbedingt nachdem Sie mir 5 Jahre Haftung betrug und gleichzeitig nur noch über 3 Jahre Laufzeit für PKV Versicherte die Regle wurde.
    Die maximale Provision für Makler bei der Vermittlung einer PKV-Vollversicherung ist gesetzlich durch das Versicherungsvermittlerverordnung (VersVermV) geregelt und beträgt in der Regel höchstens 9 Monatsbeiträge.

    Hier sind die wichtigsten Details zur Provisionsstruktur (Stand 2026):Höhe der Abschlussprovision: Die üblichen Provisionen liegen meist zwischen 6 und 9 Monatsbeiträgen.
    Deckelung: Per Gesetz (eingeführt durch das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Versicherungsvermittlerrechts) ist die Provision für eine PKV-Vollversicherung auf maximal 9 Monatsbeiträge begrenzt.
    Rechenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Monatsbeitrag von 350 Euro kann die Provision für den Vermittler bis zu 3.150 Euro betragen.Zusätzliche Vergütungen: Neben der Einmalprovision können je nach Vertrag auch laufende Bestandsprovisionen für die Betreuung anfallen.

    Vergangenheit: Früher waren Provisionen von bis zu 16 Monatsbeiträgen üblich, was durch die Gesetzesänderung unterbunden wurde.
    Ich brauche nur die restlichen 60 Monate umrechnen bei max. 4 PKV pro Monat mal 9 MMB, bei 500 € je MMB würde sich bis zum 63.Lebensjahr 1,08 Mill. € Courtage ansammeln davon 10 % Storno, 108.000 € Storno, Risiko von 972.000 € /2 = 486.000 € offene Forderungen, da brauche nicht zu multiplizieren solch ein Stornorisiko kann ich mir nicht leisten, wenn man mit 63 in Rente will.

    Nun such mal eine schöne passende Versicherung, die Beitragsstabil und gute Leistung bietet! Veröffentlichen Sie mal welche Versicherung in Betracht gezogen haben! Nur zu privaten Lachen für mich.

    Ich komme nur auf zwei Versicherungen, einmal die Inter-Versicherung bei gehoben Angestellten oder die Hanse-Merkur bei Preisgüntigkeit.

    Nun etwas zu steuerlichen Erfassung,

    a) es wird nur der Basisversicherung steuerlich erfasst, was bei hoher Rückerstattung folglich zur steuerlichen Vernichtung des Basisbetrages führen kann!

    alternativ wäre

    b) eine hohen Selbstbehalt abzuschließen, um so vorab den Betrag zu mindern. Aber auch hier gilt im Dez./Jan. Regel das beim SB vom max. 5.000 € insgesamt die ersten 10.000 € als SB für einen Krankheitsfall anfallen könnten! .

    Man erkennt die Zwickmühe der Entscheidungen!

    bruno68

  3. Avatar von brainy
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    Standard AW: Wird man als Gutverdiener durch die Gesundheitsreform in die PKV gedrängt?

    Mit Ende 30 und Kinder ist so ein Wechsel gut zu überlegen.

    Wenn ein stabiles 6 stelliges Einkommen (Gesamteinkommen, nicht nur Arbeitseinkommen) vorhanden ist, würde ich es machen.

    Der aktuelle Zirkus zeigt ja, dass Reformen keine sind und der Versicherte bezahlt.

    Ein Tarif mit hohen BRE ist natürlich der richtige Weg.

    Irgendwann wird man auch die Nebeneinkünfte im Alter verbeitragen. Besser wird es nicht.

  4. Avatar von bruno68
    bruno68 ist offline

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    Standard AW: Wird man als Gutverdiener durch die Gesundheitsreform in die PKV gedrängt?

    @brainy,

    Wann soll man überwechseln? Man kann auch erst wechseln, wenn das Ek stimmt und nicht vorher. Also, nach ihrer Aussage kann kein Mensch mehr wechseln, sofern dieser nicht 6- oder 7-stellig erbt! Denn welcher 20er jährige hat, ein 6-stelliges EK?

    Diese Antwort kann unerwartet:
    Der aktuelle Zirkus zeigt ja, dass Reformen keine sind und der Versicherte bezahlt.
    Was natürlich richtig ist.

    Was ein ärgert ist diese Aussage:
    Ein Tarif mit hohen BRE ist natürlich der richtige Weg.
    Denn hier unterscheidet sich zwischen Wunsch und Realität, denn die Lebensweise entscheidet über den Tarif und nicht der Beitrag!

    Demnach müssten vorher wissen, ob Sie noch Global reisen wollen, wissen Sie heute schon das Sie nicht in Dubai oder USA zeitweise leben wollen, können sie den Beitrag ohne weiteres um bis zu 25 % senken.
    Da reicht eine reine Europaversicherung mit Chefarzt, Einzelbett und GOÖ mit 3,6-fachen, mit möglicherweise Schweiz, Lichtenstein und Luxemburg als Zusatzbaustein.

    Oder einen Inter-Tarif der einfach das 14-fache GOÖ zahlt, allerdings ist das nicht ganz billig.

    Zum Thema Kinder

    Die Kinder fallen eines Tages aus der Familien-Versicherung heraus.

    Zum Thema Beitrag:

    Nun dafür wurde der R 10 eingeführt, wobei monatlich 10 % des Beitrages verzinslich angelegt wird, und dieser Betrag kann nach Erreichen der Altersgrenze oder mindestens 10 Jahre Laufzeit, können diese Zinsen und Dividenden den monatlichen Beitrag für die PKV mindern.

    Zusätzlich lässt sich der Beitrag auch über eine Leistungsminderung auf die GKV-Standard (Basis-Tarif) nach mindestens 10 Jahren Laufzeit und der Altersgrenze bis zu 500 € monatlichen zusammen den PKV Beitrag mindern.

    Bei einer richtigen fachlichen Beratung erscheint der PKV-Beitrag auf einmal ganz anders. Aber das ist nur möglich, wenn der Makler seine Vertriebskosten niedrig hält und auch andere Leistung, wie eine SBU oder Unfall, mit GG und KHT mitanbietet.

    Nur bei Maklern die ein Hippes-Büro und Autos der Klasse oberhalb von A 6 haben, wird die Beratung eher auf ein Verkaufsgespräch-Niveau laufen, ihre Probleme bleiben bei ihnen einfach hängen.
    Man muss sich einfach fragen, wer denn das Büro und Auto monatlich bezahlt! Nämlich Sie als Kunde und niemand anderes!

    bruno68

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