Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

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  1. Avatar von Sucher_705
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    Standard Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Hallo,
    momentan vergeht ja kein Tag mehr ohne schlechte Nachrichten.

    Da der Immobilienmarkt seit März/April kräftig gedreht hat und momentan ja extrem wenig Immobilien gekauft werden, habe ich die Maklerin gestern angerufen. Sie hat uns das Haus auch verkauft und mich interessiert momentan die Situation.

    Ihre Meinung hat mich richtig erschüttert, auch Sie spricht davon das momentan gar nichts mehr geht und das die Preise ihrer Einschätzung nach erheblich zurück gehen müssen. Aktuell hat Sie meist 10%-15% Nachlass, wenn mal ein Objekt verkauft wird. Bieterverfahren oder aufgerufene Preise sind Geschichte.

    Unser Haus sieht Sie aktuell mit 60 000 - 80 000 Euro weniger Wert, geht aber davon aus das es noch 1-2 Jahre dauert bis Zins und Kaufpreis sich wieder einpendeln und das es noch bis dahin zu fallenden Preisen kommen wird. Sie prognostiziert eine Korrektur der Preise im Bereich von 30-40%.

    Nun ist das wohl verständlich, das man bei insgesamt einer halben Million mit allen Kosten schon Angst bekommt. Selbst 60 000 Euro Wertverlust und 40 000 Euro Kaufnebenkosten, haben mal eben 100 000 Euro in 6 Monaten aufgelöst.

    Für 100 000 Euro hätten wir in bester Lage 5 Jahre mieten können. Momentan bin ich einfach nur mega down und kann eigentlich nur heulen. Wir waren glücklich verheiratet, haben ein gesundes Baby und haben unser Eigenheim gefunden. Eigentlich alles perfekt und dann erfährt man, das man wahrscheinlich den grössten Fehler des Lebens gemacht hat und in der Ehe ist die Stimmung richtig schlecht und es gibt nur noch Streit. Ich überlege wie man den Kaufvertrag anfechten kann und jetzt gehen schon die Schuld Zuweisungen los "du wolltest das Haus unbedingt", "es war klar das es runter geht mit den Preisen", "warum hast du dich vorher nicht darüber informiert", "ich war nie überzeugt vom Haus", "denk mal ans Kind" usw. .

    Bis März hat aber halt kein Experte oder Bank damit gerechnet, das es von heute auf morgen alles kippt und jetzt sitzt man mit ein Haus da, wo man nicht mehr wohnen will und kann. Ich denke immer nur daran, das wir jetzt 6 Monate später 80 000 Euro weniger hätten finanzieren müssen. Der nette Herr Gutachter von der Bank hat sogar ein Preis als angemessen gesehen der über den Kaufpreis lag, im März wurde das sogar noch vom befreundeten Makler mit 70 000 Euro mehr als verkaufbar eingestuft. Leider nur Expose als Wertermittlung vorgelegt. Auch der klagt momentan über den leer gefegten Markt und das er die Obejkte nicht mehr los wird.

    Momentan weiss ich nicht weiter. Mir wurde immer gesagt, das Immobilien relativ Wert konstant sind, Sachwerte mit der Inflation steigen und das die aktuelle Situation einmalig sei aber ohne Folgen und das es sich ganz schnell wieder beruhigt.

    Wenn wir jetzt verkaufen, sind nur 160 000 Euro weg mit Vorfälligkeit usw. .Wenn es jetzt tatsächlich noch weiter runter geht sind evtl. 220 000 - 260 000 Euro weg.

    Was würdet ihr raten? Ich kann nicht mehr schlafen, habe nur noch Dauerstreit mit meiner Frau und die grösste Angst ist einfach den grössten finanziellen Fehler im Leben gemacht zu haben. Egal mit wen ich mich unterhalte, alle sind genau so pessimistisch wie die Maklerin und haben ihre Kaufambitionen auf Eis gelegt. Die Bank sagt, zu heutiger Zeit hätten Sie uns geraten das Haus nicht zu nehmen. Die Maklerin klagt mir ihr Leid, das Sie so viele Objekte wie nie zum Verkauf hat und keine Käufer findet. In sämtlichen Newsquellen ist die Korrektur im Immobilienmarkt wohl thematisiert und nachvollziehbar.

    Habt ihr evtl. irgendwelche Ratschläge? Hier gibt es auch seit Monaten keine Finanzierungsthemen mehr grossartig. Es ist wohl tatsächlich alles tot und es war keine gute Idee zu kaufen.

    Ich bin echt am Boden und weiss nicht weiter.

  2. Avatar von Sucher_705
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von bruno68
    Nein Tneub,

    nach dem die EZB Zinsen wieder um 0,75 % angehoben worden sind! Glaubst du ernsthaft, das die Hütte noch 320.000 € wert ist? Zum anderen, wer sagt, dass einen Käufer noch gibt? Glaubt einer bei einer Beleihung von 80 % bei 320.000 €, was ein Darlehn von 256.000 € bedeutet. Zahlt ein Käufer extra mehr?

    Und bei den gegenwärtigen Zinsen,

    - da fallen bei 080 % Beleihung und 5 Jahren 4,4 % p.a., bei 10 Jahren 4,15 % und 15 Jahren 4,5 % Zinskosten an!
    - da fallen bei 100 % Beleihung und 5 Jahren 5,1 % p.a., bei 10 Jahren 4,60 % und 15 Jahren 4,9 % Zinskosten an!

    Zum anderen, ein Verkauf wird durch das Gesetz durch die Erstellung von zwei unabhängigen Wertgutachten aus Basis des aktuellen Zins blockiert.
    Weil diese nicht existieren, allenfalls liegt nur eins Wertgutachten des Gläubigers vor. Das zweite fehlt einfach, weil der 2. Sachverständige, wegen der Masse an Neubewertung nicht einfach kann.

    Die Folgen für einen Verkauf, ohne ein zweites Gutachten stehen schon im Gesetz, siehe nur § 505 c und d BGB. Die Pflicht und deren unabwendbare Rechtsfolgen! Wer davon abweicht, zahlt bis zum persönlichen Bankrott!

    Tatsache ist und bleibt: "Geht er raus, zahlt er die 190.000 € Verlust alleine. Den auch die Nebenkosten für die gezahlten 450.000 € sind auch weg!"

    bruno68
    Damit haben Sie mal eben den Wert auf 60% von der Bewertung im März geschrumpft. Wenn das flächendeckend ist, dann ist die Insolvenzwelle ja unaufhörlich am rollen und kommt mit einer Monsterlawine auf uns zu. Dann werden die Banken jetzt auch Nachbesicherungen fordern und das wird übel. Häuslebauer kauft für 500 000 Euro. 10% vom Kaufpreis liegt als EK vor die Kaufnebenkosten auch.

    450 000 Euro werden finanziert. Ihren Ausführungen zu Folge wird das Haus jetzt noch 300 000 Euro wert sein. Die Bank wird also jetzt reihenweise 20-40% der Kaufsumme als Nachbesicherung einfordern?

  3. Avatar von yosh
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Was für ein Quatsch. Hier gilt die gleiche Regel wie für Aktien: Nicht täglich auf den Vermögenswert schauen. Was man gekauft hat, möglichst lange halten und das Leben genießen. Auf lange Sicht ist es egal, wenn die Kaufpreisbewertung zwischenzeitlich mal 30% niedriger stand. Realisiert wird der Wert der Immobilie beim Verkauf, nicht bei der Unterhaltung mit zweifelhaften Maklern.

    Aktuell ist einfach keine gute Zeit für Verkäufe. Das kann in einigen Monaten auch wieder anders aussehen, sagt meine Glaskugel.

  4. Avatar von StGe1973
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Jetzt lass dich doch von bruno nicht kirre machen....

    Mir ist kein Fall und zwar kein einziger bekannt in dem einen Bank in einem laufenden Darlehen eine Nachbesicherung gefordert hätte. Wenn die Raten problemlos laufen, hat die Bank daran überhaupt kein Interesse. Das Problem kommt dann natürlich bei der Anschlussfinanzierung, wenn die Immobilie neu bewertet wird.

    Es bringt doch nichts immer über den möglichen theoretischen Verlust nachzudenkene, sondern setz dich mit deiner Frau zusammen und überlegt, was ihr wirklich wollt:

    Entweder sofort verkaufen, dann bist du die Sorgen mit steigenden theoretischen Verlusten los... wirst aber wahrscheinlich Verlust machen.

    Oder: ihr entscheidet euch 5 jahre zu warten und dann zu verkaufen, Risiko noch höherewr Verlust, Chance vielleicht ohne Verlust zu verkaufen

    Oder: ihr entscheidet euch euer Leben in dem Haus zu verbringen. Wäre die beste Lösung und dann vergiß täglich oder monatlich über den möglichen Wert des Hauses nachzudenken.

  5. Avatar von Sephir0th
    Sephir0th ist offline

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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von Sucher_705
    Damit haben Sie mal eben den Wert auf 60% von der Bewertung im März geschrumpft. Wenn das flächendeckend ist, dann ist die Insolvenzwelle ja unaufhörlich am rollen und kommt mit einer Monsterlawine auf uns zu. Dann werden die Banken jetzt auch Nachbesicherungen fordern und das wird übel. Häuslebauer kauft für 500 000 Euro. 10% vom Kaufpreis liegt als EK vor die Kaufnebenkosten auch.

    450 000 Euro werden finanziert. Ihren Ausführungen zu Folge wird das Haus jetzt noch 300 000 Euro wert sein. Die Bank wird also jetzt reihenweise 20-40% der Kaufsumme als Nachbesicherung einfordern?
    Wer hier im Forum schon eine Weile mitliest, weiß, dass man die Beiträge von Bruno getrost ignorieren kann, da diese nicht selten an der Sache vorbei gehen und häufig grob fehlerbehaftet sind. Das fängt hier bereits damit an, dass die gegenwärtigen Zinsen bereits deutlich falsch angegeben werden und um gute 150 Basispunkte zu hoch angesetzt sind. Die Anschlussfinanzierungen, die nun kurzfristig anstehen, führen auch nicht zu einer Insolvenzwelle. Warum sollte dies auch so sein? Die jetzt auslaufenden Darlehen dürften weitgehend zu gleichen, wenn nicht sogar höheren, Zinssätzen abgeschlossen sein, als sie nun für Anschlussfinanzierungen aufzubringen sind.

  6. Avatar von Sucher_705
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Das Problem ist, es passt alles nicht zusammen.

    Das Angebot bricht im Neubausegment weg. Ich sehe auf den gängigen Portalen oder Maklern nicht mehr großartige Neubauangebote. Die Projektentwickler haben Bauvorhaben abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben. Geld wird täglich entwertet und ist in Sachanlagen, währungsunabhängig aufbewahrt. Es wurden sogar Grundstücke in Neubaugebiete an die Stadt zurück gegeben, da der Neubau nicht mehr finanziert werden konnte.

    Aber der Markt ist ja komplett gegenläufig. Neubauimmobilien gibt es weniger, aber auf einmal kommen etliche Bestandsimmobilien auf dem Markt. Dafür ist der Mietmarkt leergefegt. Letztes Jahr gab es Neubau Grundstücke nur mit Bewerbung und Punkteverfahren. Da sind wir mit 50 anderen Interessenten Sonntags im Neubaugebiet gewesen, haben ein Rohbau besichtigt und durften hinterher unseren Preis im "Bewerbungsbogen" eintragen.

    Eine gewisse Preisstabiltät hätte ich erwartet. Und es wäre auch sinnvoll. Neubau ist aktuell extrem verknappt und dafür kommen Bestandsimmobilien in hoher Zahl auf den Markt. Das sollte eigentlich pari sein.

    Die Zinserhöhungen und die Inflation liegen nicht gleich auf, die Inflation ist noch weit höher und somit sollte eigentlich kein Preisverfall einsetzen. Hat er aber. Wir stehen am Anfang der Zinswende, was soll noch passieren, sobald wir 4% Leitzins haben, Hypothekenzinsen bei 6% liegen und die Inflation bei 2,5%? Das wäre historisch gesehen kein ungewöhnlicher Zustand, aber gefühlt würde das den Immobilienmarkt zusammenbrechen lassen.

    Wenn man sich China anschaut, kann man sehr gut erahnen das ein angeschlagener Immobilienmarkt nicht mit 3,5% Zinssenkung mal eben wieder auf Trab zu bringen ist.

    Die Nachfrage an Mietobjekten ist in Deutschland flächendeckend gestiegen, von daher müssten sich die Immobilienpreise auch darauf hin stabilisieren. Wenn ein Nachfragedruck herrscht, werden die Preise steigen. Wenn die Kaltmieten um 20% steigen, wird das wieder die Zinserhöhung kompensieren und für Investoren attraktiver gestalten.

    Zudem sind Zinsen Werbungskosten und somit nicht 1:1 für die Berechnung relevant.

    Ach eigentlich ist das alles nur noch Mist. Man rechnet und versucht sich die Preisentwicklung irgendwie herzuleiten. Und hört dann von Finanzierungsvermittlern, das es tatsächlich einen enormen Einbruch bei den Finanzierung gibt. Makler sagen ebenfalls, das der Preis aus März nicht wieder zu erreichen ist und das es wahrscheinlich in den nächsten 5 Jahren keine Preisanstiege geben wird. Eher weitere Korrekturen zu erwarten sind bis Zins und Kaufpreis wieder zu einander gefunden haben. Das durch die sehr hohe Inflation die Preistreiber der letzten Jahre raus gefallen sind (Käuferschicht ohne großes EK und gerade mal eben Haushaltsüberschuss) und es für sehr viele unmöglich geworden ist eine Finanzierung zu stemmen.

    Hat im Februar/März leider keiner gesagt, das wir jetzt ein neues Zeitalter haben und das 6 Monate später keine Massenbesichtigungen mehr existieren und ein Makler froh ist um jedes Objekt was er los wird.

  7. Avatar von tneub
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    China hat in 3 Jahren mehr Beton verbaut, als die USA im ganzen 20. Jahrhundert und du vergleichst China mit Deutschland? Da kann man sich nur an den Kopf fassen!

    Hör endlich auf zu heulen und warte 5 Jahre. Dann kannst du nochmal entscheiden, ob es ein gutes oder schlechtes Investment war.

  8. Avatar von tomy778
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Ich musste hier echt den Kopf schütteln.
    Ich hoffe ihr habt euch beruhigt und geniest das Leben. Wer weiß was in 5 oder 10 Jahren ist. Wenn man immer nur wartet, dann wartet man bis der Tod einen einholt und bereut einiges.

    Genießt das Haus und beruhigt euch, in 2024 kann die Welt wieder ganz anders aussehen.

    Jetzt zu verkaufen wäre der größte Fehler.

    Und zum Thema Immo Makler die reden viel wenn der Tag lang ist und werden jetzt mal wieder anfangen für ihr Geld richtig zu arbeiten und sich mit der Immobilie befassen und nicht nur Tür auf und das war’s.

  9. Avatar von utopus
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von Sucher_705
    Zudem sind Zinsen Werbungskosten und somit nicht 1:1 für die Berechnung relevant.
    Aber zahlen musst du die Zinsen erstmal - und wenn dann (habe ein Beispiel in der Nachbarschaft gesehen) an Zinsen + nichtumlagefähige Nebenkosten mehr zahlst, als der Mieter an Kaltmiete zahlt, dann machst du keinen Gewinn mehr - kann hier eigentlich das Finanzamt "Liebhaberei" ansetzen?

    Miete war 1000€ im Monat - Kaufpreis war 300t€ + 30t€ Kaufnebenkosten - bei einem Zinssatz von 3,5% wären das 11.550€ Zinsen + ca. 1800€ nichtumlagefähige Nebenkosten = 13.350€ - bei 12.000€ Mieteinnahmen ... dazu dann noch Instandhaltungsrücklage/Tilgung/Sonderumlagen/Mietausfallrisiko/AfA ...

  10. Avatar von Beachlifestyle
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Bei den ganzen Beiträgen von Dir kann man teils echt nur den Kopf schütteln... Es gibt nur einen Grund, weshalb ich halbwegs verstehen könnte, dass man sich Gedanken macht--> Wenn die Einnahmenseite sich groß verändert hat, sodass das Szenarion beim Kauf für die zukünftige Haushaltsrechnung nicht mehr passt.

    Ein paar Punkte, die du berücksichtigen solltest, bevor vielleicht ein langer Spaziergang gut tut und man mal ein bisschen die Ängste und den Kopf runterfahren sollte ;-) (ist ehrlich gemeint und absolut nicht böse)

    - Keiner besitzt eine Glaskugel
    - Der Kauf/Verkäufermarkt ist aktuell ein völlig anderer, viele Wissen nicht, was in der Zukunft kommt, weshalb beide Seiten erst einmal ruhiger werden
    - Die Mieten werden aufgrund der extremen Nachfrage und fehlenden Neubauaktivitäten sowie Inflation stark anziehen und den Abstand zu den gestiegenen Kaufpreisen der letzten Jahre verringern
    - Deine mon Rate ist fix für den gebundenen Zeitraum
    - Aufgrund der Inflation ist das Geld deutlich weniger wert, was sich auf der einen Seite beim Einkommen durch Steigerungen, auf der anderen Seite aber auch längerfristig für die restlichen Schulden als auch die Rate nicht ganz unerheblich ist
    - Wenn du dir das Objekt rein zum spekulieren gekauft hast, hast du bereits den Fehler bei der Überlegung gemacht. So die du dich hier gibst bist du dafür absolut kein Typ und ärgerst dich über deinen Fehler und machst andere dafür schuldig
    - genießt doch einfach das Leben, ihr habt anscheinend ein Haus, was euch gefällt und wo man gut Leben kann. Die Summen sind Zahlen, die weniger Wert sind, mehr nicht.
    - es handelt sich um eine extreme Momentbetrachtung in einer Ausnahmesituation. Weder gab es bisher so stark gestiegene Märkte ( die mM nur das vorweg genommen haben, was wir nun bei der Inflation sehen), noch hat man alle Tage einen Wirtschaftskrieg und eine extreme Energiekriese.


    Das nur ein bisschen meinerseits

    P.S. Deine Überlegung der schnellen Spekulation habe ich die letzten Jahre bereits 2 x erfolgreich gemacht. Und zum Ende letzten Jahres stand die Entscheidung erneut, da wir eine für uns absolute Traumwohnung mit ca. 15 % Abschlag zum aktuellen Marktpreis kaufen konnten. Ich habe mich bewusst für den Kauf als auch für eine nahezu 100 % Finanzierung entschieden, obwohl ich ein schlechtes Gefühl aufgrund des Preises und der Entwicklung generell hatte...Warum? Weil die günstigen Zinsen von unter 1,5 % für 15 J. ein Geschenk waren und meiner Meinung nach die Preise ruhig 10-15% fallen können( so Phasen gibt es immer, war vorher die jährliche Performance), es aber alles dafür getan wird, dass auch zukünftig die Richtung eher nach oben geht. Denn schließlich werden die Neubauten aufgrund der hohen Preise des Materials nicht günstiger und die Politik verordnet immer neue Gesetzte, dies es ebenfalls teurer machen. Somit schafft man von der Seite schon eine Untergrenze. Und dann berücksichtige selbst mal bei 2-3 % Inflation ( denke die wird eher 4-5 % die nächsten Jahre wieviel deine Restschuld am Zinsbindungsende dann tatsächlich noch wert ist?
    Relativiert alles etwas.

    Nun bin ich raus, musste mal gesagt werden

  11. Avatar von Muenchner82
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Das ist doch ein Trollversuch, oder?
    Die Haushaltsrechnung hat gepasst bei Kauf, die Raten sind gut stemmbar und jetzt ist alles schlecht, weil das Haus vermeintlich zu teuer war?
    Ein Haus zu haben das man sich leisten kann wird sich immer lohnen und wenn es um die Angst vor einer Anschlussfinanzierung geht, naja man kann ja zur Sicherheit jetzt noch einen 1,x % Bausparer abschließen, wenn man damit ruhiger schläft.
    Der derzeitige Preisrückgang ist nur vorübergehend. Es würde aller Logik und Wirtschaftslehre widersprechen, wenn ein extrem knappes Gut während einer Inflation extrem und dauerhaft an Wert verliert. Momentan ist halt einfach das Problem, dass die Nachfrageseite weggebrochen ist. Die Löhne werden aber deutlich steigen in den nächsten Jahren (Allein der Mindestlohn ist ja schon regelrecht explodiert - wir kommen da von 9,82€ Anfang des Jahres) und unendlich kann die EZB die Zinsen nicht erhöhen ohne dass Italien umfällt. Du wirst sehen, dass in zwei/drei Jahren die Sache wieder deutlich entspannter aussieht.

  12. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Schon echt interessant, fast kein Verbraucher, der sich an mich über das Forum gewendet hat und deren Vorhaben ich begleiten durfte, hat diese Ängste und denkt so verwirrt!

    Ich schreibe das, da du Sucher_705 nach großem und längerem Engagement meinerseits dich - was an sich völlig legitim ist - für einen anderen Anbieter (was wirklich selten vorkommt!) entschieden hast, ohne mal ein Dank auszusprechen oder der Gleichen! Zack, buff, bämm weg, ohne eine Anerkennung in form eines Dankes (ich kenne sowas wirklich nicht!!) für gern getätigte, selbstverständlich kostenlose Dienstleistungen!

    Nun lese ich, dass du das Vorhaben realisiert hast und wie du nun schwimmst und wirres von der gibst! Es hat sich mal wieder gezeigt, manchmal ist kein Geschäft das bessere Geschäft und liest mas du nun von der gibst, so gilt das nicht nur für mich, sondern es wäre wohl auch für dich besser gewesen, diesen Leitsatz verfolgt zu hätten!

    Chapeau!!!!!

  13. Avatar von tneub
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von noelmaxim
    Schon echt interessant, fast kein Verbraucher, der sich an mich über das Forum gewendet hat und deren Vorhaben ich begleiten durfte, hat diese Ängste und denkt so verwirrt!
    Es dürfte kaum einen anderen mit diesem Einkommen geben, der eine Immobilie auf 5 Jahre als Spekulationsobjekt kauft. Das ist wie im C_asino sein ganzes Vermögen auf Rot zu setzen und sich dann zu wundern, dass sich die Schlüpper braun färbt, während die Kugel dreht.

  14. Avatar von Saskia
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von Sucher_705
    Das Haus war eigentlich auch toll. Ein zweiter Makler sagt da geht mehr beim Verkauf, ein Bankgutachter setzt den Verkehrswert sogar über den Kaufpreis an. Für das Kind eigentlich ideale Umgebung. Aber dann kam der komische Gedanke, warum keiner mehr kaufen will. Die Maklerin erzählt das Haus jetzt hätten wir deutlich günstiger bekommen und es wird weiter fallen. Ja natürlich war mein Gedanke, super wir wohnen da 5 Jahre umsonst und das EK ist danach 50% mehr und wir kaufen was neues.

    Es hat auch kein Mensch irgendwo gesagt, das wir so hart landen. Ich kann eigentlich auch nicht mehr ins Haus, da ich mir immer denke "hier wurden über 100 000 Euro verbrannt". Die Bank, der Gutachter und die Maklerin haben mich über den Tisch gezogen.
    Sorry...., aber Du hast echt nen Vogel. Unglaublich wie man sich über so ein Luxusproblem in Selbstmitleid ergießen kann. Sei froh, dass ihr so reich seid, dass ihr euch die Hütte und Nebenkosten leisten könnt. Viele viele Menschen haben in den letzten Monaten ihren Hauswunsch komplett ad acta legen müssen für die nächsten Jahre!

  15. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von Saskia
    Sorry...., aber Du hast echt nen Vogel. Unglaublich wie man sich über so ein Luxusproblem in Selbstmitleid ergießen kann. Sei froh, dass ihr so reich seid, dass ihr euch die Hütte und Nebenkosten leisten könnt. Viele viele Menschen haben in den letzten Monaten ihren Hauswunsch komplett ad acta legen müssen für die nächsten Jahre!
    Ich wollte es so deutlich nicht sagen und hätte ich keinen persönlichen Kontakt mit dem TE gehabt, hätte ich gesagt, dass ist ein Fake, jemand hat Langeweile oder Bruno hat einen zweiten Account und möchte mal wer anders sein!

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    Ausrufezeichen AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Zitat Zitat von Saskia
    Sorry...., aber Du hast echt nen Vogel. Unglaublich wie man sich über so ein Luxusproblem in Selbstmitleid ergießen kann. Sei froh, dass ihr so reich seid, dass ihr euch die Hütte und Nebenkosten leisten könnt. Viele viele Menschen haben in den letzten Monaten ihren Hauswunsch komplett ad acta legen müssen für die nächsten Jahre!
    Genau so ist es, Selbstmitleid im Luxus.

    Ihr habt euch ausgemalt, wie ihr ganz von selbst und ohne Mühe in ein paar Jahren Millionäre werdet, durch Spekulation; und jetzt seid ihr wieder auf dem Boden angekommen, dass ihr nämlich mit Schweiß und Spucke und ganz langsam euren Wohlstand verdienen werdet.

    Du hast dir angeschaut, wie andere scheinbar mühelos Gewinne gemacht haben und wolltest das auch. Bloß warst du dabei genauso selektiv in deiner Wahrnehmung wie du es uns hier ständig präsentierst: die Leute haben eben noch mit 4% Zinsen finanziert, nach einem enormen Preisanstieg, immer in der Unsicherheit, ob sich das rechnen kann.

    Stell dir vor, du hättest aus Vorsicht nicht gekauft. Und dann wären die Zinsen weiter gefallen und die Preise weiter gestiegen. Irgendwann hättest du kaufen MÜSSEN, denn du hättest dir nicht mehr leisten können zu warten (denn die Gefahr ist, dass du dir die hohen Preise irgendwann nicht mehr leisten kannst). Dann wärst du sehr sauer, wie viel Geld du verloren hast, indem du z.B. erst bei 600.000€ gekauft hast und nicht schon bei 450.000€. Quasi 150.000€ durch warten verbrannt.

    Du merkst: wenn man emotional labil ist, dann dreht man IMMER durch beim Spekulieren. Weil es beim Auf und Ab der Märkte IMMER Ängste gibt.

    Du gehst da ran mit Angst und Gier, wie im Lehrbuch, wie bei den Telekom-Aktionären in der Dotcom-Blase. Beschäftige dich mal mit dir. Das Problem sind nicht die Märkte. Das Problem ist, dass dir der spielerische Zugang zum Leben abhanden gekommen ist. Wer mit Frau und Haus und Kind und 2000 km Autofahren im Monat in 20 Jahre alten Shirts herumläuft, der sollte sich mal mit seinen Dämonen auseinandersetzen. Vielleicht mal Christian Zippel lesen, und nicht nur Darlehensverträge und Marktanalysen.

  17. Avatar von HAS-SI
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    Wie lustig, schon in November 2021 (vor dem Hauskauf) hat jemand schon an TE geschrieben:

    Ich denke der Ersteller wird kein Haus kaufen können. Die Angst zu viel bezahlen zu müssen, lässt ihn nachts nicht mehr schlafen.

    https://www.finanz-forum.de/threads/...ght=Sucher_705

  18. Avatar von noelmaxim
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    Standard AW: Frisch gekauftes Haus schnell wieder verkaufen zur Schadensminimierung?

    #91 Ich hatte sogar Kontakt zu dem TE, habe gerechnet, gemacht und getan (was ich wie immer gerne gemacht habe). Irgendwann nichts mehr gehört (was absolut unüblich ist!!) um nun dieses Rumgeiere, diese Unsicherheit oder wie man es auch immer nennen will lesen zu müssen.

    Mich wundert nichts, gar nichts! So what!

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