Moin zusammen,
ich habe jetzt einige Beiträge und Kommentare dazu gelesen, aber gefühlt gehen die Meinungen doch gut auseinander.
Ich habe eine Immobilie (EFH), die derzeit noch abgezahlt wird. Zins ist bei ca 1,4%.
Durch einen notwendigen Umzug + Familienzuwachs plane ich den Kauf einer neuen Immobilie (ebenfalls EFH).
Der Verkaufswert der bestehenden Immobilie deckt sich in etwa mit dem Kaufpreis der neuen. Die Differenz wird durch EK gedeckt, sofern erforderlich. Ich muss ja nicht unter Wert verkaufen.
Die neue Immobilie ist in einer wesentlich teureren Lage und sanierungsbedürftig, daher ist sie relativ preiswert zu haben. Auch die Sanierung wird aus EK bezahlt. Die Kaufnebenkosten sind in der Rechnung bereits inkludiert.
Es wird also kein neues Darlehen benötigt, wenn ich das bestehende "mitnehmen" kann. Das spart dank des guten Zinses mindestens 500€ im Monat bei der Ratenhöhe. Ein konkretes Angebot auf den Cent genau liegt noch nicht vor, sondern wurde nur grob von der Bank berechnet für die Finanzierungszusage.
Der Wert der neuen Immobilie wird nach erfolgter Sanierung vermutlich um die 250-300k€ über der Grundschuld des alten Darlehens liegen.
Nach diversen Berechnungen ist...
- ein Verkauf (Vorfälligkeitsentschädigung inklusive) die schlechteste Idee
- Vermietung ok, bringt langfristig Kapitalaufbau
- Pfandtausch am besten, da günstige Zinsen bestehen bleiben und keine Kopfschmerzen durch Mietverhältnis und Risiken daraus entstehen
- Pfandtausch auch mit weniger Aufwand verbunden, weil nicht der komplette Lebenslauf von uns und Haus erneut auf den Prüfstand müssen?
Für die Bank ist die neue Immobilie als Sicherheit problemlos ein gutes Geschäft. Die alten Zinsen zu behalten natürlich nicht. Andererseits besteht ja auch gar kein Anlass, nochmal bei dieser Bank zu finanzieren, wenn sie den Pfandtausch ablehnt... aber schon eher zu einem späteren Zeitpunkt, wenn doch nochmal ein Geschäft winkt.
Ist Pfandtausch hier wirklich sinnvoll? Oder werden mehr Fakten benötigt?



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