Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

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  1. Avatar von Moizi
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    Standard Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Aus Interesse wollte einmal in die Runde fragen, ob irgendjemand Erfahrungen mit IPOs gemacht hat. Bevor es zu einem Börsengang kommt, bieten die Unternehmen wohl häufig Aktien an Investoren an. Hätte ich als Kleininvestor ebenfalls die Möglichkeit, Anteile zu erwerben, und sollte ich mir das durch den Kopf gehen lassen oder gilt das immer nur für Großaktionäre bzw. für eine bestimmte Zielgruppe? Ich wäre euch für eure Schilderungen von euren Erfahrungen mit vorbörslichen Private Placements sehr dankbar!

  2. Avatar von bruno68
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Na ja, was soll man von IPO's halten?

    die Wahrscheinlichkeiten sind gering, evtl. sehr gering, dass der Übergang in den Handelsmarkt überhaupt sauber gelingt!

    Denn Biontech ist kein Maßstab, denn der deutsche Staat hat 25 % der Aktien gekauft!

    Aber bei vielen anderen ist eher der Wunsch eher der Wirklichkeit real. Wenn man jährlich 100.000 € verspielen kann ist es kein Thema, aber bei weniger als 5.000 € und das auch nur weil man auf Luxus verzichtete!
    Rate ich davon ab, weil der Aufwand zu keinem Verhältnis steht! Selbst "pennystocks" wie Steinhoff, zeigen auf wie betrogen werden kann! Wer keine Nerven hat, verliert häufiger als er gewinnt!

    Folgerichtig zahlt man, immer darauf! Und wenn man Pech hat, besteht eine Nachschusspflicht!

    Wirklich es ist abzuraten, davon! selbst Flatex weist darauf hin das fast 75 % aller Kunden ihren Einsatz verlieren! Also 3 von 4 Kunden zahlen darauf und rechnet man die Kosten hinzu, damit wird aus dem hellroten Verlust eine dunkelrote Zifferfarbe.

    Und Verluste können Sie nur mit Gewinnen aus dem IPO Handel ausgleichen, was zu 75 %+ nicht gelingen wird.

    Und selbst wenn sie zu den 25 % Gewinner gehören, sie können ja Herrn Ulli Hoeneß fragen, wie es ist keine Angaben in der Anlage Kap zu machen! Meist heißt es dann "ohne Bewährung"!

    Es muss ihnen doch klar sein, dass am Ende des Jahres, für sich selbst wissen wollen, wie ihre "Trade" funktionierte!

    Und ob eine Steuerpflicht oder ein Steuerverlust vorliegt! Und eine Verrechnung möglich ist!

    Wollen sie wirklich mit ihren minimalen Kenntnissen im Steuerrecht eine möglicherweise strafbewehrte Einkommenssteuererklärung abgeben? Denn ihr Broker wird ihre gesamte Geschäftstätigkeit, am 31. des Jahres direkt an ihr Finanzamt übermitteln.

    Oder wollen sie einen Steuerberater beauftragen, der ihre Verluste, durch seine zusätzlichen Kosten dem Verlust aus Aktienhandel vergrößert?

    bruno68

  3. Avatar von StGe1973
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten für eine AG um Geld "einzusammeln". Eine Möglichkeit sind direkte Verkäufe von Anteilen an Risikokapitalgeber, Investoren usw. Da hast du als Kleinanleger keine Chance...

    Die andere Möglichkeit ist ein IPO, also Aktien an der Börse an "jedermann" zu verkaufen. Da kannst du als Kleinanleger natürlichebenso wie alle andere Aktien zeichnen. Ob und wieviele du bekommst, kommt darauf an ob der Börsengang überzeichnet ist d.h. mehr Aktien nachgefragt werden als die AG angeboten werden.

    Das Entscheidende ist dann die Preisspanne des Börsengangs d.h. Aktien der AG X werden von 20 bis 22 Euro gezeichnet. Damit wird das Unternehmen (bezogen auf alle vorhanden Aktien, also nicht nur die Aktien, die beim Börsengang angeboten werden ) mit z.B. 1 Mrd Euro bewertet.

    Letztlich ob du dann Gewinn oder Verlust machst, ist halt davon abhängig, ob dieser Wert des Unternehmens bzgl. der zukünftigen Erwartungen an Gewinnentwicklung usw. von den Marktakteuren an der Börse als zu gering oder zu hoch angesehen wird. Dann wird der Aktienkurs entsprechend fallen doer steigen...

  4. Avatar von robotokopf
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Hey! Also grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass man als Kleininvestor auch einmal die Chance auf so ein Private Placement bekommt, es gibt immer wieder Unternehmen, die ein gewisses Kontingent an vorbörslichen Investments allgemein ausgeben. Aber die Chancen sind natürlich höher, je mehr man investieren kann/will. Es kann schon eine attraktive und spannende Investition sein, da man mit dem richtigen Ausstiegszeitpunkt gute Gewinne erzielen kann, aber dafür braucht es schon Erfahrung.

  5. Avatar von Moizi
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Vielen Dank für die Rückmeldungen! Mir ist natürlich klar, dass man auch die steuerrechtlichen Aspekte im Hinterkopf behalten muss. Bislang ist mein Interesse aber erst mal nur theoretischer Natur und ich versuche so viele Erfahrungsberichte und Meinungen wie möglich zu sammeln. Falls ich irgendwann investieren sollte, werde ich mich mit meinem Steuerberater zusammensetzen. Außerdem war mir selbstverständlich bereits bewusst, dass man mit besseren finanziellen Möglichkeiten einher auch größere Chancen hat. Und dass der Erfolg vom Unternehmen abhängt. Aber weil robotokopf von der Notwendigkeit der Erfahrung für den passenden Ausstiegszeitpunkt schreibt… Wie kann man den eurer Meinung möglichst gut abschätzen?

  6. Avatar von robotokopf
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Das ist wenn du mich fragst genau das spannende am Aktiengeschäft Abzuschätzen wann der Gewinn aus dem Verkauf am Höchstpunkt ist, ob sich der Wert noch weiter steigert oder gar im nächsten Augenblick bergab geht. Das hängt aber von vielen Faktoren ab. Im Grunde ist es „nur“ das Konzept von Angebot und Nachfrage, aber auch sehr viel Psychologie mit. Wenn gerade sehr viele Leute die Aktien verkaufen und der Kurs sinkt, kann das regelrecht eine Panik auslösen, weil man vermeiden möchte die Aktie günstiger zu verkaufen, investieren wiederum gerade sehr viele Leute in das Unternehmen steigt auch der Wert der Aktie und es macht Sinn sie weiter zu halten.

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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Da rennst du in eine offene Tür, denn ich bin nicht anfällig für Trends, Moden und dergleichen. Es sei denn, sie haben wirklich einen nicht von der Hand zu weisenden nutzen, dann halte ich mich nicht zurück. Bei Panik ist das bei vielen leichter gesagt als getan, aber mir ist bislang so gut wie immer gelungen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Meinst du das in puncto Erfahrung, sprich nützt die diesbezüglich die Erfahrungen im Alltag? Oder wie geht man es sonst abgesehen vom sich informieren an, wenn man noch keine Erfahrung in diesem Zusammenhang im Gepäck hat?

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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Was ich am Anfang gemacht habe ist mir privat zu notieren wie viel ich wo investieren würde (ohne tatsächlich zu investieren), dann habe ich genauso als hätte ich investiert die Kurse verfolgt und überlegt, wann es mir richtig erschienen würde, auszusteigen, zu verkaufen oder andernorts zu investieren. Am Ende eines vorher definierten Zeitraums, habe ich dann Bilanz gezogen. Das ist eine gute Übung, um Erfahrungen zu sammeln . Und informieren reicht weit – von wirtschaftlichen Kennzahlen, die man verstehen muss, bis hin zu emotionalen Komponenten, die eine Rolle spielen. Hast du denn schon grundsätzlich erste Erfahrungen am Aktienmarkt?

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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Ja, ich habe bereits einige Erfahrungen gesammelt, aber eben nicht bei IPOs. Nur ich bin ich es zugegebenermaßen bislang nie so angegangen wie du und erfreulicherweise hat es *klopf klopf* zumindest einmal bisher trotzdem zufriedenstellend geklappt. Dein Ansatz klingt einerseits so logisch und andererseits wäre es interessant zu wissen, wie viele diese Trockenübung tatsächlich gemacht haben. Ich werde das ab sofort auch so umsetzen. Was meinst du genau mit den wirtschaftlichen Kennzahlen und der emotionalen Komponente?

  10. Avatar von StGe1973
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    Standard AW: Wie sind eure Erfahrungen mit IPOs?

    Also, sorry, aber solche "Theoriespiele" werden euch nicht weiter bringen. Es ist immer leicht "theoretisch" zu investieren, weil man natürlich "Verluste" real nicht erleidet. Der Schwur kommt dann immer erst, wenn man real Aktien kauft und dann den Verlust real im Depot sieht. Halten und Verluste aussitzen oder doch verkaufen und Verluste realisieren. Auf dem Papier und mit theoretischen Käufen und Verkäufen ist das immer sehr, sehr einfach....

    Grundsätzlich lege nicht zu viel Wert auf wirtschaftliche Kennzahlen, diese können sehr schnell "Schall und Rauch" sein. Letztlich werden bei KGV, KBV usw. Erwartungen an der Börse gehandelt und diese können sich schnell ändern. Ebenfalls sind KGV Vergleiche innerhalb einer Branche oder gegenüber dem Dax relativ sinnlos (um unterbewertete Unternehmen zu finden), da es im Normalfall Gründe gibt, warum ein spezielles Unternehmen mit KGV 10, obwohl z.B. Branche im Durchschnitt mit KGV 15 bewertet ist.

    Wenn du meinen Rat hören willst, dann hast du 2 Möglichkeiten:
    Entweder streust du das Risiko dadurch, dass du in viele Unternehmen investierst also Fonds. Welche Art muss du selbst entscheiden...

    Oder: Wenn es Einzelunternehmen sein sollen, dann achte nicht auf kurzfristige Kennzahlen oder Vergleiche. Investiere in ein Unternehmen (in ein Geschäftsmodell, strategische Ausrichtung, Markt usw.) von dem du langfristig wirklich überzeugt bist. Dann interessieren dich auch kurzfristige Schwankungen nicht so sehr...

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