Steuer für Überstunden

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  1. Avatar von Leberwurstliebe
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    Standard Steuer für Überstunden

    Hallo Zusammen,

    mein Arbeitgeber hat mir meine Überstunden nicht vollkommen ausgezahlt, weil er meint, dass sie höher besteuert werden als mein Grundgehalt. Den Lohnbescheid, auf dem das genauer stehen würde, habe ich noch nicht, die kommen immer gebündelt alle 3 Monate.

    Ich habe das erste Mal Überstunden gemacht bei dem Arbeitgeber. Von so einer Steuerregelung habe ich nie gehört. Und ihr?

  2. Avatar von titan1981
    titan1981 ist gerade online

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    Standard AW: Steuer für Überstunden

    kommt immer drauf an wo du auf der steuerleiter genau stehst mit deinem einkommen. Aber höhere Einkommen werden höher besteuert.

  3. Avatar von BenniG
    BenniG ist offline

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    Standard AW: Steuer für Überstunden

    Umso höher das Gehalt, desto mehr Steuern musst du bezahlen.

    So musst du auf die ersten rund 9.000 € pro Jahr musst du gar keine Steuern bezahlen.
    Auf den nächsten Euro musst du dann plötzlich 14% Steuern bezahlen.

    Wenn du bisher also 2.000 € pro Monat verdienst, so musst du auf jeden Euro 15 % Steuern bezahlen - also 300 €. Für jeden weiteren Euro musst du 29% bezahlen.
    Wenn du nun Überstunden für 2.000 € ausgezahlt bekommst, könnte es sein, dass dein Arbeitgeber in die Lohnsteuertabelle von 4.000 € monatlich schaut und du plötzlich 960 € Steuern bezahlen musst.

    Aber erzähle doch mal, was im Endeffekt bei raus kommt, wenn du deinen Bescheid bekommst.

  4. Avatar von tneub
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    Standard AW: Steuer für Überstunden

    Wie schon richtig erwähnt führt ein einmalig hohes Gehalt zu einer überproportional hohen Steuerbelastung in dem Monat.
    Diese relativiert sich erst im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung wieder.

    Nicht ganz so extrem sieht es aus, wenn man z.B. Weihnachtsgeld bekommt, da dies nach der Jahreslohnsteuertabelle besteuert wird.(Die meisten finden das schon schlimm, was da noch übrig bleibt)
    Da Überstunden aber nach der Monatslohnsteuertabelle versteuert werden und der Effekt noch größer als bei der Jahreslohnsteuertabelle ist, versucht dein Arbeitgeber die Überstundenauszahlung über mehrere Monate zu verteilen.
    Auch hier kommt es zu einer Steuermehrbelastung, die in der Einkommensteuerveranlagung wieder verrechnet wird, aber sie ist bei weitem nicht so hoch, wie wenn das alles in einem Monat ausgezahlt wird.

  5. Avatar von 30Dollar
    30Dollar ist offline

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    Standard AW: Steuer für Überstunden

    Da Überstunden aber nach der Monatslohnsteuertabelle versteuert werden und der Effekt noch größer als bei der Jahreslohnsteuertabelle ist, versucht dein Arbeitgeber die Überstundenauszahlung über mehrere Monate zu verteilen.
    Auch hier kommt es zu einer Steuermehrbelastung, die in der Einkommensteuerveranlagung wieder verrechnet wird, aber sie ist bei weitem nicht so hoch, wie wenn das alles in einem Monat ausgezahlt wird.
    Dem kann ich voll zustimmen. Die Ausnahme besteht nur an Überstunden, die an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht geleistet werden. Dann greifen die üblichen Freibeträge für die Steuer.
    Das kannst du ja nochmal nachprüfen, ob da ein paar Überstunden reinfallen (Überblick: https://www.steuerberaterscout.de/Ma...unden-anfallen ).
    Es gibt auch Alternativen zu der Auszahlung der Überstunden (ob man allerdings auf das Geld "verzichten" möchte ist jedem selbst überlassen). Man müsste in den jeweiligen Tarif- oder Arbeitsvertrag schauen da dort (meistens) die Alternativen zur
    Auszahlung vermerkt sind. So kann man manchmal einen Freizeitausgleich beantragen oder die Überstunden können auf eine Art Lebenskonto gutgeschrieben werden.
    Aber man muss die Entscheidung relativ schnell treffen, da ein Anspruch auf die Auszahlung der Überstunden nach drei Jahren verfällt.

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