Pfandtausch?

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  1. Avatar von Rizzo
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    Standard Pfandtausch?

    Moin zusammen,

    ich habe jetzt einige Beiträge und Kommentare dazu gelesen, aber gefühlt gehen die Meinungen doch gut auseinander.

    Ich habe eine Immobilie (EFH), die derzeit noch abgezahlt wird. Zins ist bei ca 1,4%.
    Durch einen notwendigen Umzug + Familienzuwachs plane ich den Kauf einer neuen Immobilie (ebenfalls EFH).

    Der Verkaufswert der bestehenden Immobilie deckt sich in etwa mit dem Kaufpreis der neuen. Die Differenz wird durch EK gedeckt, sofern erforderlich. Ich muss ja nicht unter Wert verkaufen.
    Die neue Immobilie ist in einer wesentlich teureren Lage und sanierungsbedürftig, daher ist sie relativ preiswert zu haben. Auch die Sanierung wird aus EK bezahlt. Die Kaufnebenkosten sind in der Rechnung bereits inkludiert.

    Es wird also kein neues Darlehen benötigt, wenn ich das bestehende "mitnehmen" kann. Das spart dank des guten Zinses mindestens 500€ im Monat bei der Ratenhöhe. Ein konkretes Angebot auf den Cent genau liegt noch nicht vor, sondern wurde nur grob von der Bank berechnet für die Finanzierungszusage.

    Der Wert der neuen Immobilie wird nach erfolgter Sanierung vermutlich um die 250-300k€ über der Grundschuld des alten Darlehens liegen.

    Nach diversen Berechnungen ist...
    - ein Verkauf (Vorfälligkeitsentschädigung inklusive) die schlechteste Idee
    - Vermietung ok, bringt langfristig Kapitalaufbau
    - Pfandtausch am besten, da günstige Zinsen bestehen bleiben und keine Kopfschmerzen durch Mietverhältnis und Risiken daraus entstehen
    - Pfandtausch auch mit weniger Aufwand verbunden, weil nicht der komplette Lebenslauf von uns und Haus erneut auf den Prüfstand müssen?

    Für die Bank ist die neue Immobilie als Sicherheit problemlos ein gutes Geschäft. Die alten Zinsen zu behalten natürlich nicht. Andererseits besteht ja auch gar kein Anlass, nochmal bei dieser Bank zu finanzieren, wenn sie den Pfandtausch ablehnt... aber schon eher zu einem späteren Zeitpunkt, wenn doch nochmal ein Geschäft winkt.

    Ist Pfandtausch hier wirklich sinnvoll? Oder werden mehr Fakten benötigt?

  2. Avatar von Zapp73
    Zapp73 ist offline

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    Standard AW: Pfandtausch?

    Nur mal so zur Einordnung: für Dich sind 250T€ viel Geld, bei der Bank ist das ein Klein(st)kredit. Sofern Du nicht regelmäßig als Immo-Entwickler oder -Händler auftauchst, ist die seichte Androhung des Umsatzverlustes eines etwaigen Folgegeschäfts in der ungewissen Zukunft für die Bank verzichtbar, d.h., das interessiert die idR nicht.

    Die Banken sind andererseits nicht verpflichtet, einem Pfandtausch zu alten Bedingungen zuzustimmen, kann man also nur gut verhandeln. Wenn's klappt, ok; wenn nicht, muss man sich eben die günstigste Finanzierung suchen.

  3. Avatar von Rizzo
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    Standard AW: Pfandtausch?

    Zitat Zitat von Zapp73
    Nur mal so zur Einordnung: für Dich sind 250T€ viel Geld, bei der Bank ist das ein Klein(st)kredit. Sofern Du nicht regelmäßig als Immo-Entwickler oder -Händler auftauchst, ist die seichte Androhung des Umsatzverlustes eines etwaigen Folgegeschäfts in der ungewissen Zukunft für die Bank verzichtbar, d.h., das interessiert die idR nicht.

    Die Banken sind andererseits nicht verpflichtet, einem Pfandtausch zu alten Bedingungen zuzustimmen, kann man also nur gut verhandeln. Wenn's klappt, ok; wenn nicht, muss man sich eben die günstigste Finanzierung suchen.
    Jo. sollte auch nicht zynisch oder böse gemeint sein, sondern wirklich nur als Einordnung. Drohen möchte ich denen natürlich keineswegs, denn ich will ja da im Idealfall Kunde bleiben, wenn die Zinsbindung ausläuft und es an die Anschlussfinanzierung geht.

    Rein rechnerisch ändert sich für die Bank - gar nix. Die haben ne teurere Immobilie als Sicherheit und keinen neuen Darlehensvertrag. Nur halt den Aufwand mit der Umwidmung.
    Und genau deswegen möchte ich es denen ja möglichst schmackhaft machen. Die sollen eben nicht nur ne Nummer aufm Zettel sehen, sondern auch einen zahlenden Kunden, der seit Jahren die Raten ordnungsgemäß abgedrückt hat.

  4. Avatar von bruno68
    bruno68 ist offline

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    Standard AW: Pfandtausch?

    @Rizzo,

    Woher haben diese seltsamen Gedanken her?

    Grundsätzlich müssen Sie lernen, dass ihre Probleme nicht die Probleme des Gläubigers sind!

    Auch ihre aussagen deuten zwar auf den Weg dahin aber nur verklärt!
    Nach diversen Berechnungen ist...
    - ein Verkauf (Vorfälligkeitsentschädigung inklusive) die schlechteste Idee
    - Vermietung ok, bringt langfristig Kapitalaufbau
    - Pfandtausch am besten, da günstige Zinsen bestehen bleiben und keine Kopfschmerzen durch Mietverhältnis und Risiken daraus entstehen
    - Pfandtausch auch mit weniger Aufwand verbunden, weil nicht der komplette Lebenslauf von uns und Haus erneut auf den Prüfstand müssen?
    Richtig ist die Erkenntnis:
    - ein Verkauf (Vorfälligkeitsentschädigung inklusive) die schlechteste Idee)
    Ja, denn der Wucher liegt hier beim 1,99-fachen der Restzinsschuld, haben sie noch 20.000 € Zinsen zu zahlen, so kann die Vorfälligkeitsentschädigung bis zu 39.800 € betragen, zuzüglich die Restschuld.
    Auf alle Fälle geht ein Haufen Geld verloren.

    - Pfandtausch am besten, da günstige Zinsen bestehen bleiben und keine Kopfschmerzen durch Mietverhältnis und Risiken daraus entstehen
    - Pfandtausch auch mit weniger Aufwand verbunden, weil nicht der komplette Lebenslauf von uns und Haus erneut auf den Prüfstand müssen?
    Glaubst Du wirklich, die Banken verzichten bei ihnen auf 3 bis 4 % p. a. Zinsen? Nur mal so 80.000 bis 150.000 € an Zinsen?

    Die lassen Sie eher über die wirtschaftlich Klinge springen, als auf dieses Geld zu verzichten!

    Wie schon mehrfach hier schrieb ohne eine richtige Finanzplanung, scheitert heute fast jede Finanzierung bzw. zahlt man richtig richtig darauf.

    bruno 68

  5. Avatar von Zapp73
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    Standard AW: Pfandtausch?

    Zitat Zitat von Rizzo
    Rein rechnerisch ändert sich für die Bank - gar nix. Die haben ne teurere Immobilie als Sicherheit und keinen neuen Darlehensvertrag. Nur halt den Aufwand mit der Umwidmung.
    Die Bank verliert das Geschäft durch den Neuabschluss, wenn sie dem Pfandtausch zustimmen. Wenn der alte Zins bei 1% liegt und der neue Abschluss jetzt bei 4,x%, dann haben die ein starkes Interesse, den alten Kredit abzuwickeln.

  6. Avatar von Rizzo
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    Standard AW: Pfandtausch?

    Ja, das ist verständlich. Den Neuabschluss würde die Bank höchstwahrscheinlich eh nicht bekommen. Aktuell steht das beste Angebot bei ca. 3,4%, allerdings von einer anderen Bank.
    Ich versuche derzeit auch nur, überhaupt erst einmal einen Plan aufzustellen. Ich habe keine Not, das andere Haus zu verkaufen. Ich muss es nicht abgeben.

    Ich suche aktuell eher eine tragbare Lösung für den Wechsel in eine andere Liegenschaft. Wenn die Bank dem Pfandtausch nicht zustimmt (was vermutlich auch die wahrscheinlichste Antwort sein wird), dann geht die Welt nicht unter.

    Was sein muss:
    - EFH

    Was sein sollte:
    - Platz für die Kinder
    - In der Nachbarstadt


    Auch wenn Bruno antwortet, als hätte ihm jede Bank des Landes schon mal den Lutscher geklaut, ist es nicht mein Ansinnen, von den Banken was umsonst zu bekommen oder einen schwerwiegenden Fehler zu berichtigen. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass Banker alle in die Hölle kommen. Auch ist es nicht in meiner Macht, für Dinge zu planen, die unvorhersehbar sind. Die Planung war beim Kauf der Immobilie völlig in Ordnung und ist auch vollständig abgesichert. Manchmal passieren aber Dinge, die man vor 5 oder 15 Jahren nicht erwarten konnte. Ich könnte jetzt mein EK einsetzen, aber wozu die Entschädigung zahlen, wenn es nicht sein muss? Oder den Kasten leer lassen bis zum Ende der Zinsbindung, ist auch billiger als ablösen.

    Ich suche aktuell einfach nur Ideen. Dabei wurde die mit dem Pfandtausch mal angesprochen und Recherchen haben mir das Modell schmackhaft gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.
    Wenn es am Ende nicht klappt, ist es eben so. Dass es für die Banken derzeit unattraktiv ist, ist mir leider bewusst.
    Andere Modelle sind ja nicht weniger luftig. Irgendwo gibt es halt immer Risiken oder Nachteile. Selbst Mietinteressenten hätte ich schon.

    Vielleicht hat ja auch jemand Erfahrungen oder Ideen, wie man mit so einer Situation umgeht... Oder noch andere Ideen?

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