Fragen zur Baufinanzierung

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  1. Avatar von pulsar
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    Standard Fragen zur Baufinanzierung

    Hallo,

    ich bin durch meine Recherche im Internet nach Informationen zur Baufinanzierung auf dieses Forum aufmerksam geworden. Bei mir und meiner Familie ist der Wunsch nach einem Eigenheim spätestens seitdem wir Kinder haben deutlich gewachsen.
    Da die Thematik der Baufinanzierung ziemlich umfassed ist, wäre ich für ein paar Anregungen aus der Forengemeinde wirklich sehr dankbar.

    Ersteinmal ein paar Informationen zu uns:

    Meine Familie und ich würden innerhalb der nächsten 1-2 Jahre gerne eine Immobilie in der Region Hannover erwerben. Sollte sich nichts passendes finden lassen, dann käme auch ein Neubau in betracht.
    Für eine passende Immobilie hier in der Region rechnen wir mit ca. 250k bis 300k Euro.

    Unser Eigenkapital beträgt 30k Euro. Ich (31j.) verdiene Netto ca. 2750€ im Monat bei 14 Monatsgehältern/Jahr. Meine Frau (26j.) ist Studentin und kümmert sich im Moment überwiegend um die beiden kleinen Kinder (1j und 3j). Die Finanzierung sollte vollständig von meinem Einkommen getragen werden können. Alles, was meine Frau nach dem Studium dann verdient, wäre Extra. Pro Monat beträgt unser Sparpotential im Moment ca. 1000 Euro.

    Zur Zeit suchen wir nach einem für unser Vorhaben passendes Finanzierungskonzept. Ich denke das klassiche Bausparen scheidet aus, da wir wenn eine passende Immobilie in der Nähe verfügbar ist natürlich spontan zuschlagen wollen. In einigen Artikeln z.B. bei Finanztest werden Riester Banksparpläne als gute Alternative genannt, allerdings bin ich hier skeptisch, da ich bisher noch keine nachvollziehbaren Rechenbeispiele gefunden habe.
    Unser Eigenkapital ist natürlich nicht so hoch, wie es optimalerweise sein sollte, und würde im Moment wahrscheinlich gerade mal für die Nebenkosten ausreichen. Daher würden wir eine Kaufpreisfinanzierung benötigen. Allerdings habe ich gelesen, daß es auch die Möglichkeit gibt, fehlendes Eigenkapital durch einen anderen Kredit teilweise zu kompensieren.
    Außerdem würden wir, sofern es sich lohnt, gerne auch zusätzliche Förderungsmöglichkeiten z.B. der Kfw in Anspruch nehmen.

    Im Moment beschäftigen uns maßgeblich die folgenden Fragen:

    1.) Wie legen wir das bisherige Eigenkapital am sinnvollsten an?
    2.) Welches Finanzierungskonzept würde in unserer Situation am meisten Sinn machen?
    3.) Ist eine Finanzierung der oben genannten Summe überhaupt darstellbar?
    4.) Wer wäre ein guter Ansprechpartner, um das Vorhaben beispielhaft einmal durchzukalkulieren (inklusive Finanzierungsplan)?
    5.) Käme das folgende Förderprogramm unter Umständen auch für uns in Betracht: NBank :: Privatpersonen - Wohnraum - Wohnraumförderung

    Ich danke jetzt schoneinmal jedem, der sich die Zeit genommen hat diesen Beitrag zu lesen und hoffe auf anregende Antworten. Falls ich die ein oder andere wichtige Information vergessen habe, werde ich sie natürlich umgehend nachreichen.

    Danke und Gruß,
    Pulsar

  2. Avatar von C. Andreas
    C. Andreas ist offline

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    Standard AW: Fragen zur Baufinanzierung

    Hallo Pulsar,

    ich möchte meinen Einwurf alleine auf Bausparen beschränken und Ihnen zu dieser Theamtik ein paar Ideen mitgeben.

    1.) Wohn Riester

    Auf Grund ihrer familärer Situation wäre es sinnvoll diesen Baustein zu bedienen. Wenn ihre beide Kinder nach 2008 geboren sind erhalten Sie 2x300 Euro dazu, plus die 154 Euro für Sie. d.h. 2.100 Euro - 154 Euro - 300 Euro - 300 Euro = Sparrate = 112,17 Euro im Monat für die Besparung in einen Wohn Riester. (tatsächlich gehen 175 Euro mtl. in den Vertrag)

    Dieser Wohn Riester wird jetzt bespart und auf z.B. 10 Jahre ausgelegt. Zum Finanzierungszeitpunkt erfolgt dann die Zwischenfinanzierung und im 10 Laufjahr der Switch in das Bauspardarlehen. Im Bauspardarlehen werden die Zulagen dann zu Sondertilgungen in das Darlehen benutzt.

    2.) kleiner Exkurs zu Bausparen

    Folgendes Szenario:
    Anlage von 30.000 Euro in einen Bausparvertrag mit der BSS von 53.000
    Zuteilung in 2 Jahren
    Bauspardarlehen: 23.131 zu 2,8% mit 212 Euro mtl. Belastung für 10J 8M

    Annahme: Anlage von 30.000 Euro zu 2% ergibt: 31.223,28 Euro
    Zum Vergleich: Bausparvertrag Guthaben: 29.868,73 Euro (Verlust von 131,27 Euro)

    Daher die Frage: Wie hoch darf der Grenzzinssatz sein, so dass sich die Anlage in den Bausparvertrag rechnet?
    Antwort: Der Grenzzinssatz liegt bei 4,26% für ein schönes Nachrangdarlehen.

    D.h. wiederrum: erhalten Sie in 2 Jahren ein Nachrangdarlehen zu 4%, so war die Zinsabgrenzung mit Bausparen nicht sinnvoll.
    Erhalten Sie ein Nachrangdarlehen zu 5%, so war die Zinssicherung vollkommen richtig.
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    Christian Andreas
    Dipl. Betriebswirt (FH)
    Finanz- und Versicherungsmakler
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  3. Avatar von noelmaxim
    noelmaxim ist offline

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    Standard AW: Fragen zur Baufinanzierung

    Hallo Pulsar,


    1.) Wie legen wir das bisherige Eigenkapital am sinnvollsten an?
    Da sie es bald benötigen werden, kommt nur ein Tagesgeldkonto in Frage, evtl. ein Geldmarktfonds

    2.) Welches Finanzierungskonzept würde in unserer Situation am meisten Sinn machen?
    Das klassische Annuitätendarlehen mit einer Zinsfestschreibung ab 10 Jahren, besser noch 15 oder 20 Jahre. Hier nehme ich in der Regel eine Splittung vor, ein Teil 10 Jahre ( KfW ), ein Teil 15 und/oder 20 Jahre! Das Darlehen sollte mind. 5 % Sondertilgungsrecht und die Tilgungssatzänderungsoption beinhalten, ebenso null Gebühren und eine ausreichende bereitstellungsfreie Zeit! Zu dem sollten alle in Frage kommenden Banken - nach dem das Konzept steht - auf den günstigsten Zins miteinander verglichen werden.

    3.) Ist eine Finanzierung der oben genannten Summe überhaupt darstellbar?
    Ja das ist sie!

    4.) Wer wäre ein guter Ansprechpartner, um das Vorhaben beispielhaft einmal durchzukalkulieren (inklusive Finanzierungsplan)?
    Da sie aus der Region kommen, können sie mich gerne kontaktieren, auch können sie jederzeit ein Termin mit mir vereinbaren, in dem ich mit ihnen gemeinsam und unverbindlich ein Konzept erarbeite.

    5.) Käme das folgende Förderprogramm unter Umständen auch für uns in Betracht: NBank :: Privatpersonen - Wohnraum - Wohnraumförderung
    Ja, das muss man aber genau betrachten, denn die Bewilligung dieser Darlehen sind einkommensabhängig!
    Mind. aber kann die Eigenkapitalgröße um max. 30.000 Euro durch ein Nachrangdarlehen ohne Grundschuldeintragung einer großen Bank aus ihrer Stadt Hannover erweitert werden, dies verbessert den Beleihungsauslauf für die Erstrangbank und sichert ihnen dort deutlich bessere Konditionen. Das Darlehen selber wird zu nom. 3,99 % bereitgestellt!
    Thomas Buhmann

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    B&K Financial Service

    Hauptstraße 22
    38110 Braunschweig

    Telefon: 05307/2048506
    mobil: 0171/3059115
    t.buhmann@fairhypo.de
    https://www.fairhypo.de

  4. Avatar von pulsar
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    Standard AW: Fragen zur Baufinanzierung

    Hallo zusammen und ersteinmal danke fuer die Antworten.

    @C. Andreas
    Problematisch beim Bausparen find ich die Festlegung auf einen bestimmten Zuteilungszeitpunkt. Wir beobachten den Immobilienmarkt in der gewünschten Gegend schon seit ca. einem halben Jahr. Die Anzahl der verfügbaren Immobilien ist hier recht überschaubar. Daher würden wir gerne die Möglichkeit haben, bei einem guten Angebot schnell reagieren zu können.

    Unter Umständen wären wir auch dazu bereit, einen BSV mit einer Zuteilung in 2 Jahren abzuschließen und auf die oben genannte Flexibilität in diesen Zeitraum zu verzichten. Die Kernfrage für uns ist allerdings, ob sich dieses überhaupt lohnen würde?

    In ihrem Beispiel haben sie eine BSS von 53.000 Euro angesetzt. Wie würde dann die restliche Summe finanziert werden? Mir ist im Moment noch nicht ganz klar, wie das Nachrangdarlehen, der Grenzzinssatz und der BSV zusammenhängen.

    Zum Thema Wohnriester:
    Die Sparrate klingt tatsächlich sehr gut und ich habe diese Zahlen auch schon oft in diversen Beiträgen/Artikeln gelesen. Was mir bisher jedoch immer gefehlt hat, ist ein konrektes Immobilienfinanzierungbeispiel, welches auf unsere Situation ansatzweise zutrifft. Oder anders gesagt, wie sähe ein Tilgungsplan dann am Ende aus, bzw. wer könnte einen solchen Erstellen?

    @noelmaxim
    Wie praktisch, Braunschweig ist doch fast um die Ecke. Ich werde mich vorraussichtlich heute im Laufe des Tages bei ihnen melden, damit wir einen Termin vereinbaren können.

    Viele Grüße,
    ~Pulsar

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