seit 2008 (mit Geburt unseres ersten Kindes) habe ich einen Riester-Vertrag bei der DWS, nämlich die Toprente Dynamik. 2012 wurde unser zweites Kind geboren. Ich habe immer die jährlichen Beiträge eingezahlt um die maximale Förderung zu bekommen. In Verbindung mit den Einzahlungen, Zulagen und der Entwicklung bin ich mit dem aktuellen Guthaben ganz zufrieden.
Nun bin ich aber heute über die (aus meiner Sicht) hohen Kosten für 2024 gestolpert. Ich habe hier die letzten Jahre mal aufgelistet:
2020:
Verwaltungskosten Vertrag 15,40 €
Verwaltungskosten Fonds 163,27 €
2021:
Verwaltungskosten Vertrag 15,40 €
Verwaltungskosten Fonds 192,03 €
2022:
Verwaltungskosten Vertrag 15,39 €
Verwaltungskosten Fonds 226,80 €
2023:
Verwaltungskosten Vertrag 15,40 €
Verwaltungskosten Fonds 314,76 €
2024:
Verwaltungskosten Vertrag 15,40 €
Verwaltungskosten Fonds 391,99 €
Inzwischen fast 400 € Kosten allein für die Fonds-Verwaltungskosten - ist das nicht außergewöhnlich viel? Aktuell sind das knapp 4 Montassparraten.
Was meint ihr dazu. Zu viel oder völlig normal? Bei DWS bleiben oder umziehen? Oder die gesetzliche Änderung ab 2027 abwarten und die neuen Möglichkeiten ansehen?
Inzwischen fast 400 € Kosten allein für die Fonds-Verwaltungskosten - ist das nicht außergewöhnlich viel? Aktuell sind das knapp 4 Montassparraten.
Das hängt doch von der angelegten Summe ab. Bei 10.000 Euro Anlagesumme wäre das extrem teuer, bei 100.000 Euro schon nicht mehr so. Wie hoch sind denn die Verwaltungskosten in Prozent?
Im Vertrag steht bis 1,45 Prozent. Bei meinen 31000 Euro Kapital bedeutet das ca. 1,3 Prozent.
Das liegt dann schon eher im teureren Bereich, bei aktiv gemanagten Fonds allerdings durchaus üblich. Bei passiven ETFs sind laufende Kosten von <0,5% üblich. Ein Prozent Unterschied klingt erst einmal nicht viel, kann am Ende der Laufzeit aber trotzdem einen ziemlichen Unterschied machen.
Riester-Sparpläne auf ETFs scheinen zumindest möglich zu sein. Die Frage wäre jetzt, inwieweit Du von Deinem Sparplan förder- bzw. steuerunschädlich in einen anderen wechseln kannst. Leider kenne ich mich da nicht aus. Vielleicht kann dazu noch jemand anderes etwas schreiben.
Vielleicht warte ich einfach bis nächstes Jahr wenn es die Gesetzesänderung gibt. Vielleicht kann ich dann in einen ETF Vertrag wechseln, wo die laufenden Kosten geringer sind.
Und wie kommen Sie darauf, das Sie bei ETF's billiger wegkommen? Und was nützt es billiger, wenn dafür die jährlichen 1.050 € Zulagen entfallen? Sie schreiben selbst
Hallo,
seit 2008 (mit Geburt unseres ersten Kindes) habe ich einen Riester-Vertrag bei der DWS, nämlich die Toprente Dynamik. 2012 wurde unser zweites Kind geboren. Ich habe immer die jährlichen Beiträge eingezahlt, um die maximale Förderung zu bekommen. In Verbindung mit den Einzahlungen, Zulagen und der Entwicklung bin ich mit dem aktuellen Guthaben ganz zufrieden.
Leider haben nicht verstanden, was Sie da unterschrieben haben.
Sie reden immer von Kosten, aber wieviel Geld von ihren 31.000 € haben Sie denn selber bezahlt!
Gehen wir von 2008 aus so haben sie jährlich 2.100 € gezahlt, 18 Jahre gleich 37.800 € abzüglich 1 Kinderzulage von 2008 bis heute, 18 Jahre a 300 € (Die staatliche Kinderzulage zur Riester-Rente ist abhängig vom Geburtsjahr des Kindes. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, beträgt der Zuschuss 300 Euro pro Jahr.)
für das erste Kind von 2008 bis heute, 18 Jahre a 300 € sind 5.400 € Kinderzulagen.
Dann die 2. Kinderzulage von 2012 bis heute, 14 Jahre a 300 € sind 4.200 € Kinderzulagen.
Und dann die Eltern (Erwachsene Riester-Sparer erhalten eine jährliche staatliche Grundzulage von 175 Euro.)
also seit 2008 bis heute, 18 Jahre mal 2 Eltern a 175 € sind weitere 6.300 €.
Hinzu kommt der Steuerlicher Bonus: Riester-Beiträge lassen sich in der Steuererklärung absetzen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Steuerersparnis höher ist als die erhaltene Zulage (Günstigerprüfung) und zahlt die Differenz ggf. aus.
Gehe ich von den Förderzahlen aus, haben Sie, von den 31.000 € Guthaben 15.900 € bis heute gar nicht selber bezahlt, hinzukommt noch die jährlichen Steuerersparnisse!
Und was wirft der Versicherungsmantel jährlich steuerfrei ab? Wieviel bekommen sie am Markt für die 31.000 € jährlich an Rendite? 5 % p.a. oder gar 7,5 % p.a.
Des Weiteren steht nur ein Versicherungsmantel die Steuerbefreiung bis zur Rente zu und gerade jetzt wo sich etwas Kapital angesammelt hat.
Ich würde mich nicht wundern, wenn dieser Vertrag bei Tecis, AWD, Bonn Finanz oder MLP mit bis zu 8 % Provision abgeschlossen wurde! Hauptsache der Vertreter war cool, smart und verdammt teuer.
Ein echter Versicherungsmakler wäre damals mit 4,4 % für 35 Jahre der der Wertungssumme zurechtgekommen (35 Jahre max. 2.100 € macht Wertungssumme 73.500 € mal 4,4 % = 3.234 € Vertriebskosten).
Dass sie dafür eher 8 % (5.880 €) bezahlt haben bzw. noch bezahlen, das ist immer Sache des Kunden denn dieser wendet für seine Altersvorsorge-Existenz im Verhältnis zu seinem Freizeitdreck (Handy anstarren), da die mehrfache an Zeit auf. Und dann wundert sich dann das seine Altersvorsorge scheitert, weil diese zu gering für 2 Rentner wird. Denn eigentlich ist ihre Altersvorsorge schon gescheitert!
Denn was wollen sie mit den 15.000 € eigentlich reißen? Von 67 bis 85. Lebensjahr verteilen und eine Rente machen? Ein Rente von von ca. 70 € monatlich erhalten? In etwa die 4 % vom gemeinsamen Renten-Abschlag von Kanzler-Schröder?
15.000 € Guthaben durch 67 bis 85 Jahre, ergibt 18 Jahre mal 12 Monate, sind 216 Monate runde 69,76 € Riesterrente pro Monat. Denn die Zulage wird erst ab dem 85. Lebensjahr verrentet, dann wenn die Mehrheit der Sparer nicht mehr lebt! Hier braucht man nur die Gaußsche Normalverteilung verstehen, bei 100.000 Riesterverträgen werden ab 67. Lebensjahr die Mehrheit ohne je die Zulage auszuzahlen zu bekommen in wenigen Jahren altersbedingt verstorben sein. Und vererben ist nicht! Mit Tod beider Eltern ist dieses auch das gesamte Rest-Geld weg.
Ein todsichereres Geschäft, nur für den Kunden nicht!
Und besser wird es auch nicht wenn auf das Altersdepot ab, 01.01.2027, denn die steuerlichen Bedingungen sind unbekannt oder gar nicht vorhanden. so wie die einmalige 30 % Auszahlung oder Rentengarantien haben, und ob die Rentenauszahlungen der Depot-Rente nicht doch der GKV, PVN und der vollen Besteuerung unterliegt.
Würde Ich als Lehrer das bewerten, was Sie hier fragten, so wäre dies eine glatte 6 im Zeugnis ausstellen. Unter anderen, weil sie sich seit 18 Jahren um nichts gekümmert haben!
Denke auch das ist momentan am ratsamsten. Nächstes Jahr kommt das Altersvorsorge Depot und die Kosten sind da auf 1% gedeckelt. Da die Depotbanken aber in direkter Konkurrenz stehen werden die Depots wahrscheinlich deutlich günstiger angeboten. Man schätzt das so ein Depot 0,2-0,5% Gebühren kosten wird
Ich würde dann schauen ob sich die Riester-Verträge verschieben lassen. Meine gelesen zu haben, dass sowas möglich ist.