Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

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  1. Avatar von Appenzell
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    Standard Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Guten Tag,

    Ich möchte ein Haus für 250.000€ kaufen.
    Meine Tante ist die Verkäuferin und würde eine Anzahlung von 50.000€ akzeptieren. Den Rest könnte man als Privatkredit bei ihr in 15 Jahren abzahlen und das zinsfrei.
    Jetzt bekommt man aber nur einen Konsumentenkredit über die für das Haus nötigen 50.000€. Man sagte mir erst ab 100.000€ geht das mit besseren Konditionen.
    Dann stellt sich die Frage ob ich Schenkungssteuer bezahlen muss und wenn ja, wieviele und ob die Tante auch Steuern bezahlen muss. Ich habe schon gehört, dass das Finanzamt z.B. fiktive Zinsen annimmt die dann besteuert werden. Ihr Steuerberater rät ihr auf jeden Fall von geben des Kredits ab.
    Zu guter Letzt hat das Haus einen höheren Verkehrswert als der Kaufpreis darstellt. Dieser wurde noch nicht final ermittelt aber der Grundstückswert ist höher als der Kaufpreis.
    Es liegt aber ein Nutzungsrecht meiner Mutter für den Keller, der nur durch meine Hälfte betreten werden kann vor. Die Oma hat ein Wohnrecht und das-Grundstück ist nicht geteilt. Dies steht wohl auch alles im Grundbuch.

    Mir raucht der Kopf schon seit Tagen

    Die einfachste Lösung wäre ein Kredit über 250.000€ bei der Bank aufzunehmen. Nur fallen dann die Zinsen natürlich an.

    Vater Staat ist wohl unerbittlich und hat da einige Hürden parat, wenn man nicht direkt das Geld bei der Bank aufnimmt.

    Vielleicht weiß jemand eine Lösung ausser dem Bankdarlehen.
    Vielen vielen DANK für alle Ideen, Anregungen und Lösungsvorschläge. IM VORAUS

    Beste Grüße
    Appenzell

  2. Avatar von dabert
    dabert ist gerade online

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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Ich würd einfach den Kredit bei der Bank nehmen und den überflüssigen Teil am Kapitalmarkt anlegen. Sofern der Aktienanteil hoch genug ist, wirst du da über 15 Jahre ziemlich sicher mehr als die Zinskosten erwirtschaften.

  3. Avatar von tneub
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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Zitat Zitat von Appenzell
    Guten Tag,

    Ich möchte ein Haus für 250.000€ kaufen.
    Meine Tante ist die Verkäuferin und würde eine Anzahlung von 50.000€ akzeptieren. Den Rest könnte man als Privatkredit bei ihr in 15 Jahren abzahlen und das zinsfrei.
    Jetzt bekommt man aber nur einen Konsumentenkredit über die für das Haus nötigen 50.000€. Man sagte mir erst ab 100.000€ geht das mit besseren Konditionen.
    Dann stellt sich die Frage ob ich Schenkungssteuer bezahlen muss und wenn ja, wieviele und ob die Tante auch Steuern bezahlen muss. Ich habe schon gehört, dass das Finanzamt z.B. fiktive Zinsen annimmt die dann besteuert werden. Ihr Steuerberater rät ihr auf jeden Fall von geben des Kredits ab.
    Zu guter Letzt hat das Haus einen höheren Verkehrswert als der Kaufpreis darstellt. Dieser wurde noch nicht final ermittelt aber der Grundstückswert ist höher als der Kaufpreis.
    Es liegt aber ein Nutzungsrecht meiner Mutter für den Keller, der nur durch meine Hälfte betreten werden kann vor. Die Oma hat ein Wohnrecht und das-Grundstück ist nicht geteilt. Dies steht wohl auch alles im Grundbuch.
    l
    Als erstes muß hier erstmal der Verkehrswert des Objektes ermittelt werden. Dann wird je nach Alter und Geschlecht das Nutzungsrecht/Wohnrecht für Mutter und Grußmutter gemäß Bewertungsgesetz abgezogen.
    Das vergleicht man dann mit dem Kaufpreis. Je nachdem, kann die Differenz dann eine Teilschenkung sein. Dazu addiert werden dann die zum Drittvergleich eingesparten Zinsen abzüglich Schenkungsfreibetrag multipliziert mit dem Ateuersatz für das Verwandschaftsverhältnis zur Tante ergibt dann die Schenkungssteuer.

  4. Avatar von DavidManke
    DavidManke ist offline

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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Hallo Appenzell,
    ​kein Wunder, dass dir der Kopf raucht – das ist eine Konstellation mit vielen beweglichen Teilen. Ein Hauskauf innerhalb der Familie ist oft emotional und steuerlich ein Minenfeld.
    ​Zu deinen Punkten:
    ​Schenkungssteuer: Das Finanzamt bewertet zinslose Darlehen tatsächlich oft als Schenkung des Zinsvorteils. Das muss man genau gegenrechnen.
    ​Finanzierung: Die 50.000 € Grenze für 'echte' Immobilienkonditionen ist bei vielen Banken starr, aber es gibt Lösungen über Modernisierungsdarlehen oder spezielle Bausparkombis, die deutlich günstiger sind als Konsumentenkredite.
    ​Grundbuch: Wohn- und Nutzungsrechte mindern den Verkehrswert, was steuerlich ein Vorteil sein kann, aber die Banken bei der Beleihung vorsichtig macht.
    ​Ich helfe Kunden regelmäßig dabei, solche Familien-Konstrukte rechtssicher und finanziell sinnvoll zu strukturieren (auch unter Einbeziehung von Experten für die steuerliche Seite). Wenn du magst, können wir mal die Optionen 'Bankdarlehen vs. Familiendarlehen' mit allen Nebenkosten (Steuer/Zins) gegenüberstellen.
    ​Schreib mir gerne eine PN, dann sortieren wir das Chaos mal gemeinsam.
    ​Beste Grüße!

  5. Avatar von Rubberduck
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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Zitat Zitat von Appenzell
    Ich habe schon gehört, dass das Finanzamt z.B. fiktive Zinsen annimmt die dann besteuert werden. Ihr Steuerberater rät ihr auf jeden Fall von geben des Kredits ab.
    Wenn schon ein Steuerberater vorhanden ist, was für eine Konstruktion schlägt dieser alternativ vor?

  6. Avatar von Rubberduck
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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Zitat Zitat von tneub
    Als erstes muß hier erstmal der Verkehrswert des Objektes ermittelt werden. Dann wird je nach Alter und Geschlecht das Nutzungsrecht/Wohnrecht für Mutter und Grußmutter gemäß Bewertungsgesetz abgezogen. Das vergleicht man dann mit dem Kaufpreis. Je nachdem, kann die Differenz dann eine Teilschenkung sein.
    Vermutlich aber trotzdem unzutreffend.

    Die Frage ist zunächst einmal wie hoch der Discount ist.
    Kein Mensch zahlt Schenkungssteuer, weil der Verkäufer keinen Preis nach irgendwelchen Tabellen erzielen kann.
    Beispielhaft ist Erbschaftssteuer natürlich nach der behördlichen Bewertung zu zahlen. Nur ob man das auch am Markt kriegt?
    Ist hier bei mir regelmäßig nicht der Fall.
    Das garantiert einem erstens das FA nicht und zweitens zahlt der Käufer hier auch keine Schenkungssteuer.

    Übrigens gehen hier (Großraum Frankfurt) auch unsanierte Häuser (Klasse H) regelmäßig zum Grundstückspreis weg.
    Die Makler schreiben dann "Das Haus kriegen sie umsonst dazu." (Was natürlich Blödsinn ist)
    Da hier im konkreten Fall noch Nutzungsrechte abgezogen werden müssen, kann das noch zusätzlich zu beachten sein.

    Wenn schon Steuerberater (bei der Tante) vorhanden, dann soll der hier mal einen Vorschlag machen.

  7. Avatar von Rubberduck
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    Standard AW: Hauskauf mit zinslosen Privatkredit möglich?

    Zitat Zitat von DavidManke
    Die 50.000 € Grenze für 'echte' Immobilienkonditionen ist bei vielen Banken starr, aber es gibt Lösungen über Modernisierungsdarlehen oder spezielle Bausparkombis, die deutlich günstiger sind als Konsumentenkredite.
    Bei vielen Bank (IIRC ING) ist die Grenze sogar 75.000 Euro.

    Unabhängig davon sind die Konditionen die man für so einen "Pupsbetrag" zahlen muss schlecht.
    Das wird durch gebührenträchtige Konstrukte mit Bausparverträgen noch schlechter.

    Modernisierungsdarlehen sind auch nicht so billig. Würde ich alles vermeiden.

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